Bupropion 300mg zum Amisulprid

Das betrifft aber nur D2 im PFC, D1 wird vom Ami so gut wie nicht beeinflusst, siehe Amisulpride - Wikipedia , "Pharmacodynamics". Ich habe Amisulprid 200 mg eigtl. als sehr gut wirkendes Mittel kennengelernt, leider entmutigte mich die Ärztin damals, dass ich auf 150 mg runtergegangen wäre, aber gemäß der Wirkung und dem Anteil an den geblockten DA Rezeptoren wäre hier wahrscheinlich auch noch eine gute Wirkung (leide unter prädominanter Negativsymptomatik) dagewesen.
Doch das tut es. Präfrontal, wo ja an sich postsynaptisch D1-Rezeptoren sind, gibt es präsynaptische D2-Autorezeptoren. Also müsste hier Amisulprid deswegen auch leichte präfrontale Effekte haben, da es präsynaptische D2/3-Rezeptoren hemmt und damit die Ausschüttung anregen kann.
Üblicherweise liegen D2/3-Rezeptoren prä- und postsynaptisch ja im Striatum, wobei übliche Antipsychotika nur die postsynaptischen Rezeptoren ansprechen.
Damit gibt Amisulprid mehr Dopamin frei, was hinterher wieder postsynaptisch blockiert wird.

Also, es betrifft das Dopamin im präfrontalen Cortex, da es kein D1- oder D2-Dopamin gibt. D1 sind präfrontal eben die postsynaptischen Rezeptoren, die man möglichst wenig blockieren möchte, und D2-Autorezeptoren sind präfrontal die Autorezeptoren, da es keine D1-Autorezeptoren gibt.
Somit greift Amisulprid auch ins präfrontale Dopamin ein, wobei eher erhöhend.

Für Bupropion ist das ungünstig, weil Bupropion über NET- und DAT-Hemmung das Dopamin im synaptischen Spalt erhöhen und gleichzeitig dort, wo zu viel Dopamin entsteht, die präsynaptischen Autorezeptoren herunterregeln soll, was Amisulprid durch deren Hemmung unterbindet.

An sich bedeutet das, dass Bupropion + Amisulprid eher eine riskante Kombination ist. Da Amisulprid das hemmt(Autorezeptoren) was Bupropion für seinen regulierenden antipsychotischen Effekt benötigt.