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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Von Aripriprazol zu Reagila

mavie

Well-known member
Hallo Zusammen,

mein Mann hatte im Jahr 2018 seine erste Psychose und wurde dann mit Aripriprazol aus der Klinik entlassen. Er hat dann Anfang 2021 die Medikamente (mit seinem Arzt) langsam abgesetzt und das ging auch fast 2 Jahre gut. Ende 2022 die 2. akute Phase. Seitdem war er wieder auf Aripriprazol 10mg eingestellt. Er konnte wieder arbeiten gehen aber er war mit seinem Zustand nicht zufrieden. Anfang des Monats hat er dann mit seinem Arzt abgesprochen, dass er versucht das Medikament zu wechseln. Von Arzt verordnet wurde erst 5mg aripriprazol und 1,5 mg Reagila, in der zweiten Woche sollte er Reagila auf 3 mg erhöhen und in der dritten Woche das aripriprazol nur noch alle zwei Tage nehmen. Und ab der vierten Woche nur noch 3mg Reagila. Er hat mir heute allerdings verkündet, dass er seit Woche 3 nur noch 1,5 mg Reagila nimmt und auch nicht mehr mehr nehmen wird.
Jetzt mache ich mir natürlich Sorgen. Meint ihr 1,5 mg Reagila sind ausreichend? Hat jemand Erfahrungen damit?
Ich danke euch schon mal
Liebe Grüße
Vince
 
Das kann man pauschal nicht sagen, ob es ausreicht. Ist bei jeden unterschiedlich, aber es gibt sicherlich Leute die damit klar kommen. Meine Meinung ist jedoch er sollte erstmal 3 mg nach arztanordnung nehmen, seine psychose ist ja noch relativ frisch. Und wirklich niemals absetzen, wenn das Gehirn einmal zur Psychose neigt, kann es auch nach 10 Jahren wieder passieren. Es gibt keine Garantie.
 
@mavie bezüglich des Cariprazin (Reagila) und der Dosis kann ich dir wenig sagen, auch weil der Wirkstoff relativ neu ist.
Im Internet steht etwas von Anfangsdosis 1,5mg. Normal braucht es nur zur Akutbehandlung höhere Dosierungen und später wird eben nur die Mindestdosis gegeben. Da man 1,5mg Tabletten bekommt, könnte das vielleicht mit 5mg Aripiprazol (Abilify) vergleichbar sein.
Bei mir haben 5mg Aripiprazol auch im Akutfall ausgereicht, wobei die Dosis ja individuell etwas unterschiedlich ist.

Wie findet dein Mann das Reagila im Vergleich zum Aripiprazol??

Die Medikamente-Orientierung hier im Forum wäre auch noch eine Möglichkeit, da damit die Negativsymptome besser behandelt werden können. Hat aber auch Vor- und Nachteile und man muss dabei einiges beachten. Es ist eine neuartige, eher provisorische Therapiemöglichkeit, wie ich es einnehme.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @Denkende
bisher sehr gut! Es gab bisher keine weitere Schübe oder Zwischenfälle. Er verträgt es sehr gut und hat auch keine Nebenwirkungen. Er arbeitet, hat Antrieb, unternimmt gerne was mit seiner Familie. Wir hoffen wirklich nach wie vor, dass es so weiter läuft.
Überlegst du das Medikament zu wechseln?
 
Hallo @Denkende
bisher sehr gut! Es gab bisher keine weitere Schübe oder Zwischenfälle. Er verträgt es sehr gut und hat auch keine Nebenwirkungen. Er arbeitet, hat Antrieb, unternimmt gerne was mit seiner Familie. Wir hoffen wirklich nach wie vor, dass es so weiter läuft.
Überlegst du das Medikament zu wechseln?
Das freut mich zu hören. Ich bekomme 10 mg Abilify, aber leide sehr unter der Negativsymptomatik. Wie ging es deinem Mann mit 10 mg Abilify?
 
Nicht gut… er hat auch sehr unter den Negativeymptomen gelitten. Deshalb hatte er 2020 das erste Mal die Medikamente abgesetzt…
 
@mavie, ist er bei den von dir erwähnten 1,5 mg Reagila (Cariprazin) geblieben? Hat er sonst etwas geändert oder ausprobiert in der Zeit?

bisher sehr gut! Es gab bisher keine weitere Schübe oder Zwischenfälle. Er verträgt es sehr gut und hat auch keine Nebenwirkungen. Er arbeitet, hat Antrieb, unternimmt gerne was mit seiner Familie. Wir hoffen wirklich nach wie vor, dass es so weiter läuft.
Überlegst du das Medikament zu wechseln?

Es gibt eine aktuelle Fassung der Medikamente-Orientierung, was auch bei schwersten Negativsymptomen wirksam ist. Theoretisch sollte das zusätzliche Bupropion (NDRI-Antidepressivum) ebenso mit Cariprazin (statt Aripiprazol) funktionieren.
 
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