Ich hatte vor 2-3 Wochen angefangen Olanzapin 10mg einzunehmen, weil ich folgende Symptome hatte: Angst, Gedanken dass Nachbarn über mich lästern, Gefühl draußen beobachtet zu werden, Körper friert ein konnte mich nicht umschauen wegen des Einfrierens.
Aber gerad mit jemandem gechattet und die Person sagt, dass es doch egal ist ob man beobachtet bzw. belästert wird. Jetzt denke ich ob ich das ohne Medikamenten schaffe.
Du bist ja schon über Jahre in Behandlung, da wird so ein Absetzversuch scheitern und stellt selbst ein Risiko dar. Gesunde sagen sich so etwas leicht, das mit dem Verfolgungswahn ist ja nur ein Aspekt dieser Erkrankung, wenn solche Symptome etwa einsetzen, dann wird es immer schlimmer statt dass es irgendwann mal besser wird.
Körper friert ein, klingt sogar nach einer Katatonie, was sogar lebensbedrohlich sein kann.
Medikamente einfach absetzen ist bei bereits gescheiterten Absetzversuchen zum Scheitern verurteilt.
Ich kann nur diese begleitende
Intervalltherapie mit Bupropion anbieten. Da stabilisiert das Bupropion in den Absetzphasen, wobei es dann trotzdem gelegentlich das Antipsychotikum braucht.
Ist vielleicht erstmal etwas komplex von der Umstellung, aber der Aufwand lohnt sich gesundheitlich.
Andere Absetzversuche sind normal, extrem riskant und sogar gefährlich. Du hast ja sicher Erfahrungen damit gemacht, wie waren die Bisherigen Absetzversuche und wie hat sich dann die Psychose zurückgemeldet?
Durchs Bupropion (mit später begleitenden Antidepressiva) kannst du leichter ein Viertel oder Halbjahr ohne Antipsychotikum auskommen und das Bupropion wirkt auch als Niktotinentwöhnung.
Zumindest muss sich etwas grundlegend ändern, wenn man wirklich Erfolge haben will, ansonsten bekommt man von den Absetzversuchen er Rückschläge und ist ständig halb psychotisch.