Nein besser nicht ich habe bereits 2 Medikamente und zusätzlich noch escitalopram wäre zu viel vorallem da ich schon Libido Probleme habe am besten wäre etwas auf Bedarf was ich nehmen kann wenn es schlimm ist
Das Escitalopram ist längerfristig kein Problem, wobei du zuerst Amisulprid reduzieren kannst. Wenn du mehr Libido und Emotionalität hast durch Reduktion oder theoretisch interessante Intervall-Einnahme des Amisuprids, oder wenn durch Bupropion Nebenwirkungen wie Obstipation oder Miktionsstörungen auftreten sollten, dann wäre zusätzliches Citalopram sinnvoll.
Die Libido ist bei dir eher wegen der Prolaktinerhöhung durch das Amisulprid begrenzt, nur ist es für die antipsychotische Wirkung wichtig, die Bupropion teilweise ersetzen kann. Nach vollständigem Absetzen des Amisulprids ist Bupropion nur noch temporär antipsychotisch und antidepressiv wirksam.
Du kannst schauen, ob und wie weit du Amisulprid unter stärkerer Selbstbeobachtung reduzieren kannst. Wenn dann Emotionen und Libido übermäßig zurückkommen oder bei höheren Dosierungen von Bupropion (300 mg sind Standard und Zieldosis) Probleme mit Mition oder Obstipation da wären, dann kannst du Escitalopram ohne Weiteres ergänzen.
Escitalopram wird auch bei ADHS häufig eingesetzt und bei Depressionen. Das ist ein sehr selektives Medikament mit wenig Nebenwirkungen, was du anhand der Dosis auch nur gering dosiert einsetzen kannst. Ich würde es, wenn du in ein paar Wochen noch Panik, Ängste oder Grübelgedanken oder depressive Verstimmungen hast, nur probeweise empfehlen.
Amisulprid fehlt es an 5-HT1A-Wirkung und
Bupropion bringt an der Stelle auch nichts.
Escitalopram gleicht, wie du im Link sehen kannst, die SERT-Wirkung und die 5-HT1A-Wirkung aus, was antidepressiv zielführender ist. Diese emotionale Stabilisierung, die Amisulprid über antipsychotische Wirkmechanismen macht, welche das Prolaktin erhöhen, wird beim Escitalopram mit milderen Mechanismen ersetzt, wo du dann anhand der Dosis das bei dir bedarfsgerecht steuern kannst.
Bupropion ist antidepressiv schwach. Du solltest dir keine primäre antidepressive Wirkung erhoffen, da es antipsychotisch bei Negativsymptomen, insbesondere Kognition und Positivsymptomen, wirkungsvoll ist. Ein Teil der Ängste kann mit Bupropion weniger werden, da es eher gut fürs Herz ist, aber Ängste sind ein sehr breiter Begriff, bei welchem auch der Mechanismus von SSRI‑Antidepressiva bei anderen Formen von Angst und Panik wichtig ist.
Hohe Dosierungen von Amisulprid gehen aufs Herz. Du kannst das hier in der Spalte Herzrisiko sehen:
https://schizophrenie-forum.com/psy...hotika_nebenwirkungen_referenz_2026-pdf.2772/
Ich hatte, als ich zum zweiten Mal in der Klinik auf Risperidon hoch- oder überdosiert wurde, auch starke Herzschmerzen bzw. psychosomatische Schmerzen im Brustbereich. Ich würde das ernst nehmen, als psychosomatisches Körpersignal, was eher auf eine gewisse Feinfühligkeit zurückgeht, auch wenn du keine objektiven Herzprobleme hast, können Ängste und Stress zu dieser Art Psychosomatik beitrage.
Antipsychotika nehmen Stress und Ängste weg, aber die Probleme bleiben vorhanden. Bupropion verbessert die aktive Stressverarbeitung und ermöglicht dir eine stabile Reduktion des Antipsychotikums, was diese Art von Ängsten verkleinert, indem du diesen Stress besser verarbeitest und dein Leben besser bewältigen kannst. Unter mehr Druck stabil funktionierst, was sich in positivem, produktivem statt negativem Stress zeigt.
Kann man als Aberglaube hinnehmen, aber ich würde Psychosomatik ernst nehmen, denn Antipsychotika können aufs Herz gehen und man stirbt aus unterschiedlichen Gründen mit Schizophrenie 15–30 Jahre füher als die Normalbevölkerung.
Deswegen würde ich mich an keinen Standardtherapien festklammern und den gezielten Einsatz von selektiven Antidepressiva, als deutlich unproblematischer als Antipsychotika sehen. Antipsychotika sind extrem starke Medikamente, die häufig in ihrer Wirkung so sehr überwiegen, dass Antidepressiva eher abgeschwächt werden. Eine akute Psychose setzt die Wirkung von Antidepressiva auch auf fast Null herunter, da Denkbeschleunigungen bei Psychose zunehmen und dann Depressives (postpsychotische Depression) und Absetzpsychose auftreten. Antipsychotika sind antidepressiv häufig verlässlicher wirksam, wenn man eine Depression hat.
Bupropion wirkt also primär eher antipsychotisch, aber neben Positivsymptomen bessern sich auch Negativsymptomen und Kognition. Damit es gut wirkt, solltest du bewusst und beobachtend das Amisulprid über Monate reduzieren, die für dich kleinste antipsychotische Dosis finden, und dann kannst du über eine Intervall-Einnahme des Antipsychotikums nachdenken. Besonders dann wäre Escitalopram (gegen Nebenwirkungen und zur emotionalen Stabilisierung) und Trimipramin-Tropfen (zur Schlafförderung) wichtig.
Dir sollte eben klar sein, dass Bupropion einen Großteil der Wirkung von Amisulprid ersetzen kann, also dass du so leichter deine vorherigen 150mg (die gerade so bei weniger Stress funktioniert haben) oder Dosierungen um 100mg erreichen könntest.