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Brauche dringend Rat zu meiner besten Freundin

Ainee

New member
Hallo ihr Lieben…

ich hoffe ihr könnt mir einen Ratschlag geben, denn die Situation zwischen meiner besten Freundin und mir hat sich inzwischen sehr zugespitzt und ist kurz vorm Eskalieren.

Kurz zum Hintergrund: Sie hört seit Dezember letzten Jahres immer wieder Stimmen (die ihrer Teamleuterin und die Stimme ihres Abteilungsleiters, von dem sie glaubt, dass sie füreinander bestimmt sind, obwohl sie nie etwas hatten, er verheiratet ist, 2 Kinder hat und gerade mit seiner Frau ein Eigenheim baut). Meine Freundin fühlt sich außerdem in der Arbeit von jedem abgehört und glaubt ihre Teamleiterin will ihr was Böses und ist neidisch auf sie.

Vor ca. 2 Monaten war meine Freubdin bei mir zu Besuch und behauptete ich solle aufhören sie weiter anzulügen denn sie weiß dass ich zu den beiden Personen Kontakt habe. Ich stritt es natürlich ab und sagte ihr, dass ich niemals hinter ihrem Rücken so etwas machen würde.

Als sie dann wieder zu Hause war schrieb sie mir wieder dass sie ihre Teamleiterin und ihren Abteilungsleiter bei mir zu Hause gehört hat als wir in meiner Küche saßen und ich könne das nicht länger abstreiten, denn ich habe sie doch auch gehört. Ich fragte sie wie sie auf so was kommt denn schließlich waren wir zwei ganz alleine und da sagte sie sie haben sich in mein Habdy mit reingeschaltet.

Nun zur aktuellen Lage: Gestern schickte sie mir eine wütende Sprachnachricht dass ich aufhören soll sie für dumm zu verkaufen und ich bin ihre beste Freundin und lüge sie so an. Sie droht mir jetzt damit unsere 30jährige Freundschaft zu beenden wenn ich nicht endlich zugebe, dass ich zu den beiden Personen Kontakt habe. Sie will also von mir ein Geständnis erzwingen und wenn ich es nicht zugebe, habe ich sie verloren.

Ich bin sehr traurig und weiß grad echt nicht was machen soll.

Danke fürs Zuhören!
 
Du kannst nur bei deiner Wahrheit bleiben und diese möglichst unaufgeregt ihr näherbringen. Wenn deine Freundin dann den Kontakt abbricht musst du sie ziehen lassen. Sie wird wieder auf dich zukommen wenn sich dieser irre Knoten gelöst hat. Wannimmer das auch sein wird.
Du könntest ihr dann einen Brief schreiben, in dem du für sie bittest und auch erwähnst dass sie Hilfe braucht. Mehr kannst du glaube ich nicht machen.
 
Das habe ich bereits aber sie ist nicht einsichtig und glaubt nicht dass sie krank ist. Außerdem ist sie total gegen Medikamente!
 
Du kannst nur bei deiner Wahrheit bleiben und diese möglichst unaufgeregt ihr näherbringen. Wenn deine Freundin dann den Kontakt abbricht musst du sie ziehen lassen. Sie wird wieder auf dich zukommen wenn sich dieser irre Knoten gelöst hat. Wannimmer das auch sein wird.
Du könntest ihr dann einen Brief schreiben, in dem du für sie bittest und auch erwähnst dass sie Hilfe braucht. Mehr kannst du glaube ich nicht machen.
Danke für Deine Hilfe. Ich denke ich werde ihr einen Brief schreiben. Weiß nur nicht was ich genau reinschreiben soll.
 
Schreib ihr doch, dass eure Wege sich scheiden, wenn sie keine professionelle Hilfe ersucht, denn sie ist in einem schweren Wahn gefangen der hin bis zur Psychose führen kann.
Auch wenn sie krankheitsuneinsichtig ist wissen viele Betroffene wie beispielsweise hier im Forum, wo das hinführen kann. Psychiatrieaufenthalt nicht ausgeschlossen.
Beschwichtige sie nochmals, dass du nichts mit ihren Kollegen zu tun hast und in keinster Weise Kontakt mit denen pflegst. Wenn sie das weiterhin nicht glaubt, ist sie eine Besessene ihrer Zeit und braucht wie oben schon erwähnt professionelle Hilfe.
 
Hallo ihr Lieben…

ich hoffe ihr könnt mir einen Ratschlag geben, denn die Situation zwischen meiner besten Freundin und mir hat sich inzwischen sehr zugespitzt und ist kurz vorm Eskalieren.

Kurz zum Hintergrund: Sie hört seit Dezember letzten Jahres immer wieder Stimmen (die ihrer Teamleuterin und die Stimme ihres Abteilungsleiters, von dem sie glaubt, dass sie füreinander bestimmt sind, obwohl sie nie etwas hatten, er verheiratet ist, 2 Kinder hat und gerade mit seiner Frau ein Eigenheim baut). Meine Freundin fühlt sich außerdem in der Arbeit von jedem abgehört und glaubt ihre Teamleiterin will ihr was Böses und ist neidisch auf sie.

Vor ca. 2 Monaten war meine Freubdin bei mir zu Besuch und behauptete ich solle aufhören sie weiter anzulügen denn sie weiß dass ich zu den beiden Personen Kontakt habe. Ich stritt es natürlich ab und sagte ihr, dass ich niemals hinter ihrem Rücken so etwas machen würde.

Als sie dann wieder zu Hause war schrieb sie mir wieder dass sie ihre Teamleiterin und ihren Abteilungsleiter bei mir zu Hause gehört hat als wir in meiner Küche saßen und ich könne das nicht länger abstreiten, denn ich habe sie doch auch gehört. Ich fragte sie wie sie auf so was kommt denn schließlich waren wir zwei ganz alleine und da sagte sie sie haben sich in mein Habdy mit reingeschaltet.

Nun zur aktuellen Lage: Gestern schickte sie mir eine wütende Sprachnachricht dass ich aufhören soll sie für dumm zu verkaufen und ich bin ihre beste Freundin und lüge sie so an. Sie droht mir jetzt damit unsere 30jährige Freundschaft zu beenden wenn ich nicht endlich zugebe, dass ich zu den beiden Personen Kontakt habe. Sie will also von mir ein Geständnis erzwingen und wenn ich es nicht zugebe, habe ich sie verloren.

Ich bin sehr traurig und weiß grad echt nicht was machen soll.

Danke fürs Zuhören!
Freundschaften kommen und gehen! Wenn du wirklich so eine gute Freundin bist, besuche die auch im Krankenhaus mach ihr ne Freude mit Schokolade und Sekt was auch immer und warte darauf das sie sich wieder meldet
 
Freundschaften sind wichtig und wertvoll- aber wenn die Entwicklung derart unterschiedlich ist?
Für Dich wäre sicher erstmal wichtig zu schauen, wie weit Du das mitmachen willst.
Ein solch irrationales "Bombardement" kann sehr belastend sein- und Dich auch fertig machen.
Grundsätzlich ist es die Aufgabe Deiner Freundin zu erkennen, dass sie erkrankt ist- Du kannst maximal unterstützen.
Und oft ist es ja erst der Druck und die Distanzierung der Umwelt, was zur Einsicht führt.
Ich würde vielleicht auch dem SPDI kontaktieren- schon um selbst Unterstützung zu erhalten.
 
Ich denke das wichtigste ist dass du auf dein eigenes Wohlbefinden achtest, so das du nicht an der Krankheit deiner Freundin zerbrichst und dich zu sehr reinziehen lässt. Tausche dich mit deinen eigenen Freunden und Verwandten aus und kümmere dich um deinen Alltag, Arbeit und Freizeit.

Darüber hinaus gilt: Deine Freundin ist erwachsen und für ihre mentale Gesundheit und ihren Lebensweg selbst verantwortlich! Natürlich würdest du alles tun um ihr zu helfen, du kannst sie so gut wie möglich begleiten, aber nicht heilen. Deine Freundin braucht dringend ein Gespräch mit einem Psychiater, Medikamente oder vielleicht sogar den Aufenthalt in einer Psychiatrie wie es schon von anderen Forumsteilnehmern gesagt wurde.

Alles was du zur Zeit tun kannst, ist hartnäckig und geduldig zu versuchen die Wahnideen deiner Freundin zu entkräften. Versuche sie zu überzeugen mit einem Arzt zu sprechen und dass sie Hilfe braucht. Sei für sie da, nehme sie ernst und hör ihr zu. Nimm sie in Ihrem Leid an wie sie ist und biete ihr an sie beim Arztbesuch zu begleiten. Sag ihr dass sie dir damit einen großen Gefallen tun würde und appelliere an eure Freundschaft. Wenn Eigen- oder Fremdgefährdung ins Spiel kommt, hol dir Hilfe, notfalls mit 110 oder 112.
 
Was mir noch einfällt, es wurde schon geschrieben. Vielleicht kannst dem sozial psychiatrischem Dienst deine Situation mit ihr schildern, oder dir eine Selbsthilfegruppe für Angehörige anschauen.
 
@Ainee ,
hier beschreibst du ja eine sehr ähnliche Situation, was sich kaum von der jetzigen unterscheidet, mit deiner Freundin.

Hattest du denn irgendeinen Kontakt zu ihren Arbeitskollegen, du scheinst diese ja zu kennen? Vielleicht sind diese ja mit dir in Kontakt getreten oder so etwas oder du stehst quasi dazwischen, siehst wie deine Freundin etwas Krankes im Sinn hat und dass es eher moralisch verwerflich ist, wenn sie diese Familie auseinanderbringt oder dadurch ihren Job verliert.

Lässt sich deine Freundin denn irgendwie behandeln oder war bereits ein oder mehrfach in der Klinik? Nimmt sie die Medikamente ein oder verweigert alles bis sie quasi wieder in der Klinik ist, sodass sich diese Situation/en quasi immer wiederholen?

Im Grunde ist es ganz ohne Medikamente sehr schlecht, aber du solltest vermeiden ihr da etwas aufzwingen zu wollen, da die Medikamente meist sehr unverträglich sind und du damit die Freundschaft eher zerstören würdest, wenn du kein Verständnis aufbringen kannst, dass sie etwa ein Problem mit den fehlenden Medikamenten oder Erkrankungseinsicht bei ihr hast.

Im Grunde können Antipsychotika das Emotionale dämpfen, da sie über emotional wirkt, was in der Erkrankung auftritt, da geraten Gefühle und Misstrauen immer mehr in den Vordergrund, bis man der Realität selbst keinen Glauben mehr schenkt und gar keine logischen Gedanken mehr folgen kann. Die Antipsychotika können das Emotionale wieder zu einem geistig reflektieren, weniger emotionalen Denken bringen und Abstand zu der Situation, in der sie überverliebt, ist quasi wahnhaft an eine Beziehung glaubt die auch völlig unreflektiert sein kann, ohne dass sie die Lebensrealität oder ihren Chef auch nur ansatzweise versteht oder lieben würde, wenn da keine Situationen wären, die sie als bedeutsam sehen würde (überwältige Ideen etc.). Ohne einen Abstand, den man durch Antipsychotika gewinnen kann, lässt sich diesen überwältigen Gefühlen meist kaum sich selbst zu entziehen, es ist wie ein Liebeswahn, also sie sieht nur sich und diese Person, aber blendet alles, was dagegen spricht, konsequent aus oder würde sich gar angegriffen fühlen, weil sie sich eben nur so über emotional kennt und man sich auch erkrankt schwer selbst verleugnen kann, wenn man keine geistige Lebensrealität kennt, wo es ohne diese emotionale Abhängigkeit besser funktioniert.

Womöglich sucht sie da krankhaft nach einem Freund oder Mann und er ist nur die Projektionsfläche wo sie sich einen Traummann vorstellt, ohne die Hintergründe zu kennen, also mehr auf der Basis von sie fantasiert sich jemanden, der er womöglich keineswegs ist, da es zu keiner Beziehung kommen kann, wird sie dann eher zur ausgenutzten Person, die gleichzeitig ihren Job und alles aufs Spiel setzt, wenn das immer schlimmer wird und die Leute sich dann angegriffen fühlen oder keinen Umgang damit finden, da sie eben diese diesen Emotionen völlig ausgesetzt ist.

Du könntest ihr mitteilen, dass es alternative besser verträgliche Behandlungswege wie hier im Forum die Empfehlung gibt, die ihr nach einer Akutbehandlung (die meist grob und erstmal einschränkend ist) helfen würden, wieder viel Lebensqualität zu bekommen und dann auch leichter jemand neues kennenlernen zu können. Die Antipsychotika können ihr helfen, etwas Abstand zu dieser Verliebtheit zu bekommen, um es besser zu reflektieren und damit sie das für sich verarbeiten kann, ob ihre Sehnsüchte da überhaupt wirklich dem entspricht, was sie tatsächlich will. Also ihr liebevoll zeigen das diese Emotionale Fixiertest sie selbst krank macht und diese Liebe ihr nichts Gutes zurückgibt, wenn sie dann davon zusätzlich krank wird und ihre realen Freundschaften aufs Spiel setzt. Ihr vielleicht zeigen, dass in ihrer aktuellen gesundheitlichen Situation eine Beziehung wenig gewinnbringend ist, wenn man dann nur Verletzung erfährt und auf dem "Markt" in so einer Situation kaum eine Chance hat, also sie erstmal an sich selbst denken sollte und dann gute Freundschaften erstmal wichtiger sind und sie dann später auch offen für eine echte Beziehung wäre, die aktuell durch ihren Liebeswahn zusätzlich ausgeschlossen ist, also sie sich damit nur selbst blockiert.
 
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