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Gedankenlautwerden oder Zwangsgedanken?

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09.09.2021
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Hallo,

ich frage mich, ob ich tatsächlich an Gedankenlautwerden leide, oder an Zwangsgedanken.

Ich habe ständig den Gedanken "bring dich um". Nehme es so war, dass ich es in meiner inneren Gedankenstimme höre, als würde ich es immer wieder im Kopf durchgehen. Es kommt immer wieder, mal habe ich das gar nicht, mal den ganzen Tag. Ich würde sagen, dass es teils meine Gedanken sind, teils kommt es automatisch, ohne dass ich es will, es ist also gemischt. "Gefühl des gemachten" habe ich nicht (Ich Störung), auch sonstige Symptome habe ich nicht. Mein Psychiater meint aber es sei Gedankenlautwerden, er sei sich aber nicht sicher und hat nebenbei erwähnt es könnte auch Gedankendrängen sein.

Laut Definition von Gedankenlautwerden hört man seine Gedanken als von außen kommende Stimme, die die Gedanken laut "vorliest". Das habe ich nicht.

Laut Definition sind Zwangsgedanken unerwünschte, aufdringliche und sich wiederholende Gedanken, Gefühle, Ideen oder Empfindungen, derer man sich nicht entledigen kann. Das trifft schon eher auf mich zu.

Laut Definition ist Gedankendrängen wenn einem immer wieder ungewollt neue Gedanken/Ideen von außen aufgezwungen werden. Das trifft so halb auf mich zu, ich habe nicht das Gefühl, dass die Gedanken von außen kommen, sondern eben von innen.




Was würdet ihr sagen? Hat jemand ähnliche Erlebnisse?

 
TS
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@Serendipity mir ist die Unterscheidung wichtig, weil ich zur Zeit auf Neuroleptika angewiesen bin, die mir leider überhaupt nichts bringen. Ich war auch schon bei fast der Höchstdosis und es hat mir nichts gebracht. Vielleicht wären Medikamente gegen Zwangsgedanken besser geeignet, habe ich allerdings noch gar nicht ausprobiert.

Ja, so ziemlich darum geht's. Es kommt würde ich sagen von mir selber, also von innen. Ich habe nicht das Gefühl, dass diese Gedanken von außen kommen, sondern wirklich von innen hochkommen.

Zur zeit bleibt mir nichts andere übrig als laut in den Gedanken "Stop!" zu rufen, das hilft ein wenig und bremst das ganze so ein bisschen ab. Religion würde mir denke ich dabei nicht viel helfen, da ich nicht viel damit zu tun habe,
 
TS
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@ion also es kommt vor allen in Stresssituationen vor, z.B. wenn ich in der Stadt unterwegs bin oder mit anderen Menschen rede. Es kommt aber auch vor, wenn ich gerade nichts mache, das ist aber seltener. Ich möchte mich keineswegs umbringen, entgegen dem Gedanken der sich ständig in mir ausspricht. Ich bin ein relativ fröhlicher Mensch, aber dieser Gedanke belastet mich schon ein wenig, da er nervt.

Sind Neuroleptika und Psychopharmaka nicht das selbe?
 
TS
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ion schrieb:
das finde ich auch ungewöhnlich da es meiner persönlichen Erfahrung nach zu keinem Gespräch kommt, da es ja auch keine gesprochenen Worte sind.
Es ist ja auch kein Gespräch, ich bekomme ja keine Antworten, sondern lediglich höre ich dieses "bring dich um" in meinen Gedanken, nicht als Stimme, sondern als Gedanke. Es läuft automatisch ab, ich kann's teilweise nicht stoppen.
 
TS
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ion schrieb:
genau das ist es ja. Das hat mit der Art zu leben und mit der Konversation, welche auf Augenhöhe stattfindet nichts zu tun. So unterhält man sich nicht. Das ist kein Sinn, welches die allgemeine Menschheit besitzt. Deshalb sollte diese "Sprache" auch nicht als solche, als Klartext ausgelegt werden. Um an das brach liegende Gefühl zu erinnern.
verstehe leider nicht was du mir damit sagen möchtest
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