Kurzgefasst: Partialagonismus VS Antagonismus
Antagonismus bedeutet, dass im Grunde nur gedämpft wird.
Partialagonismus ermöglicht eine Restaktivität, was therapeutisch keine Wirkeinschränkung, sondern nützlich ist, da die Wirkung sich sogar verbessert und Nebenwirkungen massiv im Vergleich zu Antagonisten (wie Paliperidon) reduziert werden.
Dann hab ich das mit der Intervalltherapie schon ein paarmal angeschaut. Aber mir stellt sich die Frage, ist dies denn gut umsetzbar im Familienalltag. Also muss man sich da sehr gut kennen und in sich hören können, oder läuft es gut neben her. Ich hab ein Kleinkind und ich möchte den Alltag schaffen und kann es mir nicht mehr erlauben das ich viele Schwankungen habe die ich sowieso habe zum Beispiel durch vieles grübeln.
Das Grübeln fällt weg. Die Gesundheit wird allgemein viel besser, also wirst du mehr Zeit haben. Nur im Falle einer späteren Intervalltherapie musst du vieles beachten und zumindest mit Schlafstörungen rechnen.
Bist du so weit, kannst du Aripiprazol in kleiner Dosis (5–10 mg) statt Paliperidon testen, da damit der Schlaf super reguliert sein sollte, also normal konstante Antipsychotikaeinnahme, aber wichtig ist, Aripiprazol möglichst gering zu dosieren.
Den Alltag wirst du mit der Intervalltherapie deutlich besser bewältigen, was der nächste Schritt ist, da du Negativsymptome dann vollständig wegbekommst und langfristig eine echte Chance auf Vollremission hast.
Das kann ich gern begleiten, damit lernst du schrittweise dazu.
Bei einem Wechsel auf Aripiprazol wäre das Gesamtpaket sinnvoll, da es dann Bupropion zusätzlich benötigt.
Paliperidon kannst du aber vorerst auch mit zusätzlich Bupropion kombinieren, was helfen kann, das Paliperidon niedrig dosiert einzunehmen.
https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Gibt dazu Erfahrungen, bei der eine Betroffene über 10 Jahre stabil mit 25mg Xeplion, Bupropion 150 und zusätzlich Lithium war. Also das kann deine Psychiaterin vielleicht vor einer Intervalltherapie wo sich Aripiprazol besser als Paliperidon eignet, vom Bupropion und den Nutzen überzeugen, da es noch kein breiter Standard ist.
Bupropion ist ein NDRI‑Antidepressivum. Die Noradrenalinwirkung greift präfrontal und steigert bzw. moduliert dort Dopamin. Die Dopaminwirkung greift Striatal und moduliert dort Dopamin was einen antipsychotischen zusatznutzen hat. Bisher verbindet man das in Studien mit der Verbesserung von Negativsymptomen aber auch im Rahmen von Positivsyptomen hilft es und erleichtert damit den reduzierten Einsatz des Antipsychotikums.
Antipsychotika begünstigen eher Negativsymptome, deswegen ist der Alltag für Betroffene, die dort Betroffener sind extrem schwierig, was bei mir auch der Fall war.
Fürs Kind wäre langfristig die Intervalltherapie von Aripiprazol und täglichem Bupropion das Beste, wobei das mehr Medikamente erfordert und deine Ärztin und du auch aktiv zustimmen, da es noch keine Leitlinie ist:
https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Bupropion (NDRI-Antidepressivum) kannst du auch zum Paliperidon testen (eine sehr positive E‑Mail-Rückmeldung liegt mir vor). Dabei sollte Paliperidon anschließend aber auch reduziert werden, um die maximalen Vorteile bei den Negativsymptomen zu bekommen.
Später die Intervalltherapie mit Aripiprazol und Bupropion. Aber dann muss deine Psychiaterin dem auch zustimmen und die ganze Broschüre als Grundlage nutzen, da das schwieriger ist von der Einnahme und was man bedenken muss.
Calcium solltest du dann auch als Nahrungsergänzungsmittel nutzen. Später macht auch ein gezielter Nahrungsergänzungsplan mit Magnesium und relevanten B‑Vitaminen Sinn, ohne dass du dir aktuell da Stress machen musst.
hochdosiertes B-Komplex und Magnesium (400), ist für den Anfang eine gute Grundlage. Bekommt man meist preiswert auf Amazon oder über Idealo als Preisvergleich.
Klar wird dein Mann aktuell vieles allein stemmen müssen, also die Erkrankung verlangt vieles ab.
Antipsychotika sind im Grunde sehr starke Mittel, welche wir benötigen, aber eine Reduktion kann unter stabilen Umständen sinnvoll sein.
Bupropion (NDRI‑Antidepressivum), wenn du ergänzt, kannst du unter viel stabileren Umständen Paliperidon reduzieren und gleichzeitig verbessert es die einschränkenden Negativsymptomen.
Damit kannst du dich dann leichter um das Kind und alles kümmern.
Die Intervalltherapie dann eher später. Also, ich verstehe, wenn du so früh keine radikalen Wechsel möchtest, wenn das Paliperidon gut funktioniert.
Hier die E-mail-Erfahrung der Betroffenen:
dein Beitrag ist sehr gut. Ich finde mich da wieder. Ich bin Betroffene seit ca. 2012 und nehme Medikamente seit 2015 (1978 geboren). Ich bekomme seit über 10 Jahren 25 mg Xeplion Depotspritze, dazu 150 mg Buprion und Lithium. Ich habe keine Rückfälle seither. Zu Beginn habe ich 75 mg Xeplion bekommen und habe wegen der hohen Dosierung eine schwere Depression bekommen. Nachdem ich jedoch ein paar Monate mit 25 mg Xeplion eingestellt war, verschwand die Depression.
Ich habe fast keine Nebenwirkungen seit 10 Jahren. Etwas Haarausfall und Schwierigkeiten beim Abnehmen. Das war's. Teilweise ist es mir auch gelungen die Nikotinsucht zu überwinden.
Allem in allem bin ich Happy und fühle mich fast gesund.