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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Amisulprid 150 mg genommen wegen depressionen zu schnell abgesetzt, jetzt geht es mir sehr sehr schlecht, Hilfe

Siri1976

Well-known member
Hallo zusammen,

ich habe vor 3 Monaten Amisulprid 150 mg zu schnell abgesetzt. Jetzt geht es mir so schlecht, dass ich es kaum noch aushalte. Mein ganzer pfc hat kein Dopamin mehr.

Ich möchte es in der Klinik wieder eindosieren. Problem, wie mache ich das. Es wirkt ja in den Dosen hauptsächlich präsynaptisch, also Dopaminausschüttend. Da ich mit Sicherheit eine dopaminsupersensitivität habe, habe ich beim wiedereinnehmen Angst, eine Psychose zu entwickeln, da die d2 Blockade ja nicht direkt greift. Wie kriege ich das am besten hin?

Und wirkt es auch wieder wie vorher?

Noch ein Problem, es wirkt anfangs super, alle Symptome sind weg. Nach ein paar Wochen schlägt die Wirkung in Angst und Unruhe, keine akathesie, um. Gibt es ein Begleitmedikament, dass diesen Umschlag verhindern kann, so dass die gute Wirkung bleibt?

Lg Silke
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber das verstärkt meine Depression massiv. Eigentlich wollte ich sogar bei 100 mg eindosieren. Hoffe, das reicht. Aber wie schaffe ich das? Selbst bei 200 mg dauert die Blockade ja bei einer dopaminsupersensitivität nach 3 monatigem absetzen.
 
Aber was ist bei den 50 mg, die ja fast nur dopaminfördernd sind, und der supersensitivität im limbischen System. Was passiert bei nur 50 mg mit den hochempfindlichen Rezeptoren?
 
Kann mir keiner dabei helfen oder Tipps geben? Ich bin so verzweifelt. Ich wollte eigentlich kein Neuroleptika mehr nehmen, da ich sie alle nicht vertrage, aber ich schaffe die Jahre nicht, bis sich das limbische System desensibilisiert.
 
Wenn du keine Neuroleptika verträgst, wie soll man dir dann helfen?
Beruhige dich. Das Amsulprid verträgt man gut wenn man es regelmäßig einnimmt und nicht einfach von heute auf morgen absetzt. Da hast du falsch gehandelt. Man schleicht es langsam aus und das über Wochen 100-75-50-25.
Ich nehme 100 mg Amisulprid jeden Morgen ein und das schon seit Jahren und mir geht es gut dabei.
100 mg wirkt antidepressiv, stimmungsaufhellend und antriebssteigernd. Ich käme nie auf die Idee es abrupt abzusetzen. Mein Gehirn würde rotieren.
Falls du noch eine Packung zuhause liegen hast würde ich sofort 100 mg einnehmen und das konsequent jeden Tag, damit dein Dopaminhaushalt wieder in Ordnung kommt.
 
Aber ich glaube so einfach ist das nicht. Die dopaminauschüttumg passiert sofort und die deckelung der supersensitivität dauert länger. Also trifft das anfängliche Dopamin auf die hochempfindlichen Rezeptoren im limbischen System. Das sprengt alles.
 
Amisulprid gilt eigentlich nicht als richtiger Partialagonist am Dopamin D2-Rezeptor, deshalb erscheint mir diese Befürchtung bei Dosen ab ca. 100..150 mg/Tag nicht begründet zu sein. Es wird zuverlässig dämpfen, sodass der postulierte "Dopaminexzess" nicht auftritt.
 
Woher weißt du das? Ich habe Angst, das es nach dem schnellabsetzen nur noch den blockierenden Zustand hat und nicht mehr den antidepressiven im pfc. Absetzen ist 3 Monate her.
 
Was bedeutet pfc? Du verwechselst da was. Deine irrationalen Gedankengänge machen dich neurotisch. Sei da bitte etwas vorsichtig.
Habe mal vor Jahren Amisulprid abrupt abgesetzt. Nach 3 Wochen landete ich in der Psychiatrie. Die Ärzte dort stellten mich dann neu auf Amisulprid ein und es ging mir wieder besser. Von daher weiß ich das.
 
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