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1. Dopamin‑Rezeptorprofile im Kontext von Neuroinflammation bei Schizophrenie

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  • Dopamin‑Rezeptorprofile im Kontext von Neuroinflammation bei Schizophrenie



    Kurzdefinition​

    Dopamin ist nicht nur ein Neurotransmitter der Motivation und Psychose, sondern wirkt auch als Immunmodulator im Gehirn. Dopaminerge Signalwege interagieren bidirektional mit Mikroglia, Zytokinen und glutamatergen Netzwerken. In der Schizophrenie wird zunehmend angenommen, dass dopaminerge Dysregulation nicht isoliert, sondern als Teil eines neuroinflammatorisch‑netzwerkbasierten Systems entsteht und aufrechterhalten wird SpringerMedizin.de ResearchGate.


    Warum Dopamin neu gedacht werden muss​

    Die klassische Dopaminhypothese erklärt:
    • Positivsymptome (v. a. mesolimbisch)
    Sie erklärt jedoch unzureichend:
    • Negativsymptome
    • kognitive Defizite
    • Stress‑ und Absetz‑Sensitivität
    • Therapieresistenz
    Aktuelle Reviews zeigen, dass neuroinflammatorische Prozesse dopaminerge Signalübertragung modulieren, verstärken oder dämpfen können – abhängig von Region, Rezeptortyp und Aktivierungszustand SpringerMedizin.de Springer.


    Dopamin als Immunmodulator​

    Dopamin wirkt direkt auf Immunzellen:
    • Mikroglia exprimieren Dopamin‑Rezeptoren (v. a. D2‑ähnliche).
    • Dopamin kann Mikroglia‑Aktivierung hemmen oder modulieren.
    • Umgekehrt können proinflammatorische Zytokine die dopaminerge Transmission reduzieren oder dysregulieren ResearchGate.
    Lexikon‑Merksatz:
    Dopamin ist nicht nur Ziel von Entzündung – es ist selbst Teil der Immunregulation.


    Zentrale Dopamin‑Rezeptoren im Überblick​

    RezeptorHauptwirkungNeuroinflammatorischer Bezug
    D2inhibitorischHemmt Mikroglia‑Aktivierung; Ziel der meisten Antipsychotika
    D3limbischStress‑ und emotionssensitiv
    D1exzitatorischKognition, Arbeitsgedächtnis
    D4modulierendInteraktion mit Glutamat

    Regionale Dopamin‑Achsen & Entzündung​

    Mesolimbisch (Positivsymptome)​

    • Entzündung kann dopaminerge Dysbalance verstärken.
    • Stress‑induzierte Zytokine beeinflussen Dopaminfreisetzung.
    • Antipsychotika wirken hier primär symptomdämpfend.

    Mesokortikal (Negativ‑ & kognitive Symptome)​

    • Entzündungsmarker korrelieren mit reduzierter dopaminerger Aktivität.
    • Mikroglia‑Aktivierung kann synaptische Effizienz senken.
    • Erklärt begrenzte Wirksamkeit klassischer D2‑Blockade SpringerMedizin.de Springer.


    Neuroinflammation → Dopamin: Wirkpfade​

    Aktuelle Übersichten beschreiben mehrere Mechanismen:
    • Zytokine beeinflussen Dopamin‑Synthese & -Freisetzung
    • Kynurenin‑Metaboliten modulieren NMDA‑abhängige Dopaminregulation
    • Mikroglia‑Aktivierung verändert Signal‑zu‑Rausch‑Verhältnisse in dopaminergen Netzwerken SpringerMedizin.de Springer


    Dopamin → Neuroinflammation: Rückkopplung​

    • Dopamin kann aktivierte Mikroglia dämpfen.
    • Chronische D2‑Blockade könnte diese immunmodulatorische Wirkung verändern (Hypothese).
    • Dies könnte erklären, warum TSPO‑PET‑Studien teils keine erhöhte Mikroglia‑Aktivität zeigen ResearchGate.


    Antipsychotika im neuroinflammatorischen Kontext​

    Reviews zeigen:
    • Viele Antipsychotika senken proinflammatorische Zytokine.
    • Effekte sind nicht ausschließlich dopaminerg.
    • Metabolische Nebenwirkungen können sekundär Entzündung fördern SpringerMedizin.de.
    Lexikon‑Merksatz:
    Antipsychotika wirken auf Netzwerke, nicht nur auf Rezeptoren.


    Verbindung zu Absetzen (Arbeitsmodell)​

    • Absetzen → Stress‑Achse aktiviert
    • Wegfall dopaminerger & antiinflammatorischer Effekte
    • Reaktivierung primed Mikroglia
    • Dopaminerge Instabilität → Symptome
    Dieses Modell erklärt:
    • verzögerte Absetzreaktionen
    • Stress‑abhängige Rückfälle
    • interindividuelle Unterschiede


    Häufige Missverständnisse​

    • „Dopamin = Ursache“ → zu simpel
    • „Mehr Blockade = besser“ → falsch bei Negativsymptomen
    • „Entzündung ist sekundär“ → zunehmend widerlegt


    Offene Fragen​

    • Welche Dopamin‑Profile sind besonders entzündungsanfällig?
    • Wie unterscheiden sich Subtypen (z. B. TRS)?
    • Welche Rolle spielt funktionelle Selektivität?


    Platzhalter für Erfahrungsintegration​

    • Wirkstoff: D2‑stark vs. partiell
    • Effekt: Antrieb, Klarheit, Stressreaktion
    • Absetzen: zeitlicher Verlauf
    • Trigger: Stress, Schlaf, Infekt


    Quellen​

    • Impact of neuroinflammation on brain glutamate and dopamine signalling in schizophrenia SpringerMedizin.de
    • Dopamine and Neuroinflammation in Schizophrenia – TSPO‑PET Review ResearchGate
    • Cytokine hypothesis & neurotransmitter interaction review Springer

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