Maggi
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Inhalt
1. Hohe Erhaltungsdosen → chronisch zu hohe D2‑Blockade- ✔ Das Gehirn reagiert mit
- ✔ Je höher die Dauerblockade, desto stärker die Gegenregulation
- ✔ Das führt langfristig zu Instabilität
2. Hohe Erhaltungsdosen → Supersensitivität →- ✔ Das dopaminerge System wird hypersensitiv
- ✔ Jede kleine Stress‑ oder Stoffwechseländerung
- ✔ Ergebnis: Rückfälle werden
3. Hohe Erhaltungsdosen → instabile Plasmaspiegel- ✔ Kleine Schwankungen im Spiegel → große Schwankungen in der D2‑Belegung
4. Hohe Erhaltungsdosen → mehr Nebenwirkungen → schlechtere Adhärenz- ✔ Und je mehr Nebenwirkungen, desto schlechter die Einnahmetreue
5. Hohe Erhaltungsdosen → schlechtere kognitive Funktion- ✔ Schlechtere Kognition → schlechtere Alltagsfunktion → höheres Rückfallrisiko
6. Warum niedrige Erhaltungsdosen stabiler sind
1. Hohe Erhaltungsdosen → chronisch zu hohe D2‑Blockade
Bei fast allen Antipsychotika (außer Clozapin/Quetiapin) gilt:- >75–80 % D2‑Blockade = Akutbereich
- >80–85 % = Überblockade
✔ Das Gehirn reagiert mit
→ mehr Rezeptoren→ höhere Sensitivität→ stärkere Reaktion auf DopaminDas ist der Kernmechanismus der dopaminergen Supersensitivität.
✔ Je höher die Dauerblockade, desto stärker die Gegenregulation
→ das System versucht, die Blockade zu „überkompensieren“.✔ Das führt langfristig zu Instabilität
→ nicht zu Stabilität.
2. Hohe Erhaltungsdosen → Supersensitivität →
Das ist der entscheidende Punkt.Wenn du dauerhaft zu hoch dosierst, passiert:
✔ Das dopaminerge System wird hypersensitiv
→ das Gehirn „lernt“, stärker auf Dopamin zu reagieren.✔ Jede kleine Stress‑ oder Stoffwechseländerung
→ kann dann überproportional starke dopaminerge Aktivität auslösen.✔ Ergebnis: Rückfälle werden
Das ist der paradoxe Effekt, den viele Kliniker beobachten, aber selten erklären können.
3. Hohe Erhaltungsdosen → instabile Plasmaspiegel
Gerade bei:- Risperidon/Paliperidon
- Haloperidol
- Amisulprid
- Ziprasidon/Lurasidon
✔ Kleine Schwankungen im Spiegel → große Schwankungen in der D2‑Belegung
Wenn du z. B. bei 85 % D2‑Blockade bist und der Spiegel minimal fällt:- 85 % → 70 %
- das ist ein riesiger relativer Unterschied
- das Gehirn reagiert darauf extrem empfindlich
4. Hohe Erhaltungsdosen → mehr Nebenwirkungen → schlechtere Adhärenz
Das ist der pragmatische Faktor:- Akathisie
- emotionale Abflachung
- sexuelle Dysfunktion
- Gewichtszunahme
- Müdigkeit
- Parkinsonoid
✔ Und je mehr Nebenwirkungen, desto schlechter die Einnahmetreue
→ und das ist einer der stärksten Rückfallfaktoren überhaupt.
5. Hohe Erhaltungsdosen → schlechtere kognitive Funktion
Chronisch hohe D2‑Blockade:- verschlechtert Arbeitsgedächtnis
- reduziert Motivation
- reduziert dopaminerg vermittelte Lernprozesse
- erhöht Negativsymptome
✔ Schlechtere Kognition → schlechtere Alltagsfunktion → höheres Rückfallrisiko
6. Warum niedrige Erhaltungsdosen stabiler sind
Weil sie:- keine Supersensitivität erzeugen
- keine Überblockade verursachen
- weniger Plasmaschwankungen kritisch machen
- weniger Nebenwirkungen erzeugen
- bessere Adhärenz ermöglichen
- kognitive Funktionen weniger beeinträchtigen
Und genau deshalb steigt das Rückfallrisiko bei zu hoher Erhaltungsdosis.