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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Stabilisierung mithilfe von Bupropion

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
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Bupropion 300mg zum Amisulprid

Canx02

Well-known member
Hallo ich nehme seit 4 Wochen 150mg elontril und seit 6 Tagen schon 300mg ich weiß nicht was ich von dem Medikament halten soll ich spüre das meine Augen wacher sind die ersten Tage Unruhe was etwas besser ist das war’s auch schon keine antidepressive Wirkung bisjetzt emotionale Abstumpfung ist gleich geblieben Antrieb auch so gut wie garnicht besser frage mich ob sich da noch was verändert oder ob ich meine Zeit verschwende nehme zusätzlich 200mg amisulprid
 
Hallo ich nehme seit 4 Wochen 150mg elontril und seit 6 Tagen schon 300mg ich weiß nicht was ich von dem Medikament halten soll ich spüre das meine Augen wacher sind die ersten Tage Unruhe was etwas besser ist das war’s auch schon keine antidepressive Wirkung bisjetzt emotionale Abstumpfung ist gleich geblieben Antrieb auch so gut wie garnicht besser frage mich ob sich da noch was verändert oder ob ich meine Zeit verschwende nehme zusätzlich 200mg amisulprid
Vielleicht solltest du das Amisulprid etwas reduzieren, etwa auf 150 mg, und bei stabilem Verlauf ein paar Wochen später schauen – falls keine Schlafstörungen da sind –, ob 100 mg Amisulprid möglich sind.
Dass Bupropion wach macht, ist ein gutes Zeichen für die Wirksamkeit. Das Problem ist, dass die Antipsychotika die Wirkung des Bupropions abschwächen oder aufheben können. Amisulprid eignet sich nur begrenzt in Kombination mit Bupropion, da es präsynaptische Autorezeptoren hemmt. Unter 100 mg soll Amisulprid eher aktivierend sein. Bupropion benötigt im Grunde diese präsynaptischen Autorezeptoren zur Regulation. Insofern ist die Hemmung, die Amisulprid macht, eher kontraproduktiv.

Präsynaptische D2-Autorezeptoren erkennen, wenn viel Dopamin im synaptischen Spalt ist, und regulieren dann automatisch die Dopaminfreigabe herunter. Amisulprid hemmt diese wichtige regulierende Funktion.
Bupropion reichert über DAT-Hemmung das Dopamin im synaptischen Spalt an und soll schwache Dopaminsignale verstärken. Dort, wo bereits viel Dopamin ist, sollen die präsynaptischen Autorezeptoren verhindern, dass mehr Dopamin in den synaptischen Spalt kommt, was aber Amisulprid durch die Hemmung der Autorezeptoren unterdrückt. Somit verliert Bupropion in gewisser Hinsicht seinen regulierenden Effekt im Striatum.

Aktuell nimmst du 200 mg was praktisch die Wirkung des Bupropions überdeckt und durch die parallele Hemmung der Autorezeptoren die positiven Effekte des Bupropions zumindest begrenzt werden.



Meine ganz klare Empfehlung für dich @Canx02 :

Du solltest nach einem Rezept für Lurasidon fragen, was ein sehr gut verträgliches Antipsychotikum ist. Es wäre ein Antagonist, wenn du Partialagonisten wie Aripiprazol oder Cariprazin schon hattest, die an sich auch sehr gut verträglich sind und sich eignen?

Hab erst kürzlich gehört, dass man Lurasidon auch in Deutschland bekommt. Es gibt eine EMA Zulassung und es wird von den Kassen laut dem was KI sagt übernommen, nur findet keine aktive Vermarktung statt, also die wenigsten Psychiater werden es bereit verordnet haben.

Bupropion eignet sich in Kombination mit Lurasidon, da dies keine präsynaptischen Autorezeptoren blockiert.

Anderweitig wäre statt Amisulprid, entweder Cariprazin oder Aripiprazol möglich. Aripiprazol nur in 5 oder 7,5mg Dosis, da Bupropion den Wirkstoffspiegel aufgrund der CYP2D6-Hemmung bei dem Wirkstoff verdoppeln kann.

Das wären drei echt gute Möglichkeiten, da du schon allein den Wechsel auf Lurasidon oder einen der Partialagonisten als deutlichen Verträglichkeitsvorteil wahrnehmen solltest.
Manche haben Akathisie bei den Partialagonisten, was mit die einzige limitierende Nebenwirkung ist.

Welche Wirkstoffe hattest du schon außer Amisulprid?
Bupropion würde ich beibehalten oder während Umstellung des Antipsychotikums auf 150mg reduzieren.
 
Bupropion wirkt, wenn man das Antipsychotikum parallel reduziert, da es als Addon praktisch einen Teil der antipsychotischen Wirkung übernimmt.

Amisulprid könnte als Wirkstoff die Ausnahme sein, weil es präsynaptische Autorezeptoren blockiert, welche es generell benötigt, um Dopamin herunterzuregeln.

Angesichts dessen besser das Antipsychotikum wechseln, damit Bupropion wirken kann und auch das Antipsychotikum ohne Risiken reduziert werden kann, denn Bupropion benötigt die präsynaptischen D2-Autorezeptoren, um einen antipsychotischen Zusatznutzen zu haben.
Die Wirkung des Bupropions wird im Grunde durch die dann mögliche Reduktion des Antipsychotikums möglich, was beim Amisulprid nur eingeschränkt möglich oder kontraproduktiv sein kann.
 

Amisulprid + Bupropion: Warum es nur bedingt kompatibel ist


Bupropion braucht funktionierende präsynaptische D2‑Autorezeptoren

vor allem im Striatum, weil:

  • DAT‑Hemmung → mehr Dopamin im synaptischen Spalt
  • Autorezeptoren → regulieren die Ausschüttung
  • Wenn Autorezeptoren blockiert sind → Dopaminregulation wird unpräzise

Was macht Amisulprid in niedriger Dosis?

  • Blockiert präsynaptische D2/D3‑Autorezeptoren
  • → erhöht Dopamin im PFC
  • → wirkt aktivierend, antidepressiv

Warum ist das mit Bupropion nicht ideal?

  • Bupropion erhöht Dopamin über DAT
  • Amisulprid blockiert die Autorezeptoren, die Bupropion zur Regulation braucht
  • → die dopaminerge Balance kann kippen
  • → die feine Steuerung, die Bupropion normalerweise ermöglicht, wird gestört

Fazit (allgemein):

  • Amisulprid ist mit Bupropion nur bedingt kompatibel
  • Eher in Intervallform denkbar, nicht als Dauerbegleiter


mit KI erstellt
 
Zuletzt bearbeitet:
Lurasidon ist in Deutschland erhältlich, verschreibbar und wird von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Ich gehe das für dich strukturiert durch, damit du die Lage vollständig einschätzen kannst.

Ist Lurasidon in Deutschland zugelassen?

Ja.
Lurasidon (Handelsname Latuda) besitzt eine europäische Zulassung über die EMA.

Zugelassene Indikationen:
  • Schizophrenie
  • Bipolare Depression (Depression bei bipolarer Störung Typ I)
Damit ist es auch in Deutschland regulär verordnungsfähig.


2. Wird Lurasidon von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet?

Ja, Lurasidon ist erstattungsfähig.

Das bedeutet:
  • Ärzt*innen können es regulär auf einem Kassenrezept (GKV) verordnen.
  • Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.
  • Es fällt nur die übliche gesetzliche Zuzahlung an (5–10 €).
Es ist kein Off‑Label‑Medikament, daher gibt es keine Hürden wie Genehmigungen oder Sonderanträge.


3. Wie gut ist die Verfügbarkeit?

In Deutschland ist Lurasidon:
  • in Apotheken verfügbar
  • meist innerhalb eines Tages lieferbar
  • in mehreren Dosierungen erhältlich (20–120 mg)
Es ist kein Nischenpräparat mehr, sondern inzwischen gut etabliert.


4. Warum ist Lurasidon in Deutschland weniger bekannt?

Dafür gibt es drei Gründe:
  • Es ist relativ neu im Vergleich zu Risperidon, Olanzapin, Quetiapin.
  • Es wird weniger beworben als Aripiprazol oder Cariprazin.
  • Viele Kliniken haben konservative Standardmedikamente.
Pharmakologisch ist es aber ein sehr verträglicher Antagonist, besonders wegen:
  • 5‑HT7‑Blockade (kognitiv günstig)
  • 5‑HT1A‑Agonismus (angstlösend, antidepressiv)
  • geringer metabolischer Belastung
  • geringer Sedierung
Für Menschen, die aktiv bleiben wollen, ist es oft angenehmer als Olanzapin oder Risperidon.


5. Passt Lurasidon in das Intervall‑Modell, über das du nachdenkst?

Allgemein, pharmakologisch:

Vorteile

  • keine präsynaptische Autorezeptorblockade
  • keine starke dopaminerge „Abwürgung“
  • verträglich
  • kognitiv günstig
  • wenig Sedierung
  • wenig Gewichtszunahme

Nachteile

  • Wirkeintritt ist nicht sofort → anders als Aripiprazol
  • braucht konstante Einnahme, um antipsychotisch zu wirken
  • ist ein klassischer postsynaptischer D2‑Antagonist → dämpft dopaminerge Aktivierung stärker als Aripiprazol

Fazit (allgemein):

Lurasidon ist verträglich, aber nicht optimal für Intervallformen, weil es:
  • nicht schnell genug wirkt
  • stärker dämpft
  • weniger flexibel ist
Für kontinuierliche, verträgliche Behandlung ist es gut.
Für Intervall‑Stabilisierung ist Aripiprazol pharmakologisch deutlich geeigneter.

mit KI erstellt
 
Zuletzt bearbeitet:
ob ich meine Zeit verschwende nehme zusätzlich 200mg amisulprid
Amisulprid (Rohdaten)

An sich sind beim Amisulprid Erhaltungsdosierungen von 100–200 mg möglich. Du könntest theoretisch auf 150 mg Amisulpirid reduzieren und schauen, wie stabil du bleibst, dann sollte Bupropion besser wirken können.

Das Problem ist eben, dass Amisulprid die präsynaptischen Autorezeptoren in der Funktion einschränkt, was den antipsychotischen Zusatznutzen vom Bupropion begrenzen kann.
 
Hallo ich nehme seit 4 Wochen 150mg elontril und seit 6 Tagen schon 300mg ich weiß nicht was ich von dem Medikament halten soll ich spüre das meine Augen wacher sind die ersten Tage Unruhe was etwas besser ist das war’s auch schon keine antidepressive Wirkung bisjetzt emotionale Abstumpfung ist gleich geblieben Antrieb auch so gut wie garnicht besser frage mich ob sich da noch was verändert oder ob ich meine Zeit verschwende nehme zusätzlich 200mg amisulprid
Amisulprid habe ich auch in meiner Schublade, mein behandelnder Psychiater 👨‍⚕️ reduzierte vor circa zwei Wochen 100 Milligramm auf 50 ig Milligramm.
 
> Lurasidon ist in Deutschland erhältlich,

Die Gelbe Liste sagt hierzu leider nein, ebenfalls die Onlineapotheken. Nachweis: "In Deutschland ist kein Präparat mit dem Wirkstoff im Handel." auf Lurasidon - Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen | Gelbe Liste Es ist nach meinem Wissensstand (wieder) erhältlich gewesen, für eine bestimmte Altersstufe mit Indikation Schizophrenie sogar exklusiv zugelassen, dann hat der Hersteller jedoch den Vertrieb eingestellt. Alles ein bisschen kompliziert. Man müsste es selbst bezahlen und aus dem Ausland (wahrscheinlich auch EU und nicht Schweiz) einführen lassen, für das Mauern der Krankenkassen, zu leisten/erstatten, möchte ich hier keine Verantwortung übernehmen. Man kann ja eine Sonderregelung mit seiner KV treffen, aber wie gesagt, keine Gewähr.
 
@Maggi es hat sich einwenig was verändert ich spüre eine antidepressive Wirkung , was mich noch stört ich habe Probleme an den Augen ich fühle mich bisschen überstimuliert Reise die Augen manchmal auf und bei Licht bin ich sehr empfindlich sonst bin ich mittlerweile relativ zufrieden. Lurasidon kann sobald ich weis akathisie auslösen ich bin anfällig dafür Amisulprid ist für mich das beste Medikament von allen. Mein Arzt will erst nach 4 Wochen wieder reduzieren.
 
Das Problem ist eben, dass Amisulprid
Das betrifft aber nur D2 im PFC, D1 wird vom Ami so gut wie nicht beeinflusst, siehe Amisulpride - Wikipedia , "Pharmacodynamics". Ich habe Amisulprid 200 mg eigtl. als sehr gut wirkendes Mittel kennengelernt, leider entmutigte mich die Ärztin damals, dass ich auf 150 mg runtergegangen wäre, aber gemäß der Wirkung und dem Anteil an den geblockten DA Rezeptoren wäre hier wahrscheinlich auch noch eine gute Wirkung (leide unter prädominanter Negativsymptomatik) dagewesen.
 
Das betrifft aber nur D2 im PFC, D1 wird vom Ami so gut wie nicht beeinflusst, siehe Amisulpride - Wikipedia , "Pharmacodynamics". Ich habe Amisulprid 200 mg eigtl. als sehr gut wirkendes Mittel kennengelernt, leider entmutigte mich die Ärztin damals, dass ich auf 150 mg runtergegangen wäre, aber gemäß der Wirkung und dem Anteil an den geblockten DA Rezeptoren wäre hier wahrscheinlich auch noch eine gute Wirkung (leide unter prädominanter Negativsymptomatik) dagewesen.
Doch das tut es. Präfrontal, wo ja an sich postsynaptisch D1-Rezeptoren sind, gibt es präsynaptische D2-Autorezeptoren. Also müsste hier Amisulprid deswegen auch leichte präfrontale Effekte haben, da es präsynaptische D2/3-Rezeptoren hemmt und damit die Ausschüttung anregen kann.
Üblicherweise liegen D2/3-Rezeptoren prä- und postsynaptisch ja im Striatum, wobei übliche Antipsychotika nur die postsynaptischen Rezeptoren ansprechen.
Damit gibt Amisulprid mehr Dopamin frei, was hinterher wieder postsynaptisch blockiert wird.

Also, es betrifft das Dopamin im präfrontalen Cortex, da es kein D1- oder D2-Dopamin gibt. D1 sind präfrontal eben die postsynaptischen Rezeptoren, die man möglichst wenig blockieren möchte, und D2-Autorezeptoren sind präfrontal die Autorezeptoren, da es keine D1-Autorezeptoren gibt.
Somit greift Amisulprid auch ins präfrontale Dopamin ein, wobei eher erhöhend.

Für Bupropion ist das ungünstig, weil Bupropion über NET- und DAT-Hemmung das Dopamin im synaptischen Spalt erhöhen und gleichzeitig dort, wo zu viel Dopamin entsteht, die präsynaptischen Autorezeptoren herunterregeln soll, was Amisulprid durch deren Hemmung unterbindet.

An sich bedeutet das, dass Bupropion + Amisulprid eher eine riskante Kombination ist. Da Amisulprid das hemmt(Autorezeptoren) was Bupropion für seinen regulierenden antipsychotischen Effekt benötigt.
 
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