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Soll man sich mit der krankheit auseinandersetzen oder lieber nicht

Flemmli

Well-known member
Hallo,

Ich weiß nicht ob das thema hier richtig plaziert ist.
Ich beschäftige mich gerade mit der frage ob man sich mit der krankheit auseinandersetzen soll oder nicht.

Zum einen gibt es den nocebo effekt dh man entwickelt symptome weil das so sein soll.
Zum anderen kann man der krankheit nur entgegenwirken wenn man sie kennt. (Zb frühwarnsymptome)

Man identifiziert sich halt schnell mit der krankheit wenn man sich zu sehr damit beschäftigt.

Vielen dank für eure anregungen
 
Ich bin für einen Mittelweg.
Sich damit beschäftigen, aber nicht zu viel.
Dasselbe mit Nachrichten über das aktuelle Weltgeschehen, finde ich.
Nichts ist Schwarz Weiß. Es gibt so viele Grautöne, und hab gehört, sogar Farben :)
 
Also ich finde es gut sich mit der Erkrankung zu beschäftigen. Es geht ja darum Wissen zusammenzutragen und nicht so sehr sich im Kreis zu drehen. Man sollte schon seine Frühwarnzeichen kennen und aus vergangenen Psychoseerfahrungen lernen. Die Erkenntnis wer man selber ist hängt bei uns eben mit der Erkrankung zusammen. Um auch die Schattenseiten zu sehen müsste man sich eigentlich mit der Krankheit beschäftigen. Genesungsgruppen oder SHGs sind auch sehr hilfreich.
 
Dh ihr meint in einem Rahmen soll man sich mit der Krankheit beschäftigen.
Ich bin glaub ich zu dem ergebnis gekommen mich im zuge einer therapie mit der krankheit zu beschäftigen. Ein therpeut weiß wo das sinnvoll ist und wo nicht. Ich warte aber noch weitere antworten ab.
 
Hallo Flemmli,

ich glaube es ist richtig und wichtig Bescheid zu wissen.
Es ist aber auch wichtig sich nicht über die Krankheit zu definieren genauso auch sich bewusst zu sein, was auf einen zutrifft und was eben nicht.
Psychosen sind bei jedem Menschen anders, so auch die Intensität. Und auch die Auswirkungen auf den Alltag sind grundverschieden.
Aber zu wissen warum das ein oder andere auftritt hat mir sehr geholfen nicht zu viel hinein zu interpretieren oder gar Angst davor zu haben.
Ich hoffe ich konnte dir ein Wenig weiterhelfen.
 
Ich mache es in Dosen. Wenn ich merk es tut mir weh und ich schlittere in Psychose ähnliche Symptome, mach Ichs nicht.

Wenn ich gute Phasen habe beschäftige mich sehr intensiv mit der Krankheit.

Sie es als heisses baden. Ist das Wasser in dem du Badest zu heiss, lass kalt einlaufen und gönn dir damit Ruhe vom Stress.
 
Also ich beschäftige mich schon seit Jahren damit.

Muss sagen das ich auch viel besser mit umgehen kann.

Merke wenns am austicken ist, so das ich dagegenwirken kann, ich hab mir da wie soll ich sagen auch bestimmte taktiken ausgeklügelt.
 
Man sollte sich mit den Wahngeschichten also was man halt alles gesehen oder gehört hat nicht weiter beschäftigen, sondern was dich stresst, was du vermeiden kannst, wie sehen deine Reaktionen aus, wie sehen deine Symtome im Alltag aus usw.
 
Es ist immer gut, ein umfassendes Wissen über Erkrankungen zu besitzen

Ob man sich nun mit den Wahninhalten vergangener Psychosen weiter beschäftigen soll?

Das sollte man, jedoch nur mit einem kurzen Blick darauf, um zu reflektieren und danach einfach vorbeiziehen

Tut man das nicht, so wird die nächste Psychose wohl ähnliche bis selbe Inhalte füllen und man kann nichts daraus mitnehmen
 
Man sollte sich mit den Wahngeschichten also was man halt alles gesehen oder gehört hat nicht weiter beschäftigen
Ab und zu beschäftige ich mich schon auch damit noch.

Weil ichs irgendwie verstehen will, und immerhin hat das ganze mit mir ja auch was gemacht/geändert.

Z.b kann ich nur noch 4H +-30min schlafen seit dem ich mein Grabstein vor mir gesehen hatte.

Also da muss ja irgendwas kaputt gegangen sein, Ärzte wissen ja auch kein Rat mehr.

Die Psyche ist halt ein sehr interessantes und auch komplexes Thema für sich.

Also ich stelle mich dem gegenüber und erzähle auch davon wenn ich gefragt werde, die meisten finden das generell höchst interessant.

Ich nehms auch mit Humor und lache selber drüber, obwohls in der starken akuten Phase de Hölle war.

Aber so kann man das deutlich besser verarbeiten.
 
Mit Verlauf der "Erkrankung" kann sich euer Schlafrhythmus (Zirkadian) soweit verändern, dass es keine 24 Std Regelung, also ein Tag-Nacht-Empfinden mehr zu geben scheint

Man kann also tagelang am Stück wach bleiben

Der Körper sucht sich dennoch eine Erholungsphase

Das kann sich dadurch äußern, dass nach tagelanger Schlaflosigkeit (Insomnie) ein "Absturz" kommen kann, welcher einen den ganzen Tag lang "ausknocken" kann

Es ist nicht absehbar, wann dieser Zeitpunkt kommt

Hin und wieder kann es im Tagesgeschehen auch zum Sekundenschlaf kommen
 
Jeder ist unterschiedlich. Bei manche ist dies besser oder auch nicht. Aber schön dass du auf den Weg der Besserung schon bist. :]
 
Ich habe mich noch nie so gut gefühlt

Ich hoffe einfach, dass ich Menschen aus diesem Leid herausholen kann

Hier wurde etwas falsch verstanden
 
Mir tut es auch gut, mich im Rahmen damit zu beschäftigen. Von Psychoseinhalten , meinen oder denen anderer, halte ich mich jetzt aber fern.
Mir geht es wieder so gut, dass ich mich lieber mit meinen Hobbies und dem normalen Leben beschäftige...

Die Frühsymptomatik werde ich aber immer im Auge behalten.
So fühlt sich das für mich sinnvoll an.
 
Als ich begann mit meiner Krankheit in Selbstanalyse wars halt so das es weh tat. Ich stellte jedoch fest, dass es sich nach einer weile zum gleichen Thema abnutzt und irgendwie zu einem Teil von mir wurde. Dieses Endgefühl, ein Teil werden, dass möglicherweise schwer zu erreichen, schafft ruhe im Geist.

Was wurmt ist einfach Orte oder Menschen denen du in Psychose getroffen hattest und du damit leben musst Ihnen zu begegnen. Selbes mit Orten die du in der Krankheit neu erleben durftest. In meiner Not wusste ich nichts besseres, als das loszulassen, kurz: "Ich denk nicht mehr all zu viel darüber nach".
 
In der Klinik wurde mir von Psychologen damals geraten, dass man ein Experte in der Thematik werden sollte. Ich finde das schon sinnvoll sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen. Mir hat es sehr geholfen über die Psychosen und Symptome anderer Leute zu lesen, da hatte ich dann mehr Einsicht dass meine Wahngedanken nur Fantasie waren an die ich wirklich geglaubt habe. Außerdem bleibt mir sowieso nichts anderes übrig als die Krankheit als Teil von mir zu sehen weil die Symptome zu stark präsent sind
 
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