Mein Hausarzt sagt meine extrem schnelle körperliche Erschöpfung käme von der Psychose. Habt ihr sowas schon mal gehört oder wart gar selbst betroffen?
Ich kenne extreme Erschöpfung, als ich bei Ersterkrankung 2010 Risperidon hatte. Komischerweise war das dann extrem, sobald es schwere Arbeiten waren. Bei leichten Anstrengungen ging das gerade noch.
Es ist glaube ich allgemein so, dass Ärzte im Sinne der Pharmahersteller jegliche Nebenwirkungen der Psychose und der Negativsymptome anrechnen! Stimmt, sicher, dass die Psychose auch Erschöpfung macht, aber übliche Wirkstoffe können das verstärken oder eher selten abschwächen. Im Grunde werden Negativsymptome der Diagnose zugerechnet, obwohl nur ein kleiner Teil davon therapeutisch wirklich adressiert und besser wird.
Einiges wird eben an Negativsymptomen durch die Antipsychotika schlechter, und da ist man eben den üblichen Schutzbehauptungen ausgesetzt, dass man alles, was Negativsymptome angeht, einseitig der Erkrankung zuschiebt, auch wenn es durch die Antipsychotika verstärkt wird.
Partialagonisten wie dann Aripiprazol haben bei mir körperliche Kraft und Leistungsfähigkeit besser erhalten, aber Motivation und Antrieb sind trotzdem deutlich verringert gewesen.
Diese Motivation und Antrieb könnten bei Risperidon marginal besser gewesen sein, aber da hatte ich auch diese "extrem schnelle körperliche Erschöpfung".
@Enlightened, da du ja Cariprazin hast, vielleicht hast du vorher auch mal Aripiprazol probiert? Das hat bei mir zumindest keine solchen Erschöpfungssymptome gemacht und ich hab damit auch Sport machen können. Sport ist trotzdem phasenweise schwergefallen.
Heute benötige ich kein Antipsychotikum mehr und mache aktuell sogar sehr gern und motiviert Sport. Habe aktuell neu mit Joggen angefangen und es läuft überraschend gut. Vielleicht hat bei mir auch die Nahrungsergänzung, Vitamine und Mineralien neben dem Bupropion, zu diesem erheblichen Motivationsanstieg beigetragen. Ich glaube, das hängt von vielen Faktoren ab und jeder Erfolg ist in der Summe etwas wert.
Nur wenn Medikamente und Antipsychotika das von Grund auf limitieren, ist das für manche Betroffene schwerer als für andere.
Vielleicht hast du mal Aripiprazol in der Vergangenheit einzeln probiert, damit könnte das Erschöpfungsproblem eventuell besser sein. Wäre aber in deiner Situation auch nur spekulativ und bleibt einem meist kaum mehr, als die Antipsychotika durchzuprobieren.
Ich würde in so einem Fall auch mal KI befragen, bei welchen Antipsychotika der Energiestoffwechsel warum besser sein kann. Also einfach das probieren, was noch am besten wegkommt.