Gute Übersicht, ersetzt aber nicht die Erfahrung der MedizinerInnen.
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Interessanter Artikel - danke. Ich finde es aber nach wie vor sehr schwierig, mich alleine durch dieses komplexe Thema durchzukämpfen. Ich würde mir kompetente ärztliche Beratung wünschen...Zu dem geschrieben kann ich nur nochmal bekräftigen, da macht(e) man zunächst erstmal nicht mehr viel.
Fasten, auch Intervallfasten, war ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn ich nur das Nötigste gegessen habe, fühlte ich mich noch mehr entkräftet.
Ich hab später Proteinisolate, als Pulver, in die Ernährung aufgenommen, zB Hanf, Reis, Soja.
Die nutze ich heute noch, streue das ein wahlweise je nachdem in Müsli, Suppen oder zB Kokosjoghurt mit Obst.
Überlegung war, dass Protein der sättigende Baustein ist. Denke es hat mir was gebracht, weniger Hunger und weniger kräftezehrend kurz über lang.
Übrigens, ich finde Proteine bzw. Proteinisolate auch interessant wegen der Aminosäuren. Habe gelesen, dass manche Aminosäuren auch versuchsweise ergänzend eingesetzt werden, zB gegen Negativsymptomatik. In Proteinisolaten sind diese ausreichend vorhanden und ich finde darin weiterhin einen Mittelweg, dass ich nicht gleich 5-10 weitere Stoffe einzeln probieren müsste.
ORTHOMOLEKULARE MEDIZIN | Die Bedeutung von Aminosäuren bei Psychosen und Schizophrenie - Forum und Blogs über Psychose und Schizophrenie
Kann ich gerne, allerdings ändern sich die Symptome im Verlauf. Und wie gesagt, ich zweifele nicht mehr an der Diagnose, so sehr ich mir ein Irrtum gewünscht hätte.Bitte versuch doch einmal zu beschreiben was Dein Sohn so krankhaftes macht ? Redet er sinnloses Zeug, ist sein Sprachfluß gestört, hat er Schwierigkeiten sich mitzuteilen, ist er depressiv oder manisch, schlaft er schlecht, haltet er Sachen ein, ist er verwirrt, phantasiert er wirres Zeug, läuft er außer Haus ohne das anzumelden, kann er lesen, sieht er Fern, hat er Ängste, ist er aggressiv, zieht er sich zurückt etc. ?
Welche wären diese 3-4 Diagnosen?Ich frage nur, weil nachweislich 30 % der psychiatrischen Diagnosen falsch sind und weil Leute oft 3 oder 4 verschiedene Diagnosen bekommen, wenn sie mit denselben Symptomen zu verschiedenen Ärzten gehen.
Wegen des Hungers und Reizbarkeit könnte er 50–100 mg Vitamin B6 am Tag ausprobieren, das reduziert innere Unruhe auch Hungergefühl und kann auch Akathisie (Sitzunruhe) beim Aripiprazol lindern. Auch Bupropion (NDRI Antidepressivum und Nikotinentwöhnungsmittel) wäre ergänzend eine Möglichkeit, wobei es theoretisch in hohen Dosierungen die Krampfschwelle senken kann, da du ja etwas von Anfällen geschrieben hast, die er bei Amisulprid oder so hatte. Bupropion kann auch den Appetit linden und ist chemisch betrachtet ein Amphetamin, also man wird eher wach, konzentriert und nimmt tendenziell ab. Auch das reduziert innere Unruhe und Reizbarkeit.Bei einem 16-jährigen ist es schwer. Er wird fast aggressiv, wenn er Hunger hat.
Bin selbst erkrankt, ohne Stimmen und musste mich auch erst schlaumachen, um überhaupt eine gute Therapie zu finden, die eben ich erst selbst medikamentös zusammenstellen musste. Bin kein Arzt, aber habe mich eben über viele Jahre eingelesen, Schulungsvideos angeschaut usw., im Grunde die letzten 15 Jahre um über Pharmakologie und der Erkrankung mir richtiges Wissen anzueignen. Das Forum war dazu auch ein Motivator, entsprechend die Hintergründe, Medikamentengruppen und Wirkmechanismen genauer zu verstehen.Du scheinst viel Erfahrung oder Fachwissen zu haben. Darf ich dich fragen, woher das kommt?
Aripiprazol hat bei ihm schon bei niedriger Dosierung extrem sedierend gewirkt. Er war nicht in der Lage, tagsüber sitzenzubleiben, ohne
einzuschlafen. Er hatte Magen-Darm Probleme und Schlafstörungen. Gewirkt hat es minimal und wenn dann gegen die positiven Symptome. Die negativen wurden stärker. Nach seiner Aussage war das das schlimmste Medikament von allen.
Paliperidon hat er gut vertragen, aber leider ohne Wirkung.
Amisulprid wie gesagt, gut gewirkt, sowohl bei positiven als auch bei negativen Symptomen, aber mit gefährlichen Nebenwirkungen verbunden.
Quetiapin hatte gar keine Wirkung - weder sedierend noch sonst was.
Olanzapin - gut gegen positive Symptome, diese wurden schwächer, verschwanden aber (bei 15 mg) nicht. Gewichtzunahme extrem und ohne Anzeichen, aufzuhören, deswegen - und weil er diverse Probleme dadurch bekommen hat - wurde es abgesetzt.
Ziprasidon - nur minimale Wirkung.
Cariprazin - sehr gut gegen negative Symptome.
- Mirtazapin (15 mg/d für ≥5 Tage) belegt in puncto Wirksamkeit den ersten Platz, hat jedoch eine sedierende Wirkung und kann zu einer Gewichtszunahme führen (SMD −1,20).
- Mianserin (15 mg/d für ≥5 Tage) ist ebenfalls wirksam und hat abgesehen von der sedierenden Wirkung ein gutes Verträglichkeitsprofil. 10 bis 20% der Patienten reagieren allerdings nicht auf Mirtazapin und Mianserin (SMD −0,81).
- Vitamin B6 (600-1200 mg/d für ≥5 Tage) weist das beste Risiko-Nutzen-Verhältnis bei der Behandlung von AIA auf. Es hat eine mittlere bis große Effektstärke, weist aber ein gutes Verträglichkeits- und Akzeptanzprofil auf (SMD −0,92).
- Biperiden (6 mg/d für ≥14 Tage) kann die beste Alternative sein, wenn Vitamin B6 und Mirtazapin versagen. Manko ist auch hier die sedierende Wirkung. In den eingeschlossenen Studien wurde Biperiden in niedriger Dosierung verabreicht (2,5-mg-Injektionen), was möglicherweise die Verträglichkeit gegenüber der Wirksamkeit begünstigt hat. Die optimale Dosierung für Biperiden scheint den Autoren zufolge bei 12 mg/Tag über 14 Tage zu liegen (SMD −1,01).
- Trazodon (50 mg/d für ≥5 Tage) war ebenfalls signifikant wirksam. Die optimale Dosierung scheint 100 mg/Tag zu sein. Die häufigste Nebenwirkung ist Schläfrigkeit. Bei Männern wurden seltene Fälle von Priapismus gemeldet. Darüber hinaus sollte Trazodon bei Männern mit hämatologischen oder neurologischen Erkrankungen (wie Sichelzellenanämie, multiplem Myelom, Leukämie, Hyperkoagulabilität oder Erkrankungen des autonomen Nervensystems) oder bei Männern mit anatomischen Deformationen des Penis vermieden werden (SMD −0,84).
- Propranolol (20 mg/d für ≥6 Tage) führte zur größten Heterogenität des Modells, da Studien mit einer Dauer von 2 Tagen oder weniger einbezogen wurden. Es gibt keine Hinweise darauf, dass eine Erhöhung der Dosis über 50 mg/Tag hinaus die Wirksamkeit verbessert (SMD −0,78).
| Maßnahme | Dosierungsempfehlung | Zweck / Wirkung | Evidenzlage |
|---|---|---|---|
| Vitamin B6 (Pyridoxin) | Initial 200–600 mg/Tag für wenige Tage, dann Erhaltungsdosis 50–100 mg/Tag | Reduziert Akathisie, mindert innere Unruhe und Hungergefühl | Metaanalyse: Beste Wirksamkeit & Verträglichkeit bei antipsychotika-induzierter Akathisie2 |
| Trazodon (SARI-Antidepressivum) | 50–100 mg abends | Schlaffördernd, reduziert Akathisie | Wirksamkeit in RCTs belegt |
| Bupropion (NDRI) | Später als Intervalltherapie erwägen | Aktivierend, appetitzügelnd, Verbesserung von Negativsymptomen | Studien zeigen gute Verträglichkeit in Kombination mit Aripiprazol4 |
| Omega-3-Fettsäuren (flüssig) | gemäß Hersteller | Darm- und entzündungsmodulierend | Positive Effekte auf Magen-Darm-Beschwerden und evtl. Stimmung |
| Was? | Wofür ist das gut? |
|---|---|
| Vitamin B6 (Pyridoxin) | Kann die innere Unruhe deutlich mindern. Manchmal nimmt auch das ständige Hungergefühl ab. |
| Trazodon (Schlafmedikament in niedriger Dosis) | Hilft beim Einschlafen und macht die Unruhe abends oft kleiner. |
| Omega-3-Fettsäuren | Unterstützen Magen, Darm und allgemeines Wohlbefinden. |
| Bupropion (erst später evtl. dazunehmen) | Wirkt antriebssteigernd und kann bei gedrückter Stimmung helfen. |
| Niedrige Aripiprazol-Dosis | Oft reicht schon eine kleine Menge, damit es wirkt, aber weniger Nebenwirkungen macht. |
Also ich sehe hier nichts von Schizophrenie ??? (bitte obigen Text ausklappen)Er hat 100% Krankheitseinsicht = untypisch für Schizophrenie !!!
Er ist klar im Kopf und grundsätzlich normal. Keine komischen Ideen, Wahrnehmungen, Aussagen oder Verhaltensmuster, soweit ich das beurteilen kann = Schizophrenie erkennt man als Familienmitglied sofort, da Aussagen und Verhaltensmuster sich auffällig verändern !!!
Eigentlich sehr reflektiert = paßt nicht zu Schizophrenie, da hier Chaos und Ängste die Kontrolle übernehmen !!!
Hört Stimmen und sieht Dinge, weiß aber, dass sie nicht real sind = kein Psychotiker erkennt Halluzinationen als unreal, das ist ein großer Knackpunkt der Erkrankung, welcher schon Menschen aus dem 10. Stockwerk springen lies, da sie glaubten Fliegen zu können !!!
Manchmal hat er psychotische Träume = alle Träume sind psychotisch, auch die von gesunden Menschen.
Hat Angst, unter vielen Menschen zu sein oder in Kontakt mit Menschen zu treten = kann eine Sozialphobie sein ?
Ist antriebslos und sehr traurig = kann eine Depression sein ?
Ist vergesslich und - nach seiner Aussage - kognitiv geschwächt = undiferenzierte Aussage.
Hat Angst, was aus ihm wird = hat jeder in dem Alter mit der Krankheitsgeschichte ?!
Hat ständig Bauchschmerzen in unterschiedlicher Intensität, je nach Stresslevel, manchmal so stark ,dass er nur in seinem Zimmer bleiben kann = psychosomatisch.
Verspürt zeitweise Aggressionen gegen Menschen, die er gerade als nervig oder störend empfindet, inklusive uns Eltern, v.a. Vater oder Bruder = in dem Alter klar.
Ist eher zurückgezogen, telefoniert aber oft mit Freunden = würde ich bei einem schüchternen Menschen als normal ansehen ?!
Verlässt die Wohnung nur bei Terminen, ganz selten trifft er Freunde. = kann eine Sozialphobie sein ?
Es gibt verschiedene Formen von Schizophrenie - mit oder ohne Krankheitseinsicht. Mein Sohn ist seit ca einem Jahr ständig in Behandlung - ohne Medikamente wäre er vielleicht ganz woanders.Also ich sehe hier nichts von Schizophrenie ??? (bitte obigen Text ausklappen)
Finde deine Sicht etwas überzogen, da du von dem Zustand in einer Psychose ausgehst, hier geht es aber um jemanden, der Medikamente einnimmt und somit auch die Erkrankungseinsicht und Reflexion während dieser Stabilisierung vorhanden ist.Also ich sehe hier nichts von Schizophrenie ??? (bitte obigen Text ausklappen)
definitiv falsch. Er möchte gerne wieder in die Schule gehen und sein altes Leben haben. Er möchte Abitur machen und wenn möglich studieren. Er hat Pläne und Interessen und auch gute Freunde in und außerhalb der Schule. Also nein, diene Vermutung stimmt nicht.Ich vermute eher, dass irgendetwas Markantes in der Schule vorgefallen ist und Marli´s Sohn einen Ausweg suchte dort nicht mehr hingehen zu müssen ? Wenn er ein aufgeweckter Bursche ist, hat er sich eine passende Krankheit im Netz ausgesucht und täuscht die nun vor ? Was er vielleicht nicht bedachte waren die Medikamente oder zieht ihn das Vorgefallene auch zu Hause runter ?
Wenn man mir einmal erlaubt zu fantasieren ?
nein, er steigert sich nicht in Themen hinein. Er zockt gerne - wie all seine Freunde auch, versucht gerade, sein Englisch zu verbessern, manchmal liest er Bücher, hat Lieblingsserien, etc. Für mich sieht das ziemlich normal und altersgerecht aus. Er bemüht sich sehr, wieder in Form zu kommen und versucht, regelmässig Sport zu machen. Wir sprechen auch über diverse Themen oder Situationen, da merkt man einen gewissen Reifegrad, den es vor einem Jahr zum Beispiel noch nicht gab. Er ist aber eingeschränkt im Alltag. Manche Dinge verstärken unerklärlicherweise seine Bauchschmerzen massiv - zum Beispiel die Vorstellung, irgendwas zu unternehmen, zu reisen, etc. Dann sagt er einfach Stopp, geht nicht. Auch die negativen Symptome sind in letzter Zeit stärker geworden, trotz Cariprazin.Vielleicht hilft dir das weiter @Marli. Hat er wahnhafte Symptome das er sich in bestimmte Themen sehr hineinsteigert oder reinarbeitet? Also etwas wie Wahn, wenn man sich in Politische oder andere Themen verliert oder eine Art Sucht entwickelt sich mit etwas bestimmten beschäftigen zu müssen und für normale Dinge keine Zeit zu haben?
Wäre die Frage an dich, ob du so etwas wie einen Wahn bei ihm erkennst, dass er sich in bestimmte Themen hereinsteigt und du ihn kaum davon abbringen kannst?
Vielleicht hilft dir das weiter @Marli:
Fragen an Copilot KI:
Sind wahnhafte Symptome meist vorhanden oder gibt es Psychose auch ganz ohne Wahn aber mit starken Halluzinationen, wie klingt es für dich was Marli beschreibt in dieser Hinsicht? An sich kenne ich keine Einteilung die Schziophrenie mit Stimmen oder vor allem Halluzinationen extra einteilt vielleicht im DSM das dort das etwas genauer getrennt ist. Für mich klingt es so wie wenn er keinen richtigen Wahn hat.
Antwort Copilot:
Ja – es gibt tatsächlich Psychosen ohne Wahn, auch wenn in der Alltagssprache „Wahn + Halluzinationen“ oft in einem Atemzug genannt wird.Im klinischen Spektrum spricht man dann manchmal von rein halluzinatorischen Psychosen oder psychotischen Störungen ohne wahnhafte Inhalte.
Wie das in Klassifikationen aussieht
- DSM‑5: Unter „Schizophrenie-Spektrum- und andere psychotische Störungen“ wird nicht verlangt, dass immer Wahn vorliegt. Die Diagnosekriterien sehen mindestens 2 der 5 Hauptsymptome vor – Halluzinationen allein können also genügen, wenn weitere Merkmale (z. B. desorganisierte Sprache oder Negativsymptome) hinzukommen.
- ICD‑10 / ICD‑11: Für F20.x (Schizophrenie) gilt: Entweder zwei der typischen Symptome, oder ein „erstgradiges“ Symptom wie kommentierende Stimmen oder bizarrer Wahn. Wenn Halluzinationen ohne Wahn auftreten, kann das – bei passender Dauer und Funktionsbeeinträchtigung – ebenfalls unter eine Schizophrenie- oder andere psychotische Störung fallen.
Warum Wahn nicht zwingend sein muss
- Manche Verläufe beginnen nur mit Stimmenhören (auditiven Halluzinationen) und entwickeln erst später wahnhafte Inhalte.
- Unter wirksamer Medikation kann der Wahn komplett remittieren, während Halluzinationen als Restsymptom bestehen bleiben.
- Es gibt auch posttraumatisch oder neurologisch bedingte Halluzinationen, bei denen gar kein Wahn entsteht.
Aus dem Forenbeitrag wirkt es so, als ob kein aktueller, bizarrer oder systematischer Wahn vorhanden ist – zumindest wird keiner beschrieben.Er hört und sieht Dinge, erkennt aber deren Unwirklichkeit.Das spricht eher für:
Was bei Marlis Beschreibung auffällt
- halluzinatorische Restsymptomatik bei insgesamt guter Krankheitseinsicht
- oder eine andere psychotische Störung, bei der Wahn nie im Vordergrund stand
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