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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

➝ Grafische Übersicht: Transporter, Rezeptoren & Schizophrenie‑Netzwerk

➝ Die Dopamin‑Regulationshypothese: Schizophrenie als Signal‑Rausch‑Störung

➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Aripiprazol und Amisulprid

Verrückt 64

Well-known member
Hallo, ich nehme jetzt seit 5 Jahren Amisulprid und Aripiprazol und seit etwa einem halben Jahr knirsche ich tagsüber heftig mit den Zähnen und beiße mir dabei oft recht schmerzhaft in die Zunge .Hat jemand Erfahrung damit? Wie kann ich das abstellen
 
Amisulprid und Aripiprazol wirken beide stark auf den D2 Rezeptor, was womöglich ungünstig ist:
Rezeptorbindungsprofile von Antipsychotika
Kombinationstherapie bei der schizophrenen Psychose - arztCME

Vielleicht wäre Quetiapin im Austausch zu Amisulprid oder Aripiprazol geeignet.
Amisulprid Erfahrungen, Erfahrungsberichte – Arznei-News

Grober Nebenwirkungscheck:
Quetiapin+Aripiprazol (5mg kann ausreichen)
Drug Interaction Report: aripiprazole, quetiapine
Kombinationstherapie bei der schizophrenen Psychose - arztCME

Quetiapin+Amisulprid
Drug Interaction Report: amisulpride, quetiapine

Amisulprid+Aripiprazol
Drug Interaction Report: amisulpride, aripiprazole


Fazit bei Polypharmazie:
Kombinationstherapie bei der schizophrenen Psychose - arztCME

Ich finde die Artikel auf der Seite Artzcme.de ganz lesenswert.

Persönlich bin ich kein Befürworter von mehreren Antipsychotika, würde aber zur Kombination Quetiapin (notwendige Wirkdosis) + Aripiprazol (5-10mg möglichst wenig) raten, was so in der Art auf der verlinkten Seite auch angewendet wurde.
 
Aripiprazol eignet sich anscheinend besonders gut zum Kombinieren, wobei 5mg häufig ausreichen und wegen der geringeren Akathisie besser ist.
Vorzugsweise mit Quetiapin oder Olanzapin kombiniert

https://www.my-cme.de/wp-content/uploads/arztcme_schizophrene-psychose_2016.pdf
Partial agonists of dopamine receptors: clinical effects and dopamine receptor interactions in combining aripiprazole with a full antagonist in treating psychosis | BJPsych Advances | Cambridge Core

Aripiprazol kann der durch Risperidon verursachten Hyperprolaktinämie entgegenwirken, ohne die Psychose zu verschlimmern. Es wird gezeigt, dass dies das Ergebnis der Verdrängung des hohen Niveaus der antagonistischen Belegung von Risperidon am hypophysaren D2-Rezeptor (durch seinen Metaboliten Paliperidon) durch den partiellen Agonismus von Aripiprazol ist.

Adjunktives Aripiprazol kann die metabolischen Wirkungen bestimmter anderer Antipsychotika abschwächen, ohne notwendigerweise die antipsychotische Wirksamkeit zu beeinträchtigen. In Anbetracht des Rückfallrisikos wäre es bei der Zugabe von Aripiprazol zu einem anderen Antipsychotikum ratsam, die Dosis des anderen Arzneimittels nicht zu reduzieren, es sei denn, die psychotischen Symptome blieben unter Kontrolle und die Dosis von Aripiprazol wurde stabilisiert.
https://www.clinicaltherapeutics.com/article/S0149-2918(10)00160-8/abstract
Die häufigsten spezifischen antipsychotischen Kombinationen, die bei Kindern und Jugendlichen verschrieben wurden, waren Aripiprazol/Quetiapin (23 % bzw. 17 %), Risperidon/Quetiapin (18 % bzw. 15 %), Aripiprazol/Risperidon (17 % und 11 %), Risperidon/Olanzapin (5 % und 6 %) und Quetiapin/Olanzapin (4 % bzw. 7 %).
Die Kombination von Quetiapin+Aripiprazol kommt gefolgt von Olanzapin+Aripiprazol auch da am häufigsten vor.
Der Gewichtszunahme die Olanzapin und Quetiapin macht, scheint das Aripiprazol entgegenzuwirken:
Ein 50-jähriger Mann mit Schizophrenie wurde über ein Jahr lang täglich mit Olanzapin 20 mg versorgt und hatte einen Body-Mass-Index (BMI) von 32. Aripiprazol wurde hinzugefügt (15 mg täglich). Nach 4 Wochen hatte er 2 kg an Gewicht verloren und es wurde keine Veränderung des psychischen Zustands festgestellt (Henderson Referenz Henderson, Fan und Copeland2009).
 

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