hi Denkende, bin runter auf 7.5 mg. Dann wieder hoch. Nee hat unterm Strich nicht funktioniert.
Hi Caribou
Ich vermute, dass du wegen dopaminerger Supersensitivität oder wegen der zu schwachen NET-Hemmung von Aripiprazol den Rückfall hattest.
Sind eher akute Positivsymptome aufgetreten oder war nervlicher Stress, innere Unruhe und Reizbarkeit vorher ein starker Triggerfaktor?
Falls du tatsächlich weiterhin nach der Klinik Haloperidol bekommst, dann wäre, um der dopaminergen Supersensitivität entgegenzuwirken, das Bupropion mit seiner NET‑ und DAT‑Wirkung wichtig. NET-Hemmung ist für den präfrontalen Cortex wichtig (innere Unruhe und Impulsivität reduzieren), DAT-Hemmung ist wichtig, um die dopaminerge Supersensitivität rückläufig zu machen. => Dabei wäre zu beachten, dass Bupropion die Aripiprazoldosis um 50–100 % anheben kann.
Gibt auch andere Möglichkeiten, mit Reboxetin nur NET anzusprechen.
Später war auch Bupropion als NDRI‑Antidepressivum wichtig, damit du sachte und sicher das Haloperidol leichter absetzen kannst und anschließend auch Aripiprazol sicherer reduzieren kannst.
Fehler war wohl, dass du Aripiprazol 15mg ohne Bupropion auf 7,5mg reduziert hast. Damit fehlte die Modulation über DAT-Hemmung von Bupropion gänzlich, was der dopaminergen Supersensitivität entgegenwirkt, und die NET‑Wirkung vom Aripiprazol ist weggebrochen, die Bupropion auch locker ersetzt hätte.
Vielleicht kannst du noch in der Klinik fragen, ob du Bupropion zusätzlich bekommen könntest. Mit Beachtung der Blutspiegelanstiege durch Bupropion da es CYP2D6 stark hemmt und zumindest der Aripiprazolspiegel (auch Haloperidiol etwas) relevant ansteigt, sollte eine Spiegelkontrolle vor und nach der Umstellung über TDM (Therapeutisches Drug Monitoring) gemacht werden. Damit hinterher die Dosierungen leichter entsprechend angepasst werden können.