Wenn Sie selbt krank sein sollte und nicht nur Ihre Tochter, dann zieht sie sich ja auch aus diesem Grund vielleicht zurück.
Ja, aber was du vergisst, ist Folgendes. Wenn jemand selbst erkrankt oder venerable ist und das Kind auch krank wird, dann kann es leicht passieren, dass man fürs Kind auch nur die eigene Lebensweise es ohne Medikamente geschafft zu haben sieht.
Ich sage mal, wenn man es ohne Medikamente schafft, dann übt man womöglich unter Umständen ob gewollt oder weniger gewollt mehr Macht auf sein Kind aus als einen zusteht und ist ähnlich auch egoistisch irregeleitet. Man, kann der anderen Person gutes wollen und diese auch vor einer krassen Richtungsentscheidung stellen.
Das Verhältnis von der Mutter zur Klinik klingt weniger gut, das kann berechtigt oder unberechtigt sein, aber auch das ist eine Mauer, die den Betroffenen also die Tochter dann manipulativ auferlegt wird. Psychiatrien spielen ja in der geschützten Station auch mit den Erkrankten, fragen diese aus und haben auch strafende Maßnahmen wie Ausgangssperre oder Dosiserhöhung.
@Sinnsuche was ich aber als den Entscheidenden Unterschied sehe, ist das die Tochter Medikamente scheinbar auf freiwilliger Basis einnimmt, die Mutter aber auch die Psychiatrie kritisiert.
Vielleicht fällt es der Tochter einfach auch schwer über das zu reden was nun vorgefallen ist und dass der Streit dann eine Vermeidungsstrategie ist und das Fehlende entgegenkommen der Tochter eine Vermeidungsstrategie ist, da es selbst nur teilweise verarbeitet konnte und völlig überfordert wäre darüber mit der Mutter zu sprechen.
Wir wissen ja auch nicht was sie alles mit ihrer Tochter durchmachen musste. Ich weiß was meine Mutter mit meinem erkrankten Bruder alles durchmachen muss. Die Erkrankung kann sich gegenüber der Familie richten und auch ein Elternteil zum schweren Bösewicht werden.
Das wäre überhaupt die Frage um was es geht. Wenn man seine Familie in seiner Ehre verletzt, wie keine gute Mutter gewesen zu sein und das Kind im Gegenzug für ihre Lebensweise und andre Dinge kritisiert wird oder geht es um Eltern, die auch körperlich verletzt worden sind, da bei extrem akuten Psychosen diese Kontrolle über sich wegbrechen kann oder es auch Betroffene gibt die wie ferngesteuert von einem Dämon die Kontrolle über sich selbst und ihr Handeln verlieren.
Zudem ist man eben anfälliger für Handlungen im Affekt, wenn die präfrontale Kontrolle ganz zusammenbricht.
Problem ist ja auch das Standardthearpien, häufig nur Dämpfung im Sinn haben und der präfrontale Kortex damit weiter geschwächt wird. NET-Hemmer die präfrontales Dopamin Modulieren hat man therapeutisch lange ignoriert und schlichtweg Betroffene immer nur zur Wahl gestellt ihre hauptsächlich dämpfenden Medikamente einzunehmen oder ihre Medikamente selbstständig ohne ärztliche Mitverantwortung abzusetzen. Zwischenlösungen und Kompromisse wie Bupropion die den PFC über NET- und das Striatum über DAT-Hemmung stabilisieren wurden dabei als Amphetamine verteufelt, also den Patienten wurden wichtige Wirkstoffe vorenthalten, wo man erst jetzt auf mehr Unterstützung bangen und hoffen kann.
Das auch medizinische Versäumnisse zu solchen Tragödien im Einzelfall Beitragen ist klar, nur das die Schuldfrage keine Einfache ist sollte dann auch klar sein, selbst wenn jeder Betroffene für seine Handlungen selbst die Verantwortung trägt, können Gesellschaften auch bewusst etwas vermeidbares herbeiführen und bewusst wegschauen, wenn hinschauen gefragt ist.
Es hat schon auch Gründe warum Betroffene als Schuldunfähig gelten, wenn man vor harten Richtungsentscheidungen statt vor weichen Kompromissen gestellt wird und betroffen so lange Leiden oder die Medikamente mit aller Gewalt absetzen, bis man an diese natürlichen und neuobiologischen Grenzen anstößt.
Mit der
Intervalltherapie, die Bupropion (oder gering dosiertes Methylphenidat) voraussetzt versuche ich das auch schon lange zu erklären, wo man bereits vor über 10 Jahren im hochgepriesenen KNS-Forum (Kompetenznetz-Schizophrenie) hätte hinschauen können. Auch da hat man vorgezogen das sich Betroffenen verbal zerfleischen. Da hätte man schon auch besser hinhören können und Studien zu Bupropion als Addon einleiten können. Wenn in zig Tausend Fällen immer erst etwas passieren muss, bis Leute auf der Anklagebank sitzen und Familien auf einzelne Tragödien und mit Schicksalen leben müssen, dann empfinde ich, dass als ungerecht und manchmal auch vorsätzlich von jenen die eine Wahl hatten und bewusst weggesehen haben.
Ich finde nur das es bei schizophrenen Betroffenen und Familien wirklich schlimmeres als verbale Verletzungen in der Ehre gibt und ich in der Hoffnung bleibe, das manchmal wärmer gekocht als gegessen wird.
Ich hoffe für mich selbst, Micha und ihrem Kind, dass die Psychiatrie dazulernt und man auch finanzielle Mittel bekommt, um die Dinge zu erforschen welche keinen direkten Gewinn für die Pharmaindustrie zur Folge haben müssen. Da bindet man auch häufig den Wissenschaftlern die Hände. In der Schule gibt es auch Beamte die Lehrer sind, finde in der Medizin könnte man durchaus auch Teilverstaatlichen und gute unabhängige Köpfe auch mit mehr Möglichkeiten ausstatten.