Schizophrenie & Psychose – Forum für evidenzbasierte Hilfe

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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven
➝ Die Dopamin-Regulationshypothese
➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
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Warum ich Schizophrene hasse obwohl ich selber einer bin

Enlightened

Well-known member
Es ist die durchweg vorhandene völlige Gleichgültigkeit gegenüber der Diskriminierung Schizophrener durch Nazis wie ich sie nenne. Jeder Schizophrene hat sie schon erlebt und alle stört es, aber keiner möchte etwas dagegen tun. Als Lösung wird einem geraten die Krankheit zu verheimlichen, aber das klappt zumindest bei schweren Verläufen schlecht bis gar nicht. Irgendetwas muss man ja erzählen warum man z. B. Rentner ist... Allerdings ist eine Krankheit eine Krankheit und Schizophrenie nichts wofür man sich schämen müsste. Wenn man lügen muss, um weniger diskriminiert zu werden, stimmt etwas gewaltig nicht.

Es gibt nichtmal einen Begriff für Menschen, die unsere Krankheit nicht ernst nehmen oder ganz leugnen oder uns pauschal und zu unrecht als wahrscheinliche Mörder verunglimpfen. Etwas für das es keinen Begriff gibt, ist wie etwas, das es gar nicht gibt, aber diese Menschen gibt es und es sind sogar sehr viele. Für den Nazi-Begriff werde ich von allen Seiten kritisiert, aber es wollte oder konnte mir noch keiner einen besseren Begriff nennen.

Wenn ich mit Schizophrenen darüber rede dass hier etwas gemacht werden muss, bekomme ich so tolle Sätze wie "das bringt doch nichts" zu hören. Wenn niemand etwas tut, wird sich nie etwas ändern und es muss sich doch etwas ändern! Anscheinend bin ich ganz allein damit, mich wegen meiner Schizophrenie nicht diskriminieren lassen zu wollen.

Was wir zuerst brauchen: einen oder ein paar wenige Begriffe für Menschen die unsere Krankheit ganz oder teilweise leugnen oder uns wegen angeblicher Gefährlichkeit ausgrenzen. Anforderungen an einen Begriff: Eindeutigkeit (nichts allgemeines wie "Idioten"), Negativität (es muss eindeutig sein dass dieses Verhalten negativ ist). Die Ausländer nennen jeden deutschen Hater "Nazi" und die Schwulen haben "homophob" und wir brauchen auch einen Begriff für unsere Hater. Ohne Wort kein Thema und das ist ein Thema!

Wer alles gelesen hat (oder auch nicht), kann jetzt wieder in die Schizo-Resignation verfallen und "bringt doch eh nichts" vor sich hin jammern. Dafür hasse ich euch!
 
  • unsicher
Reaktionen: DMA
Ich lege Wert auf Inklusion in meine Nachbarschaft und als Kundin. Meine Diagnose trage ich zwar nicht vor mir her, aber ich denke schon, dass ich als psychisch Andere wahrgenommen werde. Da es sich nicht verheimlichen lässt, weiß meine Nachbarschaft auch, dass ich eine Hauswirtschafterin vom Pflegedienst habe und betreutes Wohnen, das mich besucht oder abholt zu Terminen und dass ich von Rente lebe. Es ist hier allerdings eher anonym, so dass es einfach ist, Kontakte zu haben zu Leuten, wo es passt und keine Kontakte zu denen, wo es nicht passt.

Ich lasse mich nicht mehr ausgrenzen, diskriminieren, grenze auch mich selber nicht mehr aus und habe keine Angst mehr vor Kontakten mit Rechten.

Inklusion beruht für mich auf Wechselseitigkeit. Das bedeutet für mich, dass ich dazuzugehören nicht nur von anderen fordere, sondern mich auch einpasse so weit es geht.

Was ich nachvollziehen kann, ist ein gewisser Neid darauf, was ich alles an Hilfen bekomme und die Kritik, dass der Staat die Hilfen für Behinderte zahlt. Dass ich schon irgendwie bevorzugt werde, muss ich zugeben.

Das Gerede der Leute hintenrum nehme ich hin. Alles hat eine Kehrseite.
 
Ich lege Wert auf Inklusion in meine Nachbarschaft und als Kundin. Meine Diagnose trage ich zwar nicht vor mir her, aber ich denke schon, dass ich als psychisch Andere wahrgenommen werde. Da es sich nicht verheimlichen lässt, weiß meine Nachbarschaft auch, dass ich eine Hauswirtschafterin vom Pflegedienst habe und betreutes Wohnen, das mich besucht oder abholt zu Terminen und dass ich von Rente lebe. Es ist hier allerdings eher anonym, so dass es einfach ist, Kontakte zu haben zu Leuten, wo es passt und keine Kontakte zu denen, wo es nicht passt.

Ich lasse mich nicht mehr ausgrenzen, diskriminieren, grenze auch mich selber nicht mehr aus und habe keine Angst mehr vor Kontakten mit Rechten.

Inklusion beruht für mich auf Wechselseitigkeit. Das bedeutet für mich, dass ich dazuzugehören nicht nur von anderen fordere, sondern mich auch einpasse so weit es geht.

Was ich nachvollziehen kann, ist ein gewisser Neid darauf, was ich alles an Hilfen bekomme und die Kritik, dass der Staat die Hilfen für Behinderte zahlt. Dass ich schon irgendwie bevorzugt werde, muss ich zugeben.

Das Gerede der Leute hintenrum nehme ich hin. Alles hat eine Kehrseite.
Also dich stören die Nazis überhaupt nicht...
 
Also dich stören die Nazis überhaupt nicht...
Was soll ich mich dran stören? Bringt nichts. Hauptsache, sie machen mir keinen Ärger, weil sie sich an mir stören. In meinem Stadtviertel hat die AfD vergleichsweise viele Anhänger. Ist sozialer Brennpunkt hier. Ich versuche, positiv einzuwirken, indem ich niemanden ausgrenze.
 
Mir fällt der begriff "Toleranz" ein. Un- oder Nicht-Tolerant.

Ich hab das ja in der Arbeit erfahren. Privat und in der Familie gehts. Dem ist nicht so viel zu deuten, wie viele meinen. Urteile sind wie Sandkörner am Meer. Irgendwie mit den Jahren juckt es nicht mehr so sehr und man trägt dieses Stigma von den intoleranten.
 
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