Willkommen im Psychose Forum ❤️

Unser Online-Forum bietet Hilfe beim Austausch über Psychose & Schizophrenie.
Betroffenen, Angehörige, Psychiatrie-Erfahrene und Experten lernen hier voneinander.
Es soll damit ermöglicht werden, schnelle, hochwertige und akkurate Unterstützung zu finden sowie die notwendigen Leistungen, die einem bei dieser teils schwer verlaufenden Erkrankung zustehen.
Hier finden Sie individuelle Beratung, aktuellste Medikamente und Therapieempfehlungen, sowie viele nützliche Informationen rund um die Erkrankung, mit entsprechenden Diskussions- und Austauschmöglichkeiten.

Eines unserer Ziele ist es, Ihnen dabei zu helfen, unverarbeitete Probleme besser zu bewältigen und neue Perspektiven zu entdecken, da die Verarbeitung der Symptome ein zentrales Thema bei der Bewältigung der Erkrankung darstellt. Dabei können Erfahrungen anderer Betroffener mit ähnlichen Symptomen sehr helfen.


Jetzt registrieren!

Etwas ganz Besonderes ist zudem eine neuartige 🩺medikamentöse Therapieoption💊 bei Psychose, welche auch bei Negativsymptomen hochwirksam ist und den Krankheitsverlauf insgesamt deutlich verbessert.

Alkohol und Psychosen

Maggi

Administrator
Registriert
8 Nov. 2016
Beiträge
2.922
Bei mir hat Alkohol meistens einen schlechten Schlaf zur Folge und dass der nächste Tag dann gelaufen ist.

Ich trinke zwar relativ wenig und gelegentlich, aber vielleicht sollte ich es möglichst sein lassen.

Wie geht ihr mit dem Thema Alkohol um?
 
ich bin bisher nicht süchtig geworden von dem zeug, auch mit schizophrenie nicht. bin 35 und habe schon oft etwas getrunken, seit meinen jugendjahren. eine zeitlang vor ausbruch der erkrankung trank ich sehr oft und kiffte auch. mir ging es gut, wollte nur drauf sein. als die krankheit dann ausbrauch, zog ich mich zurück und trank nur ab und zu mal was, manchmal jahrelang nix. gestern hat mein vater beim grillen bier getrunken und ich habe nix getrunken. wichtig ist, dass man sich nicht betäubt und auf das leben auch ohne alkohol und drogen klarkommt. man lernt das aber auch in einer therapie, also man kann manches oder vielleicht auch alles zum stillstand bringen. das fällt mir jetzt spontan dazu ein. ich trinke gerne mal was, mag z.B. rum.
 
Ich habe das glaube ich in einem anderen Thema schon mal erwähnt, aber Alkohol und Psychopharmaka haben eine verstärkende Wechselwirkung, deshalb ist Alkoholkonsum wenn man medikamentös eingestellt ist gefährlich und kann bis zum Koma oder Atemstillstand führen. Diese Info musste ich aber auch erst selbst recherchieren, nachdem mir meine Freundin erzählt hat, dass sie zu der Zeit, als sie Quetiapin genommen hat (gegen Borderline-Gefühlsausbrüche und zum Einschlafen) nichts getrunken hat aus diesem Grund. Mein Psychiater hat mir davon nichts erzählt, was ich unverantwortlich finde. Eigentlich sollte jeder Psychiater darüber informieren, sonst kann es passieren, dass sich Patienten unbewusst in Lebensgefahr bringen.
Richtig gefährlich wird es wohl erst ab einem höheren Konsum als dem Feierabendbier oder mal einem Glas Wein, aber ich trinke auch das nicht mehr, weil es mir einfach nichts gibt. Es gibt alkoholfreie Alternativen, die für mich genauso schmecken und einen Rausch antrinken kann ich wie gesagt nicht, ohne dass es sehr gefährlich wird und will ich auch nicht mehr. Ich hab mich schon vor den Psychosen dazu entschieden, nichts mehr zu trinken, das liegt zum Teil auch daran, dass meine Mutter Ex-Alkoholikerin ist und ich dadurch eine Abneigung gegenüber Alkohol entwickelt habe.
 
Alkohol... Ich kann nicht mit ihm, aber ohne auch nicht. Es ist manchmal schön, am Abend ein paar Bier zu trinken und Musik zu hören. Allerdings ist Alkohol ein schlechtes Schlafmittel (das stimmt, Maggi!), ich bin dann meist auch schon mitten in der Nacht wieder wach. Wenn ich aber eine längere Pause über mehrere Wochen einlege, dann ist es oft so, dass ich schon am frühen Abend ins Bett flüchte, weil ich nichts mehr zu tun habe. Irgendwie geht einem dann das Bier am Abend ab.
 
Als ich damals meinen Führerschein abgeben musste (wegen Cannabis am Steuer) musste ich eine MPU machen. In dem Rahmen hatte ich eine Suchtverlagerung zu Alkohol. Seit dem trinke ich, mit wenigen Unterbrechungen, täglich. Ich versuche zur Zeit wieder mal damit aufzuhören. Ich bin auch medikamentös eingestellt und hab damit keine Probleme. Das einzig große Problem, das sich daraus ergibt ist, dass ich schlafwandle wenn ich viel getrunken habe (mehr als 7 x 0,33L). Das hat schon dazu geführt, dass ich mich nachts öfter aus meiner Wohung ausgeschlossen habe und ich im Winter barfuß zu meiner Freundin laufen musste, oder von Nachbarn aus jemanden anrufen konnte, der einen Ersatzschlüssel hat xD Alles Warnzeichen, aber ich kann leider nicht damit aufhören, weil der Suchtdruck zu groß ist. Ich muss es langsam mal auf die Kette bekommen und zur Suchtberatung gehen ...
 
@Nocturna
Du könntest Naltrexon einnehmen, um die Alkoholsucht in den Griff zu bekommen:
https://www.deutsche-apotheker-zeit...rexon-zur-behandlung-von-alkoholabhaengigkeit

Ich selbst nehme Naltrexon zur Gewichtsreduktion wobei man das da mit Bupropion kombiniert. Das Bupropion ist gleichzeitig ein Nikotinentwöhnungsmittel, was mir besonders bei den Negativsymptomen hilft.
Die 50mg Tabletten Naltrexon viertle ich und nehme die vor jeder Malzeit(3x am Tag)

Wenn du das probieren möchtes, würde ich dir die komplette Medikamente-Empfehlung + Naltexon empfehlen.

In deinen Fall wäre das Naltrexon dann gegen die Alkoholhabhängigkeit und das Bupropion(wie in der Empfehlung) wäre gegen Negativsymptome und falls du Nikotinabhängig bist hilft das auch sehr den Suchtdruck zu minimieren.
Dabei ist es dann möglich, mit nur sehr wenig Neuroleptika(in dem Fall Aripiprazol) auszukommen.

Welche Medikamente nimmst du zurzeit ein?
 
@Maggi Danke für die Mühe! Ich wusste garnicht dass es so ein Mittelchen gibt. Zur Zeit nehme ich 5mg Olanzapin, aber ich bin dabei es auszuschleichen, weil ich eigentlich keine Medikamente nehmen möchte. Es ist gut das Medikament in der Hinterhand zu wissen. Wenn ich einen Rückfall erleide, werde ich mich damit noch eingehender Befassen und es meinem Psychiater vorschlagen. Vielen Dank! (Aripiprazol habe ich vo dem Olanzapin genommen und es ging garnicht. Ich hatte einen starken Antrieb und konnte nicht mehr bequem Sitzen. Das war eine Qual und ich bin froh, dass ich davon weg bin.)
 
Ich trinke fast nie Alkohol, weil ich meine Gehirnzellen schonen will, wegen der Tabletten und weil es mir eigentlich nicht so schmeckt. Aber ich vertrage es auch nicht und komme aus einer alkoholabhängigen Familie.
 
Zurück
Oben Unten