Schizophrenie Forum | Computational Psychiatrie & Selbsthilfe

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Schwerpunkt: Intervalltherapie mit Bupropion

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Patientenbasiertes Behandlungskonzept mit kontinuierlichem Bupropion und zeitlich begrenzten antipsychotischen Behandlungsphasen. Die Übersicht beschreibt persönliche Langzeiterfahrungen und die zugrunde liegenden pharmakologischen Überlegungen.


Zur möglichen Vermeidung dopaminerger Supersensitivität
schrieb Prof. Dr. Stephen M. Stahl:

“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
Prof. Dr. Stephen M. Stahl, persönliche Korrespondenz

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ich habe eine Pyschose

  • Ersteller Ersteller WhatThehell
  • Erstellt am Erstellt am
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WhatThehell

Ich war beim Arzt.

MRT war super nichts auffälliges. EEG oder EKG wie auch immer es heißt für Hirnströme war leider ungewöhnlich. An manchen Stellen war es zu langsam. Am Ende kam raus das ich eine Pyschose habe. Ich bekomme keine Medikamente, erst wenn es schlimmer wird. Da ich nur sachen sehe die nicht real sind. Und stimmen höre ich ja nicht (dads letzte mal vor 5 Jahren).

Wie geht ihr damit um? wie merkt man selbst ob es schlimmer wird (da man ja dran gewöhnt ist auf dauer)?

hat eine pyschose bei euch etwas gutes gebracht oder nur negatives?
 
Ein alter Spruch unter Psychotikern heißt „alles was du an Energie in die Psychose steckst, bekommst du zurück.

Bevor die Psychose bei mir begann litt ich unter brutalen Depressionen und es gab Stress mit meinen Eltern.

Mittlerweile geht es mir besser als vor den Psychosen, aber ich arbeite weniger.

In der Krankheit hatte ich Momente die sowas von wunderschön waren dass ich es ein Leben nicht vergessen werde.

Einmal hab ich die Anwesenheit meiner Uroma gespürt als ich ein Licht gesehen habe, das war so ein wunderschöner Augenblick. Da mich die Psychose, besonders die erste unheimlich viel Kraft kostete haben mir ein paar solcher Augenblicke unheimlich viel Kraft gegeben, weil es so weit über dem war was man normal erlebt. Und das hab ich nur erlebt weil ich gegen die Medikamente gekämpft habe, sprich so wenig genommen wie irgendwie möglich (Medikamente werden in Psychiatrien verteilt wie Smarties) Denn als ich die Medikamente wie vorgeschrieben nahm hatte ich nie solche lichte Momente und das haben auch andere gesagt.
Dann hab ich meinen Vater noch nie so liebevoll gesehen und besorgt wo es mir miserabel ging und mein Vater ist echtn harter Brocken, das tat gut.

Bei der zweiten Psychose hatte ich dann einen Art „Geburtstagstraum“ der sowas von wunderschön war und beinhaltete dass ich in die Familientradition aufgenommen wurde. Und seither sind meine Eltern so gut wie nie zuvor zu mir. Vorher wurde mir immer Druck gemacht ich müsse mehr arbeiten und jetzt akzeptieren sie mich.

Es war die furchtbarste Zeit meines Lebens, und vielleicht kommt auch wieder ne Psychose. Aber das wäre es mir wert.
Denn Schmerzen beinhalten immer einen Heilungsprozess in sich oder zumindest eine Veränderung. Und man ist ja krank geworden weil man mit irgendwas nicht zurecht kam.
 
Ich glaube auch dass ich durch das Leiden von meinen Sünden frei wurde.

ich habe auch mittlerweile ein ganz anderes Selbstwertgefühl und lasse mir nicht mehr ans Bein pissen, egal von wem.

Dennoch ist es auch immer noch ein Kampf für mich das Leben, da ich schon noch etwas arbeite.

Aber ich denke dass mein Weg für mich der richtige war
 
@WhatThehell
weis nicht ob man das anhand der Hirnströme allein feststellen kann, mir hat man gesagt das es keine Bildgebenden Verfahren und so gibt die sicher eine Psychose diagnostizieren können.
Gut die Stimmen bei dir vor 5 Jahren klingen zumindest so als ob du mal psychotische Symptome hattest.
Wie hast du das damals behandelt und hattest du Medikamente oder Neuroleptika eingenommen?

Hast du persönlich Auffälligkeiten das du in gewissen Bereichen Schwierigkeiten hast etwa mit der Motivation oder Konzentration?
Medikamente machen die Situation häufig auch schlimmer, also von Neuroleptika die zwar gegen Akutsymptome helfen bekommt man meist starke Motivationsprobleme so das man kaum arbeiten damit kann, von daher finde ich sollte man schon genau überlegen ob man solche Medikamente braucht.

Ich glaub die Selbstheilung ganz ohne Medikamente ist immer noch besser als wenn man eben Neuroleptika einnehmen muss, also das ist eben wie wenn das Leben in Leerlauf ist und man quasi trotz Medikamente alle möglichen Probleme mit sich rumtragen muss weil man eben durch diese Medikamente auch benachteiligt oder beeinträchtigt ist.

Hier im Forum mit meiner Medikamentekombination funktioniert es dagegen auch ohne Neuroleptika oder mit sehr wenig, also so etwas würde ich einer Standardmedikation vorziehen wenn es nötig erscheint und du quasi eine Art Verschlechterung merkst.
Normale Standardtherapien wirken Einseitig, also hauptsächlich wird da das Dopamin blockiert und das ergibt Nachteile. Die Antidepressiva wie ich sie habe bewirken das Gegenteil also steigern zum Teil die Botenstoffe im vorderen Bereich des Gehirns wo bei einer Psychose eher ein Mangel sein soll und damit lindert das auch die Symptome ohne das man zu viel von den Neuroleptika braucht, auf längere Sicht klappt es damit ohne NLs.
 
ich hatte früher auch keine medikamente oder neuroleptika bekommen.

bei mir ist es eine sache mit motivation. 1 monat depri und dann kommen 1-2 monate hoch phasen und sonst ist es okay. aber so phasen habe ich auch. so hoch phasen kommen vllt alle 2 jahre.
 
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