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– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Habt ihr manchmal Zweifel an eurer Diagnose?

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 2511
  • Erstellt am Erstellt am
G

Gelöschtes Mitglied 2511

Hallo, ich weiß nicht ob eine Diskussion in dieser Hinsicht zu etwas führen kann.

Vielleicht fange ich einfach erstmal an.
Habt ihr manchmal Zweifel an eurer Diagnose und wenn ja, in welcher Hinsicht?

Insgeheim erhoffe ich soll der Beitrag nicht darauf abzielen wenn jemand keine Krankheitseinsicht hat, ich würde es gerne inhaltlich differenzieren und gerne jene ansprechen, die sich durchaus bewusst sind, dass bzw. inwieweit sich ihre Realität in Bezug auf Krankheit von anderen unterscheidet.

Bei mir war es der Fall, dass mir eine Diagnose eigentlich mehr Schaden eingetragen hat, sodass ich im Nachhinein bereut habe in die Klinik gegangen zu sein anstelle andere Methoden vorzuziehen (zB Hilfe beantragen, was bald folgt).

Da ich bezogen auf meine Symptomatik bestenfalls die Negativsymptomatik sehen kann (schließlich auch eine Folge hartnäckiger, langwieriger chronischer Beschwerden).

Auf den Punkt gebracht hatte ich im klinischen Bereich das Gefühl man hat die Anamese so ausgelegt, dass man eine Grundlage hat mir die entsprechenden Medikamente zu verschreiben.

Ich fühle mich eher angesiedelt im Bereich Fatigue / chronische Schmerzen, weitere Untersuchungen folgen natürlich jetzt, wo ich mich einigermaßen wieder dazu bereit fühle. (O-Ton: nicht alles über sich ergehen zu lassen)

Ich möchte keine schlechte Stimmung verbreiten gegenüber den Fachbereich Psychiatrie, weil ich das für weniger zielführend erachte.
Vielleicht führt es zu etwas, gerne auch private Nachrichten, ich möchte auch nicht alles öffentlich schreiben.
Jemand der ähnliche Erfahrungen hat und bspw. sagt mir fehlen da einschlägige Eckpfeiler, welche die Diagnose rechtfertigen bzw. dass man nicht mehr herauskommt weil sie nicht mehr vorhanden sind.

Ob jemandem geholfen war mit Medikamenten aus dem Bereich hier, wenn man eigentlich Erschöpfung hat/Müdigkeit?
Bupropion wird regelmäßig besprochen. Das hatte ich, mit der Diagnose wird es wieder schwieriger es nochmal zu bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
An meiner Diagnose besteht kein Zweifel. Die Ärzte sind sogar mitgegangen, als rauskam dass ich nicht nur paranoid schizophren bin sondern es auch schizoaffektiv gelagert ist. Nachteile hatte ich nicht. Niemand verurteilt mich und die Arbeitgeber haben mich trotzdem behalten und waren sehr besorgt.
Was ich nicht so gut fand war, dass der Arzt der die Diagnose im Krankenhaus gestellt hat, überhaupt nicht mit mir darüber gesprochen hat. Ich habe die Diagnose ganz alleine auf dem Arztbrief entdeckt.
 
Ich hatte null Soziale Phobie vor der Klinik in der Klinik haben alle davon ständig gesprochen und ich war durch die Erkrankung extrem beeinflussbar. Jetzt bekomme ich denn Dreck nicht weg.

Bei mir wurde die Diagnose geändert und dadurch hatte ich Zweifel an meiner Diagnose.
 
Ich habe in der Klinik denn Ärzten und Therapeuten gesagt ich habe keine Phobie und die hatte ich auch nicht. Ich bin normal unter und mit Menschen gewesen trotz der Erkrankung, diese haben ständig diese dämliche Phobie erwähnt wie auch die Patienten und ich war sooo durch denn Wind und auch beeinflussbar das ich mir diese eingeengt habe. Die hätten mich mit diesem Thema einfach alle in Ruhe lassen sollen und sich auf meine wahren Probleme konzentrieren sollen. Die denken ja sie hat jetzt die Diagnose dann muss sie eine Soziale Phobie haben. Es war alles ob die wollten das ich so etwas habe weil sie nur über solche Themen reden können.

Und auch dieses sie sind jetzt chronisch krank . Ja mann! ich habs verstanden, muss mann nicht 100% mal am Tag zu mir sagen.

Da hast du recht mann wird schon negativ in denn Kliniken beeinflusst. Was würdest du dir als Diagnose geben ? Es gibt ja im Endeffekt nicht so viel auswahl.
 
Schwierig. Ich glaube bei mir ist es irgendwas entzündliches, hab sowieso eine bestätigte Autoimmunerkrankung.

Aber da stimmt die Diagnose auch nicht.
Weil die Symptome dazu überhaupt nicht passen...

Ich frag das nicht mehr weiter nach.
Muss es leider so akzeptieren.

Die Rheuma Uniklinik hat mich sicher schon als nervige Patientin markiert xD wundert mich nicht...
 
Also mich haben 7 Ärzte und Therapeuten als Bipolar diagnostiziert. Also muss da was dran sein, ich hab keine andere Wahl als das zu akzeptieren. Man kann auch mit einer Schizophrenie Diagnose z.B zehn Jahre ohne Medis leben, der Rückfall kann aber auch nach 15 Jahren kommen.
 
Vielen Dank für eure rege Beteiligung.

Für den Moment versuche ich mich zunächst kürzer zu fassen.*

Bei mir hieß es im klinischen Bereich als ich mich gegen eine dauerhafte Medikation entschlossen habe, es würde wohl so nicht funktionieren bzw. ich würde wohl wieder kommen.

Ich möchte nicht einzelne Aussagen übermäßig bewerten die getroffen wurden, an sich hatte ich überwiegend gute Erfahrungen gemacht im klinischen Bereich bzw. besonders auch im fachärztlichen und therapeutischen Bereich.
Erleichtert bin ich allerdings, dass ich bereits alt genug war in der Zeit als ich in der Klinik war, in jüngeren Jahren wäre ich vl. nachgiebiger gewesen.
Kritisch sehe ich eher den Überbau Psychiatrie an sich, so sehr man mir dort überwiegend wohl in hohem Maße helfen möchte, sehe ich die Möglichkeiten heute noch begrenzt, was womöglich schon dadurch begrenzt ist da Sozialsysteme finanziert werden müssen.

So möchte ich in erster Linie an mich selbst appellieren alles mir mögliche aufzubieten, dass ich mich zumindest ohne dauerhafte Medikation stabilisieren.

Im jetzigen Augenblick, sozusagen keine wirkliche Positiv-Symptomatik außer ein leichtes Unbehagen bei allen Aktivitäten die sich außerhalb der geschlossenen Wänden abspielen, sehe ich jedoch keine Lösung darin, dass mich Medikation auf die Beine bringt, auch keine welche Erschöpfung/ Schmerzsymptomatik zunächst eindemmen.
Wenn ich an 6 bis 8 Tagen in der Woche zu erschöpft bin etwas anderes zu tun außer maßgeblich liegen, dann kann ich in meinen Augen in erster Linie auf Zeit gehen und auf Selbstheilungskräfte setzen. Da sehe ich nicht, dass ich mit Medikation mehr Nutzen habe, weil ich keine Energie aus meinem System herausprovozieren kann wenn sie eben noch nicht wieder vorhanden ist.
Natürlich gibt es Hürden, es ist jeder Termin bzw. Notwendigkeit eine schon eher mittelschwere Bürde, wenn ich zugeteilt werde in einen Job versuche ich es eben.

Um erstmal einen Abschluss zu finden.
Wenn ich hierin weiterkomme, Weg der Genesung mit so wenig Arztsachen als möglich, dann schreibe ich gerne 2-3 Beiträge.
Ich habe auch mit unkonventionellen Versuchen teilweise ersprießliche Erfahrungen machen können.
Lange gelebt um des Funktionierens willen, selten so süß ohne das Saure, war gewiss auch oft nicht unbeschäftigt oder Ersparnisse aufgebraucht anstelle von Beantragen, etc.
Manchmal keine Muße für nochmal Krankmeldung erbitten, nochmal beantragen.
Dann ist es weg. Karl Marx hatte auch nie Geld.

*(...)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe die Diagnose ganz alleine auf dem Arztbrief entdeckt.
So war das bei mir auch......

Ein Nachteil hat mir die Diagnose nicht gebracht, im ggt. hätte ich mir nicht helfen gelassen wäre ich wohl jetzt nicht mehr auf erden weil mich der Wahn und die Bilder fast gebrochen hatten.


Ob das nune 100% auch korrekt ist keine Ahnung, die Symtome haben zumindest gepasst.

Und sind se ja heute noch wenn ich in nem Schub stecke.
 
Umsverrecken wollen die Ärzte mir immer eine Depression unterschieben. Egal was ich mach, sie wollen nicht akzeptieren, dass ich ein ruhiger Typ bin. Zudem von dem Amisulprid einfach eingebremst werde, die Ärzteschaft aber mehr Lebhaftigkeit sehen will.

Was soll das? Wieso denn Pillen im Koktail geben, damit man in Norm ist?
 
Ich finde das recht einfach, wenn mir NL helfen klarer zu werden und in geraden Bahnen zu denken, bin ich ein Psychotiker. Ob nun Bipolar, schizoaffektiv oder schizophren ist egal. ...und AD geben mir etwas Schwung bzw. Antrieb. Wenn also mein Denken funktioniert und mein Antrieb normal ist brauche ich keine Psychiater !
 
Wenn also mein Denken funktioniert und mein Antrieb normal ist brauche ich keine Psychiater !
Es gibt davon auch die Version, wenn ich die Psychiater als Ärzte ablehne, ... Ansonsten habe ich zuviel Vertrauen in deren "Kunscht".
;)
Das wäre etwas für den Thread "Antipsychiatrie" hier im Forum.

Wollte aber nur mal dem m.M.n. ziemlich platten Bonmot des Vorredners Contra geben.

Antidepressiva sind keine Smarties!
 
Ich finde das recht einfach
Ich denke darüber eher so, bis zu einem gewissen Grad neigt der Mensch dazu gerne zu kategorisieren.
Schwarz oder weiß, die faustgrobe Formel, in der Wirklichkeit sind die Ergebnisse oft breiter gestreut.

Dafür, dass Du vorgibst das Patentrezept zu kennen für die Behandlung von Diagnosen dieser Art blickt in den Beiträgen im Schnitt wenig Harmonie durch.

Ich kann nur von mir sprechen und vieles an der Krankheitsgeschichte war großes Unglück, aber ich bereue es nicht, bisher, auf keine dauerhafte Medikation eingestellt zu sein.
Neben einer umfangreichen Veränderung schweben mir 1-2 Maßnahmen vor, die ich in Betracht ziehe.
Wenn das nicht fruchtet weiß ich ja um die alternativen Möglichkeiten bzw. den Ausweich auf vorrangige.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Betitelung bei Psychotikern ist fast wurst, wenn man NL braucht um zu funktionieren ist man einfach Psychotiker. Über die Feinheiten kann man dann mit Vertrauensärzten diskutieren !

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Screenshot 2024-06-21 184420.jpg
 
ja habe ich, weil ich schon seit meiner Kindheit eine selbstunsichere Persönlichkeit habe und denke eigentlich, dass die Symptome wie "das Gefühl beglotzt zu werden" von der Persönlichkeit kommen könnten.
 
Danke für eure Einblicke, ich schätze es und werde sicherlich hier und da mal aufmerken, wenn jemand schreibt wo es etwas mehr nach Gleichklang anmutet.
🙏

Auch weil ich wie eingangs erwähnt nicht zu sehr in den Bereich "Anti-Psychiatrie" vordringen möchte, kann der Thread gerne als gelöst deklariert werden.
Dann würde ich eher einen Thread konstruktiver finden auf der Basis, was gibt es über den Bereich hinaus aufschlussreiches zu erfahren.

Vielleicht ist auch daran ein Fortschritt festzumachen, dass es mir nicht mehr so sehr von Belang ist was auf dem Papier steht.

Ich habe mich, wenn auch auf meiner dilettantischen Weise, so langwierig beschäftigt mit Themen wie Psychoanalyse, Psychologie und Neurologie, dass es meinem Wohlbefinden zuträglich ist "Krankheit" nicht mehr so gegenständlich sein zu lassen.
Ohnehin nicht mein Lieblingsbegriff, ist Krankheit für mich etwas Temporäres, in vielen Fällen sicherlich, und danach strebe ich.

Dann möchte ich zurück blicken wie auf einen überstanden Sturm.

Da es sehr förderlich für die Gesundheit sein soll, habe ich beschlossen glücklich zu sein. Voltaire

Und wenn alle Stränge reißen, kenn' ich ja den Weg zu meinem Elysium.

Das bzw. ein Bild zu Candide, welches obiger Autor thematisierte.
Bringe es in Verbindung damit, dass ich versuche bei gewissen Dingen mehr die Spannung aus dem Bogen nehmen möchte. Auf die Art wie manche Stunde mich belehrt hat als es andersherum nottat.
 

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