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Schwerpunkt: Intervalltherapie mit Bupropion

🔗⭐ Medikamente-Orientierung: Kurzfassung

Patientenbasiertes Behandlungskonzept mit kontinuierlichem Bupropion und zeitlich begrenzten antipsychotischen Behandlungsphasen. Die Übersicht beschreibt persönliche Langzeiterfahrungen und die zugrunde liegenden pharmakologischen Überlegungen.


Zur möglichen Vermeidung dopaminerger Supersensitivität
schrieb Prof. Dr. Stephen M. Stahl:

“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
Prof. Dr. Stephen M. Stahl, persönliche Korrespondenz

Vertiefung & Hintergründe:

🔗 Medikamente-Orientierung: Langfassung

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Schwerpunkt: Intervalltherapie mit Bupropion

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Wann habt ihr die Wiedereingliederung in die Arbeit nach der Psychose gestartet?

Maria89

Active member
Hallo,mich würde interessieren wann ihr die Wiedereingliederung nach der Psychose in den Arbeitsmarkt gestartet habt?wie viel Zeit ist da vergangen
 
puh, ich kann meine Belastbarkeit testen. Das kann Jahre dauern je nach dem wie lange du z.B. in einer negativ symptomatik warst. Inzwischen schaffe ich sehr viel.
Xeplion ist super!
 
Man braucht einen sehr starken Willen. Ich kompensiere gerade etwas durch außergewöhnliche Leistungen. Das funktioniert manchmal. Genauso wichtig wie die Medizin halte ich Psychotherapie für wichtig und wirkt unterstützend ein. Denn: Wie du geschrieben hast: Immer auf Höchstleistung funktioniert nichtmal theoredisch.
 
puh, ich kann meine Belastbarkeit testen. Das kann Jahre dauern je nach dem wie lange du z.B. in einer negativ symptomatik warst. Inzwischen schaffe ich sehr viel.
Xeplion ist super!
Ich fand die Wiedereingliederung damals mit Xeplion war Horror. Man muss da schon wegstecken, wenn man sich praktisch wie geistig stark eingeschränkt damit fühlt. Zudem sind diese Depotspritzen überteuern und kosten den Betroffenen andere wichtige Medikamente, für die dann kein Geld da ist. Ein patentiertes Medikament mit einem Wirkstoff von den 80er Jahren, was das 3-Fache eines anderen patentierten Wirkstoffs in Tablettenform kostet.
Wiedereingliederung war bei mir 2012 stundenweise und wenn man einen Beruf hat, wo man viel Motivation braucht und Konzentration, dann hat man keine guten Karten.
Hallo,mich würde interessieren wann ihr die Wiedereingliederung nach der Psychose in den Arbeitsmarkt gestartet habt?wie viel Zeit ist da vergangen
Wenn du auf den Arbeitsmarkt bleiben willst und auch so noch etwas erreichen möchtest, dann empfehle ich dir die Intervalltherapie mit Bupropion:
Kurzfassung
Langfassung (Überarbeitung steht aus)

Damit bekommst du Negativsymptome wirklich in Griff und das ist eines der Hauptbarrieren wieder in den Beruf zu kommen.

Partialagonisten wie Aripiprazol sind auch so etwas deutlich verträglicher, wenn man auf vernünftige Dosierungen 5-7,5mg eingestellt wird.

Da du anscheinend Amisulprid bekommst würde ich von keiner automatischen Kompatibilität mit Bupropion ausgehen, da sind die Erfahrungen zumindest dünn.

Hattest du jemals Aripiprazol mal probiert als Grundmedikation?

Wenn man Akathisie von Aripiprazol hatte, dann kann das an einer Überdosis liegen, weil 10-15mg zwar der mittlere laute Beipack empfohlene Dosis ist, aber man in einen Blockadebereich von 80-90% geht der für Antagonisten absolutes Tabu ist und toxisch.
Das mag in der Akutbehandlung phasenweise Sinn machen, aber striatal D2 Blockaden von 50-70% sind in der Erhaltungstherapie und auch zu Beginn einer Umstellung eine vernünftige Dosis.
Viele die Akathisie bekommen, haben auch funktionellen Vitamin-B6-Mangel was man bei Akathisie auch therapeutisch hochdosiert anwendet.
Vor diesem Hintergrund kann man erstmal schauen, ob Aripiprazol funktioniert da es wegen dem Partialagonismus und schnellen Wirksamkeit besser für die Intervalltherpie mit Bupropion geeignet ist. Aripiprazol also eher 5 bis 7,5mg und wenn es zu schwach wäre dann vielleicht 10mg. Wenn man Bupropion dazugibt sollte man die Aripiprazoldosis auch so halbieren.

Damit @Maria89 wirst du extreme Erfolge haben und ich stehe auch gerne bei Nebenwirkungen in der Umstellung-Phase und danach jederzeit zur Verfügung. In der Kurzfassung oben kann man dieser Therapie zustimmen und auch sich die Zustimmung des Psychiaters einholen, da später zum Bupropion (Hauptwirkstoff NDRI-Antidepressivum zwei weitere Antidepressiva wie Escitalopram (um Nebenwirkungen auszugleichen und um Emotional etwas zu dämpfen, wenn Emotionen stärker zurückkommen) und Trimipramin-Tropfen (für besseren Schlaf) nötig werden können und auch so Intervalleinnahme kein Standard ist. Das Antipsychotikum Aripiprazol braucht es dabei im Idealfall nur selten über 2–4-wöchige Einnahmeintervalle im alle 2-10 Monate. Vor allem dann bessern sich die Negativsymptome messbar, da Bupropion den tonischen Dopaminanstieg durch die Psychose stabilisiert und die Symptomatik erst später bei einem Höheren Grundtones auftritt. Durch die Intervalleinnahme des Antipsychotikums wird der Grundtonus immer wieder nur leicht gesenkt, sodass sich das Gehirn and den höheren Grundtonus gewöhnt. Das wäre dann wie so ein Treppenmodell wo man 3 Stufen hochgeht und durch das Antipsychotika Intervall eine wieder zurücktritt. Dabei eröffnen sich neue Höhen, was sich and den Negativsymptomen direkt bemerkbar macht.

Schritt für Schritt, aber von den üblichen Antagonisten oder auch Partialagonisten braucht man sich keine Wunder zu erhoffen, da diese allgemein den Dopamintonus senken, damit man stabil bleibt, aber das auch Motivationsprobleme erzeugt, die man damit in den Griff bekommt. Wenn du die Möglichkeit hast auf Aripiprazol zu wechseln, dann würde ich das Probieren und den Wirkstoff in geringer Dosis und in Monotherapie erstmal etwas Zeit geben, damit du auch die Vorzüge von Nebenwirkungen und so erkennst.
 
Ich fand die Wiedereingliederung damals mit Xeplion war Horror. Man muss da schon wegstecken, wenn man sich praktisch wie geistig stark eingeschränkt damit fühlt.
Ich glaube das hat mit der persönliches Vergangenheit zu tun. Holst du das nach was du brauchst, funktioniert das Xeplion und damit auch die kognitiven Leistungen wieder.
 
Bingo: Aus ChatGPT:
  • Xeplion: Wenn das Medikament deine psychischen Symptome stabilisiert, kann es dir möglicherweise erleichtern, wieder Kontakte aufzubauen und am Leben teilzunehmen. Es stellt allerdings nicht automatisch versäumte Erfahrungen wieder her, und es garantiert auch keine vollständige Erholung der kognitiven Fähigkeiten.
Das Wichtigste: Du bist nicht automatisch dauerhaft zurückgeblieben, nur weil du bestimmte Erfahrungen später machst als andere. Menschen können auch im Erwachsenenalter noch viel lernen, sich weiterentwickeln und neue Beziehungen aufbauen. Es gibt kein festes Alter, in dem diese Entwicklung abgeschlossen ist.
 
Ich glaube das hat mit der persönliches Vergangenheit zu tun. Holst du das nach was du brauchst, funktioniert das Xeplion und damit auch die kognitiven Leistungen wieder.
Ich hatte Risperidon 2011 und Paliperidon(Xeplion) 2012.
Das es dir kognitiv besser geht, könnte auch am zusätzlichen Aripiprazol liegen, weil der Partialagonismus das Risperidon womöglich verdrängt und du vielleicht damit kognitiv etwas besser funktionierst als ohne.
Andererseits kann es klar an der Vergangenheit liegen und bei mir wurden im Vorfeld hochpotente Antipsychotika zur Akutbehandlung eingesetzt, was vielleicht auch mit reingespielt hat.
Nach der Klinik war ich zumindest am Boden.

Du hast recht, Xeplion ist ja Paliperidon und das ist aufgrund der fehlenden CYP-Wechselwirkungen besser und sicherer als Risperidon zu handhaben.

Das Wichtigste: Du bist nicht automatisch dauerhaft zurückgeblieben, nur weil du bestimmte Erfahrungen später machst als andere. Menschen können auch im Erwachsenenalter noch viel lernen, sich weiterentwickeln und neue Beziehungen aufbauen. Es gibt kein festes Alter, in dem diese Entwicklung abgeschlossen ist.
War bei mir ja auch schlimm und wurde wieder besser, nur bin ich auf 5mg Aripiprazol(Monotherapie) damals umgestiegen und das war ein Himmelweiter Unterschied.
Bei dir kann wie gesagt das zusätzliche Aripiprazol etwas ausmachen

Ok, Maggi, es ist nicht einfach mit Xeplion. Da gebe ich dir recht.
Da ist bei dir Step by Step sicher auch eine Reduktion oder Umstellung drin, muss eben alles wohlüberlegt und abgestimmt sein. Ich verstehe aber, dass es besser als nix ist und auch Xeplion Vorteile hat. Die Frage ist eher wie lange es für einen nützlich ist.

Und Ja, Xeplion holt alle wichtige Erinnerungen wieder hoch. Kann eine Weile Horror sein.
Mein Eindruck war eher umgekehrt, also ich habe eher Informationen aufgesaugt, ohne diese verarbeiten zu können, konnte kaum über meine Diagnose und Probleme sprechen, die ich zu dem Zeitpunkt kaum verstand und ich mit Xeplion in mir zurückgezogener war. Mit Aripiprazol wurde ich aufgeschlossener und war eben allein für sich sehr Nebenwirkungsarm.
Da du ja auch Aripiprazol hast und dazu eine Maximaldosis Xeplion 150mg finde ich deine Medikamenteeinnahme auf Dauer riskant. Ich wurde auch mit 100mg Xeplion von der Klinik entlassen und hab später eine bessere Akutwirkung mit 5mg Aripiprazol gehabt, als ich nach Monaten absetzen von Xeplion vor einen Rückfall stand.
Hast du schonmal Xeplion reduziert?

Bei den Antipsychotika ist häufig weniger mehr. Risiko ist bei dauerhafter Einnahme von hohen Dosierungen die Dopaminerge Supersensitivität. Auf Dauer kann das problematisch sein. Trotzdem hast du im Grunde recht, da Xeplion (Paliperidon) immer noch sinnvoller als Risperidon mit seinen CYP-Wechselwirkungsrisiken ist, selbst wenn diese formal ähnlich wirken.
 
Ich nehme bald nur noch 100mg Amilsulprid ein und sonst nichts mehr aber arbeitsfähig fühle ich mich trotzdem nicht
Hattest du schonmal Aripiprazol? Falls du noch keines hattest, würde ich dir den Tausch auf 5mg (kleinste übliche Tablettendosis) Aripiprazol empfehlen.
Ansonsten kannst du immer noch zum Amisulprid das Bupropion (eventuell + Escitalopram) ergänzen was beides selektive milde Antidepressiva sind die sich ergänzen.
 
Meine Psychiaterin will mir aktuell kein Antidepressiva mehr verschreiben damit ich so wenig wie möglich nehme aber vielleicht Frage ich nochmal danke dir
 
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