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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

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Jahrelanges Unwohlsein im Körper/Abilify

shzhje

New member
Ich leide seit 10 Jahren an Schizophrenie. Angefangen hat alles mit etwa 20 Jahren. Danach war ich ungefähr 6 Jahre lang immer wieder in psychotischen Phasen. Weder ich noch meine Familienmitglieder haben damals wirklich erkannt, wie schlecht es mir tatsächlich ging.


Schliesslich erhielt ich die Diagnose paranoide Schizophrenie und habe im Laufe der Zeit verschiedene Medikamente ausprobiert. Momentan bekomme ich alle 28 Tage Abilify Maintena.


Das Schlimmste für mich seit Beginn der Erkrankung ist das ständige Unwohlsein in meinem Körper. Ich fühle mich nie wirklich ruhig und leide auch heute noch unter Akathisie. Ich kann nicht zu 100 % sagen, ob das vom Medikament kommt, da ich mich mittlerweile seit 10 Jahren so fühle.


Ansonsten geht es mir gut. Ich habe eine Frau und zwei Kinder, arbeite auf dem ersten Arbeitsmarkt und führe ein weitgehend normales Leben. Was meiner Frau jedoch auffällt, sind meine Müdigkeit, dass es mir manchmal schwerfällt, Emotionen zu zeigen, sowie mein ständiger Drang, in Bewegung zu sein und mich nicht richtig entspannen zu können.


Meine zwei Fragen:


  • Kennt jemand dieses Gefühl? Wie geht ihr damit um? Gibt es etwas, das euch innerlich beruhigt oder geholfen hat?
  • Mein Ziel ist es, Abilify in den nächsten zwei Jahren abzusetzen. Psychisch fühle ich mich sehr stabil, und meine Beschwerden sind hauptsächlich körperlicher Natur. Ich kann mir nur schwer vorstellen, das Medikament mein Leben lang einzunehmen, da ich nach jeder Spritze mehrere Tage lang leide. Hat jemand Erfahrungen mit einem langsamen Absetzen nach längerer Stabilität?

Vielen Dank für eure Rückmeldungen.
 
Also ich nehme 5mg in Tabletten und fühle mich mittlerweile gut damit. Das ist wohl die Mindestdosis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Absetzen ist ne ganz doofe Idee. Dann hast du einen Rückfall und verlierst alles was du dir aufgebaut hast. Bei Schizophrenie absetzen ist riskant. Sprech lieber mit deinem psychiater , und sag dass es dir damit schlecht geht. Gegebenfalls ein anderes Medikament ausprobieren. Akathesie kann von abilify kommen.
 
Ich nehme aripripazol 20 mg und fühle mich auch unwohl in meiner Haut. Ich habe leichte bewegungsunruhe und hab generell ein gefühl den unwohlseins. Ich kann dinge nicht mehr genießen. Bei mir ist es etwas besser geworden als ich einen vitaminmangel beseitigt hab (hab mich testen lassen) und ich habe fidged games zum spielen um meine hand zu beschäftigen. Ansonsten fühle ich mich seid dem vitaminmangel ausgleich auch stabil. Hab nicht so intensive gefühle (auch wenn sie mir intensiv genug sind) ich nehme allerdings tabletten
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe Anfangs nur 1mg Risperidon genommen. Dann wurde aufdosiert mit 5mg Abilify, worauf bei mir ein Gefühl des Unwohlsein entstand, etwa vergleichbar mit einem Sonnenstich ohne die Kopfschmerzen . Schwer zu beschreiben.
Später bekam ich 1mg risperidon, 7,5mg Abilify. Das Unwohlsein war noch da+ Sitzunruhe.
Danach wurde in der Rehaklinik erneut etwas Risperidon aufdosiert 1,5 mg + Abilify 7,5mg, das Unwohlsein verschwand. Ich habe Abilify von einem anderen Herstellers bekommen. Das Verschwinden der Unruhe kann also an zwei Faktoren liegen. Die Sitzunruhe bleibt bestehen.
Das Risperidon wurde neulich wieder auf 1 mg reduziert und das komische Gefühl ist nicht wieder gekommen.
 
Das Schlimmste für mich seit Beginn der Erkrankung ist das ständige Unwohlsein in meinem Körper. Ich fühle mich nie wirklich ruhig und leide auch heute noch unter Akathisie. Ich kann nicht zu 100 % sagen, ob das vom Medikament kommt, da ich mich mittlerweile seit 10 Jahren so fühle.
Gegen Akathisie kann ich Vitamin B6 100mg empfehlen. Wenn man es einige Monate so hochdosiert einnimmt, kann ab ca. 100mg "periphere Neuropathie" auftreten. Das gibt es bei B6-Mangel und wenn es zu viel ist. Bei Akathisie werden teils anfangs 400–1200 mg therapeutisch eingesetzt, würde ich aber nur für Wochen machen, da man es sonst überdosiert. Das reduziert auch den Appetit.

Hier eine aktuelle Erfahrung, wobei B1, B9 und B12 auch wichtig ist, da kann man zusätzlich Vitamin-B-Komplex nehmen. B6 eben speziell auch bei Akathisie:
Nahrungsergänzungsmittel b6 gegen bewegungsunruhe und b12

Vitamin B6 gegen Antipsychotika-Nebenwirkung
 
Mein Ziel ist es, Abilify in den nächsten zwei Jahren abzusetzen. Psychisch fühle ich mich sehr stabil, und meine Beschwerden sind hauptsächlich körperlicher Natur. Ich kann mir nur schwer vorstellen, das Medikament mein Leben lang einzunehmen, da ich nach jeder Spritze mehrere Tage lang leide. Hat jemand Erfahrungen mit einem langsamen Absetzen nach längerer Stabilität?
Dafür würde ich dir sehr die Intervalltherapie mit Bupropion empfehlen.
Hier die Broschüre dazu in praxisnaher Kurzversion.

Aripiprazol kann man damit durch die Intervalltherapie weit reduzieren und mithilfe der Ergänzungen wie Magnesium, Sulfarophan, Lithium-Orotat und B-Vitaminen ist langfristig bei der Intervalltherapie wichtig, um nach Jahren ganz aufs Aripiprazol verzichten zu können.
In den selten eingenommenen Intervallen ist Aripiprazol angenehm. Bupropion ist ein NDRI-Antidepressivum und macht es täglich eingenommen möglich, Aripiprazol für Wochen und Monate abzusetzen, ohne dass es zu Symptomatik, Reizbarkeit und Unruhe kommt. Irgendwann schlagen diese Symptome und stärkere Schlafstörungen durch, dann braucht es das Aripiprazol in Intervallform.
Trizyklische Antidepressiva in Tropfenform wie das Trimipramin helfen in den Absetzphasen, trotz Bupropion gut einschlafen zu können, wobei irgendwann Aripiprazol bei stärkeren Schlafstörungen kurz für ca. 2-3 Wochen eingenommen muss. Citalopram als SSRI hilft ergänzend zum Bupropion NDRI die Libido und übermäßig Emotionales zu dämpfen, da ohne Antipsychotikum Emotionen und Libido verstärkt zurückkommen können.
 
Gegen Akathisie kann ich Vitamin B6 100mg empfehlen. Wenn man es einige Monate so hochdosiert einnimmt, kann ab ca. 100mg "periphere Neuropathie" auftreten. Das gibt es bei B6-Mangel und wenn es zu viel ist. Bei Akathisie werden teils anfangs 400–1200 mg therapeutisch eingesetzt, würde ich aber nur für Wochen machen, da man es sonst überdosiert. Das reduziert auch den Appetit.
Hier eine aktuelle Erfahrung, wobei B1, B9 und B12 auch wichtig ist, da kann man zusätzlich Vitamin-B-Komplex nehmen. B6 eben speziell auch bei Akathisie:
Nahrungsergänzungsmittel b6 gegen bewegungsunruhe und b12
Vitamin B6 gegen Antipsychotika-Nebenwirkung
Gibt es Studien zur Behandlung von Akathisie mit B-Vitaminen ?
 
Hier findest du die im Artikel verlinkte Studie:

https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2815790

Geht primär um Vitamin B6, welches für die Neurotransmittersynthese wichtig ist.

Hier findest du Vitamin B6 100mg (hochdosiert) auf Amazon.
Am Anfang kann man schon die ersten Wochen 600–1200 mg, wie im Artikel, einnehmen, aber nach 1–2 Wochen würde ich auf 100 mg oder alle 2 Tage 100 mg reduzieren, da ansonsten Symptome von peripherer Neuropathie (Taubheit, Ameisenlauf usw. in den Fingern) auftreten.

Ich hatte einen sehr positiven Nebeneffekt, da es meinen ansonsten stark ausgeprägten Heißhunger reduziert hat und ich ungefähr 15 kg dann abgenommen habe.



Vitamin-B-Komplex kann ich dir dieses hochdosierte Präparat auf Amazon empfehlen, wobei das eher die anderen B-Vitamine abdecken soll, für Nerven wichtiges B1, B9 und B12, und zusätzlich 18 mg B6 hat.
Magnesium würde ich dir ergänzend auch empfehlen.

Hattest du mal Aripiprazol und wegen Akathisie absetzen müssen? Ab 10mg steigt das Akathisie-Risiko an, also besser langsam mit 5 mg zu Beginn eindosieren, was häufig schon wirkt. Zu Beginn der Einnahme kann auch etwas verstärkt Akathisie auftreten. Vor allem, wenn man vorher in einem psychotischen oder psychosenahen Spannungszustand war und viel innere Unruhe da ist, kann sich das auf die Akathisie als Sitz- bzw. Bewegungsunruhe übertragen.
 
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