Und Maggi woher kennst du dich eigentlich so gut aus bist du selber Patient oder hast du irgendwas studiert würde mich mal interessieren und was für Medis nimmst du ?
Ja, ich bin selbst Patient und mir ging es damals schon recht übel. Hab eine normale Ausbildung und dann ein Technikerstudium machen wollen, aber mit der Psychose konnte ich das vergessen.
Ich nehme Bupropion (300mg morgens, 300mg mittags) und Trazodon (50–100 mg abends). Ansonsten, wenn Schlafstörungen mal schlimmer sind: Trimipramin-Tropfen (hab auch Doxepin-Tropfen und Doxylamintropfen zu Hause).
Zusätzlich grob: Lithium-Orotat (Nahrungsergänzung), B6, B-Komplex, Magnesium, Sulforaphan, auch mal NAC. Zuletzt habe ich auch D-Serin probiert.
Hab das Antipsychotikum Aripiprazol die letzten 10 Jahre nur etwa viertel- bis halbjährlich, so für 1–3 Wochen jeweils, eingenommen. Das Komische bei der Intervalltherapie (mit stabilisierendem Bupropion) war, dass anfangs 6–10 Monate ohne Antipsychotika gerade so funktioniert haben, dann im Jahr 9 das nur noch Absetzphasen von ca. 3 Monaten waren, bis das Antipsychotikum nötig wurde.
Negativsymptom und funktionell ging es mir aber dafür deutlich besser. Also das höhere Grundniveau machte dann auch weniger Spielraum nach oben.
Durch die Ergänzungen wie Vitamin B6, Magnesium und vor allem auch Lithium-Orotat, konnte ich dann den letzten Schritt schaffen und das Antipsychotikum ganz weglassen. Zumindest schaffte es dann mein Körper, diese Stressphasen abzufangen, die sich sonst immer weiter bis zu psychotischen Symptomen und extremer innerer Unruhe gesteigert haben. Bupropion schützt da zwar in den Absetzphasen auch, aber das ist zeitlich limitiert. Die kurzzeitige Antipsychotikaeinnahme schaffte da jeweils den zeitlichen Puffer, wo Bupropion optimal wirkt. Langfristig besserten sich so Negativsymptome und der Verlauf.
Die Zeit und die Ergänzungen werden dazu geführt haben, dass ich es jetzt ohne Antipsychotika schaffe.
Gibt noch Stressphasen, aber durch die Ergänzungen fängt sich das von selbst.
Das mit den Ergänzungen ist trotzdem einiges, also wenn man da überhaupt eine Intervalltherapie mit Aripiprazol hinbekommt und Bupropion täglich (eventuell mit Escitalopram zur Nebenwirkungsprophylaxe), dann ist das schon ein erheblicher Fortschritt.
Einzig bin ich mit meinem Geld in den Intervallphasen weniger achtsam umgegangen, da ich da mir auch viel Absetzdruck gemacht habe und Wahn sich dann eher etwas realistischer ins Manische bewegt hat.
So habe ich im Grunde Aripiprazol für alle Fälle zu Hause herumliegen und sonst Bupropion (NDRI-Antidepressivum) täglich. Ok, aktuell 10mg also gering dosiertes Citalopram (SSRI-Antidepressivum), weil ich durch die hohe Dosis Bupropion zuletzt wieder Miktionsstörungen hatte. Ansonsten im Grunde nur Trazodon (SARI-Antidepressivum).
Im Grunde ist für den Anfang Bupropion ausreichend. Du solltest eben Escitalopram ergänzen, da du dann vermutlich Bupropion erhöhen kannst. NET verkrampft und SERT löst vegetative Verkrampfungen. Also ich gehe davon aus, dass du dann Bupropion auf die 300mg erhöhen kannst.