1.geht die emotionale Verflachung weg
2.geht die Unruhe weg?
Unruhe sollte normal keine auftreten, im Gegenteil, bei Reduktionsversuchen des Antipsychotikums, hat es mir bei der Psychosebedinge Unruhe sehr geholfen.
Ich vermute, dass die Unruhe von B6-Mangel bei dir kommt und Bupropion entsprechend mehr fordert. B6 wird bei Akathisie eingesetzt, was auch eine Art Unruhe ist. Viele können wegen Akathisie kein Aripiprazol einnehmen, was bei dir vielleicht auch schon probiert wurde. Insofern empfehle ich dir folgende Nahrungsergänzung:
Vitamin B-Komplex (hochdosiert) da es B6, B9(Float) und B12 abdeckt, die nervlich wichtig sind.
Vitamin B6 100mg (hochdosiert) ist wichtig da Akathsie (eher motorische Sitzunruhe, eng mit innerer Unruhe zusammenhängend) => Neuropathierisiko bei hochdosierter Einnahme, ab 200mg bei Dauereinnahme, ebenso wie bei B6-Mangel Neurophatie auftritt die sogar zu psychotischen Symptomen führen kann.. Periphere Neuropathie wäre in den Fingern bemerkbar. Für Akathisie steht in den Leitlinien ca. 600-1200mg B6, wo du etwa die ersten 2 Wochen durch aus 600mg täglich nehmen kannst, dann aber auf 100mg reduzieren. Eben auf periphere Neuropathiesymptome wie Taubheit oder Ameisenlauf in den Fingern achten, um wenn du das merkst erstmal absetzen und dann eine reduzierte Form.
Vitamin B6 gegen Antipsychotika-Nebenwirkung
Vitamin B6 (Pyridoxin): Schlüsselrolle bei Schizophrenie, Akathisie und der Einfluss von Alkohol
Magnesium wäre wie hier in Standarddosis sinnvoll.
Vitamine und Supplemente
Magnesium und seine Rolle bei Schizophrenie
@Canx02
Ich würde dir die drei Ergänzungen empfehlen, um die Unruhe effektiv zu behandeln und zu schauen, ob es daran liegt.
- Zuerst B6 100mg für ca. eine Woche ergänzen, um zu schauen ob sich da bereits etwas bessert.
- Dann zum B6 100mg das B-Komplex zu ergänzen für etwa eine Woche.
- Dann Magnesium hinzufügen.
- D3 kann später auch gut sein
Wichtig wäre auch wegen der interessanten Daten, wenn du das dokumentierst, also was sich jeweils in den Wochen subjektiv gefühlt verändert hat, auch wenn die Bupropionwirkung dazukommt.
An sich muss der Körper sich erst einmal auf die Umstellung einstellen.
Macht dich das Bupropion eher müde oder wach? Müde wäre eher ein Zeichen, dass du Amisulprid reduzieren kannst, anderherum wäre übermäßige Wachheit ein Zeichen, dass du Amisulprid etwas erhöhen solltest.
- Fühlst du dich müde oder wach?
1.geht die emotionale Verflachung weg
Ja, diese kommt vom Amisulprid und da Bupropion die antipsychotische Wirkung stützt, sollte es dir leichter fallen, Amisulprid auf eine für dich stabile Dosis zu reduzieren. Dopaminblockade macht emotionale Verflachung, auch teils die Wirkung aufs Prolaktin vom Amisulprid kann das begünstigen.
- Hat sich diese durch Bupropion verschlechtert oder ist gleichbleibend schlecht geblieben?
Probier die Ergänzungen, da diese wie Dünger sind und generell wichtig. Gehirn ist krank = benötigt mehr Vitamine und Mineralien.
Vitamin B6 ist bei Unruhe und Akathisie besonders relevant. Hattest du schon mal Aripiprazol probiert - in welcher Dosis - und hattest du Unruhe oder Akathisie, sodass du es wieder abgesetzt hast, oder hatte es keine Wirkung?
3.werde ich meinen rededrang behalten ?
Rededrang, klingt mehr wie eine Sucht oder ein wahnhafteres Symptom, dass du damit deine Psychose kompensierst, aber es auch übertreiben kannst.
Da könntest du, wenn du mehr Emotionen und vom Reden offener sein möchtest, auch später Aripiprazol statt Amisulprid probieren. Also es gibt dann immer noch Möglichkeiten.
- Seit wann redest du weniger, hat sich mit Bupropion etwas verändert, was genau hat sich verändert? Ebenso mit den emotionalen Verflachung?