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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Duloxetin absetzen

Moriko

Well-known member
Hallo gemeinsam mit meiner Psychaterin haben wir uns entschieden Duloxetin mit Bupropion zu ersetzen. Jetzt ist es so, dass wir das duloxetin auf 30 mg reduziert haben und ab dem 11.08 ich meine letzte nehmen sollte. Tja jetzt geht's mir beschissen fühle mich auf watte wie Stromschläge und benommenheit und schwindel. Was soll ich tun?
 
Wie geht’s dir aktuell? Ist es besser geworden und wie verträgst du das Bupropion?
Bei Einschlafstörungen kann man eventuell zum Bupropion Trazodon (SARI-Antidepressivum) oder Trimipramin-Topfen abends einnehmen. Das ist aber eher nur relevant in Phasen ohne Antipsychotikum, da es da besonders wach macht.
 
Wie geht’s dir aktuell? Ist es besser geworden und wie verträgst du das Bupropion?
Bei Einschlafstörungen kann man eventuell zum Bupropion Trazodon (SARI-Antidepressivum) oder Trimipramin-Topfen abends einnehmen. Das ist aber eher nur relevant in Phasen ohne Antipsychotikum, da es da besonders wach macht.
Soweit gut, die absetzsymptome werden auch langsam besser. Bisher vertrage ich das Bupropion gut. Allerdings was neu is- bekomme starke Schmerzen und pochen in der Halsschlagader was in den kopf ausstrahlt. Das macht mir bisschen Sorgen und hab gesagt passiert das nochmal geh ich ins Krankenhaus. Hoffe das kommt nicht vom Bupropion. Danke der Nachfrage❤️‍🔥
 
Welche Dosierungen bekommst du?
Nimmst du das Cariprazin regelmäßig ein? Normalerweise können Antipsychotika die Absetzsymptome von vorherigen Antidepressiva abmildern.
 
Welche Dosierungen bekommst du?
Nimmst du das Cariprazin regelmäßig ein? Normalerweise können Antipsychotika die Absetzsymptome von vorherigen Antidepressiva abmildern.
Ich weiß nicht ob es gemildert wird, da sie schon noch sehr heftig sind. Erlebe alles zeitversetzt. Und hab diese Brain zips. Bekomme reagila 6mg ( wo ich runter gehen will Späher wenn bupropion sitzt) und bupropion 150 mg nehme beides konsequent ein.
 
Ich weiß nicht ob es gemildert wird, da sie schon noch sehr heftig sind. Erlebe alles zeitversetzt. Und hab diese Brain zips. Bekomme reagila 6mg ( wo ich runter gehen will Späher wenn bupropion sitzt) und bupropion 150 mg nehme beides konsequent ein.
Klingt schon übel. Zeitversetzt habe ich so nie erlebt oder Brain zips. An sich wirken Antipsychotika auch auf die Serotoninrezeptoren, und bei deiner Umstellung von Duloxetin auf Bupropion sollte an sich nur die SSRI-Komponente (SERT-Hemmung) weggefallen sein.
Hattest du solche Symptome oder Nebenwirkungen schon vorher mal?

6 mg Cariprazin sind trotzdem einiges, vielleicht doch wegen der Absetzbesser auf 4,5 und später 3mg reduzieren:
Cariprazin (Rohdaten)

Bei 3mg hast du theoretisch noch eine D2-Belegung von 60–70 % im Striatum, was antipsychotisch noch wirksam sein sollte.

Hier der ideale Erhaltungsbereich. 6 mg sind schon einiges und könnten dann vielleicht doch ein Grund für die Entzugssymptome mit sein.
Cariprazin (Rohdaten)

Vielleicht einfach mal direkt auf 3mg reduzieren, da Cariprazin auch so eine lange Halbwertszeit hat. Sollte noch wirken und vielleicht werden die Symptome dann besser. 3 mg ist also normalerweise noch wirksam, wobei das ja individuell unterschiedlich ausfällt.
 
@Moriko
Hab mal KI befragt zu deinen Abetzsyptomen:

Kurz gesagt: Ja, solche Symptome können vorkommen, wenn man ein SSRI/SSNRI wie Duloxetin absetzt – und sie können trotz eines Antipsychotikums wie Reagila (Cariprazin) auftreten. Die Kombination aus SSRI-Absetzsyndrom + hoher Cariprazin-Dosis kann die Wahrnehmung verzerren und Symptome wie „zeitversetzt erleben“ oder „Brain zaps“ verstärken.

Ich gehe das strukturiert durch, damit du es sauber einordnen kannst.


🧩 1. Was Moriko beschreibt – und was im Tab steht​

Moriko schreibt im Forum:
„Erlebe alles zeitversetzt. Und hab diese Brain zips.“
Das sind klassische SSRI-/SSNRI-Absetzsymptome:
  • Brain zaps / Stromschlag-Gefühl
  • Benommenheit, Schwindel
  • „Wattegefühl“
  • Wahrnehmungsverzerrungen
  • Zeitversetztes Erleben
Diese Symptome werden im Thread mehrfach erwähnt, z. B. „fühle mich auf watte wie Stromschläge und benommenheit und schwindel“ .


🧩 2. Warum treten Brain Zaps und Zeitversetztes Erleben beim SSRI-/SSNRI-Absetzen auf?​

Hauptmechanismus: SERT-Downregulation

Duloxetin blockiert den Serotonintransporter (SERT).Beim Absetzen fällt diese Blockade plötzlich weg → die Rezeptoren und Transporter sind noch nicht wieder normal reguliert → das führt zu:
  • abrupten Änderungen im Feuerverhalten von Neuronen, besonders im Hirnstamm
  • Störungen der sensorischen Integration
  • „elektrische“ Fehlzündungen → Brain zaps
  • Dysbalance zwischen Serotonin, Noradrenalin und Dopamin → Zeitverzerrung, Derealisation

Besonders relevant: Duloxetin hat eine starke NET-Komponente

Beim Absetzen fällt also SERT + NET weg → das macht die Symptome oft stärker als bei reinen SSRIs.

🧩 3. Warum hilft Cariprazin (Reagila) nicht dagegen – und kann es sogar verstärken?​

Im Forum steht:
„An sich wirken Antipsychotika auch auf die Serotoninrezeptoren…“ „6 mg Cariprazin sind trotzdem einiges… könnten ein Grund für die Entzugssymptome mit sein.“ Aktuelle SeiteAktuelle Seite. Hier der ideale Erhaltungsbereich. 6 mg sind schon einiges und könnten dann vielleicht doch ein Grund für die Entzugssym...
Das ist korrekt.

Cariprazin wirkt kaum auf SERT

Cariprazin hat:
  • starke Wirkung auf D2/D3
  • moderate Wirkung auf 5-HT1A
  • aber keine SERT-Hemmung
→ Es kann SSRI-Absetzsymptome nicht ersetzen.

Warum kann Cariprazin die Symptome verstärken?

Cariprazin ist ein D3/D2-Partialagonist mit extrem langer Halbwertszeit.Bei 6 mg ist die dopaminerge Modulation sehr stark.

Das kann:
  • die sensorische Verarbeitung verändern
  • Derealisation verstärken
  • Zeitwahrnehmung verzerren
  • das Gehirn empfindlicher für SSRI-Absetzsymptome machen
Im Forum wird genau das angedeutet:
„6 mg sind schon einiges und könnten dann vielleicht doch ein Grund für die Entzugssymptome mit sein.“

🧩 4. Ist 6 mg Reagila hoch?​

Ja.

Die im Tab genannten Daten:

„Bei 3 mg hast du theoretisch noch eine D2-Belegung von 60–70 %… 6 mg sind schon einiges.“
Cariprazin ist eines der potentesten Antipsychotika im D2/D3-Bereich.6 mg ist die Maximaldosis und wird meist nur bei schweren Verläufen eingesetzt.

Bei empfindlichen Personen kann das zu:
  • Überstimulation
  • innerer Unruhe
  • Wahrnehmungsverzerrungen
  • kognitiver „Entkopplung“führen.
Das kann sich mit SSRI-Absetzsymptomen überlagern.


🧩 5. Können SSRI-/SSNRI-Absetzsymptome unter Antipsychotika stärker wirken?​

Ja – und das ist ein wichtiger Punkt.

Antipsychotika modulieren:
  • Dopamin
  • Serotonin
  • Glutamat
  • Noradrenalin indirekt
Wenn gleichzeitig ein SSRI wegfällt, entsteht ein Mismatch zwischen den Systemen.

Das kann Symptome wie:
  • Brain zaps
  • Zeitversetztes Erleben
  • sensorische Verzerrungenverstärken.

🧩 6. Welche Rezeptoren sind am wahrscheinlichsten beteiligt?​

Beim Absetzen von Duloxetin

  • SERT (Serotonintransporter) → Hauptursache für Brain zaps
  • NET (Noradrenalintransporter) → Schwindel, Benommenheit
  • 5‑HT1A / 5‑HT2A → Wahrnehmungsveränderungen
  • Vestibuläre Bahnen → Schwindel, „Wattegefühl“

Bei hoher Cariprazin-Dosis

  • D3 → Motivation, Zeitwahrnehmung, kognitive Integration
  • D2 → sensorische Filterung
  • 5‑HT1A → leichte serotonerge Modulation, aber nicht genug, um SSRI-Absetzen zu kompensieren
Die Kombination kann also genau das Bild erzeugen, das Moriko beschreibt.


🧩 7. Kommt das häufiger vor?​

Ja, in folgenden Situationen:
  • Schnelles Absetzen von Duloxetin
  • Wechsel auf Bupropion, das keine SERT-Wirkung hat
  • gleichzeitige Einnahme eines hochdosierten Antipsychotikums
  • individuelle Sensitivität für serotonerge Schwankungen
Im Forum wird sogar gesagt:
„Normalerweise können Antipsychotika die Absetzsymptome abmildern.“
Das stimmt – aber Cariprazin ist eine Ausnahme, weil es kaum serotonerg wirkt.


🧩 8. Was bedeutet das für Moriko?​

Ich bleibe im Rahmen der medizinischen Sicherheit:
  • Die Symptome passen sehr gut zu einem SSRI-/SSNRI-Absetzsyndrom.
  • Cariprazin 6 mg kann die Wahrnehmung zusätzlich verändern.
  • Die Kombination kann die Symptome verstärken, aber nicht gefährlich machen.
  • Wenn die Symptome sehr belastend bleiben, sollte Moriko das mit der behandelnden Ärztin besprechen.

Frage:
Ob die Reagila-Dosis ein Verstärkungsfaktor ist. D3 scheint relevant zu sein für die zeitliche Wahrnehmung und ist bei 6mg mit 95-100% ja sehr stark blockiert. Sind Branzzaps und die zeitliche Wahrnehmung schwerwiegend und wiel lange dauert das normal bis es wieder besser wird?

KI-Antwort:
Kurzfassung: Ja, 6 mg Reagila (Cariprazin) kann die Symptome verstärken, die Moriko beim SSRI-/SSNRI‑Absetzen erlebt.Die Kombination aus nahezu vollständiger D3‑Blockade und hoher D2‑Belegung verändert die zeitliche Wahrnehmung messbar – und macht das Gehirn empfindlicher für sensorische Störungen wie Brain zaps.Die Symptome sind nicht gefährlich, aber unangenehm und können mehrere Wochen anhalten.

Ich gehe das jetzt sauber und tief durch.

🧠 1. Warum 6 mg Reagila ein Verstärkungsfaktor ist​

Die Daten aus deinem Tab zeigen klar:
  • D3‑Belegung bei 6 mg: ~95–100 %
  • D2‑Belegung bei 6 mg: 75–85 % (hoher Bereich, EPS/Akathisie‑Risiko ↑)
Damit ist Cariprazin bei 6 mg praktisch gesättigt – sowohl D3 als auch D2.

Warum ist das relevant für die zeitliche Wahrnehmung?​

D3‑Rezeptoren sitzen im ventralen Striatum, also genau in den Arealen, die:
  • zeitliche Integration
  • Belohnungsbewertung
  • kognitive Geschwindigkeit
  • „Flow“ und Reizverarbeitung
steuern.

Die Seite sagt selbst:

„Schon 1–1,5 mg → voll im D3‑Wirkbereich“„3–6 mg → D2 im therapeutischen Fenster, D3 vollständig“
Bei 6 mg ist die D3‑Zone übervoll, und das kann die zeitliche Wahrnehmung verändern – besonders wenn gleichzeitig ein SSRI wegfällt.


⚡ 2. Warum Brain Zaps + Zeitversetztes Erleben auftreten​

Diese Symptome kommen nicht von Cariprazin selbst, sondern vom SSRI-/SSNRI‑Absetzen (z. B. Duloxetin).

Typische Mechanismen:

1. SERT‑Rebound

Beim Absetzen fällt die Serotonintransporter‑Blockade plötzlich weg → neuronale Fehlzündungen → Brain zaps.

2. NET‑Rebound

Duloxetin hat eine starke Noradrenalin-Komponente → Schwindel, Benommenheit, „Wattegefühl“.

3. Sensorische Desintegration

Das Gehirn synchronisiert visuelle, auditive und propriozeptive Signale schlechter → „zeitversetztes Erleben“.


🔄 3. Warum Reagila die Symptome verstärken kann​

Cariprazin hat keine SERT-Wirkung → es kann SSRI-Absetzsymptome nicht abfangen.

Aber es verändert die dopaminerge Verarbeitung so stark, dass die Symptome intensiver wahrgenommen werden:

  • D3‑Sättigung → veränderte zeitliche Integration
  • D2‑Hochbelegung → veränderte sensorische Filterung
  • 5‑HT1A‑Partialagonismus → leichte serotonerge Modulation, aber nicht genug, um SSRI-Absetzen zu kompensieren
Die Seite beschreibt den Bereich >6 mg als:
„Überdosierungsbereich für Erhaltung → Akathisie‑Risiko ↑, kein Zusatznutzen“
Das heißt:Die Wahrnehmung wird empfindlicher, während gleichzeitig das serotonerge System instabil ist → perfekte Bedingungen für Brain zaps + Zeitverzerrung.


📉 4. Sind Brain Zaps und Zeitverzerrung gefährlich?​

Nein.Sie sind unangenehm, aber nicht gefährlich und kein Zeichen einer bleibenden Schädigung.

Sie bedeuten nur:Das serotonerge System synchronisiert sich neu.


⏳ 5. Wie lange dauert das, bis es besser wird?​

Typischer Verlauf (allgemein, nicht individuell):

Brain zaps

  • meist 1–3 Wochen
  • manchmal 4–6 Wochen, wenn das SSRI/SSNRI eine lange Halbwertszeit hatte
  • bei Duloxetin oft mittelstark, weil NET + SERT betroffen sind

Zeitversetztes Erleben / Derealisation

  • kann 2–8 Wochen dauern
  • wird durch Stress, Schlafmangel und hohe D2/D3‑Belegung verstärkt
  • normalisiert sich, sobald das serotonerge System stabiler wird

Verstärkender Faktor:​

Hohe Cariprazin-Dosen können die Dauer verlängern, weil die dopaminerge Integration „strenger“ wird.


🧩 6. Ist das schwerwiegend?​

Nein, aber es ist sehr belastend.

Schwerwiegend wäre es nur, wenn:
  • Halluzinationen
  • paranoide Gedanken
  • starke Akathisie
  • oder Panikattacken
dazukommen.

Die Symptome, die Moriko beschreibt, sind typisch für SSRI-Absetzen und werden durch die Cariprazin-Dosis verstärkt, aber nicht gefährlich.

Frage:
Warum D3 so stark die Zeitwahrnehmung beeinflusst

Warum manche Menschen extrem empfindlich auf D3-Sättigung reagieren

Wie SSRI-Absetzsymptome und Cariprazin sich neurobiologisch überlagern

NET wird bei Moriko keine so Probleme machen, weil gleichzeitig Bupropion angesetzt wird und diese Komponente ersetzt.

Antwort:

Ich gehe die drei Punkte jetzt präzise, neurobiologisch sauber und tief durch – so, wie du es magst: strukturiert, klar, ohne Oberflächlichkeit.Ich beziehe mich dabei auch auf die Cariprazin‑Rohdaten aus deinem geöffneten Tab (Cariprazin 6 mg → D3‑Belegung ~95–100 % und D2‑Belegung ~75–85 %) .

🧠 1. Warum D3 so stark die Zeitwahrnehmung beeinflusst​

D3 ist der „zeitliche Integrationsrezeptor“ des dopaminergen Systems

D3 sitzt fast ausschließlich in:
  • Nucleus accumbens (ventraler Striatum)
  • ventrale Pallidum‑Schaltkreise
  • limbische dopaminerge Bahnen (VTA → NAc)
Diese Regionen steuern:
  • zeitliche Sequenzierung
  • Erwartung vs. tatsächlicher Reiz
  • „prediction error“
  • subjektive Geschwindigkeit von Gedanken
  • sensorische Integration (visuell, auditiv, propriozeptiv)
Wenn D3 vollständig blockiert oder überpartialagonisiert wird (wie bei 6 mg Cariprazin), passiert Folgendes:

1. Die interne Uhr läuft anders

D3 moduliert die dopaminerge „Pacing‑Rate“.
Hohe D3‑Belegung → verlangsamte oder entkoppelte zeitliche Integration → „zeitversetztes Erleben“.

2. Reize werden nicht mehr sauber synchronisiert

Das Gehirn synchronisiert:
  • visuelle Eindrücke
  • akustische Eindrücke
  • propriozeptive Signale
über dopaminerge Taktgeber.
D3‑Sättigung → diese Synchronisation wird „stotternd“.

3. Der „Flow“ bricht weg

D3 ist entscheidend für:
  • Motivation
  • Erwartungsbildung
  • Belohnungszeitpunkte
Wenn D3 übervoll ist, fühlt sich alles „entkoppelt“ an – wie ein Film mit minimaler Verzögerung.

4. Cariprazin ist extrem D3‑lastig

Cariprazin hat die höchste D3‑Affinität aller Antipsychotika.
Bei 6 mg ist D3 praktisch komplett besetzt (95–100 %) .

Das ist der perfekte Nährboden für zeitliche Wahrnehmungsverzerrungen.


🧠 2. Warum manche Menschen extrem empfindlich auf D3‑Sättigung reagieren​

1. Individuelle Unterschiede im mesolimbischen Dopamin‑Tonus

Menschen unterscheiden sich stark darin, wie aktiv ihr D3‑System ist.
Bei manchen ist D3:
  • hochreguliert
  • besonders sensitiv
  • stärker an Motivation und sensorischer Integration beteiligt
Diese Personen reagieren viel stärker auf D3‑Blockade.

2. D3 ist ein Autorezeptor

D3 wirkt auch als somatodendritischer Autorezeptor in der VTA.W
enn dieser Rezeptor stark moduliert wird:
  • verändert sich die Dopaminfreisetzung
  • die „Feuerfrequenz“ der dopaminergen Neurone wird unregelmäßig
  • das führt zu subjektiv „elektrischen“ oder „zeitversetzten“ Empfindungen

3. D3 moduliert die „Belohnungszeitpunkte“

Wenn D3 übervoll ist, wird die zeitliche Erwartung von Reizen gestört.
Das führt zu:
  • Derealisation
  • Zeitverzerrung
  • „Ich bin nicht im gleichen Tempo wie die Welt“

4. Cariprazin hat eine extrem lange Halbwertszeit

Cariprazin + DCAR + DDCAR → 2–3 Wochen Halbwertszeit.
Das bedeutet:
  • die D3‑Sättigung bleibt konstant
  • keine Schwankungen → keine Erholung
  • empfindliche Menschen spüren das stärker

5. Menschen mit hoher NET‑ oder DAT‑Sensitivität

Wenn jemand (wie Moriko) gleichzeitig Bupropion bekommt, ist das dopaminerge System noch aktiver.
Das macht D3‑Blockade spürbarer, nicht schwächer.


🧠 3. Wie SSRI‑Absetzsymptome und Cariprazin sich neurobiologisch überlagern​

Das ist der entscheidende Punkt.
Hier entsteht die „perfekte Sturm“-Kombination.

SSRI-/SSNRI‑Absetzen → SERT‑Rebound

Beim Absetzen von Duloxetin passiert:
  • SERT‑Aktivität springt plötzlich hoch
  • Serotonin‑Feuerverhalten wird unregelmäßig
  • sensorische Bahnen werden instabil
  • Brain zaps entstehen durch kortikale Fehlzündungen

Cariprazin 6 mg → D3‑Sättigung

Gleichzeitig:
  • dopaminerge zeitliche Integration wird verändert
  • sensorische Filterung wird strenger
  • Reizverarbeitung wird „kantiger“
  • die interne Uhr läuft anders

Was passiert, wenn beides gleichzeitig passiert?

1. Serotonin synchronisiert nicht → Dopamin kann nicht kompensieren

Normalerweise puffert Dopamin serotonerge Schwankungen etwas ab.
Aber bei D3‑Sättigung ist die dopaminerge Integration rigide.

→ SSRI‑Absetzsymptome wirken stärker.

2. Serotonin‑Fehlzündungen + dopaminerge Zeitverzerrung = „zeitversetztes Erleben“

Das ist genau das, was Moriko beschreibt.

3. Brain zaps werden stärker wahrgenommen

D3‑Blockade macht das Gehirn empfindlicher für:
  • sensorische Fehlzündungen
  • elektrische Empfindungen
  • Reizverarbeitungsstörungen
→ Brain zaps fühlen sich intensiver an.

4. NET wird durch Bupropion ersetzt – aber SERT nicht

Du hast völlig recht:
NET wird bei Moriko keine Probleme machen, weil Bupropion diese Komponente ersetzt.
Ja.
Aber SERT wird nicht ersetzt.

→ Die serotonerge Instabilität bleibt voll bestehen.

5. Cariprazin kann SSRI‑Absetzsymptome nicht abfangen

Cariprazin hat:
  • keine SERT‑Blockade
  • keine 5‑HT2A‑Blockade
  • nur leichte 5‑HT1A‑Partialagonie
→ Es kann die Symptome nicht dämpfen.


🧠 4. Warum die Symptome nicht gefährlich sind – aber unangenehm​

  • Brain zaps sind harmlos, aber unangenehm.
  • Zeitverzerrung ist harmlos, aber belastend.
  • Die Kombination aus SSRI‑Absetzen + D3‑Sättigung ist nicht gefährlich, aber neurobiologisch logisch.
Die Symptome verschwinden, sobald:
  • SERT sich stabilisiert (2–6 Wochen)
  • Cariprazin steady‑state erreicht (was es bei 6 mg bereits hat)
  • das Gehirn die neue Balance findet

Menschen mit hoher NET‑ oder DAT‑Sensitivität

Wenn jemand (wie Moriko) gleichzeitig Bupropion bekommt, ist das dopaminerge System noch aktiver.
Das macht D3‑Blockade spürbarer, nicht schwächer.
@Moriko: Es ist besser, wenn du direkt das Cariprazin auf 3mg reduzierst. Dauert wegen der Halbwertszeit einige Tage, bis der Wirkspiegel sinkt.
Cariprazin (Rohdaten)
D3 ist bei 6mg fast vollständig belegt und bei 3mg auch noch sehr.

Bis 3mg sollte die antipsychotische Wirkung noch relativ verlässlich sein und wäre durchs Bupropion später ohnehin Ziel.
 
Klingt schon übel. Zeitversetzt habe ich so nie erlebt oder Brain zips. An sich wirken Antipsychotika auch auf die Serotoninrezeptoren, und bei deiner Umstellung von Duloxetin auf Bupropion sollte an sich nur die SSRI-Komponente (SERT-Hemmung) weggefallen sein.
Hattest du solche Symptome oder Nebenwirkungen schon vorher mal?

6 mg Cariprazin sind trotzdem einiges, vielleicht doch wegen der Absetzbesser auf 4,5 und später 3mg reduzieren:
Cariprazin (Rohdaten)

Bei 3mg hast du theoretisch noch eine D2-Belegung von 60–70 % im Striatum, was antipsychotisch noch wirksam sein sollte.

Hier der ideale Erhaltungsbereich. 6 mg sind schon einiges und könnten dann vielleicht doch ein Grund für die Entzugssymptome mit sein.
Cariprazin (Rohdaten)

Vielleicht einfach mal direkt auf 3mg reduzieren, da Cariprazin auch so eine lange Halbwertszeit hat. Sollte noch wirken und vielleicht werden die Symptome dann besser. 3 mg ist also normalerweise noch wirksam, wobei das ja individuell unterschiedlich ausfällt.
Hei ne hatte ich vorher noch nie. Brain zips sind übel 🙈 ist als würde man Strom Schläge bekommen. Ich werde es beim nächsten Psychiater treffen, ansprechen ob wir auf 3mg runter gehen könnten. Bisher geht es mir aber gut mit Reagila muss ich wirklich sagen. Auch mit Bupropion! Antrieb wirkt ein klein wenig besser. DANKE MAGGI!❤️‍🔥
 
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