Ansonsten nehme ich nichts Anderes und werde wohl auch nicht auf Cariprazin umstellen , da ich an die Nebenwirkungen gewöhnt bin und sie vergleichsweise gering sind.
Bupropion wäre da wirklich eine sehr niederschwellige Ergänzung, damit kann sich der Gesamtverlauf deutlich verbessern! Mit 5mg bist du praktisch bei der Idealdosis von Aripiprazol um Bupropion in kleinster 150 mg Dosis zu ergänzen.
Man, geht bei Aripiprazol von etwa 70% Dosissteigerung bei starken CYP2D6 Hemmern wie Bupropion aus, die FDA sagt man sollte bei starken CYP2D6 Hemmern die
Aripiprazol-Dosis halbieren, also geht von 100% aus. Da es wenige dieser starken CYP2D6 hemmer gibt, kann es sein, dass man sich da direkt auf Bupropion bezieht.
Da du 5mg Aripiprazol hast würde ich, wenn du 150mg Bupropion ergänzen von einen Spiegelanstieg auf 7,5-10mg Dosisäquivalent ausgehen. Deswegen sollte der Arzt vor der Umstellung auf ergänzendes Bupropion auch TDM (Therapeutisches Drug Monitoring) machen um nach der Umstellung diesen Spiegelanstieg genau bestimmen und die Aripirpazol-Dosis dann auch exakt reduzieren zu können.
Vielleicht wäre das etwas für dich? Ich kann dir das vom Herzen empfehlen, weil bei mir sich, seit ich mit Bupropion begonnen habe mein Verlauf stetig verbessert hat. Vor allem weil eine stabile Reduktion und in meinem Fall diese Intervalltherapie des Antipsychotikums möglich wurde, sind die Negativsymptome praktisch auf Kurz und Lang komplett verschwunden.
Von deiner Ausgangslage ist Bupropion (NDRI-Antidepressivum) als kein Aufwand.
Nur falls Miktionsstörungen auftreten, wäre Escitalopram (SSRI-Antidepressivum) als SERT-Ausgleich zum Bupropion zweckmäßig. Beide Antidepressiva egänzen sich ideal und sind für sich genommen sehr Nebenwirkugnsarm. Bupropion wirkt eben nur auf NET und DAT, die klassische SERT-Komponente üblicher Antidepressiva fehlt. NET-Hemmung fördert den Sympathikus was den Muskeltonus erhöht und bei hohen Bupopion-Dosierungen zu Miktionsstörungen (Blasenverkrampfungen) und Obstipationsbeschwerden führen kann. SERT-Hemmung fördert den Parasympathikus, was wiederum zur Muskelentspannung beiträgt und diese vegetive Muskelverkrampfungen die Bupropion machen kann aufhebt.
Escitalopram wirkt sehr selektiv auf SERT und Bupropion sehr selektiv auf NET und DAT, von daher greift die Wirkung Nebenwirkungsverringernd ineinander. Praktisch solltest du kombiniert so nahezu keine Nebenwirkungen haben. Escitalopram 5mg wäre eine kleine Dosis, die ausreicht und 150mg die Startdosis Bupropion die du Monate später durchs prophylaktische Escitalopram leichter auf 300mg erhöhen kannst.
Im Gunde funktioniert Bupropion auch ohne Escitalopram und das Escitalopram kann später ergänzt werden, nur ist es gut es vorher mit dem Psychiater abzuklären, damit du hinterher Escitalopram bekommst, statt das Bupropion abgesetzt wird.
Hier das hilft diese Eckpunkte und den Nutzen von Bupropion, dem Escitalopram und auch dem Vitamin B6 zu klären:
Praxis-Guide
(mit diesem Hintergrundwissen und etwa einer
unterschriebenen Broschüre (S.2-4) wäre dein Arzt rechtlich abgesichert und du kannst später auf die benötigten Wirkstoffe zurückgreifen, wenn du dich für eine dann durch Bupropion mögliche Reduktion vom Aripiprazol oder für eine Intervalltherapie entscheiden solltest!)
Meinst du das wäre etwas?
Ist weniger aufwendig als es klingt. Da Psychiater die rechtlich Abgesichert sind dich da eher unterstützen ist die unterschriebene Broschüre auch so wichtig, selbst wenn du nur die für dich passenden Teile davon umsetzt.