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Abilify Depotspritze 400 mg

Wie geht es euch mit der Depotspritze so? Ich fühle mich sehr stark sediert, kann mich nicht richtig konzentrieren. Leider werde ich von meinem Arzt nicht ernst genommen mit den starken Nebenwirkungen. Er sagt immer nur: "wollen Sie nochmal eine Manie?". Ich leide sehr stark und würde gerne mal wissen, wie es euch so geht.
 
Hast du damals unter Ziprasidon jemals eine Manie entwickelt?

In deinem Verlauf sehe ich
Code:
https://schizophrenie-forum.com/psychose/beitraege/langzeit-einnahme-abilify.4893/post-59457
Langzeit Einnahme Abilify ,
wo wir gerne weiterdiskutieren können. Es geht ja um eine konkrete Frage, nicht über Depotspritzen allgemein.
 
Ich habe es nicht lange genug bekommen, um das sagen zu können. Mmh, ich wollte eben wissen, wie es den anderen unter der Depotspritze geht. Ob sie auch so stark sediert sind?
 
Ich habe es nicht lange genug bekommen, um das sagen zu können. Mmh, ich wollte eben wissen, wie es den anderen unter der Depotspritze geht. Ob sie auch so stark sediert sind?
Die Depots liegen bei Aripiprazol eher im mittleren und oberen Dosisbereich, von daher wäre für Aripiprazol(Abilify) die kleine 5 mg Tablettendosis vermutlich deutlich weniger sedierend. Vorteil ist, da Aripiprazol bereits in kleinen Dosierungen eine sehr starke Rezeptorblockade an D2 macht und damit häufig schon 5 mg ausreichen, ohne zu sehr andere Rezeptoren welche Sedierung machen anzusprechen.
In der Nebenwirkungstabelle (aktueller Stand 2026) sieht man, dass Aripiprazol bei der Sedierung sogar mit am besten abschneidet, obwohl es trotzdem etwas müde macht und insgesamt abends sehr schlaffördernd ist, trotz morgendlicher Einnahme.
Das bessere Abschneiden erkläre ich mir durch die sehr starke D2 Rezeptorblockade, wobei man da in-Vivo, im sehr hohen, engen Bereich von 85–95 % liegt. Damit müsste die kleinste 5 mg Dosis bei einigen Betroffenen bereits 85 % Rezeptorblockade haben, was die sedierende Rezeptorblockade an H1, M1 und α1 entsprechend gering hält.

Hier finden sich die Rezeptorprofile, wobei die Angaben noch verfeinert werden müssen. Die In-Vivo (im Lebenden) Angabe von D2 ist für die Praxis wichtig, da dieser Rezeptor für die antipsychotische Wirkung besonders wichtig ist.
 
Das ist ja sehr interessant. Aber wie überzeuge ich meinen Arzt auf diese Dosis umzusteigen?
Lass dich doch einfach auf Tabletten umstellen, die sind auch so preislich günstiger und du kannst in Absprache mit dem Arzt das dann auf die für dich passende Dosis reduzieren. Die 10 und 15 mg Aripiprazol-Tabletten müssten teilbar sein, also würde ich dir vorschlagen auf eines der beiden umzustellen und dann schrittweise zu reduzieren. Am Einfachsten wäre 15mg da du diese auch als 3/4 Teil einnehmen könntest und bei Halbierung dann erstmal bei 7,5mg wärst.

Das 400mg Depot müsste 15mg entsprechen. Dann kommst du auf 7,5mg bei einer halben Tablette runter, was von der Wirkung häufig ausreicht.
Beim nächsten oder übernächsten Termin kannst du dann zusätzlich dir 10mg oder 5mg aufschreiben lassen. Bei mir sind etwa die Termine meist so vierteljährlich. So könntest du es dann Timen erst 3/4 Tablette von 15mg

Du kannst normal das Depot verweigern, also dann muss dir dein Arzt normal ein Tablettenmedikament auf Wunsch aufschreiben.

Die Dosisreduktion liegt normal, selbst wenn dein Psychiater Nein sagt, erstmal in deinem Ermessen, ist schließlich deine Gesundheit und dauerhaft zu hohe Dosierungen sollte man kritisch sehen und entspricht auch den Leitlinien für Schizophrenie da entsprechend reduzieren zu können.
3/4 von 15mg wären 11,25mg, dann könntest du ein viertel Jahr später auf 1/2 also 7,5mg reduzieren und dir da die 10mg Tabletten oder 5mg Aripiprazol aufschreiben lassen. Besprechen solltest du deine Absetzschritte und Veränderungen.
Auf 5mg kann die Rezeptorbelegung noch sehr gut sein, was selbst im Akutfall wirksam sein kann.

Von weiteren Dosisreduktionen würde ich dir abraten, da 2,5 mg häufig zu schwach ist, also man da über Monate hinweg schleichend eine Psychose entwickeln kann. Auch 5 mg kann zu wenig sein und sich nach Monaten eine Instabilität einstellen, von daher würde ich das Minimum ein halbes Jahr beibehalten.
Das wäre dann ungefähr 1 Jahr nach erster Dosisreduktion auf 11,5 mg.


Ergänzend:
Wenn du stabil bist, dann wäre später auch die Intervalltherapie von Aripiprazol mit ergänzendem Bupropion eine Überlegung wert. Bevor du also glaubst, 5 mg Aripiprazol weiter absetzen zu müssen, würde ich dir dringend raten, nach dieser Medikamente-Empfehlung dich zu richten und vor der ersten Einnahme von Bupropion TDM (Therapeutisches Drug Monitoring) machen zu lassen, um die Blutspiegelveränderung vom Aripiprazol sichtbar zu machen. Bupropion hemmt CYP2D6, welches ein Enzym ist, was Aripiprazol neben CYP3A4 für die Verstoffwechslung braucht. Damit kann sich der Blutspiegel um ca. 20–40 % steigern, nur haben wir da keine Goldstandard-Studie, also keine eindeutige Datenlage. 40 % Dosisanstieg wäre bei 5 mg Aripiprazol kein Problem, bei 15 mg aber schon. Von daher sollte vorher TDM durch dazugehörige Blutentnahme gemacht werden, damit die jeweiligen Medikamentespiegel bei dir vor Bupropioneinnahme gemessen werden, um anschließend nach der Bupropioneinnahme das etwa zum nächsten vierteljährlichen Termin auf Veränderungen des Aripiprazol-Spiegels oder anderen CYP2D6-Metabolisierer(Wirkstoffe die darüber abgebaut werden).

Bis dahin wäre ja noch Zeit und dann kann/sollte ich dir das genau erklären, da es im Grunde meine Erfahrung ist und bei mir sehr gut funktioniert hat, aber man weitere Eckdaten dabei beachten sollte.
Vor Intervalleinnahme vom Aripiprazol sollte Bupropion auf 300 mg gesteigert werden und im Idealfall auch in diesem Schritt ein SSRI Antidepressivum, idealerweise Citalopram ergänzt werden, wobei sich Escitalopram und Sertralin ebenso eignen sollten. Sertralin wäre etwa bei Herzpatienten etwas besser, da die QT-Verlängerungen milder sind.
Das Citalopram hilft etwa, um einerseits Nebenwirkungen wie Miktionsstörungen (Blasenschwäche) oder mögliche Verstopfungssymptome zu prophylaktisch vermeiden oder dagegenzuwirken, falls diese auftreten.
Dazu kommt, wenn Aripiprazol für etwa ein viertel Jahr abgesetzt wird (durch die konstante tägliche Einnahme von Bupropion erst möglich), dann steigen in dieser ersten Absetzphase Libido und Emotionalität an, was sich durchs SSRI auf eine gewünschte Stärke dämpfen lässt, je nach Dosierung. Emotionalität würde ansonsten eher wahnhaftes begünstigen, wenn man sich immer mehr auf die Gefühle verlässt und das könnte auch ins melancholisch Depressive kippen. Mit Citalopram Dosierungen um 10–40 mg kann man das individuell auf die eigenen Bedürfnisse einstellen, damit weder Libido überschwappt noch Emotionalität, was in diesen ersten Absetzphasen durchs Weglassen vom Aripiprazol ansonsten stark ansteigen kann.

Gleichzeitig rundet ein SSRI Antidepressivum (Citalopram) welches selektiv auf Serotonin wirkt, die Wirkung vom Bupropion NDRI ab, welches auf Noradrenalin und Dopamin im Verhältnis 2:1 wirkt. Beide gleichzeitig genommen können also Nebenwirkungsvorteile haben, aber vieles richtet sich letztendlich nach dem individuellen Bedarf, wobei man später Citalopram reduzieren kann und etwa ganz absetzen oder mit Trazodon SARI ersetzen kann.

Würde jetzt aber den Rahmen sprengen. So wenn du es schaffst erstmal nur das Aripiprazol zu reduzieren, ist das schonmal ein großer Verträglichkeitsgewinn, wobei das eben individuell unterschiedlich ist, also du dann bei 5–10 mg Tagesdosis Aripiprazol liegen kannst. Das als Monotherapie würde erstmal ausreichen.
 
Mit KI im Wesentlichen zusammengefasst und strukturiert:

💊 Umstellung auf Tabletten​

  • Depot (400 mg) entspricht ca. 15 mg Aripiprazol täglich.
  • Vorteil: Tabletten sind günstiger und flexibler dosierbar.
  • Teilbarkeit: 10 mg- und 15 mg-Tabletten können geteilt werden (z. B. 7,5 mg oder 11,25 mg).

📉 Schrittweise Dosisreduktion​

  • Start: 15 mg → 3/4 Tablette = 11,25 mg.
  • Nach ca. 3 Monaten: 1/2 Tablette = 7,5 mg.
  • Später ggf. 10 mg- oder 5 mg-Tabletten ergänzen.
  • Wichtig: Absetzschritte immer mit Arzt besprechen.
  • Warnung: Unter 5 mg steigt Risiko für Instabilität oder Psychose; 2,5 mg meist zu schwach.
  • Empfehlung: Minimum 5 mg mindestens ein halbes Jahr beibehalten.

⚖️ Selbstbestimmung​

  • Depot kann verweigert werden → Arzt muss Tabletten verschreiben.
  • Dosisreduktion liegt letztlich im Ermessen des Patienten, sollte aber kritisch und verantwortungsvoll erfolgen.

🔬 Ergänzende Optionen (bei Stabilität)​

  • Intervalltherapie: Aripiprazol kombiniert mit Bupropion.
  • Wichtig: Vorher Therapeutisches Drug Monitoring (TDM), da Bupropion CYP2D6 hemmt → Aripiprazolspiegel steigt um 20–40 %.
  • SSRI (z. B. Citalopram, Escitalopram, Sertralin): kann emotionales Übersteuern und Libidoanstieg in Absetzphasen dämpfen.
  • Kombination Bupropion + SSRI kann Nebenwirkungen ausgleichen und Wirkung abrunden.

🎯 Kernaussage​

  • Tabletten statt Depot: flexibler, günstiger, besser steuerbar.
  • Schrittweise Reduktion: 15 mg → 11,25 mg → 7,5 mg → ggf. 5 mg, aber nicht darunter.
  • Langfristig: Aripiprazol als Monotherapie bei 5–10 mg oft ausreichend.
  • Optionen: Ergänzend Bupropion + SSRI, aber nur mit TDM und ärztlicher Begleitung.
 
Prägnante Kurzversion mit KI zusammengefasst mit leserfreundlichem Fließtext:

💊 Umstellung auf Tabletten​

  • Depot 400 mg ≈ 15 mg Tabletten täglich
  • Tabletten sind günstiger und flexibler dosierbar
  • 10 mg- und 15 mg-Tabletten teilbar (z. B. 7,5 mg oder 11,25 mg)

📉 Schrittweise Reduktion​

  • Start: 15 mg → 11,25 mg (¾ Tablette)
  • Nach ca. 3 Monaten: 7,5 mg (½ Tablette)
  • Später ggf. 10 mg- oder 5 mg-Tabletten ergänzen
  • Unter 5 mg riskant → Minimum 5 mg mindestens 6 Monate beibehalten

⚖️ Selbstbestimmung​

  • Depot kann verweigert werden → Arzt muss Tabletten verschreiben
  • Dosisreduktion liegt letztlich im Ermessen des Patienten, sollte aber kritisch und verantwortungsvoll erfolgen

🔬 Ergänzende Optionen​

  • Bupropion + Aripiprazol (Intervalltherapie) → nur mit TDM wegen CYP2D6‑Hemmung
  • SSRI (z. B. Citalopram, Escitalopram, Sertralin) → dämpfen emotionale Übersteuerung und Libidoanstieg in Absetzphasen
  • Kombination Bupropion + SSRI kann Nebenwirkungen ausgleichen

🎯 Kernaussage​

  • Tabletten statt Depot = flexibler und besser steuerbar
  • Schrittweise Reduktion bis 5–10 mg → oft ausreichend als Monotherapie
  • Ergänzende Optionen möglich, aber nur mit ärztlicher Begleitung und Monitoring

Wenn du das Depot nicht mehr möchtest, kannst du dich problemlos auf Tabletten umstellen – die sind günstiger und lassen sich flexibler dosieren. Die 10‑mg- und 15‑mg‑Tabletten sind teilbar, sodass du Schritt für Schritt reduzieren kannst. Am einfachsten ist es, mit 15 mg zu starten: drei Viertel entsprechen 11,25 mg, eine halbe Tablette 7,5 mg. Das Depot mit 400 mg entspricht etwa 15 mg täglich, sodass du mit einer halben Tablette schon auf eine deutlich mildere Dosis kommst. Bei den nächsten Terminen kannst du dir zusätzlich 10‑mg- oder 5‑mg‑Tabletten verschreiben lassen, um die Reduktion weiterzuführen.

Die Dosisreduktion liegt letztlich in deinem Ermessen – es ist deine Gesundheit. Dauerhaft zu hohe Dosierungen sollten kritisch gesehen werden, und auch die Leitlinien sehen eine Anpassung vor. Wichtig ist, die Schritte mit deinem Arzt zu besprechen. Unter 5 mg wird es riskant, da die Rezeptorbelegung dann oft nicht mehr ausreicht und sich über Monate eine Psychose entwickeln kann. Deshalb solltest du mindestens ein halbes Jahr bei 5 mg bleiben, bevor du weitergehende Schritte überlegst.

Wenn du stabil bist, könnte später auch eine Intervalltherapie mit Aripiprazol und ergänzendem Bupropion interessant sein. Dabei ist ein Therapeutisches Drug Monitoring wichtig, da Bupropion den Abbau von Aripiprazol beeinflusst und den Spiegel um bis zu 40 % erhöhen kann. Ergänzend kann ein SSRI wie Citalopram oder Escitalopram helfen, emotionale Übersteuerung und Libidoanstieg in Absetzphasen abzufangen. So lassen sich Nebenwirkungen ausgleichen und die Wirkung abrunden.

Für den Anfang reicht es aber völlig, das Aripiprazol schrittweise zu reduzieren – schon das bringt einen großen Verträglichkeitsgewinn. Häufig liegt man dann bei einer stabilen Tagesdosis von 5–10 mg, was als Monotherapie meist ausreicht.

Ergänzend:
In der Broschüre wird die Empfehlung visuell dargestellt und auf das Wesentliche reduziert. Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass zusätzliche Schlaftropfen sinnvoll sein können, da Bupropion in den Intervallphasen von Aripiprazol sonst stark aktivierend wirken und zu ausgeprägter Wachheit führen kann.
 
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