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Nervös und ängstlich

Sven321

Member
Registriert
22 Okt. 2021
Beiträge
57
Hallo Forum,

Habe mich heute einsam gefühlt deswegen habe ich mich heute mit meiner Mutter unterhalten was gut war, doch es war wohl zu lang das gespräch, leider. Danach bin ich nervös und ängstlich geworden, weshalb habe ich nicht verstanden. Das Gespräch war gut.
Mußte sogar eine Lorazepam nehmen.

Kennt ihr so etwas auch? Habt ihr einen Rat?

Scheinbar kann ich mich nicht mehr länger als eine halbe Stunde unterhalten.
Das läßt mich sehr verzweifeln. Mein Tagesablauf ist so schon langweilig und trist genug!

Mfg
 
Ist irgendetwas angesprochen worden, was dir unangenehm war? Es klingt so, als hätte dich etwas in dem Gespräch getriggert. Vielleicht ist dir unterbewusst doch etwas unangenehm gewesen?
 
Ist irgendetwas angesprochen worden, was dir unangenehm war? Es klingt so, als hätte dich etwas in dem Gespräch getriggert. Vielleicht ist dir unterbewusst doch etwas unangenehm gewesen?
Nein das Gespräch war angenehme einfaches reden über die ganz normalen Dinge.

Aber ich befürchte ich kann nicht mehr länger als eine halbe Stunde mich unter halten und dann passiert das eben.
 
Danach bin ich nervös und ängstlich geworden, weshalb habe ich nicht verstanden.
Habt ihr einen Rat?

Nun ja, immerhin hast du eine Krankheit, die einschränkend ist, und die Tabletten tun ihr Übriges. Ich würde dir raten, die eigenen Kräfte auskundschaften und mit ihnen haushalten lernen. Auch an sich gute Gespräche mit der Mutter gehören letztlich dazu. Wer krank ist, hat eben Einschränkungen und es gehört dann auch dazu, andere darüber zu informieren. Die meisten Leute werden Verständnis haben, sagt man ihnen beispielsweise, nicht so lange ein Gespräch führen zu können u.s.w.

In einem anderen Beitrag von dir habe ich gelesen, du hättest gerne mehr Selbstbewusstsein. Was verstehst du denn darunter?
 
Es gibt auch nen Unterschied zwischen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Ich denke um unser Vertrauen zu finden müssen wir uns einigen Dingen stellen. Manche mehr manche weniger. Es ist wichtig 2 mal hin zu sehen... wenn da Zweifel sind. Das ist aber ok.
 
In einem anderen Beitrag von dir habe ich gelesen, du hättest gerne mehr Selbstbewusstsein. Was verstehst du denn
Dankefür deinen Rat,

Ja ich glaube es gibt einen Zusammenhang zwischen Selbstbewußtsein und Stabilität als schizophrener. Wer nicht so dünnhäutig und mehr selbstbewusster ist hält mehr aus. Und dann passieren nicht solche Dinge wie mir mir auf einmal Angstzustände oder Überreitzung.
 
Ich glaube das scheint ganz normal zu sein solch ein Zustand für unsere Krankheit. War gerade beim Arzt und der hat mir teilbar quetiapin gegeben. 1 abends ein halbe morgens und eine halbe mittags dazu nochmehr lorazepam. Nagut mal sehen was es bringt.

Hatte das auch schon mal probiert nur ich bekam enormen Kopf Druck und Gedanken Entzug. Ich hatte keinen quergedanken mehr die mich halb Wegs über den Tag bringen. Hätte ich diese nicht wäre ich immer nur überreitz und ängstlich Ausbrüche. Weil zu sehr konzentriert über den ganzen Tag.
 
Wer nicht so dünnhäutig und mehr selbstbewusster ist hält mehr aus.

Du meinst also, dickhäutiger, sich verschließen bzw. weniger an sich ran zu lassen, sei selbstbewusster? Das wäre jedenfalls eine umgangssprache Interpretation. Aber etwas feiner betrachtet bedeutet es, sich seiner persönlichen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Mängel bewusst zu sein und diese ggf. anderen mitzuteilen, wenn's im sozialen Umgang angemessen oder notwendig ist.
Die andere Seite des Selbstbewusstseins spricht das Selbst direkt an, das meint fern jener personalen Eigenschaften, sich seines Selbst bewusst (das bekannte biblische Ich-Bin, als Jehova im brennenden Dornbusch Moses erscheint, bezieht sich darauf) zu sein. Hier fängt das spirituelle Erfassen seines Seins an.



Ich glaube das scheint ganz normal zu sein solch ein Zustand für unsere Krankheit.

Nicht unbedingt, denn es gibt vier Hauptformen der Psychose, die sich in ihrem Charakter einander gegensätzlich sind. Allen gemeinsam sind die Wahngedanken.
Wenn man sich bewusst ist, zu welcher der vier Richtungen man neigt, so weiß man dann auch, was einem von der Gegenseite zum Ausgleich fehlt.
 
Hat denn eher deine Mutter einen Monolog geführt oder hast du auch etwas gesagt?Falls es ein Monolog von ihrer Seite aus war,kann ich es verstehen, das ist anstrengend.
 
Hat denn eher deine Mutter einen Monolog geführt oder hast du auch etwas gesagt?Falls es ein Monolog von ihrer Seite aus war,kann ich es verstehen, das ist anstrengend.
Es war abwechselnd, kein Monolog ihrer Seite. Ich habe mich einsam gefühlt und wollte mit ihr reden damit ich sozial auftanken kann.

Mir ist auch schon aufgefallen das wenn ich jemand lange beim Reden zuhören und mich auf sein gesagtes konzentrieren bekomme ich enorm Probleme das war vor ein paar Jahren noch nicht so weit fortgeschritten
 
Ich glaube das hängt mit der Erkrankung und den Tabletten zusammen. Man ist einfach nicht mehr so leistungsfähig im Gehirn. Geht mir auch so. Kann kein vernünftiges Gespräch mehr führen, weil mir die Themen fehlen. Zuhören klappt auch nicht gut.
 
Mir ist auch schon aufgefallen das wenn ich jemand lange beim Reden zuhören und mich auf sein gesagtes konzentrieren bekomme ich enorm Probleme das war vor ein paar Jahren noch nicht so weit fortgeschritten

Nichts kann so bleiben, wie's mal war, alles verändert sich, auch die Konzentrationsfähigkeit. Ist's ein natürlicher Vorgang oder liegt's an den Tabletten? Das wäre herauszufinden. Sind's die Tabletten, so stellt sich die Frage nach Reduzierung oder nach allmählicher Absetzung in Verbindung mit Alternativen oder gar eine Alternative für sich ganz entdecken.
 
Ich danke es ist die Konzentration. Wenn ich mich zu oft und zu lange am Tag konzentriere, sei es eine Doku oder zeitunglesen oder auch Gespräche, intensiv versuche zu verstehen bin ich am Nachmittag spätestens überreitzt und nervös wie ängstlich.

Medikamenten Reduzierung kommt nicht in Frage, ich weiß was ich daran habe auch wenn sie grosse Nachteile bringen. Gut eingestellt ist wichtig für mich.
 
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