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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven
➝ Die Dopamin-Regulationshypothese
➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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Übersicht zu Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Hoffnungslos

Mich hatte mal der Eindruck beschlichen, solang bis so ziemlich noch der letzte maßgeblich beeinflussbare Faktor in Betracht gezogen war, solange habe ich zu mehr oder weniger ausgeprägten Symptomen geneigt.

Das Gefühl dafür entwickelte sich jedoch erst mit der Zeit. In dem Alter hat man noch andere mehr oder weniger bewusste Ängste.
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Faktoren, von denen mir erst deutlich später bewusst geworden ist wie weit sie mich beeinflusst haben.

Ängste auswachsen, von meiner Seite aus klares Ja.
Mir hatte mal ein FA gesagt: "Sie haben das heute, aber es ist nicht gesagt, dass sie in einigen Jahren noch Probleme haben.", wovon ich finde es hat sich für mich bewahrheitet.

Nachtrag: (...)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zu dem geschrieben kann ich nur nochmal bekräftigen, da macht(e) man zunächst erstmal nicht mehr viel.

Fasten, auch Intervallfasten, war ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn ich nur das Nötigste gegessen habe, fühlte ich mich noch mehr entkräftet.

Ich hab später Proteinisolate, als Pulver, in die Ernährung aufgenommen, zB Hanf, Reis, Soja.
Die nutze ich heute noch, streue das ein wahlweise je nachdem in Müsli, Suppen oder zB Kokosjoghurt mit Obst.

Überlegung war, dass Protein der sättigende Baustein ist. Denke es hat mir was gebracht, weniger Hunger und weniger kräftezehrend kurz über lang.


Übrigens, ich finde Proteine bzw. Proteinisolate auch interessant wegen der Aminosäuren. Habe gelesen, dass manche Aminosäuren auch versuchsweise ergänzend eingesetzt werden, zB gegen Negativsymptomatik. In Proteinisolaten sind diese ausreichend vorhanden und ich finde darin weiterhin einen Mittelweg, dass ich nicht gleich 5-10 weitere Stoffe einzeln probieren müsste.

ORTHOMOLEKULARE MEDIZIN | Die Bedeutung von Aminosäuren bei Psychosen und Schizophrenie - Forum und Blogs über Psychose und Schizophrenie
Interessanter Artikel - danke. Ich finde es aber nach wie vor sehr schwierig, mich alleine durch dieses komplexe Thema durchzukämpfen. Ich würde mir kompetente ärztliche Beratung wünschen...
 
Bitte versuch doch einmal zu beschreiben was Dein Sohn so krankhaftes macht ? Redet er sinnloses Zeug, ist sein Sprachfluß gestört, hat er Schwierigkeiten sich mitzuteilen, ist er depressiv oder manisch, schlaft er schlecht, haltet er Sachen ein, ist er verwirrt, phantasiert er wirres Zeug, läuft er außer Haus ohne das anzumelden, kann er lesen, sieht er Fern, hat er Ängste, ist er aggressiv, zieht er sich zurückt etc. ?
Kann ich gerne, allerdings ändern sich die Symptome im Verlauf. Und wie gesagt, ich zweifele nicht mehr an der Diagnose, so sehr ich mir ein Irrtum gewünscht hätte.
Ich kann auch nicht immer unterscheiden, was Psychose, was Pubertät und was einfach Charakter ist.
Also:
Er hat 100% Krankheitseinsicht
Er ist klar im Kopf und grundsätzlich normal. Keine komischen Ideen, Wahrnehmungen, Aussagen oder Verhaltensmuster, soweit ich das beurteilen kann
Eigentlich sehr reflektiert
Hört Stimmen und sieht Dinge, weiß aber, dass sie nicht real sind
Manchmal hat er psychotische Träume
Hat Angst, unter vielen Menschen zu sein oder in Kontakt mit Menschen zu treten
Ist antriebslos und sehr traurig
Ist vergesslich und - nach seiner Aussage - kognitiv geschwächt
Hat Angst, was aus ihm wird
Hat ständig Bauchschmerzen in unterschiedlicher Intensität, je nach Stresslevel, manchmal so stark ,dass er nur in seinem Zimmer bleiben kann
Verspürt zeitweise Aggressionen gegen Menschen, die er gerade als nervig oder störend empfindet, inklusive uns Eltern, v.a. Vater oder Bruder
Ist eher zurückgezogen, telefoniert aber oft mit Freunden
Verlässt die Wohnung nur bei Terminen, ganz selten trifft er Freunde.
 
Ich frage nur, weil nachweislich 30 % der psychiatrischen Diagnosen falsch sind und weil Leute oft 3 oder 4 verschiedene Diagnosen bekommen, wenn sie mit denselben Symptomen zu verschiedenen Ärzten gehen.
Welche wären diese 3-4 Diagnosen?
Welche sonstige Krankheiten lösen psychotische Symptome aus?
Und können diese ohne weitere Symptomatik über 1 Jahr lang unbemerkt bleiben?
 
Bei einem 16-jährigen ist es schwer. Er wird fast aggressiv, wenn er Hunger hat.
Wegen des Hungers und Reizbarkeit könnte er 50–100 mg Vitamin B6 am Tag ausprobieren, das reduziert innere Unruhe auch Hungergefühl und kann auch Akathisie (Sitzunruhe) beim Aripiprazol lindern. Auch Bupropion (NDRI Antidepressivum und Nikotinentwöhnungsmittel) wäre ergänzend eine Möglichkeit, wobei es theoretisch in hohen Dosierungen die Krampfschwelle senken kann, da du ja etwas von Anfällen geschrieben hast, die er bei Amisulprid oder so hatte. Bupropion kann auch den Appetit linden und ist chemisch betrachtet ein Amphetamin, also man wird eher wach, konzentriert und nimmt tendenziell ab. Auch das reduziert innere Unruhe und Reizbarkeit.

Du scheinst viel Erfahrung oder Fachwissen zu haben. Darf ich dich fragen, woher das kommt?
Aripiprazol hat bei ihm schon bei niedriger Dosierung extrem sedierend gewirkt. Er war nicht in der Lage, tagsüber sitzenzubleiben, ohne
einzuschlafen. Er hatte Magen-Darm Probleme und Schlafstörungen. Gewirkt hat es minimal und wenn dann gegen die positiven Symptome. Die negativen wurden stärker. Nach seiner Aussage war das das schlimmste Medikament von allen.

Paliperidon hat er gut vertragen, aber leider ohne Wirkung.
Amisulprid wie gesagt, gut gewirkt, sowohl bei positiven als auch bei negativen Symptomen, aber mit gefährlichen Nebenwirkungen verbunden.
Quetiapin hatte gar keine Wirkung - weder sedierend noch sonst was.
Olanzapin - gut gegen positive Symptome, diese wurden schwächer, verschwanden aber (bei 15 mg) nicht. Gewichtzunahme extrem und ohne Anzeichen, aufzuhören, deswegen - und weil er diverse Probleme dadurch bekommen hat - wurde es abgesetzt.
Ziprasidon - nur minimale Wirkung.
Cariprazin - sehr gut gegen negative Symptome.
Bin selbst erkrankt, ohne Stimmen und musste mich auch erst schlaumachen, um überhaupt eine gute Therapie zu finden, die eben ich erst selbst medikamentös zusammenstellen musste. Bin kein Arzt, aber habe mich eben über viele Jahre eingelesen, Schulungsvideos angeschaut usw., im Grunde die letzten 15 Jahre um über Pharmakologie und der Erkrankung mir richtiges Wissen anzueignen. Das Forum war dazu auch ein Motivator, entsprechend die Hintergründe, Medikamentengruppen und Wirkmechanismen genauer zu verstehen.
So bin ich dann seit etwa 10 Jahren auf die Intervalltheapie mit Bupropion gekommen, die von Jahr zu Jahr verfeinert und weiterentwickelt habe, bei mir war das Bupropion ein sehr wichtiger Wegpunkt, weil ab da es bei mir über die Placebowirkung hiaus wieder zu richtigen Verbesserung auch der Negativsymptome gekommen ist. Vorher hatte ich längere Zeit Aripiprazol und dazu eben unterschiedliche Antidepressiva getestet, die ich teils vor der Psychose schon genommen habe, weshalb mir das Ausprobieren mit diesen Medikamenten leichter gefallen ist.

Wie lange hatte er Aripiprazol genau eingenommen? Es kann am Anfang, wenn die erste Wirkung einsetzt, verstärkt sedieren und etwas benommen machen, ähnlich wie Alkohol, eventuell hatte er es zu kurz. Wenn die Psychose, sagen wir nach zwei Wochen etwa geknackt ist, dann nimmt diese benommen machende Wirkung ab. Gegen die von dir beschriebene Sitzunruhe wäre im Vorfeld bzw. das Vitamin B6 wichtig, was diese Akathisie reduziert. Hier ein Artikel dazu.

Wegen der Schlafstörungen könnten 7,5-10 mg Aripiprazol tendenziell auch zu viel gewesen sein, da Aripiprazol morgens eingenommen wird und an sich den Schlaf fördern kann, aber in höheren Dosierungen den Schlaf verkürzt. Trotz das 5 mg Aripiprazol die kleinste medikamentöse Dosis ist, hat es eine sehr starke Rezeptorblockade am D2-Rezeptor, also ist von daher zumindest bei manchen Betroffenen sehr stark von der Wirksamkeit.
Wurden damit seine Stimmen besser?
Das Aripiprazol 5 mg könnte er dann eventuell bei Restsymptomen mit Quetiapin sagen wir 200 mg kombinieren, da Quetiapin ein anderes Rezeptorprofil hat. Auch wenn er so von Quetiapin keinen Effekt oder Nebenwirkung hatte, so wäre das zumindest ein Zeichen, dass er es an sich gut verträgt und er scheinbar die als hauptsächlich antipsychotisch geltende D2 Wirkung etwa vom Aripiprazol braucht.
Omega 3 (Fischöl) kann für Magen, Darm gut sein, das gibt es etwa in flüssiger Form, was allgemein gut für den Darm etwa ist.

Da du von Cariprazin geschrieben hast, wäre das ähnlich wie Aripiprazol nur wegen der relativ starken D3 Blockade spricht man dem Wirkstoff bessere Wirkung bei den Negativsymptomen zu. Weshalb hat er das nicht, war die Wirkung zu schwach, da du ja von besseren Negativsymptomen geschrieben hast?

Die Sitzunruhe, die auch Cariprazin sogar etwas stärker machen kann, ist häufig eine unangenehme Nebenwirkung wegen der Betroffene manchmal von den an sich sehr gut verträglichen prtialagonisten Aripiprazol und Cariprazin eher zu den Antagonisten zurückwechseln.
Da dein Sohn Schlafprobleme hat, würde sich auch Trazodon anbieten was ein SARI Antidepressivum ist, und ich aktuell auch einnehme, auch das reduziert Akathisie.
Hier findest du die Wirkstoffe die bei Akathisie helfen können: Welche Arzneimittel eignen sich bei Antipsychotika-induzierter Akathisie? - Pharmakotherapie
  • Mirtazapin (15 mg/d für ≥5 Tage) belegt in puncto Wirksamkeit den ersten Platz, hat jedoch eine sedierende Wirkung und kann zu einer Gewichtszunahme führen (SMD −1,20).
  • Mianserin (15 mg/d für ≥5 Tage) ist ebenfalls wirksam und hat abgesehen von der sedierenden Wirkung ein gutes Verträglichkeitsprofil. 10 bis 20% der Patienten reagieren allerdings nicht auf Mirtazapin und Mianserin (SMD −0,81).
  • Vitamin B6 (600-1200 mg/d für ≥5 Tage) weist das beste Risiko-Nutzen-Verhältnis bei der Behandlung von AIA auf. Es hat eine mittlere bis große Effektstärke, weist aber ein gutes Verträglichkeits- und Akzeptanzprofil auf (SMD −0,92).
  • Biperiden (6 mg/d für ≥14 Tage) kann die beste Alternative sein, wenn Vitamin B6 und Mirtazapin versagen. Manko ist auch hier die sedierende Wirkung. In den eingeschlossenen Studien wurde Biperiden in niedriger Dosierung verabreicht (2,5-mg-Injektionen), was möglicherweise die Verträglichkeit gegenüber der Wirksamkeit begünstigt hat. Die optimale Dosierung für Biperiden scheint den Autoren zufolge bei 12 mg/Tag über 14 Tage zu liegen (SMD −1,01).
  • Trazodon (50 mg/d für ≥5 Tage) war ebenfalls signifikant wirksam. Die optimale Dosierung scheint 100 mg/Tag zu sein. Die häufigste Nebenwirkung ist Schläfrigkeit. Bei Männern wurden seltene Fälle von Priapismus gemeldet. Darüber hinaus sollte Trazodon bei Männern mit hämatologischen oder neurologischen Erkrankungen (wie Sichelzellenanämie, multiplem Myelom, Leukämie, Hyperkoagulabilität oder Erkrankungen des autonomen Nervensystems) oder bei Männern mit anatomischen Deformationen des Penis vermieden werden (SMD −0,84).
  • Propranolol (20 mg/d für ≥6 Tage) führte zur größten Heterogenität des Modells, da Studien mit einer Dauer von 2 Tagen oder weniger einbezogen wurden. Es gibt keine Hinweise darauf, dass eine Erhöhung der Dosis über 50 mg/Tag hinaus die Wirksamkeit verbessert (SMD −0,78).

Da Mirtrazapin und Minaserin tetrazyklische Antidepressiva sind die häufig zentral dämpfend sedierend sind, was sich mit Antipsychotika verstärkt, würde ich diese Wirkstoffe ausschießen. Bei Antipsychotika muss man mit stark sedierenden Medikamenten und trizyklische Antidepressiva auch vorsichtig sein, da sich diese Sedierung additiv stark verstärken kann.

Bleiben noch Vitamin B6 was zwar hochdosiert 400-1200mg bei Akathisie eingesetzt wird, aber man das nur kurzfristig einnehmen kann, da ab 200 mg Neuropathie auftreten kann, also bei Dauereinahme. Das kann sich etwa durch Gefühlslosigkeit, Ameisenlauf und so in den Fingern zeigen und sollte man zumindest bei der Einnahme von B6 im Hinterkopf haben. Deshalb nur kurzzeitig am Anfang mehr als 200mg B6 später eher im Bereich 50-100mg bleiben.

Propranolol sagt mir persönlich erstmal nix, da müsste ich mich erstmal schlau machen um da etwas dazu sagen zu können.

Bleibt also noch das vorher erwähnte Trazodon (SARI Antidepressivum), was abends eingenommen wird und schlaffördernd ist ohne zu stark zu sedieren. Es hilft also auch die Sitzunruhe durchs Aripiprazol oder Cariprazin zu reduzieren.

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Mein Ratschlag:
Entweder Aripiprazol oder Cariprazin trotzdem nochmal probieren, aber bereits im Vorfeld Vitamin B6 einnehmen.
Wegen der anscheinen Wirkung auf Positivsymptome könnte Aripiprazol besser sein, wobei Negativsymptome zu Behandlungsbeginn erstmal vernachlässigbar sind.
Omega 3 auch wegen seiner Bauchschmerzen und so einnehmen, um Magen/Darm Probleme vorzubeugen. Die flüssige Form soll besser als Kapseln sein.
Wenn Aripiprazol drin ist, dann vielleicht erstmal nur 5 mg da er noch jung ist und 5 mg auch bei Erwachsenen schon ausreichen kann, vorher hast du ja dem Aripirpazol bei 7,5-10 mg die er eingenommen hat eine Wirkung auf Positivsymptome attestiert. Nebenwirkungen wie Akathisie treten häufig in höheren Dosierungen verstärkt auf, weshalb das auch bei 5 mg besser sein sollte. Unter 5 mg müsste man zu Aripiprazol Tropfen greifen, wobei man eben eine Mindestdosis braucht, da kann er später immer noch schauen, ob weniger geht.

Negativsymptome treten häufig nur zu Beginn besonders stark auf, die können also nach Wochen und Monaten nachlassen.
Aripirpazol ist an sich gut verträglich, wenn er aber andere Antipsychotika vorher eingenommen hat, dann überschneiden sich auch Nebenwirkungen und es können Wechselwirkungen da sein, die erst nach Monaten absetzen des vorherigen Antipsychotikums abklingen und dann erst die Verträglichkeitsvorteile des Aripiprazol's deutlich werden. Von daher wäre da auch etwas Geduld gefragt.

Wenn er also nur Aripiprazol (+Vitamin B6) hat, dann wäre abends eingenommenes Trazodon 100 mg bezüglich der Akathisie(Sitzunruhe) und Schlafstörungen ratsam, was ein recht nebenwirkungsarmes Antidepressivum ist. Antidepressiva sind verglichen mit Antipsychotika meist eher Smarties, aber man muss bei einigen wie Mao Hemmern oder den älteren Tri- und Tetrazyklika wegen Wechselwirkungen extrem aufpassen. Viele selektive Antidepressiva sind vergleichsweise unproblematisch und kann man von daher gut mit Antipsychotika kombinieren.

Wenn Aripiprazol 5mg +Trazodon 50-100mg +Vitamin B6 50-200mg funktioniert und trotzdem Restsymptome da sind, könnte man ergänzend 200mg Quetiapin vorsichtig testen ob sich da etwas bessert.

Aripiprazol hätte auf längere Sicht auch den Vorteil, dass dein Sohn dann die Negativsymptome anhand der Intervalltherapie mit Bupropion wie im Forum beschrieben ganz gezielt behandeln kann. Da würde auch Trazodon reinpassen.

Cariprazin wäre anstatt von Aripiprazol auch eine Überlegung wert, nur wäre fraglich, ob er dann später damit die Intervalltherpie wie ich beschrieben habe hinbekommt, die an sich extrem wirksam bei Negativsymptomen und kognitiven Symptomen ist. Also ich würde aufgrund dieser mangelnden Erfahrungslage eher, schauen, ob Aripiprazol vielleicht dann doch funktioniert, wenn kein anderen gravierenden Nebenwirkungen dagewesen sind und die Wirkung auf die Negativsymptome vorhanden war.

Was meinst du @Marli , oder ist etwas noch sehr unklar für dich, was ich vielleicht dir dabei noch erklären kann, bzw. welche Bedenken sind da? Die Intervalltherapie ist eher für Jahre oder Monate nach einer Behandlung gedacht, wenn man die Antipsychotika loswerden will und nach einer Kompromisslösung sucht.

Das Clozapin wäre riskant, weil es auch seltene Lebensgefährliche Nebenwirkungen haben kann, wie Herzmuskelentzündung. Die Gewichtszunahme ist genauso schlimm oder teils sogar etwas schlimmer als beim Olanzapin siehe Nebenwirkungsvergleich.
Wegen der starken Sedierung des Clozapins und der starken anticholinergen Wirkung kann Clozapin stark kognitiv einschränken, weshalb ich das für dein Kind auch so ablehnen würde.
Aripirpazol hat auch so kognitiv Vorteile zu anderen Antipsychotika wie etwa Paliperidon.
Kognitionen sind ja wie gut man denken kann, was für einen 16-Jährigen, der in der Schule auch mitkommen möchte, auch besonders wichtig ist.
Clozapin macht Kognitiv eben sehr eingeschränkt, sehr dick und hat selten aber vereinzelt lebensgefährliche Nebenwirkungen, die strenge und häufige Blutkontrollen voraussetzen. Einziger Vorteil von Clozapin ist, dass es Antisuizidal wirkt, also bei echter Suizidgefährung nützlich sein kann.
Aripiprazol wirkt auch teils sehr gut Antidepressiv.
 
Hier eine druckfertige Version, die du deinem/seinen Psychiater vorlegen kannst. Oben links bei jedem Beitrag gibt es ein kleines Drucksymbol. Damit kannst du den Beitrag ausdrucken bzw. als PDF abspeichern.

Mit Copilot GPT-5 erstellt:



ich fasse deinen Forenbeitrag so zusammen, dass er für Marli und ihren Psychiater klar gegliedert, druckfertig und mit relevanten Quellen untermauert ist. Hier ist eine kompakte, strukturierte Version:

Therapieempfehlung bei Akathisie unter Aripiprazol​

(Kurzfassung für ärztliche Rücksprache)

1️⃣ Ausgangslage​

  • Patient: 16 Jahre, Diagnose gesichert, diverse Antipsychotika bereits erprobt.
  • Problem: Unter Aripiprazol starke Sedierung, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen, verstärkte Negativsymptome.
  • Nebenwirkung: Akathisie (Sitzunruhe) und Reizbarkeit, besonders bei Hunger.

2️⃣ Kernaussage / Empfehlung​

Ziel: Erneuter Therapieversuch mit Aripiprazol (oder Cariprazin) in niedriger Dosierung, kombiniert mit gezielten Maßnahmen gegen Akathisie und zur Verbesserung der Verträglichkeit.

3️⃣ Medikamentöse Optionen​

MaßnahmeDosierungsempfehlungZweck / WirkungEvidenzlage
Vitamin B6 (Pyridoxin)Initial 200–600 mg/Tag für wenige Tage, dann Erhaltungsdosis 50–100 mg/TagReduziert Akathisie, mindert innere Unruhe und HungergefühlMetaanalyse: Beste Wirksamkeit & Verträglichkeit bei antipsychotika-induzierter Akathisie2
Trazodon (SARI-Antidepressivum)50–100 mg abendsSchlaffördernd, reduziert AkathisieWirksamkeit in RCTs belegt
Bupropion (NDRI)Später als Intervalltherapie erwägenAktivierend, appetitzügelnd, Verbesserung von NegativsymptomenStudien zeigen gute Verträglichkeit in Kombination mit Aripiprazol4
Omega-3-Fettsäuren (flüssig)gemäß HerstellerDarm- und entzündungsmodulierendPositive Effekte auf Magen-Darm-Beschwerden und evtl. Stimmung


4️⃣ Dosierungs- und Kombinationshinweise​

  • Aripiprazol: Start mit 5 mg morgens (niedrigste wirksame Dosis, auch bei Erwachsenen oft ausreichend).
  • Bei Restsymptomen: Kombination mit Quetiapin 200 mg möglich (anderes Rezeptorprofil, meist gut verträglich).
  • Vitamin B6 nur hochdosiert in der Anfangsphase; langfristig ≤ 100 mg/Tag wegen Risiko peripherer Neuropathie.
  • Trazodon abends zur Schlafverbesserung und Reduktion der Sitzunruhe.
  • Cariprazin als Alternative zu Aripiprazol möglich, jedoch oft stärkere Akathisie.

5️⃣ Begründung​

  • Vitamin B6 zeigte in einer Netzwerk-Metaanalyse die beste Kombination aus Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Akathisie2.
  • Trazodon und Bupropion sind evidenzbasierte Zusatzoptionen, die sowohl Unruhe als auch depressive/negative Symptome adressieren können4.
  • Niedrigdosiertes Aripiprazol kann positive Symptome bessern, ohne kognitive Leistungsfähigkeit stark zu beeinträchtigen.
  • Kombination mit Quetiapin kann synergistisch wirken, wenn Monotherapie nicht ausreicht.

6️⃣ Wichtige Sicherheitshinweise​

  • Vitamin B6 > 200 mg/Tag nur kurzfristig einsetzen.
  • Trazodon: Vorsicht bei männlichen Patienten mit Risikofaktoren für Priapismus.
  • Bupropion: In hohen Dosen Krampfschwelle senkend – bei Anfallsanamnese Vorsicht.
  • Regelmäßige ärztliche Kontrolle von Nebenwirkungen und Interaktionen.

7️⃣ Quellen (Auswahl)​

  1. Pharmazeutische Zeitung – Vitamin B6 gegen Antipsychotika-Nebenwirkung
  2. JAMA Network Open – Drug Efficacy in the Treatment of Gelöschter Benutzer 2393-Induced Akathisia
  3. Deutsches Gesundheitsportal – Vergleich Aripiprazol vs. Bupropion
  4. PLOS ONE – Meta-Analyse Aripiprazol/Bupropion
  5. Vitamin B6 und Akathisie – Psychose & Schizophrenie Forum Lexikon
💡 Tipp für den Ausdruck: Diese Version kann 1:1 ausgedruckt und als „Therapie-Notiz“ dem Psychiater vorgelegt werden. Sie ist kurz, evidenzbasiert und enthält klare Handlungsoptionen.
 
Hier eine verständliche Version mithilfe von Copilot erstellt

Was deinem Sohn bei der Medikamentenwahl helfen könnte – einfach erklärt​

🧠 Was ist das Problem?​

Dein Sohn hat schon viele Medikamente ausprobiert. Manche haben gar nicht geholfen, andere hatten starke Nebenwirkungen. Besonders das Medikament Aripiprazol hat bei ihm zu Problemen geführt:

  • Er war extrem müde und konnte kaum wach bleiben.
  • Er hatte Magen-Darm-Beschwerden und konnte schlecht schlafen.
  • Er fühlte sich innerlich unruhig, gereizt und hatte oft Hunger – das nennt man Akathisie (eine Art Sitzunruhe).

💡 Was könnte helfen?​

Es gibt ein paar einfache und gut verträgliche Mittel, die man zusätzlich geben kann, damit Aripiprazol (oder ein ähnliches Medikament wie Cariprazin) besser wirkt und weniger Nebenwirkungen macht:

✅ Vitamin B6​

  • Wirkung: Kann die innere Unruhe und das starke Hungergefühl lindern.
  • Dosierung: Anfangs etwas höher (200–600 mg), später nur noch 50–100 mg pro Tag.
  • Wichtig: Nicht dauerhaft zu hoch dosieren – sonst kann es zu Kribbeln in den Fingern kommen.

✅ Trazodon​

  • Wirkung: Hilft beim Einschlafen und beruhigt die Unruhe.
  • Dosierung: 50–100 mg abends.
  • Hinweis: Wird oft gut vertragen, aber bei Männern mit bestimmten Erkrankungen sollte man vorsichtig sein.

✅ Bupropion​

  • Wirkung: Macht wach, hilft gegen Traurigkeit und kann den Appetit zügeln.
  • Hinweis: Sollte nur eingesetzt werden, wenn keine Krampfanfälle bekannt sind.

✅ Omega-3-Fettsäuren​

  • Wirkung: Gut für den Magen und Darm, kann auch die Stimmung verbessern.
  • Tipp: Flüssige Form ist besser als Kapseln.

🧪 Wie könnte man starten?​

  • Aripiprazol morgens mit nur 5 mg beginnen – das ist die kleinste Dosis, wirkt aber oft schon gut.
  • Vitamin B6 gleich zu Beginn dazugeben.
  • Trazodon abends, wenn Schlafprobleme oder Unruhe auftreten.
  • Wenn nötig: später Quetiapin 200 mg ergänzen – das verträgt er ja gut.
  • Omega-3 täglich einnehmen, z. B. im Joghurt oder Müsli.

📚 Warum das sinnvoll ist​

  • Studien zeigen, dass Vitamin B6 besonders gut gegen die Nebenwirkung Akathisie hilft.
  • Trazodon und Bupropion sind Medikamente, die oft gut mit Aripiprazol kombiniert werden können.
  • Eine niedrige Dosis Aripiprazol kann helfen, ohne den Kopf „zu vernebeln“ – das ist wichtig für Schule und Alltag.

❤️ Was Marli wissen sollte​

  • Diese Vorschläge sind keine endgültige Lösung, sondern eine mögliche Richtung, die der Psychiater prüfen kann.
  • Es geht darum, Nebenwirkungen zu vermeiden, aber trotzdem eine wirksame Behandlung zu finden.
  • Geduld ist wichtig – manchmal dauert es ein paar Wochen, bis sich die Wirkung zeigt.
 
Mithilfe von Micorsoft Copilot GPT-5 erstellt:

hier eine vereinfacht erklärte, laiengerechte Version, die Marli direkt ihrem Sohn geben kann. Sie verzichtet auf Fachbegriffe, ist trotzdem korrekt, und macht klar, warum die vorgeschlagenen Schritte helfen können.

Was bei Unruhe unter Aripiprazol helfen kann​

(Einfach erklärt für Betroffene und Familie)

📌 Ausgangspunkt​

  • Du bekommst das Medikament Aripiprazol (oder eventuell ein ähnliches Medikament).
  • Dabei ist bei dir eine starke innere Unruhe (sogenannte Akathisie) aufgetreten.
  • Das fühlt sich an, als müsstest du dich ständig bewegen und nicht still sitzen können. Das ist anstrengend und macht gereizt.

🛠 Mögliche Hilfen​

Was?Wofür ist das gut?
Vitamin B6 (Pyridoxin)Kann die innere Unruhe deutlich mindern. Manchmal nimmt auch das ständige Hungergefühl ab.
Trazodon (Schlafmedikament in niedriger Dosis)Hilft beim Einschlafen und macht die Unruhe abends oft kleiner.
Omega-3-FettsäurenUnterstützen Magen, Darm und allgemeines Wohlbefinden.
Bupropion (erst später evtl. dazunehmen)Wirkt antriebssteigernd und kann bei gedrückter Stimmung helfen.
Niedrige Aripiprazol-DosisOft reicht schon eine kleine Menge, damit es wirkt, aber weniger Nebenwirkungen macht.


💡 Wichtige Hinweise​

  • Vitamin B6 in hoher Dosis nur für kurze Zeit, weil es bei zu viel über lange Zeit den Nerven schaden kann.
  • Immer nur zusammen mit der Ärztin/dem Arzt über Änderungen sprechen — nicht selbst dosieren.
  • Manche Medikamente (z. B. Bupropion) sind erst sinnvoll, wenn die Hauptbehandlung gut eingestellt ist.

📚 Warum diese Tipps helfen können​

  • Studien zeigen, dass Vitamin B6 bei dieser speziellen Unruheform oft besser wirkt als andere Mittel2.
  • Trazodon wird schon lange erfolgreich als Zusatz bei Schlafproblemen und innerer Unruhe eingesetzt.
  • Omega-3 kann Entzündungen im Körper senken und so auch das Wohlbefinden verbessern.

💬 Kurz gesagt: Es gibt einfache Zusatzbehandlungen, die die Unruhe deutlich verringern können. Wichtig ist, gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt den besten Weg zu finden und die Dosis langsam und vorsichtig anzupassen.
 
@Marli
hier findest du oben in der Tabelle für den Punkt Bupropion "Später als Intervalltherapie erwägen", die dazu passende Intervalltherapie in Druckversion:
Kurzfassung
Langfassung

Diese kannst du zusätzlich ausdrucken und etwa zusammenheften, wobei das erst später in Erwägung gezogen werden kann. Damit könnte man nach Stabilisierung die Negativsymptome und Kognitivsymptome deutlich verbessern, was Lebensqualität und alles deutlich steigert und eine gewisse Normalität trotz Erkrankung ermöglichen kann.
Ist eben noch ein erfahrungsbasierter Ansatz von mir, wo es noch richtige Studien braucht. Die Medikamente sind schon länger zugelassen, gut erprobt und können etwa Off-label so eingesetzt und verordnet werde, ist eben kein den aktuellen Leitlinien entsprechender Ansatz, da die Studien noch ausstehen, bzw. gemacht werden müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Er hat 100% Krankheitseinsicht = untypisch für Schizophrenie !!!
Er ist klar im Kopf und grundsätzlich normal. Keine komischen Ideen, Wahrnehmungen, Aussagen oder Verhaltensmuster, soweit ich das beurteilen kann = Schizophrenie erkennt man als Familienmitglied sofort, da Aussagen und Verhaltensmuster sich auffällig verändern !!!
Eigentlich sehr reflektiert = paßt nicht zu Schizophrenie, da hier Chaos und Ängste die Kontrolle übernehmen !!!
Hört Stimmen und sieht Dinge, weiß aber, dass sie nicht real sind = kein Psychotiker erkennt Halluzinationen als unreal, das ist ein großer Knackpunkt der Erkrankung, welcher schon Menschen aus dem 10. Stockwerk springen lies, da sie glaubten Fliegen zu können !!!
Manchmal hat er psychotische Träume = alle Träume sind psychotisch, auch die von gesunden Menschen.
Hat Angst, unter vielen Menschen zu sein oder in Kontakt mit Menschen zu treten = kann eine Sozialphobie sein ?
Ist antriebslos und sehr traurig = kann eine Depression sein ?
Ist vergesslich und - nach seiner Aussage - kognitiv geschwächt = undiferenzierte Aussage.
Hat Angst, was aus ihm wird = hat jeder in dem Alter mit der Krankheitsgeschichte ?!
Hat ständig Bauchschmerzen in unterschiedlicher Intensität, je nach Stresslevel, manchmal so stark ,dass er nur in seinem Zimmer bleiben kann = psychosomatisch.
Verspürt zeitweise Aggressionen gegen Menschen, die er gerade als nervig oder störend empfindet, inklusive uns Eltern, v.a. Vater oder Bruder = in dem Alter klar.
Ist eher zurückgezogen, telefoniert aber oft mit Freunden = würde ich bei einem schüchternen Menschen als normal ansehen ?!
Verlässt die Wohnung nur bei Terminen, ganz selten trifft er Freunde. = kann eine Sozialphobie sein ?
Also ich sehe hier nichts von Schizophrenie ??? (bitte obigen Text ausklappen)
 
Hört Stimmen und sieht Dinge, weiß aber, dass sie nicht real sind ... das ist definitiv keine Schizophrenie, weil ja gerade das Betrogene bei Halluzinationen ist, dass man ihnen glaubt real zu sein ! Glaubst Du an einen Alkohol-Rausch ohne Alkohol ! Ich möchte ja nicht als Buhmann dastehen, aber mir kommt vor Dein Sohn sagt nicht die Wahrheit ?!

Screenshot 2025-08-23 183854.jpg
 
Also ich sehe hier nichts von Schizophrenie ??? (bitte obigen Text ausklappen)
Finde deine Sicht etwas überzogen, da du von dem Zustand in einer Psychose ausgehst, hier geht es aber um jemanden, der Medikamente einnimmt und somit auch die Erkrankungseinsicht und Reflexion während dieser Stabilisierung vorhanden ist.

Einige Halluzinationen wie Stimmen kann man auch so wahrnehmen, also es gibt nur teilweise Halluzinationen, die bei manchen Betroffen absolut realitätsnah sind. Auch Wahn kann man im Nachgang häufig reflektieren, wobei es da eben leichter Restsymptome geben kann.
Es scheint bei ihm eher halluzinatorisch zu sein, ich beispielsweise habe keine Stimmen.
Bei welchen anderen Diagnosen treten Stimmen auf @Gelöschtes Mitglied 2533 ?


@Marli
Gibt natürlich auch andere Diagnose, bei denen schizophrene Symptome auftreten können. Etwa drogeninduzierte Psychosen. Auch Borderline oder Bipolare Störung, wobei sich da ja sie Symptomatik anderweitig unterscheiden.

Vielleicht kannst du näheres zu seinen Symptomen sagen was er im Wahn oder Schub erzählt. Welche Stimmen das sind, wie er sich dann verhält. Welches wirres Zeug hat er beispielsweise erzählt und kommt das mit dem absetzen der Antipsychotika wieder zurück bzw. welche Restsymptome hat er aktuell und was nimmt er gerade ein?

Eventuell abklären ob Cannabis im Spiel ist oder andere Drogen weil Drogenpsychosen auch starke Halluzinationen auslösen können!?
 
Hier mal eine Auswertung über KI zur Diagnose:

🔍 Was in Marlis Beschreibung für eine Schizophrenie​

  • Stimmenhören & visuelle Wahrnehmungen, die er als nicht real erkennt → Halluzinationen sind ein Kernsymptom.
  • Phasenweise psychotische Träume → kann in den psychotischen Formenkreis passen.
  • Negativsymptome wie Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, Traurigkeit, kognitive Schwäche.
  • Symptomverlauf über > 6 Monate → erfüllt ein wichtiges DSM‑5‑Kriterium, sofern die Symptome ohne Unterbrechung bestehen.

⚖️ Was dagegen oder für Alternativen sprechen könnte​

  • Volle Krankheitseinsicht und keine bizarren Überzeugungen → bei akuter Schizophrenie eher selten, aber unter stabilisierender Medikation möglich.
  • Klare Orientierung, Reflexion und geordnetes Denken → spricht für eine stabilisierte oder mild verlaufende Symptomatik.
  • Einige Beschwerden (Bauchschmerzen, starke Reizbarkeit, Rückzug) könnten sekundär sein (Medikamentennebenwirkungen, Depression, Angststörung).
  • Stimmen, die als unreal erkannt werden, treten auch bei nicht-psychotischen Störungen auf.

📋 Andere mögliche Ursachen für Stimmenhören​

Stimmenhören ist nicht automatisch gleichbedeutend mit Schizophrenie. Es kann vorkommen bei:

  • Schizoaffektive Störung – Mischung aus Schizophrenie- und affektiven Symptomen.
  • Bipolare Störung mit psychotischen Episoden – Halluzinationen meist phasenabhängig (manisch oder depressiv).
  • Schwere Depression mit psychotischen Merkmalen.
  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) – Flashbacks und auditives Wiedererleben.
  • Borderline-Persönlichkeitsstörung – in Belastungssituationen kurzzeitige psychotische Symptome möglich.
  • Drogeninduzierte Psychosen (Cannabis, Amphetamine, Halluzinogene etc.).
  • Epileptische Anfälle oder neurologische Erkrankungen – z. B. Temporallappenepilepsie.
  • Dissoziative Störungen – innere Stimmen können wie fremd wahrgenommen werden.

🧠 Mögliche Differenzierung innerhalb der Schizophrenie​

Falls es doch in den schizophrenen Formenkreis fällt, wären denkbar:

  • Paranoide Form – meist Wahn und Stimmenhören im Vordergrund (hier kein klarer Wahn beschrieben).
  • Hebephrene/desorganisierte Form – unpassendes Affektverhalten und Denkzerfahrenheit (nicht auffällig geschildert).
  • Residualtypus – nach einer psychotischen Episode bleiben v. a. Negativsymptome.
  • Schizophrenie mit guter Einsicht unter Medikation – Stimmen persistieren, aber kein Realitätsverlust.

💡 Fazit: Aus der Forendiskussion lässt sich weder eindeutig bestätigen noch ausschließen, dass Marlis Sohn eine Schizophrenie hat. Seine Symptomkombination (Halluzinationen + Einsicht + depressive und somatische Beschwerden) kann auf eine milde bzw. stabilisierte psychotische Störung oder eine andere Grunderkrankung mit psychotischen Symptomen hindeuten. Die genaue Klärung braucht eine vollständige, fachärztliche Untersuchung mit:

  • Längsschnittbeobachtung
  • Psychopathologischem Befund
  • Ausschluss körperlicher/neurologischer Ursachen
  • Medikamentenanamnese und Wirkungsverlauf
 
Ich vermute eher, dass irgendetwas Markantes in der Schule vorgefallen ist und Marli´s Sohn einen Ausweg suchte dort nicht mehr hingehen zu müssen ? Wenn er ein aufgeweckter Bursche ist, hat er sich eine passende Krankheit im Netz ausgesucht und täuscht die nun vor ? Was er vielleicht nicht bedachte waren die Medikamente oder zieht ihn das Vorgefallene auch zu Hause runter ?

Wenn man mir einmal erlaubt zu fantasieren ?
 
Vielleicht hilft dir das weiter @Marli. Hat er wahnhafte Symptome das er sich in bestimmte Themen sehr hineinsteigert oder reinarbeitet? Also etwas wie Wahn, wenn man sich in Politische oder andere Themen verliert oder eine Art Sucht entwickelt sich mit etwas bestimmten beschäftigen zu müssen und für normale Dinge keine Zeit zu haben?

Wäre die Frage an dich, ob du so etwas wie einen Wahn bei ihm erkennst, dass er sich in bestimmte Themen hereinsteigt und du ihn kaum davon abbringen kannst?

Vielleicht hilft dir das weiter @Marli:



Fragen an Copilot KI:
Sind wahnhafte Symptome meist vorhanden oder gibt es Psychose auch ganz ohne Wahn aber mit starken Halluzinationen, wie klingt es für dich was Marli beschreibt in dieser Hinsicht? An sich kenne ich keine Einteilung die Schziophrenie mit Stimmen oder vor allem Halluzinationen extra einteilt vielleicht im DSM das dort das etwas genauer getrennt ist. Für mich klingt es so wie wenn er keinen richtigen Wahn hat.

Antwort Copilot:
Ja – es gibt tatsächlich Psychosen ohne Wahn, auch wenn in der Alltagssprache „Wahn + Halluzinationen“ oft in einem Atemzug genannt wird.Im klinischen Spektrum spricht man dann manchmal von rein halluzinatorischen Psychosen oder psychotischen Störungen ohne wahnhafte Inhalte.


📚 Wie das in Klassifikationen aussieht​

  • DSM‑5: Unter „Schizophrenie-Spektrum- und andere psychotische Störungen“ wird nicht verlangt, dass immer Wahn vorliegt. Die Diagnosekriterien sehen mindestens 2 der 5 Hauptsymptome vor – Halluzinationen allein können also genügen, wenn weitere Merkmale (z. B. desorganisierte Sprache oder Negativsymptome) hinzukommen.
  • ICD‑10 / ICD‑11: Für F20.x (Schizophrenie) gilt: Entweder zwei der typischen Symptome, oder ein „erstgradiges“ Symptom wie kommentierende Stimmen oder bizarrer Wahn. Wenn Halluzinationen ohne Wahn auftreten, kann das – bei passender Dauer und Funktionsbeeinträchtigung – ebenfalls unter eine Schizophrenie- oder andere psychotische Störung fallen.

🔍 Warum Wahn nicht zwingend sein muss​

  • Manche Verläufe beginnen nur mit Stimmenhören (auditiven Halluzinationen) und entwickeln erst später wahnhafte Inhalte.
  • Unter wirksamer Medikation kann der Wahn komplett remittieren, während Halluzinationen als Restsymptom bestehen bleiben.
  • Es gibt auch posttraumatisch oder neurologisch bedingte Halluzinationen, bei denen gar kein Wahn entsteht.

💡 Was bei Marlis Beschreibung auffällt​

Aus dem Forenbeitrag wirkt es so, als ob kein aktueller, bizarrer oder systematischer Wahn vorhanden ist – zumindest wird keiner beschrieben.Er hört und sieht Dinge, erkennt aber deren Unwirklichkeit.Das spricht eher für:

  • halluzinatorische Restsymptomatik bei insgesamt guter Krankheitseinsicht
  • oder eine andere psychotische Störung, bei der Wahn nie im Vordergrund stand
 
Er war bis jetzt nicht wirklich im Wahn. In seiner schlimmsten Phase waren die Stimmen und die visuellen Halluzinationen sehr stark, er war zurückgezogen, wollte nicht mit uns sprechen und hat uns vorgeworfen, an seinem zustand schuld zu sein. (das wirft er uns aber generell vor, auch in besserem zustand). Irgendwann hat er erwähnt, dass er manchmal nicht unterscheiden kann, ob das die stimmen sind oder ob es sich um seine eigenen Gedanken handelt. Zudem war er sehr sehr traurig und antriebslos. Er wollte uns aber nicht verraten, was die Stimmen sagen. Erst später haben wir erfahren, dass die Stimmen neutral kommentierend aber auch sehr bestimmend sein können, bzw ihn zum Mord oder Selbstmord auffordern würden. Zum Glück war er immer impulskontrolliert. Olanzapin hat in diese Richtung gut gewirkt, hat ihm aber 20 Kilo Mehrgewicht gebracht. Nach dem absetzen von Olanzapin haben sich die positiven Symptomen kontinuierlich verschlechtert, besonders nach dem Kurzurlaub im Sommer. Deswegen steht jetzt Clozapin im Raum, oder wieder Olanzapin. Er möchte beides nicht.

Aktuell hat er sowohl positive als auch negative Symptome - wie oben beschrieben. Für die positiven wurde eben Clozapin vorgeschlagen, für die negativen nimmt er Cariprazin und es hilft meiner Meinung nach relativ gut, zumindest besser als alles zuvor.
 
Ich vermute eher, dass irgendetwas Markantes in der Schule vorgefallen ist und Marli´s Sohn einen Ausweg suchte dort nicht mehr hingehen zu müssen ? Wenn er ein aufgeweckter Bursche ist, hat er sich eine passende Krankheit im Netz ausgesucht und täuscht die nun vor ? Was er vielleicht nicht bedachte waren die Medikamente oder zieht ihn das Vorgefallene auch zu Hause runter ?

Wenn man mir einmal erlaubt zu fantasieren ?
definitiv falsch. Er möchte gerne wieder in die Schule gehen und sein altes Leben haben. Er möchte Abitur machen und wenn möglich studieren. Er hat Pläne und Interessen und auch gute Freunde in und außerhalb der Schule. Also nein, diene Vermutung stimmt nicht.
 
Vielleicht hilft dir das weiter @Marli. Hat er wahnhafte Symptome das er sich in bestimmte Themen sehr hineinsteigert oder reinarbeitet? Also etwas wie Wahn, wenn man sich in Politische oder andere Themen verliert oder eine Art Sucht entwickelt sich mit etwas bestimmten beschäftigen zu müssen und für normale Dinge keine Zeit zu haben?

Wäre die Frage an dich, ob du so etwas wie einen Wahn bei ihm erkennst, dass er sich in bestimmte Themen hereinsteigt und du ihn kaum davon abbringen kannst?

Vielleicht hilft dir das weiter @Marli:



Fragen an Copilot KI:
Sind wahnhafte Symptome meist vorhanden oder gibt es Psychose auch ganz ohne Wahn aber mit starken Halluzinationen, wie klingt es für dich was Marli beschreibt in dieser Hinsicht? An sich kenne ich keine Einteilung die Schziophrenie mit Stimmen oder vor allem Halluzinationen extra einteilt vielleicht im DSM das dort das etwas genauer getrennt ist. Für mich klingt es so wie wenn er keinen richtigen Wahn hat.

Antwort Copilot:
Ja – es gibt tatsächlich Psychosen ohne Wahn, auch wenn in der Alltagssprache „Wahn + Halluzinationen“ oft in einem Atemzug genannt wird.Im klinischen Spektrum spricht man dann manchmal von rein halluzinatorischen Psychosen oder psychotischen Störungen ohne wahnhafte Inhalte.


📚 Wie das in Klassifikationen aussieht​

  • DSM‑5: Unter „Schizophrenie-Spektrum- und andere psychotische Störungen“ wird nicht verlangt, dass immer Wahn vorliegt. Die Diagnosekriterien sehen mindestens 2 der 5 Hauptsymptome vor – Halluzinationen allein können also genügen, wenn weitere Merkmale (z. B. desorganisierte Sprache oder Negativsymptome) hinzukommen.
  • ICD‑10 / ICD‑11: Für F20.x (Schizophrenie) gilt: Entweder zwei der typischen Symptome, oder ein „erstgradiges“ Symptom wie kommentierende Stimmen oder bizarrer Wahn. Wenn Halluzinationen ohne Wahn auftreten, kann das – bei passender Dauer und Funktionsbeeinträchtigung – ebenfalls unter eine Schizophrenie- oder andere psychotische Störung fallen.

🔍 Warum Wahn nicht zwingend sein muss​

  • Manche Verläufe beginnen nur mit Stimmenhören (auditiven Halluzinationen) und entwickeln erst später wahnhafte Inhalte.
  • Unter wirksamer Medikation kann der Wahn komplett remittieren, während Halluzinationen als Restsymptom bestehen bleiben.
  • Es gibt auch posttraumatisch oder neurologisch bedingte Halluzinationen, bei denen gar kein Wahn entsteht.

💡 Was bei Marlis Beschreibung auffällt​

Aus dem Forenbeitrag wirkt es so, als ob kein aktueller, bizarrer oder systematischer Wahn vorhanden ist – zumindest wird keiner beschrieben.Er hört und sieht Dinge, erkennt aber deren Unwirklichkeit.Das spricht eher für:

  • halluzinatorische Restsymptomatik bei insgesamt guter Krankheitseinsicht
  • oder eine andere psychotische Störung, bei der Wahn nie im Vordergrund stand
nein, er steigert sich nicht in Themen hinein. Er zockt gerne - wie all seine Freunde auch, versucht gerade, sein Englisch zu verbessern, manchmal liest er Bücher, hat Lieblingsserien, etc. Für mich sieht das ziemlich normal und altersgerecht aus. Er bemüht sich sehr, wieder in Form zu kommen und versucht, regelmässig Sport zu machen. Wir sprechen auch über diverse Themen oder Situationen, da merkt man einen gewissen Reifegrad, den es vor einem Jahr zum Beispiel noch nicht gab. Er ist aber eingeschränkt im Alltag. Manche Dinge verstärken unerklärlicherweise seine Bauchschmerzen massiv - zum Beispiel die Vorstellung, irgendwas zu unternehmen, zu reisen, etc. Dann sagt er einfach Stopp, geht nicht. Auch die negativen Symptome sind in letzter Zeit stärker geworden, trotz Cariprazin.
 
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