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Trennung

mizi

Member
Mein partner ist an schizophrenie erkrankt und seit 5 Monate haben wir nur hölle zuhause,.Obwohl er auf tabletten eingestellt wurde will er unbedingt das ich mit unserer Tochter ausziehe, was wir auch jetzt machen.
Ist das normal das es ihm egal ist und wie gehe ich damit Um Liebe ihn noch So sehr
 
Da kannst du nicht viel machen. Es tut mir leid für dich. Es ist ja auch nicht klar, ob er es wirklich ist der das will. Oder ob es an der Krankheit liegt. Schade auch für eure Tochter. Vielleicht braucht er nur etwas Zeit für sich und kommt noch einmal auf dich zu. Eine Trennung ist immer bitter. Ich hoffe du hast ein gutes soziales Umfeld um es wenigstens etwas aufzufangen.
 
Ich fand es in der Psychose leider auch normal, ganz auszuziehen und sie war mir egal. Es liegt an der Krankheit, dass er das so will.
Ich kenne aber keinen Weg, das zu ändern. Auch bei mir half die Medikation nicht, zurück zu finden.
Dass ich das heute bereue, liegt nicht an den Medikamenten - da ist wohl eine gewisse Heilung eingetreten. Wunder bewirken sie nämlich nicht.
Ich wünsche dir, dass Du schnell mit dieser Situation zurecht kommst.
 
Ja das ist Mir klar aber das ihm das auch egal ist das sein Kind weg ist. Es tut mir sehr leid für ihn aber so wie er Mit mir umgeht das funktionieren leider nicht. Ich hoffe auf Wunder da ich den Menschen so sehr liebe aber seit 8 Jahren kann man Mal nicht mehr
 
Mein partner ist an schizophrenie erkrankt und seit 5 Monate haben wir nur hölle zuhause,.Obwohl er auf tabletten eingestellt wurde will er unbedingt das ich mit unserer Tochter ausziehe, was wir auch jetzt machen.
Ist das normal das es ihm egal ist und wie gehe ich damit Um Liebe ihn noch So sehr
Zeig ihm bitte das hier:
Medikamentöse Orientierung bei Psychose – Schizophrenie (Langfassung)

Hier ist die Broschüre - Kurzfassung:
https://schizophrenie-forum.com/psy...ltherapie_nebenwirkungsprofile_2026-pdf.2450/
Medikamentöse Orientierung bei Psychose – Schizophrenie (Langfassung) (Druckansicht der Langfassung)

Auf der 2. Seite der Kurzfassung findet ihr eine Nebenwirkungstabelle um überhaupt zu schauen welches Antipsychotikum er nimmt und welche Nebenwirkungen durt auftreten. Kennst du den Wirkstoff bzw. seinen Medikamenteplan?
Vermutlich will er absetzen und will euch schützen falls er durchdreht?

Die Broschüre kommt mit sehr wenig Antipsychotika aus und hilft Unruhe und Reizbarkeit in den Absetzphase zu reduzieren.

Übliche Absetzversuche sind meist zum scheitern verurteilt. Das ist im Grunde wie ein phasenweise Abesetzversuch, aber durch das kontinuierliche Bupropion bleibt man einige Zeit länger stabil und viele Probleme lösen sich. In dem Fall eignet sich Aripiprazol als Antipsychotikum da es gut verträglich ist und im Akutfall auch sehr zeitnah wirkt.
Das wären dann im Idealfall um die 2-3 Wochen Antipsychotikaeinnahme am Stück und das im viertel oder halbjahr. Nach individuellen Stress und sobald Schlafstörungen oder Frühwarnsymptome auftreten.


Ja das ist Mir klar aber das ihm das auch egal ist das sein Kind weg ist. Es tut mir sehr leid für ihn aber so wie er Mit mir umgeht das funktionieren leider nicht. Ich hoffe auf Wunder da ich den Menschen so sehr liebe aber seit 8 Jahren kann man Mal nicht mehr
Psychose ist extremer Stress. Bitte druck die Kurzbroschüre oben aus und versuch ihn dazu zu überreden mit seinem Arzt darüber zu sprechen, damit er die nötigen Medikamente bekommt. Damit kann er auf längerer Sicht ganz gesund werden, nur ist das eben keine evidenzbasierte Standardtherapie. Man muss da schon aktiv mit dem Psychiater sprechen.
Absetzversuche gehen fasst immer schief, was er vermutlich in den 8 Jahren auch schon häufig probiert hat.
Das oben ist eine Intervalltherpie bei welcher alle 2-8 Monate nur 2-3 Wochen am Stück Aripiprazol (gut vertägliches aber schnell wirksames Antipsychotikum) in kleiner Dosis benötigt wird.
Wichtig ist das kontinuierliche Bupropion welches ein atypisches Antidepressivum ist (NDRI). Das gibt dann in den Absetzphasen längere Zeit stabilität, so das Stress durch mehr Motivation und Aktivität abgebaut wird.
 
Hallo Mizi,

ich bin aktuell in der gleichen Situation. Mein Mann ist seit fast 2 Monaten in der Klinik. Entlassung steht an und er schaut nach einer Wohnung. Wir sind seit 16 Jahren zusammen und haben einen gemeinsamen Sohn. Um ehrlich zu sein, weiß ich im Moment eigentlich nicht, was ich will. So wie es das letzte dreiviertel Jahr war, kann es nicht weiter gehen. Er bekommt auch Medis, erkenne ihn trotzdem nicht wieder. Er ist ruhiger, aber auch distanzierter bzw. kalt geworden. Mich macht es auch unfassbar traurig und ich kann es nicht verstehen, dass er es einfach aufgegeben hat was wir hatten. Wenn du magst, kannst du mich gerne anschreiben und wir tauschen uns aus. LG
 
Hi @Mondenkind ,
war dein Mann dann schon vor den 2 Monaten erkankt? Wie alt ist er jetzt?
Gut 2 Monate Klinik als Entscheidung für eine Trennung zu nehmen fände ich etwas krass?

Das ruhige, distanzierte und kalte kommt von den Medikamenten, viele setzen diese direkt nach der Klinik ab, dann kommt eben andere Extrem wieder zu tragen. Kennst du zufällig die Wirkstoffe oder den Namen seiner Medikamente? Bekommt er Tabletten oder eine Depotspritze?

Ich kann wirklich nur raten wenn er die Antipsychotika wieder absetzen will oder langfristig davon wegkommen dann hilft diese Therapiemöglichkeit welche ich selbst erarbeitet haben, im Leidenschaftlichen Sinne:
https://schizophrenie-forum.com/psy...ltherapie_nebenwirkungsprofile_2026-pdf.2450/

Bupropion (NDRI Antidepressivum) ist wichtig in den Absetzphasen, nur braucht es gelegentlich trotzdem noch Antipsychotika gelegentlich was aber schon extreme linderung dieser Problematiken die du beschreibst bedeutet.
Antrieb, Motivation wird viel besser. Alles andere in der Broschüre:
https://schizophrenie-forum.com/psy...ltherapie_nebenwirkungsprofile_2026-pdf.2450/

Die weiter oben verlinkte Langfassung ist eine didiktatische Arbeit die auch helfen kann wenn man mit dem Arzt darüber spricht. Ich habe da Zuspruch von Prof. Stephen M. Stahl bekommen
"It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity."

Ich bin seit 2011 erkrankt und etwa vor 10 Jahren habe ich mit dem zusätzlichen Bupropion erste richtige Erfolge gemerkt. Hab zuvor auch andere Antidepressiva getestet. Die Broschüre ist eine praxisnahe Ausarbeitung, die natürlich individuell und im laufe der Behandlung sich verändert. Da ist eher Medikamentös etwas flexibiliätt gefragt wobei Bupropion durchgängig eingenommen wird was Antrieb, Motivation, Konzentration zurückgibt, gleichzeitig lindert es Reizbarkeitssymptome und Unruhe, da man nach absetzen der Antipsychotika normal immer unruhiger bis zum nächsten Akutzustand wird. Bupropion verzögert das um Monate, sodass dann in der Zeit Besserung eintreten kann und hinterher 2-3 Wochen Antipsychotikum(Aripiprazol in dem Fall geeignet) ausreichen um die Wirkung der Antidepressiva wieder aufzufrischen.

Antidepressiva werden in diesen Absetzphasen erst wirksam und mit der Zeit unwirksam wenn die Psychose langsam durchkommt. Bupropion wäre das einzige NDRI das in das gewünschte Profil passt und stellt sozusagen die leisen Dopminsignale etwas lauter um es bildlich zu beschreiben, da es Bei Schizophrenie bereiche im Gehirn mit Mangel und mit Überschuss gibt, beide können auf unterschiedliche Art Halluzinationen begünstigen, wobei Mangel eher Negativsymptome sind. Deswegen kann Bupropion in der Form richtig angewendet auch wahre Wunder bewirken, weil das mit den evidenzbasierten Therapiemethoden nix vergleichbares bei Negativsmyptomen gibt und der Langzeitverlauf kann dann auch bis zur Remission gehen. Die Wirkung bei Negativsymptomen kann recht schnell eintreten, Positivsymptome teilweise, bei Positivsymptomen treten die überragende Erfolge im laufe der Jahre und mit zunehmender Stabilisierung auf.
Da kann man schauen ob das auf eigenen Wunsch hin möglich gemacht wird.
 
Hi @Maggi,

ja mein Mann hat die Diagnose schon seit ca. 18 Jahren. Er hat vor ca. 3 bis 4 Jahren die Medikamente abgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt hat er sich schleichend verändert. Wenig geschlafen, Unruhe, teilweise falsche Wahrnehmung von alle. Dingen, sozialer Rückzug, Sammelmanie, Gewichtsabnahme, Alkohol. Es ging eigentlich nur noch um ihn. Aktuell bekommt er Olanzapin 10mg.

Ich finde er ist relativ aktiv, nach meiner Meinung noch zu aktiv. Mit den Medikamenten kenne ich mich nicht aus und überlasse das den Ärzten. Ich vermute, wenn er aus der Klinik ist, dass er wieder Alkohol trinken wird und der Kreislauf von vorne losgeht. Er nimmt die Krankheit nicht an.

Es freut mich, dass du eine gute Lösung für dich gefunden hast und es dir damit gut geht. Nimmst du noch Medis?
 
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