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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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„Neurodivergenz“ – sensible Wahrnehmung

Sonnenrabe

Well-known member
Wurde jemand von euch schonmal gefragt, ob er schizophren ist, weil er anders denkt oder Dinge anders wahrnimmt? Ich bin leider sensibel, was Stress und äußerliche Reize betrifft, und reagiere dann, wenn auch selten, gereizt/aggressiv und verwirrt/hebephren.
 
Bei Reizüberflutung reagiere ich gereizt. Vor allem hier in der Großstadt in der ich lebe, ist das in letzter Zeit öfters der Fall, wenn viele Menschenansammlungen zusammen kommen..
Bin da sehr dünnhäutig geworden.
 
Ich reagiere manchmal verwirrt auf zu viele Menschen. Es ist dann als würde ich etwas dissoziieren.
 
Also ich bin sicher hochsensibel, das ist ein Persönlichkeitsmerkmal, mit dem ich mich schon lange beschäftige .
Schizophren bzw schizo-affektiv bin ich auch sicher, aber alle, mit denen ich zu tun habe, wissen das und kennen auch meine Empfindlichkeiten.
Ich kann nicht lange unter Menschen sein, das schaffe ich nicht mehr gut....
 
Ich habe meine Fähigkeit zurück, bei Reizüberflutung abzuschalten, vor mich hinzustarren und mich in mich selber zurückzuziehen. Nach einer Weile kann ich mich dann wieder öffnen und den Reizen aussetzen.
 
Ich bin höchst wahrscheinlich hochsensibel.

Mein Nervensystem reagiert sehr sensibel.
Wenn ich unter Menschen bin oder fremder Umgebung.. bekomme ich meist einen roten Ausschlag am ganzen Körper und ein Juckreiz.
Und sehr lange halte ich meist es nicht aus und zieh mich zurück.
Fernsehen und Musik hören ist für mich anstrengend geworden. Bekomme nach einer gewissen Zeit Kopfschmerzen. Deswegen vermeide ich das.
 
Ich bin höchst wahrscheinlich hochsensibel.

Mein Nervensystem reagiert sehr sensibel.
Wenn ich unter Menschen bin oder fremder Umgebung.. bekomme ich meist einen roten Ausschlag am ganzen Körper und ein Juckreiz.
Und sehr lange halte ich es nicht aus und zieh mich zurück.
Fernsehen und Musik hören ist für mich anstrengend geworden. Bekomme nach einer gewissen Zeit Kopfschmerzen. Deswegen vermeide ich das.
Hast du Beweisfotos vom Ausschlag? Halluzinationen sind wie starke Konzentrationsstörungen. Man fantasiert sich da vieles zusammen und man kann sich den roten Ausschlag und den Juckreiz auch so einbilden, dass es absolut real ist.

Habe letztens, als ich D-Serin getestet habe, auch sehr realitätsechte Halluzinationen gehabt. Ein Kumpel hatte auf einer Feier ein T-shirt mit großer Schrift:"ich bin Schuld" dran, aber ich hab an den Tag: "ich bin Schwul" gelesen. Mich hat das da schon etwas irritiert, nur dass sich am nächsten Tag dann das erst richtig lesen konnte.

@Unruhe
Wenn, dann solltest du zumindest von der Haut mal beweisende Fotos machen und wenn du am nächsten Tag feststellst, dass es eine Halluzination war hier im Forum das vielleicht mal hereinstellen und zumindest klären, was die Beweisfotos sagen. Da die Beweisfotos kannst du dir mit weniger Stress ansehen wo du auch mal klar bist.
Ich bin höchst wahrscheinlich hochsensibel.

Mein Nervensystem reagiert sehr sensibel.
Wenn ich unter Menschen bin oder fremder Umgebung.. bekomme ich meist einen roten Ausschlag am ganzen Körper und ein Juckreiz.
Und sehr lange halte ich es nicht aus und zieh mich zurück.
Fernsehen und Musik hören ist für mich anstrengend geworden. Bekomme nach einer gewissen Zeit Kopfschmerzen. Deswegen vermeide ich das.
Hochsensibel ist so die Standardausrede für Betroffene ohne Erkrankungseinsicht, und auch wenn ich männlich bin, je instabiler ich werde umso „hochsensibler“ werde ich. Unruhe und anderes nehmen dann eben zu, bis nur noch Antipsychotika das lindern.
Bei mir funktioniert es wegen der Ergänzungen fast ganz ohne Antipsychotika.

Wie häufig nimmst du welche ein und hast du unter Antipsychotika auch diese Probleme mit der Überforderung? Teils machen das Antipsychotika ebenso wie die Erkrankung.

Man kann seiner Wahrnehmung in der Psychose kaum trauen und sieht teilweise nur das, was man in der Fantasie sich bereits einbildet. Das Gehirn füllt eben deine Konzentrationsprobleme mit Fantasie.

Sich überanstrengt fühlen passiert unter Psychose sowie unter Antipsychotika. Seit wann hast du Kopfschmerzen und wie schlimm? Wurde medikamentös etwas geändert?

Bei dir @Unruhe bin ich mir immer unklar, ob und wie viele Antipsychotika und andere Medikamente du einnimmst. Du hast da keinen ehrlichen Umgang und verteufelst manchmal antipsychotische Wirkstoffe und willst dann lieber Lupus oder jetzt hochsensibel als Diagnose haben.
Vielleicht solltest du Schizophrenie mit hochsensibel gleichsetzen, ohne die Diagnose als Abwertung zu sehen, sondern eher als Zeichen, dass du gerade wegen der Schizophrenie etwas Besonderes bist. Auch wenn man sich am Anfang etwas ausgegrenzt und kaum ernst genommen fühlt und Angst vor diesem Stempel hat, so steht die Erkrankung dich weniger im Weg als die Ablehnung dieser Diagnosen.

Vielleicht solltest du dich mal ehrlich machen und deine reale Medikamenteneinnahme aufschreiben, denn dann könnte man sich überlegen, wie du die Phasen ohne Antipsychotika stabilisieren kann und damit du auch selbst verstehst, wann das Hypersensible zu schlimm ist.
Bei der Psychose ohne Antipsychotika, wird das Hochsensible ohne den AP immer extremer. Die AP stumpfen ab, machen gleichgültig, reduzieren Unruhe.
Du müsstest eben die Diagnose erst mal grob annehmen, anstatt alles auf die Entzündung zu schieben und dann mit „hochsensibel“ etwas Besonderes sein zu wollen, obwohl man mit einer Schizophrenie mit gutem Verlauf auch jemand Besonderes sein kann. Wenn man noch sehr erkrankt ist, dann kann man kaum für voll genommen werden. Schizophrenie ist der Stoff, aus dem Filme jeder Art gemacht werden. Das Kreative und Fantasievolle hängt da sehr stark dran.

Wenn du lernen würdest, über deine Medikamente oder fehlende Medikamenteneinnahme zu sprechen, wo dir hier sicher keiner eine Schlinge draus dreht, dann könnte man das bezogen auf deine Erleben reflektieren.

Mach ein Bild von deiner Haut, ohne dich dort vorher zu jucken. Vielleicht hast du auch eine Sonnenallergie oder sonst etwas, aber erstmal muss man klarstellen, was davon real ist.
 
Mit Antipsychotika bzw. während der Einnahme bekommt man ein dickes Fell und das Hochsensible lässt nach.

Ohne Antipsychotika wird man extrem sensibel und Gefühle können das ersetzen, was der Verstand kaum greifen kann. Halluzinationen entsprechen dann auch meist den eigenen Fantasien und die Optiken können 1:1 realitätsnah sein. Man liest, hört oder sieht dann das, was man unterbewusst sich schon gedacht hat, und es kommt zu Bestätigungsfehlern.

Viele setzen die Antipsychotika ab und sind dann eben dauersensibel, bis der große Rückschlag kommt, wenn Stress zunimmt und Schlaf fehlt.

Wenn ich unter Menschen bin oder fremder Umgebung.. bekomme ich meist einen roten Ausschlag am ganzen Körper und ein Juckreiz.
Und sehr lange halte ich es nicht aus und zieh mich zurück.
Es kann auch eine Halluzination sein. Mach mal ein Bild in dieser Situation und schau es dir am nächsten Morgen an. Am besten kein Bild von der Haut, wo du dich gekratzt hast, denn dann wird das auch rot. Vielleicht auch etwas wie Sonnenallergie oder Stressreaktion, wobei du ja kein Blutbild mit allen Vitaminen benötigst, weil du ja magisch zaubern kannst und das auch ohne Laborwerte vom Bauchgefühl her weist.

Fernsehen und Musik hören ist für mich anstrengend geworden. Bekomme nach einer gewissen Zeit Kopfschmerzen. Deswegen vermeide ich das.
Haben andere mit Schizophrenie auch so, und kann auch bei einem guten Verlauf und Wirkstoffen dauern, bis man so etwas im Griff hat. Teils machen Antipsychotika diese Probleme, aber ohne ist das auch so, weil der psychische Stress zunimmt, bis man halbakut vom Film wenig mitbekommt.
 
Mit Antipsychotika bzw. während der Einnahme bekommt man ein dickes Fell und das Hochsensible lässt nach.

Ohne Antipsychotika wird man extrem sensibel und Gefühle können das ersetzen, was der Verstand kaum greifen kann. Halluzinationen entsprechen dann auch meist den eigenen Fantasien und die Optiken können 1:1 realitätsnah sein. Man liest, hört oder sieht dann das, was man unterbewusst sich schon gedacht hat, und es kommt zu Bestätigungsfehlern.

Viele setzen die Antipsychotika ab und sind dann eben dauersensibel, bis der große Rückschlag kommt, wenn Stress zunimmt und Schlaf fehlt.


Es kann auch eine Halluzination sein. Mach mal ein Bild in dieser Situation und schau es dir am nächsten Morgen an. Am besten kein Bild von der Haut, wo du dich gekratzt hast, denn dann wird das auch rot. Vielleicht auch etwas wie Sonnenallergie oder Stressreaktion, wobei du ja kein Blutbild mit allen Vitaminen benötigst, weil du ja magisch zaubern kannst und das auch ohne Laborwerte vom Bauchgefühl her weist.


Haben andere mit Schizophrenie auch so, und kann auch bei einem guten Verlauf und Wirkstoffen dauern, bis man so etwas im Griff hat. Teils machen Antipsychotika diese Probleme, aber ohne ist das auch so, weil der psychische Stress zunimmt, bis man halbakut vom Film wenig mitbekommt.
Ich finde es schade dass du wie immer alles abstreitest.
Du kennst dich Null aus .

Nein, ich kratze mich nicht.
Selbst beim Arzt besuch bekomme ich rote Flecken.

Das ist eine körperliche Reaktion, ich reagiere sehr sensibel auf äußerliche Reize, Stress, laute Musik.
Das ist eine Art Adrenalin Schub.

Dein Müll gehört gelöscht
 
Vielleicht kannst du mal hier im Forum abklären, welche Medikamente du einnimmst und wie häufig du überhaupt Antipsychotika nimmst, bevor du alles aufs Sensibelsein schiebst. Viele deiner Symptome sind ja teilweise auf die Psychose zurückzuführen.
Die Bilder von einer erröteten und normalen Haut als Vergleich würden dir auch helfen, um das dem Hautarzt zeigen zu können.

Wenn es schlimm ist, könnte es auch das Stevens-Johnson-Syndrom sein, was eine schwere Hauterkrankung ist, die bei manchen Medikamenten wie Lamotrigin, vor allem wenn man es zu schnell einschleicht, auftreten kann.
Ohne Bild und wie schlimm es im Vergleich zu "normal" ist, kann das hier im Forum wohl kaum einer bewerten, aber mit diesen Bildern könntest du auch mal die KI füttern oder eine Bildersuche machen.

Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxische epidermale Nekrolyse (TEN) - Erkrankungen der Haut - MSD Manual Profi-Ausgabe
Die Krankheitsbilder treten bei 2–9 von einer Million Menschen auf (1). Inzidenz, Schweregrad oder beides dieser Erkrankungen können bei Empfängern von Knochenmarktransplantaten, bei HIV-Patienten mit Pneumocystis jirovecii-Infektion, bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes und bei Patienten mit anderen chronischen rheumatologischen Erkrankungen höher sein.
Die meisten Fälle von SJS und TEN werden durch Medikamente ausgelöst. Zu den am häufigsten verursachenden Arzneimittel gehören
  • Sulfonamide (z. B. Sulfasalazin)
  • Andere Antibiotika (z. B. Aminopenicilline [in der Regel Ampicillin oder Amoxicillin], Fluorchinolone, Cephalosporine)
  • Antiepileptika (z. B. Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Valproinsäure und ihre Derivate, Lamotrigin)
  • Nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (z. B. Piroxicam, Meloxicam)
  • Antiretrovirale Medikamente (z. B. Nevirapin)
  • Sonstige individuelle Medikamente (z. B. Allopurinol, Chlormezanon)
  • Immun-Checkpoint-Inhibitoren (1)
Fälle, die nicht durch Medikamente verursacht werden, werden zugeschrieben
Bei Kindern mit Stevens-Johnson-Syndrom ist eine Infektion die wahrscheinlichste Ursache, und die meisten dieser Infektionen stehen im Zusammenhang mit M. pneumoniae.

In seltenen Fällen kann keine Ursache ermittelt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt ja genug Menschen die unsensibel sind und es nicht nachvollziehen können, wie es ist hochsensibel zu sein.... Schade

Da kann man nichts machen.
 
@Unruhe,
ich verstehe dich. Hochsensibel ist bei dir, wenn es die Diagnose gäbe, auch eher zutreffend, als wenn man dir auf Verdacht eine Schizophreniediagnose anhängt.
Verständlicherweise willst du kein Stigma, aber gleichzeitig beschreibst du reale Symptome die bei Psychose auftreten.

Alle F20.X sind chronische Schizophreniediagnosen.

Psychose ist der große Überbegriff, der hinter allem F20-F29 Diagnosen steht. Da sind also auch jene Diagnosen dabei, die man bei deinen Symptomen erst einmal stellt. Du müsstest dich da selbst erkundigen, wo man dich aktuell und damals eingeordnet hat?

🎯 1. Warum F06.2 für viele Psychiater schwer zu stellen ist​

  • F06.2 erfordert einen nachweisbaren körperlichen Auslöser
  • Psychiater haben oft keine Laborwerte, keine Rheuma-Befunde, keine Autoimmun-Diagnostik
  • Die Ursache ist oft unklar, besonders am Anfang
  • Deshalb scheuen viele die Diagnose, obwohl sie korrekt wäre
Genau deshalb gibt es Zwischencodes, die NICHT „Schizophrenie“ bedeuten.

🧩 2. Welche Übergangsdiagnosen es im ICD‑10 gibt (ohne F20–F29!)​

A) F23 – Akute vorübergehende psychotische Störung

Das ist die wichtigste Übergangsdiagnose.

Sie bedeutet:
  • keine Schizophrenie
  • keine Chronifizierung
  • Symptome sind akut, vorübergehend, oft stress- oder körperbedingt
  • Ursache noch unklar
Sie wird sehr häufig genutzt, wenn:
  • eine organische Ursache möglich ist
  • aber noch nicht bewiesen
  • und man die Person nicht stigmatisieren will
Für Betroffene ist F23 viel leichter zu akzeptieren.

B) F29 – Nicht näher bezeichnete Psychose

Das ist die „Sicherheitsdiagnose“, wenn:

  • man weiß, es ist eine Psychose
  • aber man weiß NICHT, ob es Schizophrenie, organisch oder stressinduziert ist
Auch das ist keine Schizophrenie.

C) F06.8 – Sonstige psychische Störungen durch körperliche Erkrankung

Wenn man eine körperliche Ursache vermutet, aber noch nicht sicher ist.

Das ist quasi:

„Wir sehen Hinweise auf eine körperliche Ursache, aber wir brauchen noch Diagnostik.“
Auch das ist keine Schizophrenie.


🧠 3. Wann F06.2 (organisch wahnhafte Störung) gestellt wird

Erst wenn klar ist:
  • es gibt eine körperliche Erkrankung (z. B. Rheuma, Autoimmunprozess, SLS)
  • und diese kann die Psychose erklären
Dann lautet die Diagnose:

F06.2 – Organisch wahnhafte (schizophreniforme) Störung

Das ist die korrekteste und entstigmatisierendste Diagnose bei:
  • rheumatisch induzierter Psychose
  • SLS‑bedingter Psychose
  • Autoimmunpsychose
  • entzündungsbedingter Psychose
  • metabolisch ausgelöster Psychose

🧭 4. Wie die diagnostische Reihenfolge in der Praxis aussieht

Psychiater gehen meist so vor:
  1. F23 (akute psychotische Störung)
  2. F29 (unklare Psychose)
  3. F06.8 (Verdacht auf organische Ursache)
  4. F06.2 (bestätigte organische Psychose)
Das ist eine saubere, nicht-stigmatisierende Diagnostik, die Zeit lässt, ohne vorschnell „Schizophrenie“ zu vergeben.


🛡️ 5. Warum das wichtig ist​

Weil:
  • F20 (Schizophrenie) eine lebenslange Diagnose ist
  • F06.2 dagegen voll reversibel sein kann
  • F23 und F29 keine Stigmatisierung bedeuten
  • Betroffene sich in F06‑Diagnosen viel eher wiederfinden
  • man damit die Angst vor „Abstempelung“ massiv reduziert
Viele Menschen wehren sich gegen F20, weil sie Angst vor sozialem Abstieg haben. Mit F23/F29/F06.8/F06.2 nimmt man ihnen diese Angst.

@Unruhe
Du benötigst im Grunde keine Bestätigung, dass du hochsensibel bist. Das sind auch andere Betroffene und Schizophrene ebenso, nur dass man medikamentös teils bewusst etwas abgestumpft wird, was beim Absetzen dann im Übermaß zurückkommt.

Insofern hast du eine sekundäre Psychose, die sich ähnlich wie eine drogeninduzierte Psychose atypisch zeigt, aber trotzdem Überschneidungen mit schizophrenietypischen Symptomen da sind, was es für Ärzte auch schwer machen kann, da es bei dir auch Schizophrenie sein kann. Deswegen F23 oder F29 als korrekte Zwischendiagnosen, womit sich deine sensiblen Symptome dann auch einer Psychose zuordnen, ohne dass es eine chronische Schizophrenie (spezielle Unterform von Psychose) ist.

Man kann dir ansonsten fehlende Krankheitseinsicht unterstellen, was wiederum schizophrenietypisch ist.
Demnach wäre es gut, wenn du zumindest eine F23 oder F29 beim Arztbrief deines Psychiaters hast, damit du das anhand eines Arztbriefes erst einmal prüfst, welchen Diagnosecode du hast. Wir drehen uns sonst im Kreis und mit hochsensibel willst du dann F29 (unklare Psychose) oder F06.8 (Verdacht auf organische Ursache) bekommen, aber das ist selbst mit KI schwer, sich im Diagnose-Dschungel zurechtzufinden und die Hintergründe zu verstehen.

Leider sind die Diagnosen häufig schnell gemacht, aber Betroffene erfahren meist als Letzte, was für eine genaue Diagnose vorliegt. Vielleicht, weil wir Betroffene das wegen der Einschränkungen und ohne genaues Wissen darüber kaum verstehen können.
Bei Betroffenen wie dir wäre eine Klarstellung schon gut, damit du die Psychose als sekundär und behandlungswürdig annimmst, aber keine Schizophrenie dem Gefühl eines Therapiezwangs da ist.

Nur wenn du mit einer unbehandelten F29 durchdrehst und dir oder jemand anderem etwas tust oder ein Unfall passiert, wäre das schlecht. Denn wenn du zu psychotisch bist, dann greifen auch bei organischen Ursachen häufig Antipsychotika, da die Psychose als Sekundärerkrankung eben real ist.

Ich mit paranoider Schizophrenie war in den Absetzphasen ohne Antipsychotikum auch immer hochsensibel und extrem unruhig und hatte praktisch ähnliche Symptome wie du, bis auf dass ich keine Stimmen hatte. Gründe dafür sind sehr breit und man muss jede Baustelle eben beiderseits betrachten, von deiner psychotischen und von deiner rheumatischen Seite.

Psychose komplett zu verleugnen ist eine Therapieflucht und zeugt von fehlender Erkrankungseinsicht. Genau da drehst du dir deinen eigenen Strick, wobei du vielleicht wie andere Patienten keine Antipsychotika möchtest, aber man dir eben keine Zwischenlösungen anbietet und die Behandlung von F29 eben fast wie F20 sein kann.
Das sind Versorgungsprobleme, die ich auch mit der Intervalltherapie und dem Bupropion anspreche. Da dieses Schema "Friss oder stirb“, mit harten Antipsychotika selbst bei Betroffenen ohne echte Schizophrenie ein reales Problem darstellt und deine Angst, dich von Antipsychotika gewissermaßen abhängig zu machen.
Wir haben noch keine so individualisierte Psychiatrie, weil man dort in der Pharmabranche und Medizin auch viele Altlasten bedienen muss. Also bekommst du, wenn es blöd läuft, die Depot-Spritze bei fehlender Einsicht, mit einem unverträglichen Wirkstoff von den 80ern. Weil man ja für solche Altmedikamente hohe Patentpreise bezahlt und sich daran dummverdient. Andere Medikamentehersteller mit Wirkstoffen und Innovationen mit denen du verträglicher und besser dran wärst um es anzunehmen, werden verdrängt.
Du hast gestern geschrieben: "Geld regiert die Welt".
Aber willst du auch, dass du eine abhängigmachende Schrotttherapie bekommst, damit wir hier teils auch in Deutschland ansässige Pharmafirmen durchfüttern, die längst kein echtes Interesse an Heilung mehr haben, weil das Geschäftsmodell ein vollkommen anderes ist?

Kein Wunder, dass sensible Menschen wie du wegrennen, aber den richtig an Schizophrenie Betroffenen geht es eben diesbezüglich noch schlechter.

@Unruhe
Ich wünsche mir sehr, dass du aus deinem manchmal wahnhaften Selbstbestätigungstrip herausfindest, ohne dass für dich alles neu erfunden werden muss, aber du die strukturellen und systemischen Probleme wahrnimmst, welche deinen Fluchtplan ins Hochsensible verständlich und begründbar machen.
Denn was bringt selbst die richtige Diagnose, wenn sich von der Psychotherapie wenig ändert?
Geht aber Schizophrenen teils auch so, da hoch dosierte und dauerhafte Neuroleptika ebenso zu Rückfällen führen und Betroffene, die früh reduzieren, teils die besseren Verläufe haben. Gut, da widersprechen sich die Studien etwas.
 
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