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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Psychose & Schizophrenie - Forum

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Stabilisierung mithilfe von Bupropion

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Antriebslosigkeit

Moriko

Well-known member
Hallo ich nehme mittlerweile 1mg Risperidon und 6mg reagila. Habe starke Denkstörungen und meine Antriebslosigkeit kickt so richtig rein. Bitte sagt mir jemand dass es nicht so bleibt. Ich sitze den ganzen Tag nur dran oder liege dran und leide stark darunter. Ab und an gehe ich mit dem Hund 1e Stunde spazieren. Ich hoffe dass es nicht so bleibt.
 
Negativsymptomatik kann länger dauern. Man hört immer, man soll sich zu Aktivitäten zwingen aber ich bin selber durch Medikamente betroffen und ahne daher wie schwer das ist. Ist toll dass du täglich eine Stunde rausgehst. Was ich mache ist nach Grashalmen greifen. Sobald etwas Lust da ist, nutze ich das für irgendwelche Aktivitäten.
 
Negativsymptomatik kann länger dauern. Man hört immer, man soll sich zu Aktivitäten zwingen aber ich bin selber durch Medikamente betroffen und ahne daher wie schwer das ist. Ist toll dass du täglich eine Stunde rausgehst. Was ich mache ist nach Grashalmen greifen. Sobald etwas Lust da ist, nutze ich das für irgendwelche Aktivitäten.
Dieses zwingen is fast unmöglich... Ich hoffe es geht vorüber und dass unser antrieb wieder kommt!
 
moriko das kommt schon wieder. auch ich habe tage wo gar nichts geht, ich habe jedoch auch gute tage. das ist ok. wie alt bist du wenn ich fragen darf? das spielt auch mit rein.
ich wünsche dir viel glück und man "sieht sich" hier . LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo ich nehme mittlerweile 1mg Risperidon und 6mg reagila. Habe starke Denkstörungen und meine Antriebslosigkeit kickt so richtig rein. Bitte sagt mir jemand dass es nicht so bleibt. Ich sitze den ganzen Tag nur dran oder liege dran und leide stark darunter. Ab und an gehe ich mit dem Hund 1e Stunde spazieren. Ich hoffe dass es nicht so bleibt.
Liebe(r) Moriko,

ich kann dir bestätigen: Es bleibt nicht so! Ja, es sieht danach aus als hätte dich die Negativsymptomatik fest im Griff und das fühlt sich erst mal ziemlich schlecht an, kenn ich auch von mir selbst. Was mir geholfen hat ist, wenn ich schon liege, es zu genießen und mich nicht zu verurteilen. Dein Gehirn braucht nach dem Stress der Psychose viel Zeit zu regenerieren. Ich habe die Erfahrung gemacht: Es ist nicht IMMER schlecht. Manchmal haben wir etwas Spielraum und den gilt es dann zu nutzen. Spaziergänge und heiße Duschen sind gute Ideen um sich besser zu fühlen. Das du mit deinem Hund rausgehst ist ein super Anker für deinen Tag. Genieße das so gut du kannst.

Ich persönlich habe auch immer noch Tage wo ich faulenze und auf der Couch liege, aber die Freude ist zurückgekommen. Ich habe viel Spaß am Schreiben und Comics lesen und Freunde treffen. Gibt es ein Hobby oder einen Sport den du früher gerne gemacht hast und den du reaktivieren könntest?

LG

Niko
 
Hallo ich nehme mittlerweile 1mg Risperidon und 6mg reagila. Habe starke Denkstörungen und meine Antriebslosigkeit kickt so richtig rein. Bitte sagt mir jemand dass es nicht so bleibt. Ich sitze den ganzen Tag nur dran oder liege dran und leide stark darunter. Ab und an gehe ich mit dem Hund 1e Stunde spazieren. Ich hoffe dass es nicht so bleibt.
Reagila kann bei Negativsymptomen etwas helfen, auch wenn alle Antipsychotika da gewisse Schwächen haben.
Risperidon kann geistig sehr einschränken, das war bei mir damals auch kein Leben, selbst wenn man auch mit anderen Antipsychotika erst einmal schauen muss.

Cariprazin (Reagila) ist ja auch ein Partialagonist, wie Aripiprazol etwa. Allein für sich können diese in moderaten Dosierungen durchaus Motivation und Antrieb, verglichen mit Wirkstoffen wie Risperidon, deutlich besser.
Da du aber zwei starke Antipsychotika kombiniert hast, könnte das Risperidon vielleicht später abgesetzt werden und die Welt für dich ganz anders aussehen. Oder anschließend dazu dann Cariprazin auf ca. 4,5 bis 3mg angepasst. Es ist ja auch die Frage, ob du dauerhaft so viel brauchst oder das nur im Rahmen einer Akutbehandlung aufdosiert wurde.

Bupropion ist ein NDRI-Antidepressivum, das bei Motivation, Konzentration und Antrieb sehr hilft und sogar eher antipsychotisch als Addon wirkt. Das vielleicht zum Cariprazin+Risperidon hinzufügen. Besser nur zum Cariprazin, da die Risperidondosis vom Bupropion etwas ansteigen kann und du vermutlich ohne dem Risperidon besser dran bist.
Bupropion kann in dem Fall zum Cariprazin auch ein Wirkverstärker sein. Falls du das umstellst und ausprobierst, wäre deine persönliche Erfahrung fürs Forum sehr wertvoll, da die in größeren Studien dargestellte Evidenzlage aktuell nur klar sagt, dass Bupropion zu keiner Verschlechterung von Positivsymptomen führt, wenn man parallel ein Antipsychotikum einnimmt.
Meine Einschätzung ist, dass Bupropion selbst einen starken Teil der antipsychotischen Wirkung übernimmt, als Addon oder im Rahmen einer Intervalltherapie.

Bupropion wäre im Grunde ideal, aber wenn du überdämpft bist, dann ist es vermutlich auch erst einmal nur leicht spürbar. Es könnte dir auch Helfen wieder auf ein Antipsychotikum zu kommen, falls es dir schwerfällt, ohne weiteres aufs Risperidon zu verzichten.
Dazu gibt es hier im Forum auch aktuelle, sehr positive Erfahrungen mit Bupropion:
Ein Versuch des Absetzens

Ich habs auch und seit ich damals zum Aripiprazol (etwa wie Cariprazin) das Bupropion ergänzt habe, hat sich meine Situation sehr zügig verbessert, wobei ich das Antipsychotikum Aripiprazol da schon recht früh in Intervallform eingenommen habe. Bupropion täglich hat da bei mir Antipsychotikafreie Zeiträume von ca. 3-10 Monaten ermöglicht, sodass ich dann nur 2–3 Wochen das Antipsychotikum in normaler Dosis im Halbjahr benötigt habe.
Heute 10 Jahre gehts bei mir ganz ohne Antipsychotika und bei mir hat sich alles zum Besseren gewendet. Die Erfolge mit Bupropion können schon nach ein paar Wochen deutlich sein, wobei eine parallele oder anschließende Reduktion der Antipsychotika sinnvoll ist.
 
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