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Im Forum findest Du diese Medikamente-Empfehlung.

Die Wirkstoffkombination ermöglicht ein recht normales Leben trotz Erkrankung. Anders als bei den herkömmlichen Therapien hilft diese auch bei Negativsymptomen, was den Verlauf der Erkrankung deutlich verbessern kann und auch Positivsymptome reduziert.

Ist amisulprid das richtige für mich?

New member
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23.08.2022
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Moin,

Ich Frage mich folgendes immer wieder... Ob das Medikament amisulprid das richtige für mich ist!?

Ich nehme amisulprid jetzt seit dem 02.2020 und habe kaum noch positiv Symptome.. aber dafür leider sehr viele negativ Symptome wie:

Depressionen
Apathie
Antriebslosigkeit
Kaum Gefühle
Aggressionen (zum Teil wenn ich mich aufrege oder Stress habe)
Usw

Ich habe aber leider schon sehr viele Medikamente durch und "Angst" vor eine Verschlechterung meiner jetzigen Lage.
Und ich kann sedierende Medikamente überhaupt nicht ab.
Mit amisulprid "funktioniere" ich aber Frage mich ob mein "Zustand" normal ist oder ob es nicht vielleicht doch "besser" geht.
 
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76
auch wenn ich dir keine antwort geben kann, weil meine erfahrung eine andere ist, wollte ich mal schreiben.
ich habe 1,5 jahre amisulprid genommen bis zu 1000mg am tag sogar und die positivsymptome blieben unverändert vorhanden. ich frage mich ob mich das zeug einfach nur dick macht oder aber auch wirken kann?
habe generell von neuroleptikan viel über ausbleibende wirkung und auch nebenwirkungen gelesen. und selbst auch nur diese erfahrung gemacht.
 
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Ich habe Amisulprid zwar nur mit 200mg genommen, aber für mich war das so wie das andere von Abilify berichten, also teilweise anregend bzw. es machte mich ein wenig wach, teilweise dämpfend und Reiz-isolierend.
Grundsätzlich finde ich, dass das kein schlechtes Medikament ist, zumindest für mich, aber es gibt eben auch Leute die das so wie Du erfahren. Und in höheren Dosierungen, ich mein die Skala geht bis 1.200mg, sind halt oft Prolaktin-Probleme zu erwarten, das wären dann eben Milchfluss bei Frauen und manchmal auch bei Männern und Gynäkomastie bei Männern, also "Männer-Titten".
 
TS
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Ja, von den Nebenwirkungen habe ich auch die üblichen Sachen. Also ich bin "wach" und stehe morgens sehr früh auf. Und das mit den Männertitten habe ich leider auch :/

Aber bei mir wirkt dieses Medikament nur auf die positiv Symptome und überhaupt nicht auf die negativ Symptome.

Ich leide sehr unter die negativ Symptomatik.

Deswegen die Frage ob es nicht eventuell ein Medikament gibt was eventuell beides behandelt.
Ob es irgendein Medikament gibt was besser zu mir passen könnte.

Ich habe schon viel durch was Medikamente angeht aber halt noch nicht "alles" und vieles wirkt auch nach meinen MDMA Konsum nicht mehr, unter anderen abilify oder Risperidon/ziprasidon. Und zyprexxa ist zu "stark". Darauf schlafe ich 16+ Stunden und die andere Zeit bin ich am essen :(

Ich hab im September ein Termin beim Neurologen. Mal schauen was er dazu sagt.
 
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Man könnte Abilify probieren. Das ist irgendwie ein seltsames Medikament, denn wenn ich so über die Jahre von den Leuten die es nehmen oder genommen haben lese, dann gibt es nur zwei Gruppen, und sehr wenig die da zwischen den Stühlen stehen und in der Mitte einzuordnen sind. Entweder man verträgt es supergut, oder man hat Akathisie, Unruhe oder Schlafstörungen - dazwischen gibt es echt wenig; die meisten die derartige NW haben setzen es dann wieder ab. Das ist echt nicht das stärkste Atypikum, aber wenn man zu der ersteren Gruppe gehört, dann hat man damit weniger Probleme als das für andere Neuroleptika wahrscheinlich ist. Gewichtszunahme unter Abilify ist wirklich selten, aber ich kenne auch so einen Einzelfall, wo die Person halt auch mit Abilify 30kg zugenommen hat.
 
TS
J
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Abilify wirkt bei mir leider nicht.
Ich hatte eine "Lebensgefährtin" und die hat die Beziehung wegen der schizophrenie beendet. In meiner Trauer und weil mir alles egal war, hab ich reines MDMA konsumiert und das hat meine Schizophrenie "verstärkt" seitdem Vertrage ich das Medikament abilify überhaupt nicht mehr und wenn ich es nehme ist es so als würde ich gar nichts nehmen.
Wirkungslos.

Aber danke für dein Tipp :)
 
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Die beste Medizin für Negativsymptome ist Ausdauersport.

https://link.springer.com/article/10.1007/s15005-022-2449-3

Ich gehe einfach mal davon aus, dass du Raucher bist, da es fast alle Schizophrenen sind. Wichtig wäre auch auf ne E-Zigarette umzusteigen. Die beeinträchtigt weitaus weniger die Ausdauer und ist allgemein gesünder. Da gibts an jeder Shell Tankstelle sone E-Zigaretten-Stifte, die heißen VUSE. Die sind nachfüllbar und ist auch billiger als normaler Tabak. Das macht es leichter.

Gibt auch viele Seiten, die kostenlos Trainingspläne für Anfänger haben. Das hier ist ein sehr gutes Forum für Läufer allgemein:
https://forum.runnersworld.de/forum/index.php?

Mit starken Negativsymptomen ist es aber glaube ich auch verdammt schwer damit überhaupt anzufangen.
Ist nur so ein Tipp mit dem Laufen. Ich kann sagen, dass ich direkt nach der Psychose angefangen habe damit. Bin teilweise über 20km am Stück gelaufen. 5 mal die Woche.
Ich habe keine Negativsymptome und ich denke, dass das bestimmt sehr stark dazu beigetragen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Administrator
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08.11.2016
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Depressionen
Apathie
Antriebslosigkeit
Kaum Gefühle
Aggressionen (zum Teil wenn ich mich aufrege oder Stress habe)
Usw

Ich habe aber leider schon sehr viele Medikamente durch und "Angst" vor eine Verschlechterung meiner jetzigen Lage.
Und ich kann sedierende Medikamente überhaupt nicht ab.
Mit amisulprid "funktioniere" ich aber Frage mich ob mein "Zustand" normal ist oder ob es nicht vielleicht doch "besser" geht.
Hi @Joker94
es gibt nur wenige Neuroleptika ohne sedierende Wirkung.
Am naheliegendsten wäre das Aripiprazol, mit dem du "Depression" und "kaum Gefühle" in den Griff bekommen solltest.
Aripiprazol hat kaum Auswirkung auf den Prolaktinspiegel, von daher werden Gefühle und Libido da kaum gedämpft.
Gegen die Aggressionen bräuchtest du ein Antidepressivum, welches auf Noradrenalin wirkt. Diese wirken da ausgleichend und sorgen für innere Ruhe. Da wäre das Bupropion was ich sonst auch empfehle ideal, das hat eine Wirkung auf Noradrenalin und Dopamin.
Die Antriebslosigkeit wird durch das Bupropion auch besser und es hilft bei der Nikotinentwöhnung, wenn Suchtprobleme(hängt eventuell mit der Apathie zusammen) da wären.
Dabei müsstest du später nur noch das Citalopram (SSRI Antidepressivum) ergänzen, was vorbeugend gegen Nebenwirkungen hilft und die Libido in dem Fall etwas dämpfen soll, weil Aripiprazol(Abilify) sonst eher etwas zu anregend sein kann.
An sich keine große Sache, einfach nach der Empfehlung richten.

Ich sehe gerade, dass Aripiprazol bei dir keine Wirkung mehr haben soll. Eventuell könntest du das trotzdem nochmal probieren, da du ja eine Zeitlang das Amisulprid hattest und das damals vielleicht wegen des Drogenkonsums etwas anderes war.

Eventuell könntest du auch Cariprazin(Reagila) statt dem Aripiprazol ausprobieren. Das soll glaube ich auch weniger sedierend sein(kann mich aber täuschen).
 
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