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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven
➝ Die Dopamin-Regulationshypothese
➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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Übersicht zu Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Gibt es irgendein Neuroleptika was euch gut tut ?

SGE

Active member
Ich bin fix und fertig seit Monaten....nix hilft iwie, klar ich muss lange einehmen aber....

Abilify hölle
Amisumprid müdigkeit, extremer hunger
Olanazpin 12h schlaf wie banane fühle ich mich 5mg
Haldol folter
Risperdal auch nicht gut

Es muss doch iwas geben was einen gut....was nimmt ihr denn so ?
 
Ich bin mittlerweile ganz ohne Antipsychotikum seit mehr als einen Jahr. Mit der Intervalltherapie + Bupropion zum Stabilisieren geht das mit minimalen Antipsychotika. Das ist im übertragenen Sinne, als wenn man sich von einer starken Droge entwöhnt. Der Körper muss sich an den Phasen ohne Antipsychotikum gewöhnen und dafür ist Bupropion (NDRI-Antidepressivum) wirklich wichtig.
Hab über 10 Jahre da nur alle 3-10 Monate das Aripiprazol(Abilify) für je 3 Wochen eingenommen. Das ist durch das tägliche Bupropion realistisch und kann den Leidensdruck und Negativsymptome schlagartig bessern.
Der letzte Schritt, das Antipsychotikum ganz abzusetzen, war der schwierigste. Das ging bei mir nur mit vielen ergänzungen zuletzt auch Lithium-Orotat, hochdosiertes B6 und Sulforaphan. Auch NAC nehme ich in Stressphasen manchmal.
Zumindest hat es mir ermöglicht, das vorher unmögliche Absetzen zu schaffen und mit der Umstellung auf zusätzlich Bupropion wurde meinn Leben stetig besser.

@SGE wie wäre es die Intervalltherapie mit Bupropion zu testen, zu einem der Antipsychotika die du nimmst??
https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Besonders starke Medikamente wie Clozapin und Olanzapin haben im Übrigen auch eine DAT-Wirkung, wer hätte das gedacht:
Neuroleptika: Rezeptorbindungsprofile - PsychCast | Dr. Jan Dreher

Vorteil vom Bupropion ist, dass es auf DAT und NET wirkt. Das als einfaches Add-on genutzt, kann unterstützend wirken, sodass du dopaminerge Supersensitivität (wie Abhängigkeit von den Antipsychotika) wieder rückläufig machen kannst.
NET verbessert das präfrontale Dopamin, was bei der Stressverarbeitung und Selbstkontrolle hilft. DAT wirkt aus meiner sicher und Erfahfung antipsychotisch auch bei Positivsymptomen, wer hätte das gedacht.

Es muss doch iwas geben was einen gut....was nimmt ihr denn so ?
Falls du es testen willst, die Einwillungsmöglichkeit ist bei der PDF dabei. Die Erfahrung und ob es auch bei Positivsymptomen hilft wäre sehr wertvoll.
 
Mal ganz blöd gefragt: Du ignorierst die Bedeutung der eingestellten Medikamenten-Dosis, könnte das sein? Die Nebenwirkungen EPS wurden dir sicherlich mitgeteilt, aber das nützt nichts, wenn du dann trotzdem eine Dosis bekommt, die eine DA D2-Rezeptorbelegung von >80% bewirkt, dann hast du bei diesem Medikament (reiner Antagonist) eine sehr deutliche EPS-Symptomatik.

Risperdal auch nicht gut
Nein, denn das 5HT2A führt geblockt zur subjektiven Sedierung, ergänzt durch die Antriebshemmung eines klassischen DA D2-Antagonisten. Das ist nicht jedermanns Sache. Aber wirken täte es schon, auch im low dose Bereich, den ich jetzt nicht zahlenmäßig aufschlüsseln will, da du das Medikament ja ablehnst.

Du musst dich trauen, erst einmal die 15 mg einzustellen, schon nach einer Woche kannst du dann auc 10 mg Dauereinnahme runtergehen. Dann erst kannst du beurteilen, ob das Medikament wirkt / etwas für dich ist oder nicht.
 
Ich bin fix und fertig seit Monaten....nix hilft iwie, klar ich muss lange einehmen aber....

Abilify hölle
Amisumprid müdigkeit, extremer hunger
Olanazpin 12h schlaf wie banane fühle ich mich 5mg
Haldol folter
Risperdal auch nicht gut

Es muss doch iwas geben was einen gut....was nimmt ihr denn so ?
Ich würde an deiner Stelle vorerst eine Monotherapie (ein Antipsychotikum) mit Aripiprazol anstreben.

Du musst dich trauen, erst einmal die 15 mg einzustellen, schon nach einer Woche kannst du dann auc 10 mg Dauereinnahme runtergehen. Dann erst kannst du beurteilen, ob das Medikament wirkt / etwas für dich ist oder nicht.
Sehe ich auch absolut so und es sind auch Dosierungen von 5–7,5 mg möglich

Klingt nach starker Akathisie, die häufig bei zu hohen Dosierungen von Aripiprazol auftritt. Viele haben bei 5–7,5 mg Aripiprazol schon vollständige Wirkung. Wenn man mit 15mg um die 90 % D2-Rezeptorblockade mit Aripiprazol macht, dann ist die D2‑Blockade deutlich höher als die vom Haloperidol, wo, wie Trichtersieb schreibt, das EPS-Risiko ab 80% deutlich zunimmt.
Aripiprazol macht zwar normal kein EPS wegen des Partialagonismus und hat dadurch einen leichten Schutz vor Überdosierung, aber Akathisie (Sitzunruhe) steigt im Grunde ab 7,5mg Aripiprazol deutlich an.


@SGE

Bei Akathisie lieber mit Aripiprazol mit 5 oder 7,5mg (halbe 15mg) beginnen, was häufig ausreicht. 10–15 mg sind eher Akutdosierungen, aber auch da sollte Aripiprazol sachte eingeschlichen werden.

Welche Nebenwirkungen hattest du beim Abilify? Weißt du, wie du genau umgestellt wurdest und welche Dosierungen du hattest?
Wie war es bei den anderen Antipsychotika? Hast du diese einzeln probiert (welche Dosierungen) oder wurden diese kombiniert?

Mein Ratschlag wäre von daher sogar etwas milder als der von @Benutzer_Trichtersieb, also eher mit einer halben 7,5mg (halbe 15mg) zu beginnen und erst wenn das nach 1–2 Wochen zu schwach ist auf 10 mg und dann, wenn nötig 15mg zu erhöhen. Dann anschließend zurück auf 10 oder 7,5mg.

@Benutzer_Trichtersieb: Ich denke, gerade am Anfang, wenn man ungedämpft ist, dann ist das Akathisierisiko von Aripiprazol sehr hoch. angesichts dessen wäre ich mit 7,5mg über eine Woche erst einmal dabei, einzudämpfen bzw. mich an den Wirkstoff zu gewöhnen und dann falls noch nötig erhöhen und später wieder etwas zurückgehen.
 
MMn gibts nix, Abilify macht doof, und Risperadon oder wie immer das geschrieben wird... fett....

Musste auch alles absetzen, man konnte auch garnicht mehr denken, die ganzen nebenwirkungen zähl ich da schon garnicht mit.

Schön wäre es wenns mal so not Medis geben würde, leider gibts das wohl nicht bei Schizophrenie und man muss sich mit Schüben rumärgern oder wie so Zombie durch de Welt mit Medis.
 
wenns mal so not Medis geben würde
Meinst du "Medis für die Not" oder "Notmedis"? oder "neue Medis"?
Neue Medis wären freilich gut, vielleicht kommt ja das KarXT auch in Deutschland, dann können wir uns neu orientieren, falls sich unser(e) Behandler(*innen) dem neuen Paradigma öffne{t/n}. Zumindest eine bestimmte Patientengruppe, wahrscheinlich die langjährigen Fälle mit prädominanter Negativsymptomatik und besonders viel Nebenwirkungen bei den bisherigen Wirkstoffen.
 
Ich kenne kein Neuroleptikum, das mir gut tut. Ich kenne nur das kleinere Übel und das größere Übel.
Ganz übel war bei mir aber die Phase der Psychose, in der ich keine Macht über mein Tun hatte und nur um so eine Phase wieder auszuschließen, nehme ich Neuroleptika.
Ich war noch nie Anhänger der modernen Medizin, muss aber trotzdem dieses Zeug schlucken. Ich probiere es nochmal beim Heilpraktiker.
 
Mir tut Olanzapin (10mg) gut. Dachte meine Medikamente (Paliperidon + Olanzapin) lassen mich schlecht fühlen, deswegen hatte ich sie abgesetzt.

Mit Olanzapin schlafe ich besser und bin beruhigter, weniger Grübeln. Nachteil: Viel im Bett, manchmal tagsüber müde. Bei wenig Bewegung ist auf Kaloriennüberschuss zu achten, was mir sehr viel Disziplin abverlangt und ich nicht immer schaffe.

Nach 5 Psychosen sehe ich doch Medikamente als sinnvoll, um nicht nochmal in Wahnvorstellungen zu geraten.
 
mir tut Olanzapin gut. Nehme 30mg am Tag. Schlafe aber auch dementsprechend. 15 Stunden.
 
MMn gibts nix, Abilify macht doof, und Risperadon oder wie immer das geschrieben wird... fett....
Welche Dosis Abilify hattest du und hast du es einzeln oder kombiniert mit anderen Wirkstoffen eingenommen?

Kognitiv fand ich Aripiprazol (Abilify) deutlich besser als Risperidon, was mich geistig wirklich wie behindert gemacht hat. Ich kann mir vorstellen, dass du Aripiprazol vielleicht kombiniert oder zu hoch dosiert bekommen hast, da man da dosismäßig häufig übertreibt. Es wirkt meist schon mit 5–7,5 mg vollständig.

Welche Medikamente nimmst du heute ein?
 
Meinst du "Medis für die Not" oder "Notmedis"? oder "neue Medis"?
Halt was man nehmen kann wenn sich ein Schub einschleicht, ich merke das ziemlich gut wenn wieder einer triggert.

Aber es gibt nix was man mal 2 oder 3Tage nehmen kann was dagegen wirkt.

Und nen halbes oder ganzes Jahr nehm ich keine Pillen mehr, dann ist alles wieder kaputt was ich mir mit müh und not wieder aufgebaut hab.
 
Welche Dosis Abilify hattest du und hast du es einzeln oder kombiniert mit anderen Wirkstoffen eingenommen?

Kognitiv fand ich Aripiprazol (Abilify) deutlich besser als Risperidon, was mich geistig wirklich wie behindert gemacht hat. Ich kann mir vorstellen, dass du Aripiprazol vielleicht kombiniert oder zu hoch dosiert bekommen hast, da man da dosismäßig häufig übertreibt. Es wirkt meist schon mit 5–7,5 mg vollständig.

Welche Medikamente nimmst du heute ein?
Hatte 20mg Abilify, und glaub Risperadon 3mg.

Und den anderen kram noch Mirazipin oder pan wie das hieß und paar schlafpillen..

Am Ende war ich dann nur noch bei 2,5mg Abilify.

Das Prob bei mir ist, das mein Körper ziemlich drauf reagiert mit allen möglichen nebenwirkungen.

Ich nehme jetzt schon 5Jahre keine Pillen, aber ich merke das manchmal die Schübe öfters sind und auch länger anhalten.

Z.Z hat es sich wieder einbekommen.

Im Schub bin ich wie vom anderen Stern lol, das Prob ist, das es auch mein Umfeld belastet und mich natürlich auch, da wirds dann auch schwer mit Arbeit wenn man ständig noch gegen sein Kopf kämpfen muss.
 
Halt was man nehmen kann wenn sich ein Schub einschleicht, ich merke das ziemlich gut wenn wieder einer triggert.

Aber es gibt nix was man mal 2 oder 3Tage nehmen kann was dagegen wirkt.

Und nen halbes oder ganzes Jahr nehm ich keine Pillen mehr, dann ist alles wieder kaputt was ich mir mit müh und not wieder aufgebaut hab.
Schon relativ lange. Aripiprazol könntest du in kleiner 7,5mg Dosis probieren, das wirkt schnell, da kannst du nach einer Woche aus dem Schub sein. Hast du das noch zu Hause? Wichtig ist eben, es mit kleiner Dosis anzusetzen, damit du keine Akathisie bekommst. Halbwertszeit spielt beim Wirkeintritt in dem Fall keine Rolle, anders als man manchmal zu lesen bekommt.

Damit kannst du dir die Klinik sparen und es macht in den Dosierungen kaum Nebenwirkungen.
 
Damit kannst du dir die Klinik sparen und es macht in den Dosierungen kaum Nebenwirkungen.
Klinik geh ich eh nie wieder.

Meine Psychaterin ist so gesehen 24/7 erreichbar.

Aber die will halt dann das ich die nen halbes Jahr nehme..

Klar hab ich nochwas daheim aber ka wie lange die so haltbar sind.
 
Hatte 20mg Abilify, und glaub Risperadon 3mg.

Und den anderen kram noch Mirazipin oder pan wie das hieß und paar schlafpillen..

Am Ende war ich dann nur noch bei 2,5mg Abilify.

Das Prob bei mir ist, das mein Körper ziemlich drauf reagiert mit allen möglichen nebenwirkungen.

Ich nehme jetzt schon 5Jahre keine Pillen, aber ich merke das manchmal die Schübe öfters sind und auch länger anhalten.

Z.Z hat es sich wieder einbekommen.

Im Schub bin ich wie vom anderen Stern lol, das Prob ist, das es auch mein Umfeld belastet und mich natürlich auch, da wirds dann auch schwer mit Arbeit wenn man ständig noch gegen sein Kopf kämpfen muss.
20mg Abilify ist heftig viel und 3mg Risperidon auch. Das erklärt, warum du fast ein Jahr stabil bist, da bei so extremer Dämpfung es länger dauert, bis sich das Dopamin wieder in den kritischen Bereich steigert.

Vielleicht kannst du ja Aripiprazol wirklich ab 5 oder 7,5mg langsam einschleichen.

Meist tritt so ein leicht berauschender Zustand ein, wenn es in so einer Akutphase wirkt, dann dauert es ein paar Tage bis das abklingt und die Psychose ist dann auch wieder stabil.

Am einfachsten damit und vielleicht kannst du dich dann direkt nach Bupropion erkundigen, da du anschließend damit leichter eine Absetzphase machen kannst und später dann beim nächsten Antipsychotikaintervall deutlich besser dastehst.
 
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