Bei mir kommt die unruhe aber nicht vom Risperidon sondern vom Quetiapin. Aber die 100mg Quetiapin zum schlafen macht mir nix
1. Mehrere Antipsychotika gleichzeitig
- Risperidon und Amisulprid haben beide eine starke D2-Blockade.
- Quetiapin ist schwächer, aber kann RLS verstärken.
- Antipsychotika können sowohl Akathisie als auch RLS-ähnliche Symptome auslösen.
Demnach kann Quetiapin RLS verstärken, aber das kann auch eine Mischung aus RLS und Akathisie bei dir sein.
Hier die Vitamine und Mineralien die auch bei Schizophrenie so nützlich sein können und bei RLS helfen können (siehe beitrag oben)
🔍 Rolle von Vitaminen & Mineralstoffen
Eisen
→ Der wichtigste Faktor.
Magnesium
- Wird oft diskutiert.
- Kann bei Muskelkrämpfen helfen, aber RLS-spezifisch ist der Nutzen nicht gut belegt.
B‑Vitamine
- B12-Mangel kann neuropathische Symptome verursachen, die RLS ähneln.
- Bei tatsächlichem Mangel kann eine Behandlung sinnvoll sein.
- Aber: B‑Vitamine sind keine Standardtherapie für RLS.
Folsäure (Vitamin B9)
Vitamin D
- Es gibt Hinweise auf Zusammenhänge, aber keine klare therapeutische Empfehlung.
Was dir gegen die RLS helfen kann wäre vor allem Eisen, da das auch zu den therapeutischen Ansätzen gehört.
- Eisen
💊 Therapeutische Ansätze (allgemein, nicht individuell)
1. Eisenstatus prüfen
Typisch wird geschaut auf:
- Ferritin
- Transferrinsättigung
- CRP (um Ferritin richtig einzuordnen)
Zielbereich für RLS: Ferritin oft > 50–75 ng/ml (allgemeine Info, kein individueller Zielwert).
2. Dopaminerge Therapie
Wird häufig eingesetzt, aber:
- Nur bei gesicherter Diagnose
- Risiko von Augmentation (Symptomverschlechterung bei Langzeitgabe)
3. Alpha‑2‑Delta-Liganden
Werden oft bevorzugt, wenn dopaminerge Therapie nicht passt.
4. Lebensstil / Schlafhygiene
- Regelmäßiger Schlaf
- Vermeidung von Koffein, Alkohol, Nikotin am Abend
- Moderate Bewegung
5. Behandlung auslösender Faktoren
- Eisenmangel beheben
- Medikamentenliste prüfen (falls möglich)
Was auch helfen kann wäre B12 wobei ich dir so ein hochdosiertes B-Komplexpräperat empfehlen kann wo B12 im übermaß vorhanden ist:
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Vitamin B-Komplex (kann erstmal täglich eingenommenw werden)
Vitamin B6 ist für die Neurotransmittersynthese sehr wichtig und würde ich seperat hochdosiert auffüllen, wobei das 100 mg also eine sehr hohe Dosis wäre. Dabei sollte man auf Ameisenlauf oder Taubheit in den Fingern und so achten, da es bei so hohe Dosierungen bei Dauereinnahme periphere Neuropathie auslösen kann. 100 mg ist eher für Wochen oder Monate geeignet und man sollte da achtsam sein. Da Symptome die von RLS ähnlich sind sollte man da besonders Achtsam sein. Symptome von B6 Mangel sind ähnlich der Symptome bei Überschuss (periphere Neuropathie), womöglich könnte RLS damit also auch besser werden.
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Vitamin B6 100mg (sind 250 Kapseln - Erstmal so 2-3 Monate täglich anpeilen und auf Symptome peripherer Neuropathie achten)
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Vitamin B9 (Folsäure, da wäre Metylfloat gut Bioverfügbar liegt aber im B-Komplex ausreichend vor)
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Magnesium ist wegen GABA bei Schizophrenie auch gut wobei ich Magnesiumcitrat wegen Magen-Darm bevorzuge. Da müsstest du schauen was bei dir besser passt, damit sich keine Obstipation verschlechtert.
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Vitamin D aufzufüllen ist auch gut, vor allem im Winter beugt es Depressionen etwas vor und schadet nix das ausreichend zuzuführen.
@goped du könntest also bei dir
Eisen überprüfen lassen und auch so etwas ergänzen oben findet sich:
Zielbereich für RLS: Ferritin oft > 50–75 ng/ml
Oben findest du auch folgendes:
2. Dopaminerge Therapie
Wird häufig eingesetzt, aber:
- Nur bei gesicherter Diagnose
- Risiko von Augmentation (Symptomverschlechterung bei Langzeitgabe)
Demnach wäre
Bupropion in dem Kontext interessant, aber das kann
beim Risperidon zu sehr starken Blutspiegelanstiegen um ca. 1,4–5 Fach führen (bitte genau informieren, da dies erste Auswertungen sind), da Risperidon hauptsächlich über CYP2D6 verstoffwechselt wird. Das magt es in der Zusammenstellung riskant, ohne das ich das genauer Einschätzen kann.
Bupropion blockiert CYP2D6 sehr stark. (Im Vergleich wäre beim Aripiprazol ein
1,4–1,7 Facher Blutspiegelanstieg durch CYP2D6 blockade
moderat)
Paliperidon wäre in dem Fall eine Alternative zum Risperidon, da es keine CYP-Interaktionen macht, also da keine Probleme machen sollte.
Kenne einen Patienten bei welchem Paliperidon 25 mg Depot erfolgreich kombiniert wurde und von einem stabilen Langzeitverlauf die letzten 10 Jahre kombiniert mit Lithium und 150 mg Bupropion die Rede ist.
Da Bupropion (NDRI Antidepressivum) eher Richtung Noradreanlin wirkt, kann es bestehende Verstopfungssymptome eher fördern und würde ich dir von daher eher in Verbindung mit Citalopram oder Sertralin (SSRI Antidepressivum) empfehlen. SSRI's wiederum können RLS etwas begünstigen
Es wäre in meinen Augen nur denkba,r wenn du statt Risperidon auf Paliperidon(Dosisäqualent dazu) umstellst und Bupropion (Dopaminerg) einnehmen möchtest, dass du dann ein SSRI ergänzt da dies Obstipation sehr gut vorbeugt. Dann eignet sich Sertralin wegen weniger QTc-Verlängerungen in deiner Situation womöglich besser, da Amisulprid auch etwas QTc lastig ist.
Bupropion NDRI kann eben auch so Motivation und Antrieb geben, wäre aber bei dir eher im Doppelpack mit SSRI Sertralin gut adaptierbar. Wobei du vor dem Bupropion dann erstmal vom Risperidon zum sehr ähnlichen Paliperidon umsteigen müsstest, da die möglichen Blutspiegelansteige des Risperidons durch Bupropion sehr schwer einschätzbar sind. Paliperidon ist ja der aktive Metabolit des Risperidon's und praktisch gleichwertig, oder zumindest sehr ähnlich.