Glaube sie hat schon paar Freizeitaktivitäten, Frage ist eher wie man sie an den Schreibtisch oder meinetwegen auch für gemeinnützige Tätigkeiten bekommt.
Ihr solltet wirklich keinen solchen Druck aufbauen. Deine Schwester mag später erkrankt wie du sein und labil, da Frauen ja meist erst etwas später erkranken als Männer.
Solange sie etwas macht, was ihr guttut, ist die Situation doch in Ordnung. Einen Vollzeitjob kann sie so kaum schaffen, das solltet ihr einsehen und sie eher darauf, vorbereiten etwa EM-Rente einzureichen, wenn es finanziell Probleme gibt und sie vorher gearbeitet hat. Oder eben Bürgergeld.
Du gehst da vermutlich wie ich und andere Betroffene sehr von dir selbst aus, nur brauchen viele Erkranke viel Zeit zum heilen und sind dann erstmal kaum überhaupt zu etwas fähig. Auf der Arbeit ist sie ohne Kopf auch kein Gewinn, von daher ist Therapie und Medikamente erstmal wichtig.
Cariprazin (Reagila) kann wie du geschrieben hast gut sein, das ist schonmal deutlich verträglicher als Risperidon und könnte etwas für sie sein:
Nebenwirkungen Antipsychotika 10/25
In der Tabelle kannst du da auch die Verträglichkeit mit Risperidon und anderen Aypischen Wirkstoffen vergleichen, Reagila = Cariprazin. Eventuell siehst du auch für dich andere Möglichkeiten, wenn du doch dich eingeschränkt vom Risperidon fühlen solltest.
Im Grunde gibt es in D das Cariprazin (Reagila) oder Aripiprazol (Abilify), was neuere verträgliche Partialagonsisten sind. Ansonsten wäre auch noch Ziprasidon von den älteren verträglicheren Antagonisten interessant.
Ich kann gut verstehen, dass es für dich auch sehr schwer ist, wenn du auch erkrankt bist, aber geb ihr den Raum den sie braucht.
Hier eine Tabelle, wo du leicht vergleichen kannst. Oben im Link sind die etwas genaueren Werte.
Aripiprazol, Cariprazin, Ziprasidon stehen zur Verfügung von den verträglicheren aktuell.
Brexpiprazol und Lurasidon fehlen noch in der Versorgung, sind in der Tabelle aber aufgeführt.
Bleib dran, dann geht es deiner Schwester sicher auch bald besser, wir können dir hier im Forum helfen, damit dir und ihr die Schritte die es braucht leichter fallen.
Dass du Vollzeit leistest, ist Mega, aber deine Schwester braucht erstmal Stabilität und Klarheit bezüglich ihrer Therapie und finanzielle Sicherheit wäre durch EM-Rente ideal, da sie dann immer noch verkürzt arbeiten kann. Vollzeit ist so gut wie unmöglich, mit der Erkrankung und den Medikamenten, das schaffen die wenigsten auf Dauer.
Druck muss eben weg, weil ansonsten nur mehr Probleme entstehen.