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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Hilfe, mir geht es so schlecht

Siri1976

Well-known member
Guten Morgen,

leider geht es mir immer schlechter.
Es fing eigentlich alles im august an. Da habe ich das Amisulprid von 2x50 mg auf 1x50 mg runtergesetzt, da die Ängste so stark waren.

danach hatte ich monatelang Gedankenrasen, war wie angeknipst, total hyperaktiv und konnte mich null konzentrieren. Und Angst hatte ich eigentlich auch immer noch.

nach und nach verdunkelte sich die Stimmung und die Ängste wurden immer mehr. Jetzt ist es so, dass ich es kaum noch aushalte.

habt ihr zufällig eine idee? Bin ich auf dem Weg in eine Psychose? (ich hatte noch nie eine)

Ich weiß gerade einfach nicht mehr weiter…… . Sollte ich das Amisulprid wieder auf 2x50 hochfahren? Ich habe es mal für einen Tag versucht, aber da bekam ich herzrasen und noch mehr Unruhe.

das Problem ist, dass ich bei allen atypischen Neuroleptika (Quetiapin, olanzapin, Aripiprazol, Risperidon) verstärkte Ängste, Depressionen und Unruhe hatte.

was kann ich bloß tun?
 
Ich weiß gerade einfach nicht mehr weiter…… . Sollte ich das Amisulprid wieder auf 2x50 hochfahren? Ich habe es mal für einen Tag versucht, aber da bekam ich herzrasen und noch mehr Unruhe.

Hallo Siri1976, meiner Meinung nach sind 50 mg Amisulprid schon sehr wenig. Ich pendle zwischen 100 und 200mg. Wenn Du auf 100mg hochgehst, dann könnte es eventuell besser werden. Aber ich bin da auch kein Fachmann.
 
Sprich am Besten so schnell es geht mit deinem Psychiater, dass du etwas gegen deine Ängste bekommst
 
Lorazepam hilft sehr gut gegen Ängste. Ist stimmungsaufhellend und beruhigend. Ich nehme 1 mg. Kannst aber auch mit 0,5 mg anfangen.

Amisulprid 50 mg ist in der Tat zu niedrig. Ich nehme 100 mg. Herzrasen bekomme ich davon nicht. Lass mal deinen Blutdruck messen.

Alles Gute!
 
@Gelöschter Benutzer 2379 wow, da kommst du aber insgesamt mir sehr wenig aus. Vor allem weil Amisulprid ja eigentlich erst in höheren Dosen gegen Positivsymptome helfen soll…..
Ja, ich hatte schon eine höhere Dosis, aber dadurch war dann die Negativsymptomatik und die Affektverflachung so stark, dass ich zum Alkohol gegriffen habe. Es ist immer eine Gratwanderung... Wie geht es Dir mittlerweile? Hat sich Deine Lage etwas entspannt?
 
@Gelöschter Benutzer 2379 Wie hat sich die Psychose bei dir denn geäußert?
Hast du auch mit Ängsten und Depressionen zu tun?

Leider hat sich bei mir noch nicht allzu viel verändert. Ich würde das Medikament gerne absetzen, habe aber Angst vor einer Psychose, obwohl ich noch nie eine hatte…..
 
Ja, früher hat sich die Psychose in Ängsten gezeigt. Ich hatte religiösen Wahn, aber auch Verfolgungswahn. Heute zeigt sich die Schizophrenie mehr an der Negativsymptomatik. Ich kann keine Freude mehr empfinden und habe auch ein abgeflachtes Gefühlsleben. Dazu kommt noch eine Beklemmung und Angst, wenn ich unter vielen Menschen bin.
 
@Mutzi nimmst du Amisulprid gegen Psychosen oder Depressionen und Ängste?
Da ich 1996 als paranoid schizophren diagnostiziert wurde, nehme ich das Amisulprid zur Vorbeugung gegen Psychosen. Ängste und leichte Depressionen haben sich in der langen Zeit auch eingeschlichen, wogegen ich das Lorazepam einnehme. Antidepressiva habe ich wieder ausgeschlichen, da mir diese nichts gebracht haben.

Man muss halt herumprobieren, bis man das für sich beste Medikament findet und welches man am besten verträgt.

Wie geht es dir? haben sich deine Ängste reduziert?
 
Guten Morgen,

leider geht es mir immer schlechter.
Es fing eigentlich alles im august an. Da habe ich das Amisulprid von 2x50 mg auf 1x50 mg runtergesetzt, da die Ängste so stark waren.

danach hatte ich monatelang Gedankenrasen, war wie angeknipst, total hyperaktiv und konnte mich null konzentrieren. Und Angst hatte ich eigentlich auch immer noch.

nach und nach verdunkelte sich die Stimmung und die Ängste wurden immer mehr. Jetzt ist es so, dass ich es kaum noch aushalte.

habt ihr zufällig eine idee? Bin ich auf dem Weg in eine Psychose? (ich hatte noch nie eine)

Ich weiß gerade einfach nicht mehr weiter…… . Sollte ich das Amisulprid wieder auf 2x50 hochfahren? Ich habe es mal für einen Tag versucht, aber da bekam ich herzrasen und noch mehr Unruhe.

das Problem ist, dass ich bei allen atypischen Neuroleptika (Quetiapin, olanzapin, Aripiprazol, Risperidon) verstärkte Ängste, Depressionen und Unruhe hatte.

was kann ich bloß tun?
50mg Amisulprid ist zu wenig. Selbst 100mg ist das Minimum. Du könntest also durchaus mehr einnehmen.
Unruhe und Herzrasen könnte vielleicht eine anfängliche Nebenwirkung sein.

Ich würde dir ca. 5-10mg Aripiprazol empfehlen, dieses Neuroleptikum ist allein für sich eingenommen sehr nebenwirkungsarm, wirkt effektiv und nach 3-6 Tagen sollte auch eine antidepressive Wirkung da sein. Da du das Amisulprid so gut wie ausgeschlichen hast, bietet sich dieser Wechsel zum Aripiprazol an, da wenig Wechselwirkungen zu erwarten sind.

Wenn Neuroleptika zu niedrig dosiert sind, dann sind Unruhesymptome normal. Manchmal tritt am Anfang der Einnahme von Neuroleptika, Sitzunruhe / Akathisie auf, was meistens mit der Zeit nachlässt. Sitzunruhe ist eine etwas andere Unruhe, da Neurolepitka ja im Grunde Beruhigungsmittel sind wirken diese zwar gegen Unruhe, aber Sitzunruhe ist eine Nebenwirkung, die bei vielen Neuroleptika, bei höheren Dosierungen oder am Anfang der Einnahme verstärkt auftreten kann. Nur als Erklärung der von dir beschriebenen Nebenwirkungen. Es kann auch sein das 100mg Amisulprid immer noch zu wenig sind und 150mg erstmal besser wären um das Dopamin effektiv zu reduzieren.

Aripiprazol ist sehr nebenwirkungsarm und wirkt trotzdem bereits bei Minimaldosierungen von 5mg sehr gut, was individuell unterschiedlich ist, ob du 5 oder etwa 10mg brauchst. Maximaldosis wäre 30mg.

Später könntest du, wenn du Aripiprazol hast, der Medikamente-Orientierung hier im Forum folgen, wo spezielle zusätzliche Antidepressiva eine minimale Intervalltherapie des Neuroleptikums ermöglichen und damit Negativsymptome deutlich besser behandelt werden können. Das hilft dann speziell bei Antriebs- und Motivationslosigkeit was, bei allen Neuroleptika auftritt.
 
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