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Well-known member
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Moin,

glaubt ihr ein künstliches Koma über einen gewissen Zeitraum könnte Menschen mit Schizophrenie helfen? Also im Sinne, dass das Gehirn wieder auf 0 geschaltet wird.
 

Joy

Member
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37
Moin,

glaubt ihr ein künstliches Koma über einen gewissen Zeitraum könnte Menschen mit Schizophrenie helfen? Also im Sinne, dass das Gehirn wieder auf 0 geschaltet wird.
Ich bin mir sicher, dass ein künstliches Koma, Menschen mit Schizophrenie nicht helfen wird.

Die Botenstoffe, welche im Gehirn angereichert werden, verändern sich ja dadurch nicht.

Was hat dich dazu bewegt diese These zu stellen?
 
TS
Klippschliefer
Well-known member
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08.05.2021
Beiträge
633
Ist mir gestern als ich im Bett lag durch den Kopf gegangen.

Weil bei nen Koma wird doch die gesamte Gehirnaktivität runtergefahren. Ich dachte vielleicht ist das ähnlich wie bei nen PC welchen man als erstes neu startet wenn ein Problem auftritt. Außerdem machen Antipsychotika auch nichts anderes als die beteiligten Botenstoffe im Hirn runterzufahren.
Wenn jetzt jemand in nen Schub für ne Woche ins künstliche Koma versetzt wird ist vielleicht danach wieder alles weg?

Aber ich habe auch keine Ahnung was im Koma mit den Botenstoffen passiert und ob diese überhaupt runtergefahren werden.
 
Administrator
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2.092
Moin,

glaubt ihr ein künstliches Koma über einen gewissen Zeitraum könnte Menschen mit Schizophrenie helfen? Also im Sinne, dass das Gehirn wieder auf 0 geschaltet wird.
Ich hatte früher mal eine Nasenscheidewand OP, da hab ich irgendein Narkosemittel bekommen und danach fühlte ich mich für ein paar Tage wie neu geboren. Das war vor der Psychose, also da war ich vielleicht 18 und hatte schon psychische Beschwerden unklaren Ursprungs.
Dieser Effekt hat aber ein paar Tage später nachgelassen.
Wäre die Frage, was überhaupt gesund ist. Nur weil man beschwerdefrei ist und vielleicht abgekoppelt von der Welt, muss das ja kein gesunder Zustand sein.
Damals hatte ich dann auch Antidepressiva wegen Depressionen bekommen, wo ich mich zwar glücklicher gefühlt habe, aber in mir trotzdem fühlte, dass es mir darunter weniger gut geht.
Ich glaube eher, dass man in der Erkrankung selbst viel Psychohygiene betreiben muss, indem man sich mehr Zeit für sich selbst nimmt, auch wie Psychotherapie macht, sich der Erkrankung bewusst wird und vielleicht lernt ein Stück weit dazu zu stehen.
Eine Depression kann man ja relativ gut verbergen(zumindest mit Tabletten) bei einer Schizophrenie ist das schwierig und vielleicht besser so wenn man offen zu seinen gesundheitlichen Beschwerden oder Andersartigkeit stehen kann, weil nur so kann man sich wirklich verstanden und angenommen fühlen.
Das mit künstlichem Koma wäre interessant, man müsste mal so alle relevanten Studien haben und einen Überblick was genau Sache ist. Vieles wird, glaube ich, selbst uns Betroffenen verschwiegen, was die Erkrankung angeht, da eben doch an manchen Wahnvorstellungen(damit meinte ich eher Gedankenausbreitung und Eingabe) etwas dran ist und sich diese Dinge eben mit den normalen Sinnen schwer verstehen lassen.
Wenn man uns Erkrankte darin etwa in manchen Wahnideen noch bestärken würde, würde das vielleicht die Krankheit nur verschlimmern, also für mich ist die Krankheit keine richtige Krankheit. Ich sehe es eher so wie, wenn wir sensibler sind für die Welt und eine Art Mitleid haben, wenn man sich beispielsweise in Dinge zu sehr reinsteigert. Wir einfach die ersten sind, die unter schlechten Umweltbedingungen leiden, wo andere eben noch funktionieren und arbeiten können, sind wir vielleicht übervorsichtig und verhindern womöglich damit auch schlimme Dinge, wenn man etwa gefährliche Dinge kaum sehen kann.
Eine spirituelle Komponente sehe ich da auch, weil man finde, ich auch gewisse Vorhersagen machen kann und wir vielleicht unter einer gewissen Perspektivlosigkeit leiden, was für Andere einfach irrelevant erscheint, die sich etwa als Teil eines solchen Gedankensystems verstehen oder anders eingewoben sind.
Gut, das führt etwas vom Thema weg, aber vielleicht muss man die Erkrankung ganz anders sehen, um diese möglichen Heilungswege richtig anwenden zu können.
 
Active member
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27.02.2022
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397
Moin,
glaubt ihr ein künstliches Koma über einen gewissen Zeitraum könnte Menschen mit Schizophrenie helfen? Also im Sinne, dass das Gehirn wieder auf 0 geschaltet wird.
Naja, vielleicht gehst Du ja davon aus, dass wenn man schläft sich nach dem Aufwachen eben auch ne Weile besser fühlt und, dass für dich das Koma in dem Sinne konsequenter und dementsprechend nachhaltgiger wäre. Aber wenn das so wäre, dann hätte man das ja sicher schon bei Psychotikern die aus irgendwelchen Gründen ins Koma gerietn schon festgestellt, dass die da irgendeinen längeren Effekt nachhaltig mitnehmen.
 
Active member
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24.08.2022
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326
Ich würde das Gehirn eher mit einer Pflanze vergleichen, statt mit einem Computer, wenn Du ein Bild brauchst.
Eine Pflanze braucht Licht, Sauerstoff, Wasser, Dünger, Wärme... und sie muss geschützt werden vor Hitze, Frost, Trockenheit, Schädlingen.

Übersetzt heißt das für das Gehirn vielfältige Nährstoffe, Sauerstoff, gute Durchblutung, spezielle förderliche Substanzen ...und schaden tut Alkohol, Nährstoffmangel, spezielle chemische Substanzen.

Aber auch unsere Gedanken und unser Verhalten, verändern das Gehirn auf der materiellen Ebene. Bei positiven Gedanken, z.B. wenn man ein halbes Jahr täglich positive Gedanken pflegt, so genannte Affirmationen, wie
„Ich lasse zu, dass Liebe alle Teile meines Geistes durchströmt, reinigt und heilt.“ , dann verändert sich das Gehirn zum Positiven und neue Verschaltungen entstehen die im MRT sichbar sind. Gedanken verändern sogar Gene.

"Die Gedanken sind unsere stärkste Medizin" sagen Psychologen und Forscher, positive Gedanken, wie Affirmationen aktivieren die Selbstheilungskräfte und lassen uns aus der hauseigenen Apotheke die eigene Medizin herstellen, die am besten heilt, sogar schwere Krankheiten wie Krebs.

Wie weit unsere Gedanken reichen, welche Macht sie haben, sagt der Buddha so:

Alles was wir jetzt sind, ist das Resultat unserer Gedanken.“
Der Geist ist alles. Was du denkst, das wirst du.“
.
Für positive Gedanken, braucht es ein Bewusstsein dafür was im inneren für Filme laufen um sie verändern zu können. Koma ist das Gegenteil von Bewusstsein.

Ich glaube was Du dir wünscht mit übereizten Rezeptoren ist Frieden und Ruhe, da kommt man vielleicht so auf den Gedanken, ein Koma-Zustand könnte das sein. Aber Unbewustheit wie im Schlaf lässt Dich wild träumen und auf die Bilder und Gefühle reagieren ohne Abstand dazu, wie als Kind wo man oftmals auch den Emotionen ausgesetzt war.

Also die Yogies tranieren, auch Nachts ihren Geist um Frieden zu bekommen und beobachten z.B. ihren Atem dazu. „Beherrsche deinen Geist oder er wird dich beherrschen.“

Ich hoffe das kommt jetzt nicht zu schlau rüber und beantwortet auch Deine Frage irdgendwie. :)
 
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