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Diese ->medikamentöse Empfehlung hilft gegen die Negativsymptome der Psychose/Schizophrenie und fördert einen positiven Verlauf der Erkrankung. Es ist wesentlich verträglicher, da nur kleine Dosierungen von Antipsychotika eingesetzt werden und die Wirkstoffe gut aufeinander abgestimmt sind.

Unterschied paranoide Schizophrenie und paranoide Persönlichkeitsstörung

Member
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23.05.2021
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Einfach gesagt ist es so, das bei der paranoiden Schizophrenie Negativsymptome auftreten können (nicht müssen). Bei der paranoiden Persönlichkeitsstörung gibt es nie Negativsymptome. Deshalb kann man beide gut voneinander unterscheiden. Wenn jetzt auch die paranoide Schizophrenie keine Negativsymptome zeigt, ist es nicht immer leicht, beides voneinander zu unterscheiden.
 
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25.02.2021
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Schizophrenien sind eigentlich immer durch eine sehr breite Fächerung von Symptomen gekennzeichnet. Bei der paranoiden Schizophrenie sind da wie du sagst noch Negativsymptome, aber auch kognitive Probleme, Halluzinationen und manchmal auch noch starke Denkstörungen. Also es besteht eine breite Beeinträchtigung, bei der das paranoide aber klar im Vordergrund steht.

Bei einer paranoiden Persönlichkeitsstörung ist man einfach extrem Misstrauisch und vermutet schnell, dass andere einemböses wollen. Die gesammte Beeinträchtigung ist aber nicht so gross...andre typisch schizophrene Symptome (wie oben angedeutet) fehlen meistens.
 
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Der Wahn macht auch einen großen Unterschied. Während man bei der Persönlichkeitsstörung "einfach" nur misstrauisch gegen einzelne Menschen oder die Gesellschaft ist, indem man zum Beispiel denkt, dass jeder einen verarschen und ausbeuten will - könnte man bei der Psychose denken, dass es Agenten und die Matrix sind, die einen da ausbeuten möchten. Die ganze Realität wird also anders wahrgenommen.

Man kann ja auch bei einer paranoiden Psychose schöne Wahninhalte haben. Also dass man zum Beispiel denkt, man sei Jesus und wir leben hier im Himmel auf Erden und das wäre ja auch paranoid....Bei der Persönlichkeitsstörung ist das paranoide nur negativ, also mit feindseligen Tendenzen, oder ? Denke mit paranoid ist einfach nur gemeint, dass man alles mögliche auf sich und seine Wahrnehmung bezieht. Aber auch Persönlichkeitsstörungen sind unter Umständen sehr hart und schwer heilbar,
 
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Jemand mit einer paranoiden Psychose hat Angst vor Grenzverletzungen die völlig bizarr und für Außenstehende nicht nachvollziehbar sind, etwa, dass ihn irgendwelche Dämonen nach dem Leben trachten, ihn der Geheimdienst mit dem Tod bedroht, dass man ihn vergiften will oder was weiß ich.

Jemand mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung hat eine Angst vor Herabsetzungen und Einschränkung seiner subjektiven Autonomie. Das ist im Gegensatz zu einer Psychose für Außenstehende zumeist teilweise nachvollziehbar. Solche Ängste haben Gesunde phasenweise auch, aber eben nur phasenweise und nicht so ausgeprägt (das ist der Unterschied zwischen Persönlichkeitsstörung und gesund: die die Ausprägung und das dauernde Anhalten des Symptoms).

Persönlichkeitsstörungen sind im Wesentlichen Beziehungsstörungen die biografisch begründet sind und einen lebenslangen Verlauf zeigen. Psychosen können biografisch begünstigt sein, müssen es aber nicht. Und die haben keinen inhaltichen Zusammenhang zu den begünstigenden Faktoren bzw. es zählt nur nur, dass halt Stress da war, und mehr nicht. Außerdem sind Psychosen überwiegend Anlage-bedingt, was auch statistisch nachgewisen ist, während Persönlichkeitsstörungen überwiegend nicht sind. Da gibt es aber auch Ausnahmen: bzw. ist eine Variante der antisozialen Persönlichkeitsstörung ganz klar epigenetisch bedeingt und eine Variante der Borderline Persönlichkeitsstörung des nicht-impulsiven Typs ist auch größtenteils neurobiologisch definiert.
 
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25.02.2021
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@JanssenVertreter Ich habe mal in meiner Jugend bis ins junge Erwachsenenalter eindeutig die Diagnosekriterien Emotional Instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline Types erfüllt und die Diagnose wurde mir gegeben. Jetzt hingegen habe ich viele Symptome nicht mehr. (latende Suizidalität, extreme Beziehungssuche, Verlassensängste, Aggressionsprobleme usw.)

Mich würde der Bereich mit neurobiologisch schon noch interessieren.

Und eine weitere Frage: gehört deiner Meinung nach ein hypochondrischer Wahn auch zu einer Psychose oder zu normalen Ängste? Hatte den mal für so 6-8 Wochen....habe dann aber nicht auf Zyprexa sondern auf Escitalopram angesprochen. Das war trotzdem der Moment, wo sich auch Fachleute lange nicht sicher waren, ob ich eine Psychose hatte oder nicht...schliesslich haben die gesagt, es sei eine Angststörung. Ich bin mir da aber nicht sicher. Andere relevante Symptome hatte ich nicht, nur sehr starke Hypochondrie und Unruhe.
 
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