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Unglücklich mit Quetiapin retard

Melinda35

New member
Hallo,
mein Name ist Nora und ich nehme seit 14 Jahren Quetiapin retardiert. Also seit dem ich 21 Jahre bin. Ich hatte in dieser Zeit ca 5 Rückfälle. Meistens wenn ich meine Tabletten um 100mg reduziert hatte. (Therapeut war eingeweiht)
Achso nehme täglich 600mg. Ich fühle mich irgendwie übersediert, hab verdauungsprobleme undAntriebslosigkeit. Jeden Abend dieses sedierende Gefühl finde ich auch schrecklich.
Jetzt gab es ja Lieferschwierigkeiten mit Quetiapin retardiert. Und ich sollte auf Aripiprazol umgestellt werden. Wir haben das langsam hoch gefahren und Quetiapin runter, am Anfang ging es mir so gut, ich hatte Antrieb, konnte auf Toilette, hatte weniger Appetit. Doch dann kam irgendwann eine innere Unruhe und Rastlosigkeit die sehr unangenehm war. Und ich bin wieder zu quietiapin zurückgekehrt. Jetzt fühle ich mich wieder antriebslos irgendwie. Und meine große Hoffnung dass sich endlich mal etwas ändert, ist weg. Ich wäre schon glücklich nur 400mg nehmen zu müssen, hatte ich auch schon nur irgendwie hatte ich beim letzten Versuch zu reduzieren von 2 Jahren halt einen bösen Rückfall. Nun meine Fragen: habt ihr ähnliche Erfahrungen wie ich? Könnt ihr mir Vielleicht einen Rat oder Tipps geben? Ich möchte mal wieder Lebensfreude erleben.
Achso habe einen stressigen Job in Schichten bis 23uhr. Also andere Medikamente ausprobieren ist irgendwie schwierig, es war schon anstrengend für mich die Umstellung auf aripiprazol und zurück trotz Arbeit.
Liebe Grüße und danke fürs Antworten.
 
Doch dann kam irgendwann eine innere Unruhe und Rastlosigkeit die sehr unangenehm war. Und ich bin wieder zu quietiapin zurückgekehrt.
Die innere Unruhe nennt sich Akathisie (Sitzunruhe)
Dabei kann hochdosiertes B6 genommen werden, was da sehr gut wirkt.
Dann sollte das mit dem Aripiprazol funktionieren!
  • Vitamin B6 (600-1200 mg/d für ≥5 Tage) weist das beste Risiko-Nutzen-Verhältnis bei der Behandlung von AIA auf. Es hat eine mittlere bis große Effektstärke, weist aber ein gutes Verträglichkeits- und Akzeptanzprofil auf (SMD −0,92).

Das mit dem B6 wäre das Einfachste, da du das Aripiprazol ja so vertragen hast. B6 hilft ganz gut ich habe as auch bezüglich quälender innerer Unruhe in etwas anderen Kontext.

Hier bekommst du B6 100mg günstig

Das kannst oder solltest du natürlich mit deinem Psychiater absprechen, aber müsste funktionieren! Ansonsten passt das Aripiprazol ja.
 
Hier ist auch ein seriöser Artikel (Pharmazeutische Zeitung) dazu.
Ich kann dir zusätzlich Magnesium empfehlen, wobei da eine normale Dosierung von 400mg ausreicht. Hier ein ausführlicher Artikel dazu vom Forum, mit Dosierungen und worauf du achten solltest, insbesondere bei B6.
 
innere Unruhe muss nicht unbedingt RLS sein. Innere Unruhe kann man überall im Körper haben, während Restless leg syndrom nur in den Füßen ist.
 
Vielen lieben Dank für deine Antworten. Ich werde das auf jeden Fall versuchen und mit meiner Ärztin besprechen. Hatte aber auch noch so unscharfes sehen, meinst du das könnte sich mit der Zeit legen?
Ja das sollte es. Vielleicht ein anticholinerger Effekt bei der Umstellung, was eher vom Quetiapin begünstigt werden kann. Manche Nebenwirkungen können da ja auch während der Umstellung vorübergehend additiv auftreten.

Hier ist eine gute Erklärung:
Das verschwommene Sehen kann durchaus als ein Hinweis auf anticholinerge Effekte während der Umstellungsphase interpretiert werden. Quetiapin weist relativ ausgeprägte anticholinerge Eigenschaften auf, die unter anderem zu Nebenwirkungen wie verschwommenem Sehen führen können. Wird nun die Quetiapin-Dosis reduziert und Aripiprazol, das dieser Wirkung weniger zugeneigt ist, eingeführt, kann es vorübergehend zu einem Ungleichgewicht kommen – der Körper muss sich erst neu auf das veränderte Rezeptorprofil einstellen. Dieses Übergangsphänomen sollte sich in der Regel mit der Zeit regulieren.

An sich macht Aripiprazol kaum oder keine anticholinerge Nebenwirkungen, also wird von der Umstellung kommen und nur vorübergehend sein.
Welche Dosis hattest du?
 
Ja das sollte es. Vielleicht ein anticholinerger Effekt bei der Umstellung, was eher vom Quetiapin begünstigt werden kann. Manche Nebenwirkungen können da ja auch während der Umstellung vorübergehend additiv auftreten.

Hier ist eine gute Erklärung:


An sich macht Aripiprazol kaum oder keine anticholinerge Nebenwirkungen, also wird von der Umstellung kommen und nur vorübergehend sein.
Welche Dosis hattest du?

Ich hatte 15mg Aripitrazol und 100mg Quetiapin unretardiert.
Das unretardierte Quetiapin sollte im letzten Schritt auch noch weg.


Ich habe gerade den Beitrag über die Dosierung gelesen, und da stand dass man gegen die Akathasie nur kurzfristig so eine hohe Dosis b6 einnehmen kann.
Aber vielleicht verschwindet sie auch so irgendwann.
 

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Ich hatte 15mg Aripitrazol und 100mg Quetiapin unretardiert.
Das unretardierte Quetiapin sollte im letzten Schritt auch noch weg.
5mg ist die kleinste Tablettendosis, die kann beim Aripiprazol ausreichen. Akathisie tritt bei Aripiprazol eher in den höheren Dosierungen verstärkt auf.

Vitamin B6 wäre trotzdem wichtig, also vielleicht das und 5-10mg Aripiprazol.

Auch wenn 15mg eine Mittlere Dosis ist, viele kommen mit weniger aus.
Die Häufigkeit und Intensität einer Akathisie unter Aripiprazol nimmt im Allgemeinen mit steigender Dosis zu. Das bedeutet, je höher die verabreichte Tagesdosis, desto wahrscheinlicher und stärker können akathisische Symptome wie innere Unruhe und motorisches Rastlosigkeit auftreten.

Dies liegt daran, dass Aripiprazol als partieller Dopamin-D2-Agonist wirkt – seine Wirkung auf diese Rezeptoren wird bei höheren Dosen ausgeprägt. Klinische Beobachtungen und Studien deuten darauf hin, dass insbesondere bei Dosen ab etwa 10–15 mg täglich eine erhöhte Neigung zu akathisischen Symptomen zu beobachten ist. Natürlich spielen individuelle Faktoren eine Rolle, sodass manche Patienten selbst bei niedrigen Dosen empfindlich reagieren, während andere höhere Dosen besser tolerieren.


Ich habe gerade den Beitrag über die Dosierung gelesen, und da stand dass man gegen die Akathasie nur kurzfristig so eine hohe Dosis b6 einnehmen kann.
Aber vielleicht verschwindet sie auch so irgendwann.
Da geht es um Wochen oder Monate, da man bei Dauereinnahme über Monate oder Jahre ab 200mg eine periphere Neuropathie entwickeln kann.
Du kannst dir dazu die Nebenwirkung anschauen, damit du das leichter bei dir erkennst und das B6 in so einen Fall schnell absetzt.
Normal kann man das schon eine Zeitlang (Wochen/Monate) mit 300-1000mg etwa einnehmen. Ich habe das auch schon etwas länger. Wenn du nach 1-2 Monaten dann auf 200mg oder darunter gehst sollte das ja passen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Melinda35 Ich habe auch Jahrelang Quetiapin genommen und bin am Ende auf Reagila gewechselt, weil ich es besser vertragen hatte. Über die einen Dinge wurde ja schon gesprochen, ich würde auch versuchen die Dosis zu reduzieren bei Aripiprazol, vielleicht gehen die Nebenwirkungen dann schon weg.

Zum Thema Verdauungsprobleme gibt es ein paar einfache Methoden, die ich mir angewöhnt habe. Ich habe Rhabarber Saft gekauft, davon ein Drittel oder ne halbe Flasche trinken und es sollte schon reichen. Das ganze geht auch mit Pflaumen Saft (Rhabarber hat weniger Kalorien) Als Alternative oder Kombination (wenns nicht reicht) nutze ich noch Laxoberal gegen Verstopfungen:
Amazon.de

davon ca. 20 tropfen morgens, 20 Tropfen Nachmittags und das Problem sollte gelöst sein.
Ich nutze den Stuhlgang einmal die Woche, das war für mich am Einfachsten und so hab ihc keine Probleme mehr.
 
Ich nehme 300mg Quetiapin retard zur Nacht ein, zusätzlich zu Aripiprazol und Risperdal. Ich kann nicht klagen. Ohne mein Quetiapin wäre ich schlechter dran ^^
 
innere Unruhe muss nicht unbedingt RLS sein. Innere Unruhe kann man überall im Körper haben, während Restless leg syndrom nur in den Füßen ist.
Wir reden hier wohl eher von innerer Unruhe und Akathisie (Sitzunruhe), die durch Medikamente begünstigt wird, was man von RLS (neurologische Störung) etwas abgrenzen muss.
Ich kenne innere Unruhe etwa vom Absetzen der Antipsychotika, wenn das nach der Zeit richtig zu quälender Unruhe wird und ich irgendwann mit Antipsychotika gegensteuern muss. Wenn ich da die letzten paarmal anschließend das Aripiprazol eingenommen habe, dann hat sich diese quälende innere Unruhe in eine Akathisie (Sitzunruhe / Bewegungsdrang) eher auf die Motorik umgewandelt, wo man an RLS denken könnte, also mit dem klassischen Bewegungsdrang herumlaufen zu müssen, was wohl auch mit der starken D2 blockade des Antipsychotikums zusammenhängt. Also, könnte es sein das die innere Unruhe gepaart mit Rezeptorblockierenden Antipsychotika dann zur eher motorischen Akathisie wird.
Unten wird in den Zitaten genauer der Unterschied zwischen Akathisie (medikamentebedingte Nebenwirkung) und RLS (neurologische Störung) geklärt, was man anscheinend sehr leicht verwechseln kann, ich dachte zunächst auch das Akathisie (Sitzunruhe) = RLS ist und innere Unruhe nochmal ein Begleitaspekt ist, vielleicht klärt das auch die Fragestellung, die du aufwirfst @ThomasErtl1993.

Akathisie ist nicht ausschließlich an die Beine gebunden. Obwohl sich die unruhigen Bewegungen oft in den Beinen manifestieren – was sich z. B. als häufiges Trippeln, Gewichtsverlagerungen oder das Unvermögen, still zu sitzen, äußert – berichten viele Patienten von einem allgemeinen Gefühl der inneren Unruhe, das auch Arme, den Rumpf und andere Körperbereiche mit einbezieht 2.

Der Effekt entsteht meist durch medikamentös induzierte Veränderungen in der dopaminergen Signalgebung, was zu einer allgemeinen motorischen Unruhe führt. Deshalb kann Akathisie im Verlauf durchaus als ein Symptom auftreten, das sich über mehrere Körperregionen erstreckt und nicht auf die Beine beschränkt bleibt.

RLS ist etwas anderes als Akathisie trotz Ähnlichkeiten oder Überschneidungen:
Restless Legs Syndrome (RLS) ist eine neurologische Störung, die sich durch einen überwältigenden Bewegungsdrang in den Beinen auszeichnet – häufig begleitet von unangenehmen Empfindungen wie Kribbeln, Ziehen oder Brennen. Die Symptome treten vorwiegend in Ruhephasen auf und verbessern sich typischerweise durch Bewegung. RLS hat oft einen circadianen Charakter, sodass die Beschwerden abends oder nachts besonders stark auftreten.

Akathisie hingegen ist eine medikamenteninduzierte Nebenwirkung, in der Regel bei Antipsychotika oder anderen dopaminerge Beeinflussern. Es äußert sich durch ein subjektives Gefühl innerer Unruhe und führt zu beobachtbaren motorischen Unruhezuständen wie ständiger Bewegungsdrang und dem Unvermögen, still zu sitzen. Obwohl die Beine häufig betroffen sind, ist Akathisie nicht auf sie beschränkt – es kann sich als allgemeine innere Unruhe zeigen, ohne die spezifischen sensorischen Empfindungen, die bei RLS typisch sind. Zudem wird die Unruhe bei Akathisie meist nicht durch Bewegung gelindert.

Zusammengefasst:
  • RLS: Vorwiegend Beinsymptomatik mit unangenehmen sensorischen Empfindungen, die in Ruhe auftreten und durch Bewegung gelindert werden.
  • Akathisie: Allgemeines Unruhegefühl infolge medikamentöser Einflüsse, das zu einem Zwang zur Bewegung führt, aber nicht primär sensorisch geprägt ist.

Hier der Unterschied genauer erklärt, wir reden also eher von durch Medikamente ausgelöster Akathisie als von RLS (neurologisch Störung)
Ja, bei Akathisie hört man häufig den Begriff "Sitzunruhe". Das liegt daran, dass Patienten oft berichten, dass sie sich nicht stillsitzen können, weil das Gefühl innerer Unruhe so stark ausgeprägt ist. Dieses Symptom bezieht sich jedoch nicht ausschließlich auf einen bestimmten Körperbereich – es kann durchaus generalisiert auftreten, wenngleich die Beine oft besonders betroffen sind.

Im Gegensatz dazu wird beim Restless Legs Syndrome (RLS) üblicherweise von "ruhelosen Beinen" gesprochen. Bei RLS stehen primär sensorische Empfindungen wie Kribbeln, Ziehen oder Brennen in den Beinen im Vordergrund, die durch Bewegung gelindert werden. Obwohl beide Zustände gewisse Überschneidungen in der Manifestation (z. B. Bewegungsdrang) haben können, unterscheiden sie sich in ihrer Entstehung und Symptomatik:

  • Akathisie ist meist eine medikamenteninduzierte Nebenwirkung (etwa durch Antipsychotika) und äußert sich als allgemeines Gefühl innerer Unruhe, das oft als "Sitzunruhe" beschrieben wird.
  • RLS ist eine neurologische Störung, bei der die Beschwerden vorwiegend in den Beinen auftreten und sich durch typische sensorische Störungen charakterisieren.

Füßewippen bei RLS und Akathisie:
Tatsächlich können beide Zustände ähnliche Bewegungsphänomene wie Füßewippen auslösen, doch der Kontext und die begleitenden Symptome helfen, sie zu unterscheiden:
  • Akathisie: Dieser Zustand ist eine medikamenteninduzierte motorische Unruhe, bei der Betroffene häufig ein allgemeines Gefühl innerer Unruhe und den Zwang verspüren, sich ständig zu bewegen. Das äußert sich oft als „Sitzunruhe“, wobei die Betroffenen beim Sitzen oder Liegen – beispielsweise im Bett – mit den Füßen wippen können. Bei Akathisie stehen jedoch eher die allgemeine motorische Unruhe und das Unvermögen, still zu sitzen, im Vordergrund, ohne dass spezifisch sensorische Beschwerden im Fokus stehen.
  • Restless Legs Syndrom (RLS): Beim RLS stehen vor allem unangenehme sensorische Empfindungen in den Beinen im Mittelpunkt, die meist in Ruhephasen (z. B. im Bett) auftreten. Um diese unangenehmen Gefühle zu lindern, verspüren Betroffene den Drang, ihre Beine oder Füße zu bewegen – was sich häufig als Füßewippen oder rhythmisches Fidgeting äußert. Das charakteristische Merkmal ist hier also der Zusammenhang mit sensorischen Beschwerden in den unteren Extremitäten.
Zusammengefasst:
  • Füßewippen im Bett kann sowohl bei Akathisie als auch bei RLS auftreten.
  • Bei Akathisie ist es meist ein Teil einer allgemeinen motorischen Unruhe, während beim RLS die Bewegung vor allem als Reaktion auf unangenehme Empfindungen in den Beinen erfolgt.
 
Hi, möchte auch auf Quetiapin 400mg kommen oder Ende April stattdessen auf Aripiprazol eingestellt werden. Merke sehr stark dieses Medi- zur Zeit 600mg. Ich persönlich möchte nicht mehr schlafen und zunehmen, denke den ganzen Tag an nichts anderes dieses Quetiapin zu reduzieren oder zu ändern...
Gruß von Sven
 
Hi, möchte auch auf Quetiapin 400mg kommen oder Ende April stattdessen auf Aripiprazol eingestellt werden. Merke sehr stark dieses Medi- zur Zeit 600mg. Ich persönlich möchte nicht mehr schlafen und zunehmen, denke den ganzen Tag an nichts anderes dieses Quetiapin zu reduzieren oder zu ändern...
Gruß von Sven

Hast du denn auch Quetiapin Retardiert? Oder unretardiert?
 
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