Ich bin mittlerweile ganz ohne Antipsychotikum seit mehr als einen Jahr. Mit der Intervalltherapie + Bupropion zum Stabilisieren geht das mit minimalen Antipsychotika. Das ist im übertragenen Sinne, als wenn man sich von einer starken Droge entwöhnt. Der Körper muss sich an den Phasen ohne Antipsychotikum gewöhnen und dafür ist Bupropion (NDRI-Antidepressivum) wirklich wichtig.
Hab über 10 Jahre da nur alle 3-10 Monate das Aripiprazol(Abilify) für je 3 Wochen eingenommen. Das ist durch das tägliche Bupropion realistisch und kann den Leidensdruck und Negativsymptome schlagartig bessern.
Der letzte Schritt, das Antipsychotikum ganz abzusetzen, war der schwierigste. Das ging bei mir nur mit vielen ergänzungen zuletzt auch Lithium-Orotat, hochdosiertes B6 und Sulforaphan. Auch NAC nehme ich in Stressphasen manchmal.
Zumindest hat es mir ermöglicht, das vorher unmögliche Absetzen zu schaffen und mit der Umstellung auf zusätzlich Bupropion wurde meinn Leben stetig besser.
@SGE wie wäre es die Intervalltherapie mit Bupropion zu testen, zu einem der Antipsychotika die du nimmst??
https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Besonders starke Medikamente wie Clozapin und Olanzapin haben im Übrigen auch eine DAT-Wirkung, wer hätte das gedacht:
Neuroleptika: Rezeptorbindungsprofile - PsychCast | Dr. Jan Dreher
Vorteil vom Bupropion ist, dass es auf DAT und NET wirkt. Das als einfaches Add-on genutzt, kann unterstützend wirken, sodass du dopaminerge Supersensitivität (wie Abhängigkeit von den Antipsychotika) wieder rückläufig machen kannst.
NET verbessert das präfrontale Dopamin, was bei der Stressverarbeitung und Selbstkontrolle hilft. DAT wirkt aus meiner sicher und Erfahfung antipsychotisch auch bei Positivsymptomen, wer hätte das gedacht.
Es muss doch iwas geben was einen gut....was nimmt ihr denn so ?
Falls du es testen willst, die Einwillungsmöglichkeit ist bei der PDF dabei. Die Erfahrung und ob es auch bei Positivsymptomen hilft wäre sehr wertvoll.