Herzlich willkommen ❤️

Das Schizophrenie-Forum ist da für Diskussionen rund um das Thema Psychose. Hier findest Du individuelle Beratung und Hilfe.

Registriere Dich, um alle Vorteile und individuelle Beratung nutzen zu können! Die Diskussionen sollen auch dabei helfen, unverarbeitete Themen in der Psychose besser verarbeiten zu können, andere Meinungen und Sichtweisen zu bekommen, um besser mit der Erkrankung umzugehen.
Für Angehörige, Betroffene, Therapeuten und alle, die sich interessieren und sich einbringen wollen.

Jetzt registrieren!

Im Forum findest Du eine Medikamente-Empfehlung.

Die empfohlene Wirkstoffkombination ermöglicht ein relativ normales Leben trotz Erkrankung. Anders als bei den herkömmlichen Therapien hilft diese Wirkstoffkombination auch bei Negativsymptomen, was den Verlauf der Erkrankung erheblich verbessern kann.

Empfehlung

Gedankenlautwerden oder Zwangsgedanken?

New member
Registriert
09.09.2021
Beiträge
5
"Danke"
0

Hallo,

ich frage mich, ob ich tatsächlich an Gedankenlautwerden leide, oder an Zwangsgedanken.

Ich habe ständig den Gedanken "bring dich um". Nehme es so war, dass ich es in meiner inneren Gedankenstimme höre, als würde ich es immer wieder im Kopf durchgehen. Es kommt immer wieder, mal habe ich das gar nicht, mal den ganzen Tag. Ich würde sagen, dass es teils meine Gedanken sind, teils kommt es automatisch, ohne dass ich es will, es ist also gemischt. "Gefühl des gemachten" habe ich nicht (Ich Störung), auch sonstige Symptome habe ich nicht. Mein Psychiater meint aber es sei Gedankenlautwerden, er sei sich aber nicht sicher und hat nebenbei erwähnt es könnte auch Gedankendrängen sein.

Laut Definition von Gedankenlautwerden hört man seine Gedanken als von außen kommende Stimme, die die Gedanken laut "vorliest". Das habe ich nicht.

Laut Definition sind Zwangsgedanken unerwünschte, aufdringliche und sich wiederholende Gedanken, Gefühle, Ideen oder Empfindungen, derer man sich nicht entledigen kann. Das trifft schon eher auf mich zu.

Laut Definition ist Gedankendrängen wenn einem immer wieder ungewollt neue Gedanken/Ideen von außen aufgezwungen werden. Das trifft so halb auf mich zu, ich habe nicht das Gefühl, dass die Gedanken von außen kommen, sondern eben von innen.




Was würdet ihr sagen? Hat jemand ähnliche Erlebnisse?

 
Active member
Registriert
30.11.2019
Beiträge
154
"Danke"
33

Hallo sadinas!

Ich bin mir nicht ganz sicher, warum dir diese Unterscheidung so wichtig ist.

Geht es nicht viel mehr darum - egal wie es nun heißt -, was du tun kannst, um einen besseren Umgang damit zu finden?

Empfindest du es als aus dir selbst kommend oder von außen eingegeben?

Ich persönlich hab gegen derartige Gedanken angekämpft.

Ich wollte nicht, daß sie sich ausbreiten und dadurch die Hemmschwelle sinkt, es tatsächlich zu tun.

Als Christin bin ich dabei ins Gebet gegangen und hab mit Gott geredet, wenn sowas auftrat bzw. mich mit der Bibel beschäftigt.

Ich hab also bewußt meine Gedanken abgezogen davon und auf Gott hin.

Wie gehst du damit um?
 
TS
S
New member
Registriert
09.09.2021
Beiträge
5
"Danke"
0

@Serendipity mir ist die Unterscheidung wichtig, weil ich zur Zeit auf Neuroleptika angewiesen bin, die mir leider überhaupt nichts bringen. Ich war auch schon bei fast der Höchstdosis und es hat mir nichts gebracht. Vielleicht wären Medikamente gegen Zwangsgedanken besser geeignet, habe ich allerdings noch gar nicht ausprobiert.

Ja, so ziemlich darum geht's. Es kommt würde ich sagen von mir selber, also von innen. Ich habe nicht das Gefühl, dass diese Gedanken von außen kommen, sondern wirklich von innen hochkommen.

Zur zeit bleibt mir nichts andere übrig als laut in den Gedanken "Stop!" zu rufen, das hilft ein wenig und bremst das ganze so ein bisschen ab. Religion würde mir denke ich dabei nicht viel helfen, da ich nicht viel damit zu tun habe,
 
TS
S
New member
Registriert
09.09.2021
Beiträge
5
"Danke"
0

@ion also es kommt vor allen in Stresssituationen vor, z.B. wenn ich in der Stadt unterwegs bin oder mit anderen Menschen rede. Es kommt aber auch vor, wenn ich gerade nichts mache, das ist aber seltener. Ich möchte mich keineswegs umbringen, entgegen dem Gedanken der sich ständig in mir ausspricht. Ich bin ein relativ fröhlicher Mensch, aber dieser Gedanke belastet mich schon ein wenig, da er nervt.

Sind Neuroleptika und Psychopharmaka nicht das selbe?
 
TS
S
New member
Registriert
09.09.2021
Beiträge
5
"Danke"
0
ion schrieb:
das finde ich auch ungewöhnlich da es meiner persönlichen Erfahrung nach zu keinem Gespräch kommt, da es ja auch keine gesprochenen Worte sind.
Es ist ja auch kein Gespräch, ich bekomme ja keine Antworten, sondern lediglich höre ich dieses "bring dich um" in meinen Gedanken, nicht als Stimme, sondern als Gedanke. Es läuft automatisch ab, ich kann's teilweise nicht stoppen.
 
TS
S
New member
Registriert
09.09.2021
Beiträge
5
"Danke"
0
ion schrieb:
genau das ist es ja. Das hat mit der Art zu leben und mit der Konversation, welche auf Augenhöhe stattfindet nichts zu tun. So unterhält man sich nicht. Das ist kein Sinn, welches die allgemeine Menschheit besitzt. Deshalb sollte diese "Sprache" auch nicht als solche, als Klartext ausgelegt werden. Um an das brach liegende Gefühl zu erinnern.
verstehe leider nicht was du mir damit sagen möchtest
1f615.png

 
Oben