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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
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Schizoaffektive Störung und Studium

Soha

Member
Hallo,

Ich habe eine schizoaffektive Störung und versuche gerade mein Psychologiestudium zu beenden. Ich hatte ein sehr gutes Abitur (1,5) und habe einen sehr guten Design Bachelorabschluss (1,2) Dann habe ich Psychologie begonnen und war dort in Regelstudienzeit mit einem 1,6er Schnitt. Dann habe ich eine Psychose bekommen im Lernstress und habe danach nur noch zweimal eine 1,7 geschrieben, eine 3 und eine 3,5. Danach hatte ich eine schizoaffektive Manie und musste zwangseingewiesen werden. Danach habe ich mir einen Job gesucht und mein Studium wieder aufgenommen. Jetzt arbeite und studiere ich und habe eine 1,7 in der Statistik Klausur geschrieben. Jetzt beginne ich die Vorbereitung auf die nächste Prüfung aber es läuft aktuell nicht so gut. Auch habe ich 10 Kg zugenommen, seit ich die Medikation(nach letzterem Krankheitsfall) bekomme. Hat jemand Erfahrung mit Studium und Beruf? Ich verdiene aktuell leider nicht so viel und war nach der Manie stark verschuldet, da ich die Kontrolle verloren hatte. Jetzt arbeite ich die Schulden Stück für Stück ab. Würde mich über Kommentare freuen.
VG
Soha
 
Oha da hast du dir ja etwas vorgenommen. Ich könnte mit den medis nicht studieren, selbst arbeiten ist geistig nicht so einfach. Ich bin von sehr guten geistigen Fähigkeiten auf Mittelmäßige geistige Leistung runter. (Ich hab Bio studiert und war auch nicht schlecht) Ein teil meines Abiturs war ich Obdachlos und deshalb nicht so gut wie ich es mir gewünscht hätte. Aber im Studium war eigentlich die meiste Zeit sehr gut. Ich habe während meines Master studiums auch gearbeitet und prompt vom stress eine psychose bekommen.
 
Wow also warst Du beim Abitur obdachlos und hast dann Deinen Master in Bio abgeschlossen? Bist Du fertig geworden mit dem Studium?

VG
Soha
 
Ne hab während des Masters ne Psychose bekommen weil ich angefangen hab zu arbeiten und zusätzlich noch einen Sohn habe. Hab mir etwas viel aufgebürdet. Aber jetzt hab ich einen recht guten Job und hab mir vorgenommen mehr auf mich zu achten.

Viele Grüße!
 
Aber den Bachelor hast Du dann ja schon in der Tasche. Mit Sohn, das klingt nach viel. Gut, dass Du jetzt einen guten Job hast. Nimmst Du denn Medikamente, wenn ich fragen darf?
VG
Soha
 
Ja den Bachelor hab ich. 🙂 ich nehm 20 mg aripripazol zur Zeit. Aber das geht echt auf die denkfähigkeit. Obwohl ich in letzter Zeit echt besserungen merke. Hatte ein paar Vitamin mangel. Bin mir nicht sicher was krankheit und was medis sind und was vitamin b12 und vitamin d mangel ist.
 
Ich habe nicht Studiert, aber meine zweite Ausbildung konnte ich nach der Psychose nicht beenden. Habe es versucht , aber es ging einfach nicht. Derzeit ist meine Konzentration sehr schlecht. Lernen könnte ich nicht.
 
Aripiprazol hatte ich bei dem ersten Krankheitsfall auch kurz bekommen. Danach aber wieder abgesetzt und später habe ich dann ja einen Rückfall bekommen. Von Aripiprazol nimmt man nicht so sehr zu, oder? Ich hatte damals auch noch zeitgleich eine Magersucht. Ich denke mir, ohne Medikation wäre es vermutlich schlimmer und ich bin froh, daß Rückfallrisiko so gut es geht abzumildern. Dafür nehme ich auch Medikamente (ich bekomme eine Spritze) in Kauf. Ich hatte auch erst Bedenken, ob die Medikamente auf die Kognition schlagen. Das tun sie auch ein bisschen, aber das Gehirn schafft das glaube ich. Lernen ist definitiv noch möglich, wenn auch nicht mehr so fantasievoll wie früher. Aber auch mit Medikamenten habe ich ja ein Gehirn wie jeder andere. Das muss irgendwie noch funktionieren. Ich glaube, es gibt Menschen, die haben ohne Medikamente schlechtere Voraussetzungen als viele mit Medikamenten.
 
Bei mir ist auch Hauptsächlich die kreativität betroffen. Aber wird mit der Zeit auch besser. Ich muss bei der Arbeit auch viel lernen und bin nicht so gut wie ich es sein könnte.
 
Auch mit Erkrankung kann man ein Studium meistern. Wichtig ist nur, die Medikamente weiter zu nehmen. Aufkeinenfall absetzen. Jeder Rückfall kann die Kognition beeinträchtigen. Also ich hab eine Bipolare Störung, die sehr ähnlich ist und habe Pflege studiert. Ich kann mittlerweile auch Vollzeit arbeiten, obwohl es mir eine ganze Zeit richtig schlecht ging. Also alles ist möglich. Und gerade mir Psychologie wirst du mehr Empathie für Betroffene haben. Lg
 
Vielen Dank für Deine Antwort. Ich hätte gar nicht erwartet, dass das so schnell geht. Ein Pflegestudium klingt auch sehr spannend. Und Vollzeit arbeiten klingt auch sehr gut. Glückwunsch. Das würde ich auch gerne machen: Studium beenden und vernünftig arbeiten.
 
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