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Spotlight-effekt und innere Anspannung? Habt Ihr das auch?

Voyager34

Member
Wenn ich raus muss habe ich das Gefühl, dass mich jeder anschaut. Hab deswegen wieder angefangen die Medikamente einzunehmen. Gibt es denn keine andere Lösung?
 
Man kann versuchen auf Abstand dazu zu gehen. Überlege mal wie dein Verhältnis zu fremden Menschen ist.(Misstrauen,Ängste..), und dann versuche dir zu sagen dass die meisten Menschen einfach nur in der Gegend rumgucken. Dein Verstand sagt dir das, dass die meisten Menschen dich angucken. Versuche mal zu dem Verstand etwas Abstand zu gewinnen indem man die Gedanken beobachtet. Und dann einfach weiter beobachten was dem Verstand noch so alles einfällt, aber als Beobachter also dass du nicht mit deinem Verstand identifiziert bist.
Ich empfehle dir Eckhart Tolle Videos auf Youtube, der erklärt das ganz toll!
 
Wenn ich raus muss habe ich das Gefühl, dass mich jeder anschaut. Hab deswegen wieder angefangen die Medikamente einzunehmen. Gibt es denn keine andere Lösung?
Im Grunde kann man die Medikamenteneinnahme nur verzögern, ganz verhindern ist schwer.
Die Medikamente-Empfehlung ermöglicht es längere Zeit ca. 3-8 Monate auf das Antipsychotikum zu verzichten, wobei zusätzliche Antidepressiva, vor allem Bupropion durchgehend notwendig sind.
Damit kann man dann wesentlich länger ohne Antipsychotikum stabil sein, wobei das Antipsychotikum trotzdem ab und zu notwendig ist.
Wie nimmst du aktuell deine Medikamente, und was stört dir persönlich an der Einnahme, welchen Wirkstoff und Dosierungen hast du?

Ohne das stabilisierende Bupropion, treten diese Probleme, die du beschreibst, früher auf. Durch das durchgängig eingenommene Bupropion (+andere Antidepressiva) kann die Einnahme vom Antipsychotikum (Aripiprazol) auf je ca. 2-3 Wochen verkürzt werden.
Bei mir funktioniert das sehr gut, wobei sich in den Absetzphasen durch das Bupropion die Negativsymptome und kognitiven Symptome deutlich verbessern, sodass langfristig auch die Psychose insgesamt besser wird und die Lebensqualität enorm zunimmt.

Bupropion reduziert in diesen Absetzphasen des Antipsychotikums auch die Unruhe und Reizbarkeit oder zögert diese Effekte heraus, dass du dann erst verzögert aufs Antipsychotikum zurückgreifen musst.

Ansonsten kann man später oder begleitend auch Nahrungsergänzung wie Vitamin B6 und Magnesium probieren. B6 wirkt an sich gegen medikamentebedingter Akathisie und hilft auch gegen innere Unruhe und Reizbarkeit in den Phasen ohne Antipsychotikum.
 
je nachdem wo ich gerade stehe im leben denk ich auch ich werde angeschaut. man kann dem ja ein bisschen ausweichen..

selbst weggucken ist auch schon ein lösungsansatz. je nach situation.
 
Mir ist ein wenig Abhilfe verschafft durch, wie soll ich sagen, rationalisieren?

Prinzipiell halte ich das für wahrscheinlich, dass es Zeiten gab da war ich auffälliger.
Mir hat jd. den ich noch nicht allzu lange kenne geradheraus gesagt: du wärst mir sofort aufgefallen. Schätze seine Ehrlichkeit.

Abhilfe, indem ich mir sage, ich bin wohl auffälliger in Momenten die eine Ausnahmesituation darstellen.
Mittlerweile schotte ich mich da ein bisschen ab und blicke mich einfach nicht auffällig um.
Gibt ja dieses Gedankenspiel, ist der Ausgang des Experiments davon abhängig ob es beobachtet wird?
Dann rationalisiere ich vor mir, vielleicht ist das auch so ein evolutions- technisches Ding, andere Menschen spüren mehr oder weniger bewusst wenn etwas mit uns nicht stimmt.
Was auch sinnvoll wäre, auch wollen sicher die wenigsten einen deshalb im Voraus mit Vorurteilen abstrafen.

Wie eine Art Spiegelverhalten, wenn man einen schlechten Tag hat scheint es manchmal als wäre die ganze Welt gefärbt.
Da gab es ja hier dies Gedankenspiel, dass wir keine Inseln sind. Spricht mich auf diese Weise, wie ich eben doch mehr oder weniger in beständigem Austausch zu meiner Umgebung zu stehen scheine.
"Man kann nicht nicht kommunizieren", auch wenn ich diesen Satz aus der Kommunikationstheorie mal verfremdet einstreue, weil ich den genauen Kontext nur ahne und gerade nicht im Bilde bin.

Während es sicher eine Zeit gab wo sich der eine oder andere mehr unter mir vorstellen konnte als mir lieb war, sage ich mir dann: was liegt mir daran, wie flüchtig sind solche Eindrücke?
Jeder besonnene Mensch bzw. wer es im Leben zu etwas bringen möchte oder gebracht hat der hört zumindest früh auf sich an nebensächlichen Einzelheiten aufzuhalten, v.a. wenn es darum geht andere schlecht darzustellen.
Wenn das Gegenteil der Fall ist kann das doch im besten Fall zu unserer Verwunderung beitragen.
Wer ein bisschen was vom Leben verstanden hat, bin ich mir sicher, legt sich nicht über uns fest anhand flüchtiger Eindrücke. Und wer das tut, ist vielleicht gar nicht so mein Belang, not my business - not my monkeys, man muss ihnen geben was sie wollen.

Eine humorvolle Anlehnung finde ich in diesem recht bekannten Film mit dem Thema Spotlight-Effekt.
Wie mir den vor Jahren jemand vorgespielt hat 🙈
 
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