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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

➝ Grafische Übersicht: Transporter, Rezeptoren & Schizophrenie‑Netzwerk

➝ Die Dopamin‑Regulationshypothese: Schizophrenie als Signal‑Rausch‑Störung

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Stabilisierung mithilfe von Bupropion

Übersicht zu Intervalltherapie, Kombinationsstrategien und Nebenwirkungsprofilen.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Bupropion in Kombi mit amisulprid

Canx02

Well-known member
Ich habe heute zu meinem amisulprid 250mg das erste Mal bupropion genommen und würde gerne meine Erfahrung teilen und hätte einpaar Fragen , ich habe adhs und paranoide Schizophrenie kurz nach der Einnahme von bupropion war ich müde und innere Unruhe atmen hat sich komisch angefühlt würde aber nicht sagen das es eine atemdepression war und dann kam der schub aufeinmal kam energy und antrieb aber ich habe weniger geredet das fand ich schade bisjetzt noch keine antidepressive Wirkung gefühlsverflachung ist auch nicht besser nach 6 Stunden war der energy schub vorbei und fühle mich jetzt wieder relativ normal Zigaretten schmecken nicht mehr wie vorher.
Ich weiß natürlich das die Wirkung mit der Zeit kommt

Ich habe Angst das mir das Medikament nicht passen wird weil es meine letzte Hoffnung ist gegen diese Nebenwirkungen von amisulprid /negativsymtome

1.geht die emotionale Verflachung weg
2.geht die Unruhe weg?

3.werde ich meinen rededrang behalten ?

Was erwartet mich die nächsten Tage Wochen

Und wenn ich amisulprid weiter reduziere bin ich dann noch aktiver und weniger Nebenwirkungen
 
1.geht die emotionale Verflachung weg
2.geht die Unruhe weg?
Unruhe sollte normal keine auftreten, im Gegenteil, bei Reduktionsversuchen des Antipsychotikums, hat es mir bei der Psychosebedinge Unruhe sehr geholfen.
Ich vermute, dass die Unruhe von B6-Mangel bei dir kommt und Bupropion entsprechend mehr fordert. B6 wird bei Akathisie eingesetzt, was auch eine Art Unruhe ist. Viele können wegen Akathisie kein Aripiprazol einnehmen, was bei dir vielleicht auch schon probiert wurde. Insofern empfehle ich dir folgende Nahrungsergänzung:

Vitamin B-Komplex (hochdosiert) da es B6, B9(Float) und B12 abdeckt, die nervlich wichtig sind.
Vitamin B6 100mg (hochdosiert) ist wichtig da Akathsie (eher motorische Sitzunruhe, eng mit innerer Unruhe zusammenhängend) => Neuropathierisiko bei hochdosierter Einnahme, ab 200mg bei Dauereinnahme, ebenso wie bei B6-Mangel Neurophatie auftritt die sogar zu psychotischen Symptomen führen kann.. Periphere Neuropathie wäre in den Fingern bemerkbar. Für Akathisie steht in den Leitlinien ca. 600-1200mg B6, wo du etwa die ersten 2 Wochen durch aus 600mg täglich nehmen kannst, dann aber auf 100mg reduzieren. Eben auf periphere Neuropathiesymptome wie Taubheit oder Ameisenlauf in den Fingern achten, um wenn du das merkst erstmal absetzen und dann eine reduzierte Form.

Vitamin B6 gegen Antipsychotika-Nebenwirkung
Vitamin B6 (Pyridoxin): Schlüsselrolle bei Schizophrenie, Akathisie und der Einfluss von Alkohol


Magnesium wäre wie hier in Standarddosis sinnvoll.

Vitamine und Supplemente
Magnesium und seine Rolle bei Schizophrenie


@Canx02
Ich würde dir die drei Ergänzungen empfehlen, um die Unruhe effektiv zu behandeln und zu schauen, ob es daran liegt.
  • Zuerst B6 100mg für ca. eine Woche ergänzen, um zu schauen ob sich da bereits etwas bessert.
  • Dann zum B6 100mg das B-Komplex zu ergänzen für etwa eine Woche.
  • Dann Magnesium hinzufügen.
  • D3 kann später auch gut sein

Wichtig wäre auch wegen der interessanten Daten, wenn du das dokumentierst, also was sich jeweils in den Wochen subjektiv gefühlt verändert hat, auch wenn die Bupropionwirkung dazukommt.

An sich muss der Körper sich erst einmal auf die Umstellung einstellen.

Macht dich das Bupropion eher müde oder wach? Müde wäre eher ein Zeichen, dass du Amisulprid reduzieren kannst, anderherum wäre übermäßige Wachheit ein Zeichen, dass du Amisulprid etwas erhöhen solltest.
- Fühlst du dich müde oder wach?


1.geht die emotionale Verflachung weg
Ja, diese kommt vom Amisulprid und da Bupropion die antipsychotische Wirkung stützt, sollte es dir leichter fallen, Amisulprid auf eine für dich stabile Dosis zu reduzieren. Dopaminblockade macht emotionale Verflachung, auch teils die Wirkung aufs Prolaktin vom Amisulprid kann das begünstigen.

- Hat sich diese durch Bupropion verschlechtert oder ist gleichbleibend schlecht geblieben?

2.geht die Unruhe weg?
Probier die Ergänzungen, da diese wie Dünger sind und generell wichtig. Gehirn ist krank = benötigt mehr Vitamine und Mineralien.
Vitamin B6 ist bei Unruhe und Akathisie besonders relevant. Hattest du schon mal Aripiprazol probiert - in welcher Dosis - und hattest du Unruhe oder Akathisie, sodass du es wieder abgesetzt hast, oder hatte es keine Wirkung?

3.werde ich meinen rededrang behalten ?
Rededrang, klingt mehr wie eine Sucht oder ein wahnhafteres Symptom, dass du damit deine Psychose kompensierst, aber es auch übertreiben kannst.
Da könntest du, wenn du mehr Emotionen und vom Reden offener sein möchtest, auch später Aripiprazol statt Amisulprid probieren. Also es gibt dann immer noch Möglichkeiten.
- Seit wann redest du weniger, hat sich mit Bupropion etwas verändert, was genau hat sich verändert? Ebenso mit den emotionalen Verflachung?
 
Bupropion hat mich wach gemacht mit einer leicht drückenden Wirkung wsl vom Amisulprid ,ich hatte das Gefühl das die emotionale Verflachung gleich geblieben ist vlt so minimal schlechter , aripiprazol hatte ich schon hat mich sehr unruhig gemacht und akathisie die Dosis weis ich nicht mehr aber hoch ,ich bin normal sehr gesprächig nach der Einnahme von bupropion hatte ich das Gefühl das meine Seele ruhiger wurde und ich weniger Drang hatte. Emotionale Verflachung ist nicht besser gewo
 
Und ich habe außer folsäure keinen Mangel hab nachgefragt es war eine leichte Unruhe oder ich hab mich einfach noch nicht an den energyschub gewöhnt
 
Und ich habe außer folsäure keinen Mangel hab nachgefragt es war eine leichte Unruhe oder ich hab mich einfach noch nicht an den energyschub gewöhnt
@Canx02
Im unteren Bereich bei „Regelmäßig“ findest du die Blutwerte, welche häufig gemacht werden.

Unter „Selten, aber sinnvoll bei Schizophrenie‑Risikoprofil“ sind jene, die mit dabei sein sollten, auch B6.


🧬 Welche B‑Vitamine werden standardmäßig NICHT gemessen?

Keines der B‑Vitamine ist Teil eines Routine‑Blutbilds (kleines oder großes Blutbild).

Nur auf explizite Anforderung messbar:

  • Vitamin B1 (Thiamin) – Vollblut oder Erythrozyten
  • Vitamin B2 (Riboflavin) – selten, Speziallabor
  • Vitamin B3 (Niacin) – praktisch nie routinemäßig
  • Vitamin B5 (Pantothensäure) – Speziallabor
  • Vitamin B6 (Pyridoxin/Pyridoxal‑5‑Phosphat) – häufig relevant, aber nur auf Anforderung
  • Vitamin B7 (Biotin) – selten
  • Vitamin B9 (Folat)wird häufig mitgemessen, aber nur wenn angefordert
  • Vitamin B12 (Cobalamin)wird oft mitgemessen, aber ebenfalls nicht automatisch

In der Psychiatrie am häufigsten angefordert:

  • B12
  • Folat (B9)
  • B6 (bei Neuropathien, Unruhe, Krampfneigung, Medikamenteninteraktionen)

🧪 Welche Mineralien sind im Standard-Blutbild enthalten?​

Diese sind fast immer im Basislabor dabei:
  • Natrium (Na)
  • Kalium (K)
  • Calcium (Ca)
  • Magnesium (Mg)nicht immer, aber sehr häufig
  • Chlorid (Cl)
  • Phosphat (PO₄)nicht immer, aber oft

Nicht automatisch enthalten:

  • Zink – nur auf Anforderung
  • Kupfer – nur auf Anforderung
  • Selen – nur auf Anforderung
  • Mangan – Speziallabor
  • Chrom – Speziallabor

🧠 Was wird im psychiatrischen Kontext typischerweise kontrolliert?​

Psychiatrien orientieren sich an Nebenwirkungen von Antipsychotika, Stimmungstabilisatoren und körperlichen Risiken.

Regelmäßig:

  • Blutbild (klein/groß)
  • Elektrolyte (Na, K, Ca, Mg)
  • Leberwerte
  • Nierenwerte
  • Schilddrüse (TSH)
  • B12 + Folat (bei kognitiven Symptomen, Müdigkeit, Psychoseverdacht)
  • Vitamin D (sehr häufig)

Selten, aber sinnvoll bei Schizophrenie‑Risikoprofil:

  • B6 (wegen Neurotransmittersynthese, Unruhe, Mangelrisiko)
  • Zink (NMDA‑Modulation, Immunfunktion)
  • Kupfer (Dopamin‑β‑Hydroxylase, Entzündungsmarker)
  • Magnesium (NMDA‑Blockade, Stress, Schlaf)
  • CRP / hsCRP (Neuroinflammation)
  • Homocystein (indirekter Marker für B6/B9/B12‑Status)
 
Bupropion hat mich wach gemacht mit einer leicht drückenden Wirkung wsl vom Amisulprid ,ich hatte das Gefühl das die emotionale Verflachung gleich geblieben ist vlt so minimal schlechter , aripiprazol hatte ich schon hat mich sehr unruhig gemacht und akathisie die Dosis weis ich nicht mehr aber hoch ,ich bin normal sehr gesprächig nach der Einnahme von bupropion hatte ich das Gefühl das meine Seele ruhiger wurde und ich weniger Drang hatte. Emotionale Verflachung ist nicht besser gewo
Solange du keine zu starken Schlafstörungen hast, ist das Wachmachende positiv zu werten.
Amisulprid kannst du dabei normalerweise so weit reduzieren, wie dein Schlaf stabil bleibt und es zu keiner psychotischen Verschlechterung kommt. Bupropion bietet dabei einen gewissen Schutz.
Somit verlagerst du dann im Grunde die Wirkung, die vorher Amisulprid allein leisten musste, auf beide, und mit der Reduktion des Amisulprids werden dann die Vorteile bei den Negativsymptomen sichtbar, bei gleichbleibender oder tendenziell besserer antipsychotischer Stabilität.

Vitamin B6 hast du vermutlich keinen Test gemacht, da meist nur B12 und B9 (Float) getestet werden. Du solltest dir also die unteren "regelmäßig" und "selten bei schizophrenie sinnvoll" ausdrucken und das dann bei deinem Arzt mit den letzten Blutwerten abgleichen, ob B6 und die anderen gemacht wurden. Auch wenn du das teils selbst zahlen müsstest, wäre es wichtig, zumindest einmal grob abzuklären.
Mangel kann relativ sein. Da du gedämpft bist, können dadurch Mangelzustände verschleiert sein. Deswegen würde ich da mehr auf tendenzielle Mangelzustände achten, auch wenn es kein echter Mangel ist.
aripiprazol hatte ich schon hat mich sehr unruhig gemacht und akathisie die Dosis weis ich nicht mehr aber hoch
Normalerweise kann Aripiprazol in kleinster Tablettendosis (5 mg) schon gut wirken. 10 mg ist häufig schon die Maximalwirkung da. Darüber steigt das Akathisierisiko, was auch während der Umstellung etwas höher ist.
In Studien wurde Vitamin B6 bei dieser Unruhe untersucht und es hat geholfen:
Vitamin B6 gegen Antipsychotika-Nebenwirkung

Die Akathisie kann dosisbedingt bei dir gewesen sein, oder würde auch für einen möglichen B6-Mangel sprechen.

ich bin normal sehr gesprächig nach der Einnahme von bupropion hatte ich das Gefühl das meine Seele ruhiger wurde und ich weniger Drang hatte. Emotionale Verflachung ist nicht besser gewo
Das klingt teils positiv, da übermäßiger Drang schlecht sein kann. Emotionale Verflachung tritt bei höheren Antipsychotikadosierungen auf, also kann zeigen, dass Amisulprid stärker wirkt oder vom Bupropion in der Wirkung unterstützt wird.
Bei Reduktion des Antipsychotikums sollten die Emotionen zurückkommen und du hättest theoretisch schon Spielraum nach unten.

Hier findest du die Rohdaten für Amisulprid:
Amisulprid (Rohdaten)
Bedeutung: Bei einer striatalen Blockade von 50–70 % hat man meist eine ausreichende Wirkung. Bereich 100-200mg Amisulprid.
Ich habe heute zu meinem amisulprid 250mg
Du könntest das also in Absprache mit deinem Psychiater reduzieren, um die gestiegene emotionale Abflachung auszugleichen.
Dabei müsstest du eben darauf achten, dass Bupropion keine starken Schlafstörungen macht und sonst das Amisulprid erhöht. Bis ca. 100mg ist Amisulprid in manchen Fällen noch wirksam. Wenn du erst 200mg dann 150mg als Ziel der anpeilst, dann sollten deine Emotionen besser werden und Bupropion besser bei den Negativsymptomen wirken. Bupropion stabilisiert auch Positivsymptome, was dir zumindest relativ leicht 150–200 mg Amisulprid ermöglichen sollte.
 
Heute ist Tag 4 es hat sich einiges gebessert die Unruhe ist weg ich bin insgesamt wacher und der rededrang hat sich normalisiert ich grübel weniger und beim
Boxtraining konnte ich auch mitmachen mein nächstes Ziel wäre Amisulprid auf 100-200mg zu reduzieren meine Libido hat sich leicht verbessert aber nicht zufriedenstellend , abilify ist für mich keine Lösung es fühlt sich an wie künstliches aufgeputscht sein aber in niedrigen Dosierungen könnte man darüber nachdenken. Eine antidepressive Wirkung fühle ich bisjetzt nicht vlt minimal mein Schlaf ist ganz ok brauche immer bisschen zum einschlafen.
Ich habe aber bemerkt das bupropion wirklich hilft nicht psychotisch zu werden wie eine Stütze
 
Heute ist Tag 4 es hat sich einiges gebessert die Unruhe ist weg ich bin insgesamt wacher und der rededrang hat sich normalisiert ich grübel weniger und beim
Boxtraining konnte ich auch mitmachen mein nächstes Ziel wäre Amisulprid auf 100-200mg zu reduzieren meine Libido hat sich leicht verbessert aber nicht zufriedenstellend , abilify ist für mich keine Lösung es fühlt sich an wie künstliches aufgeputscht sein aber in niedrigen Dosierungen könnte man darüber nachdenken. Eine antidepressive Wirkung fühle ich bisjetzt nicht vlt minimal mein Schlaf ist ganz ok brauche immer bisschen zum einschlafen.
Ich habe aber bemerkt das bupropion wirklich hilft nicht psychotisch zu werden wie eine Stütze
Abilify ist echt nen seltsames Medikament. Ich les selten von Leuten bei denen die Verträglichkeit und Wirkung durchwachsen ist, sondern hauptsächlich nur von Leuten bei denen beides gut oder total schlecht ist. Was aber sehr selten vorkommt ist ne signifikante Gewichtszunahme. Bzw. konnte mich nicht dran erinnern, dass ich überhaupt jemand kennengelernt habe bei dem das so war. Bis gestern, da hab ich jemand bei Discord kennengelernt hat der mit Abilify von 80kg auf 225kg gekommen ist und 50kg davon nur mit Wegowy runterbekommen hat (is auch kein Fake bzw. habe entsprechende Fotos gesehen). Aber ich glaub wenns bei Abilify schon derart anschlägt müsste es bei den meisten Atypika noch sehr viel schlechter sein.
 
Abilify ist mir jetzt auch nicht bekannt wegen Gewichtszunahme ich habe z.b durch olanzapin und clozapin 35kg zugenommen ich höre meistens nur schlechtes über abilify aber in niedrigen Dosierungen kann es bestimmt manchmal helfen
 
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