Psychose & Schizophrenie Forum | Computational Psychiatrie & Selbsthilfe

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Grund zur Hoffnung: Intervalltherapie mit Bupropion

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Behandlungskonzept, welches mit Bupropion (Antidepressivum und Nikotinentwöhnung) eine stabilere Reduktion des Antipsychotikums ermöglicht. Das dämpfende Antipsychotikum wird dabei nur selten und bedarfsgerecht benötigt.


Zur möglichen Vermeidung dopaminerger Supersensitivität
schrieb Prof. Dr. Stephen M. Stahl:

“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
Prof. Dr. Stephen M. Stahl, persönliche Korrespondenz

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Negativsymptomatik auch bei anderen Diagnosen

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Gelöschter Benutzer 2353

Es gibt Negativsymptomatik z. B. auch bei schweren Depressionen und einigen Persönlichkeitsstörungen. Dort bleibt aber zumeist nichts übrig (Defektzustand), wenn die Grunderkrankung ausgeheilt ist. Das ist wirklich der Hauptunterschied und der Grund für die volkswirtschaftlich hohen Kosten der Schizophrenie mit vorwiegend Negativsymptomatik.
 
Ich leide bereits 8 Jahre an starker Negativsymptomatik, alle Symptome mit starker Affektlosgkeit, so als ob nur noch mein Körper da ist, ohne Seele. Geholfen hat noch nichts bis jetzt.

Bei einer Depressiond sind oft noch die Affekte und Emotionen, Gefühle da, bei Negativsymtomatik, ist das ein permanenter Zustand, täglich. Es ist manchmal so als wäre man paralisiert, alles was da war vorher ist extrem reduziert, keine Konzentration usw.
 
Ich versuche eine Metapher.

Angenommen du hast eine Nuss Allergie und dir jubelt jemand den ganzen Tag Nüsse unters Essen, wirst du nie gesund werden. Bei Depressionen ist es ähnlich, nur hat man da die Chance, dass die Depressionsfördernden Gedanken irgendwann zu einer emotionslosen Erinnerung werden. Aber halt nur die Chance....

Die Schizophrenie hingegen ist eine Reizüberflutung des Gehirns. Bei mir zumindest. Das heißt, es kommen zu viele Inputs, die mein Hirn nicht logisch verarbeiten kann. "Normale" Menschen haben da einen Filter, der die unnützen Reize filtert. Da sich die Reize aber nicht ändern, ist das Hirn eines Schizophrenen, permanent mit Verarbeitung dieser beschäftigt. Läuft das Fass dann durch einen Schicksalsschlag, Überforderung oder Ähnliches über, fällt man in den Wahnsinn einer Psychose. Die Reize sind die Gleichen, der Versuch diese logisch zu verarbeiten hingegen....

Kurz und Knapp: Weniger Reize fürs Gehirn, weniger Schizophrenie. Aber das wäre ja auch zu viel verlangt, von den "Normalen".

Viel Text, aber ich hab schon mehr Text hier gelesen, der von jedem verstanden wurde. Strengt euch halt an und triggert nicht meine Schizophrenie, indem ihr mich falsch versteht und das dann auch noch falsch kommentiert :) Wobei ich und meine Krankheit davon ausgehen, dass das eh keiner liest.
 
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Hallo Gelöschter Benutzer 2353,

du hast ja schon öfter geschrieben wie unveränderlich dein Zustand ist. Ich kenne auch diese Zombie-Gefühle, „als wäre nur noch ein Körper da und keine Seele“. Wenn auch noch nicht so lange. Dieses Jahr habe ich etwas cooles gefunden, was zumindest für ein Paar Minuten diesen Zustand verbessert und kurzzeitig habe ich mich sogar wieder wohl in meinem Körper gefühlt. Ein Gefühl was ich seit ungefähr einem Jahr nicht mehr hatte. Ist die intensivste Atemübung, die ich kenne:

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Aber man muss es genau so machen wie in dem Video. Kann sein, dass die Hände und Füße kribbeln und man kann auch das Bewusstsein verlieren, deshalb sollte man es nur im sitzen oder liegen machen. Das ist das einzige was mir bisher wirklich zuverlässig eine Besserung gebracht hat. Selbst Sport hatte nicht diese Wirkung.

Würde mich interessieren ob es bei dir auch - wenn auch nur kurzzeitig- so einen krassen Effekt hat.

PS: Ich glaube eine Seele ist immer da, vielleicht ist der Geist manchmal nicht zu Hause :D.
 
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