Maggi
Administrator
Inhalt
D1âRezeptoren: PrĂ€frontale Kontrolle & ArbeitsgedĂ€chtnis
Kernidee
Neurobiologische Rolle der D1âRezeptoren
Die D1ââInvertedâUâ-Logik
D1âHypofunktion im prĂ€frontalen Kortex
Verbindung zu Stress (BlockâŻD)
Verbindung zu GABA (BlockâŻA)
Klinischâtheoretische Einordnung
Kurzfazit
Querverweise
D1âRezeptoren: PrĂ€frontale Kontrolle & ArbeitsgedĂ€chtnis
BlockâŻE â Dopaminerge Rezeptorlogik
Kernidee
D1âRezeptoren sind der kognitive VerstĂ€rker des Gehirns.Sie stabilisieren prĂ€frontale Netzwerke und ermöglichen Fokus, ArbeitsgedĂ€chtnis und Reizselektion.
Nicht âmehr Dopaminâ ist entscheidend, sondern eine prĂ€zise dosierte D1âAktivitĂ€t.
Neurobiologische Rolle der D1âRezeptoren
D1âRezeptoren sind vor allem im prĂ€frontalen Kortex (PFC) lokalisiert und modulieren:- ArbeitsgedĂ€chtnis
- Aufmerksamkeitsfokus
- kognitive Kontrolle
- UnterdrĂŒckung irrelevanter Reize
Sie wirken ĂŒber Gsâgekoppelte Signalwege (cAMP/PKA) und beeinflussen die StabilitĂ€t neuronaler Netzwerke.
Die D1ââInvertedâUâ-Logik
D1âAktivitĂ€t folgt einer umgekehrten UâKurve:- zu wenig D1âAktivitĂ€t
â Netzwerke zerfallen
â Ablenkbarkeit
â kognitive InstabilitĂ€t - moderate D1âAktivitĂ€t
â optimale NetzwerkstabilitĂ€t
â Fokus & ArbeitsgedĂ€chtnis
â effektive Reizfilterung - zu viel D1âAktivitĂ€t
â Ăberstabilisierung
â kognitive RigidiĂ€t
â verminderte FlexibilitĂ€t
Diese Logik ist zentral fĂŒr das VerstĂ€ndnis kognitiver Symptome bei Psychosen.
D1âHypofunktion im prĂ€frontalen Kortex
Bildgebende und postmortale Studien zeigen konsistent:- reduzierte D1âSignalĂŒbertragung im PFC bei Schizophrenie
- besonders ausgeprÀgt bei kognitiven Defiziten
- unabhÀngig von Positivsymptomen
Diese D1âHypofunktion erklĂ€rt:
- instabiles Denken
- reduzierte ArbeitsgedÀchtnisleistung
- erhöhte Ablenkbarkeit
Verbindung zu Stress (BlockâŻD)
Stress wirkt direkt destabilisierend auf D1âabhĂ€ngige Netzwerke:- adrenerge Eskalation (α1/ÎČ) verschiebt D1 aus dem optimalen Bereich
- prÀfrontale Kontrolle bricht ein
- limbische Systeme ĂŒbernehmen
Verbindung zu GABA (BlockâŻA)
D1âvermittelte StabilitĂ€t ist abhĂ€ngig von GABAâInterneuronen:- GABA sorgt fĂŒr prĂ€zise zeitliche Kontrolle
- D1 verstÀrkt gezielte AktivitÀt
- bei GABAâDefiziten wird D1âStabilisierung ineffektiv
Klinischâtheoretische Einordnung
- D1âDefizite erklĂ€ren kognitive Symptome besser als D2
- sie sind nicht primÀr psychotisch, sondern destabilisierend
- sie erhöhen die VulnerabilitĂ€t fĂŒr Fehlgewichtung (E.2)
Kurzfazit
D1âRezeptoren stabilisieren prĂ€frontale Netzwerke und ermöglichen kognitive Kontrolle.Bei Schizophrenie ist diese Funktion hĂ€ufig geschwĂ€cht, was zu instabilem Denken, Ablenkbarkeit und StressanfĂ€lligkeit fĂŒhrt.
E.1 legt damit die Grundlage fĂŒr das VerstĂ€ndnis, warum SalienzâFehlgewichtung (E.2) ĂŒberhaupt entstehen kann.
Querverweise
- BlockâŻD.4: α2âKontrolle & prĂ€frontale StabilitĂ€t
- BlockâŻA.6: GABAâInterneurone & NetzwerkâTiming
NĂ€chster Schritt: