Bupropion sollte tendenziell keine Gewichtszunahme machen, es ist eher Gewichtsneutral.
Trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin wirken teils übermäßig stark sedierend, wenn man diese bei einer Schizophrenie zum Antipsychotikum einnimmt. Abends in geringer Dosis ca. 5-20mg können da schon zur Schlafförderung und antidepressiv ausreichen.
Amisulprid macht wie viele Antipsychotika eine moderate Gewichtszunahme, wobei zu wenig Antipsychotika manchmal den Heißhunger begünstigen können und zuviel den Stoffwechsel herunterfahren. Bupropion sollte frühzeitige Unruhe und Heißhunger aufheben, setzt aber Voraus das Amisulprid gelegentlich in ausreichend starker Dosis eingenommen wird.
@Katzemaus du hast ja glaube ich teils sehr minimale Dosierungen von Amisulprid wenn ich mich richtig erinnere um die 50-75mg. Eventuell wäre eine Intervallform von 100-300mg für lediglich 2-3 Wochen am Stück im Viertel oder Halbjahr besser wirksam und du könntest es in den Zwischenzeiten komplett weglassen.
Bei mir haben Dosierungen unterhalb der Minimaldosis keinen verlässlichen Schutz aber dafür Nebenwirkungen gemacht.
Angenommen du dämpfst dich für 2-3 Wochen ein, dann bist du antipsychotisch in einer stabilen Ausgangslage wo weder Unruhe und Heißhunger verstärkt da sein sollten. Bupropion sollte dann in den Phasen ohne Amisulprid besonders stark wirken und die Unruhe und Psychose für Monate gut eindämmen. Wenn dann trotzdem Unruhe und Symptome durchkommen, dann eben wieder kurz für 2-3 Wochen Amisulprid.
Eventuell geht es dir damit besser und das Gewicht ist leichter zu kontrollieren.
Amitriptylin und Bupropion können bei zu wenig Antipsychotika und je näher man der akuten Psychose kommt praktisch unwirksam werden. Dann braucht es auch höhere Dosierungen für die schlaffördernde Sedierung und Depressionen brechen trotz hochdosierter Antidepressiva durch.
Wenn du also kurzzeitig mehr Amisulprid nimmst, dann müsste Amitriptylin erstmal weit reduziert werden, da es sonst sehr stark sedieren würde. Wenige wochen Amisulprid in Wirkdosis dämpft das System soweit ein, dass du es anschließend für Wochen und Monate weglassen kannst. In der Zeit wirken die Antidepressiva sehr gut, Bupropion hält Unruhe und Psychose für einen Zeitraum verlässlich zurück, bis entsprechend wieder die Wirkung nachlässt und das Amisuprid für wenige Wochen eingenommen für ein viertel oder halbjahr Stabilität schafft vielleicht ohne das du es durchgängig einnehmen musst.
Will damit nur sagen das zu kleine Dosierungen vom Antipsychotikum manchmal selbst depressiv machen und Antidepressiva fast wirkungslos machen.
Vielleicht eine mögliche Strategie die du mit ärztlicher Absprache probieren könntest.
Du meintest glaube ich, dass du vom Amisulprid in höheren Dosierungen eher suizidal wurdest, was mit der zu erwartenden übermäßigen Sedierung durchs trizyklische Amitriptylin zusammenhängen kann, welches du parallel dazu reduzieren müsstest, da es sonst extrem müde macht.
Bezüglich der Gewichtsreduktion kann ich Vitamin B6 50-100mg für ein paar Monate empfehlen, da häufig ein Mangel von B-Vitaminen auftritt kann parallel auch B-Komplex sinnvoll sein. Magnesium ist fürs dämpfende GABA-System auch wichtig, auch da haben Betroffene vermehrt Mangelzustände.
Vitamin C sollte man um die 1000mg am Tag supplementieren um auf den Vitaminspiegel vergleichbar mit jemandem Gesunden zu kommen. Eventuell einfache Mutivitamin- bzw Multiminerelbrause um die anderen Vitamine und Mineralien in ausreichender Tagesdosis zu ergänzen.
Abnehmen bedeutet auch das Mangelzustände dort verstärkt auftreten. Wenn dem Körper durch die Psychose es an bestimmten Vitaminen und Mineralien mangelt, dann kann sich das auch in übermäßigen Appetit äußern. Wenn man durch dauerhaft zu wenig Antipsychotika unruhig wird, dann ist der Heißhunger und Appetit häufig auch wie Selbstberuhigung, von daher lieber Phasenweise mehr Antipsychotika, dann kann Bupropion die Unruhe in den Phasen ohne eine ganze Zeit aufheben.
Ich habe damals als ich mit Vitamin B6 kurzzeitig mit 500mg(5x100mg) begonnen habe eine extreme Appetitreduktion gehabt. Ein saurer Apfel am Abend hat mir da an vielen Tagen ausgereicht, wobei das vermutlich wegen dem Vitamin C besonders gut funktioniert hat. Diese Appetitverlust war vörübergehend über Monate konnte ich ca. 20kg abnehmen, bis irgendwann diese appetithemmende Wirkung trotz aufgefüllten Vitamin B6 weg war. Über Monate 100mg Vitamin B6 früht irgendwann zu peripherer Neuropatie, weshalb man da auf bizzeln oder Ameisenlauf oder Taubheit in den Fingern besonders achten sollte um es rechtzeitig abzusetzen, falls man keine regelmäßige Blutkontrolle macht.
Erst vor kürzeren habe ich die Studien zu Vitamin C gelesen und es explizit mit ca. 1000mg ergänzt. Das reduziert bei mir aktuell spürbar den Appetit.
Im Idealfall wäre im Vorfeld alle Vitamine und Mineralien testen zu lassen, wobei das hundete Euro Zuzahlung kostet. Damit könntest du im Vorfeld tendenzielle Mangelerscheinungen erkennen, selbst wenn es nur eine Tendenz anzeigt und keine lebensbedrohlichen Mangelerscheinungen sind, kann das bei Psychose bedeuten, dass sich das der Körper von Fetter und ungesunder Ernährung holen möchte.
Diese Art von Appetitreduktion kann etwas Übelkeitsgefühl erzeugen und das man die Lust an fetter Nahrung verliert.
Möglichst kompletter Verzicht auf Alkohol während der Diät ist auch wichtig. Zuckerfreie Getänke oder bevorzugt Wasser, da Säfte auch sehr dick machen können.
Bin aktuell auch wieder im Übergewicht und möchte ca. 10kg abnehmen. Wenn die Appetitreduktion durchs Vitamin C erstmal bleibt, sollte das in 2 Monaten machbar sein.
Ich möchte nur sagen das es individuelle Mangelzustände sein können welche bei Schizophrenie häufig die Norm sind:
https://www.zentrum-der-gesundheit....weitere-psychische-erkrankungen/schizophrenie
Die Seite finde ich mittlerweile sehr informativ. Bei Vitamin E kann die Blutungsneigung zunehmen, weshalb man das wenn eher gering dosiert ergänzen sollte. Vitamin C lässt relativ bedenkenlos und dauerhaft in 500-1000mg Dosis ergänzen.