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Schizophrenie‑ & Psychose‑Forum

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Dieses Forum richtet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte, die bei Psychose und Schizophrenie verlässliche Orientierung jenseits von Ideologie und vereinfachenden Erklärungen suchen.

Medikamentöse Orientierung bei Psychose & Schizophrenie

Eine strukturierte Übersicht zu Antipsychotika, Begleitmedikationen und Reduktionsansätzen – mit Fokus auf therapeutische Fenster, funktionelle Stabilität und langfristige Verträglichkeit.
Die Inhalte orientieren sich an modernen neurobiologischen Modellen und an Arbeiten von Prof. Dr. Stephen M. Stahl.

Zur Langfassung der medikamentösen Orientierung

Didaktisch klar und leicht verständlich aufbereitete Einordnung zu Wirkstoffen, Wirkmechanismen und Behandlungsstrategien bei Psychose und Schizophrenie – mit neurobiologischer Perspektive und klarer Struktur.

[PDF] Kurzfassung – praxisorientierte Broschüre

2‑seitige druckfertige Übersicht zu Medikation, Intervalltherapie und Nebenwirkungsprofilen – geeignet für Praxis, Beratung, Ausdruck und Weitergabe.

Strukturelle Fehlanreize in der Psychiatrie und ihre Folgen

Warum moderne, patientenzentrierte Therapieansätze trotz klinischer Plausibilität kaum erforscht werden, während bestehende Strukturen und Marktlogiken Innovation systematisch ausbremsen. Der Beitrag analysiert ökonomische, regulatorische und therapeutische Fehlanreize und zeigt, wie diese Strukturen Therapiequalität, Innovation und langfristige Stabilität beeinflussen.

Fachbeitrag: Strukturelle Fehlanreize in der Psychiatrie – warum Innovation oft ausgebremst wird

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Akineton

Ute

Well-known member
Kennt ihr das Medikament,
mein sohn bekam es gegen nebenwirkungen von aripiprazol,
es tut ihm sehr gut
 
Klingt als ob dein Sohn einen krampfanfall hatte. Nein ich musste das nie einnehmen und nehme Abilify seit 7 Jahren.
 
Er immt erst 3 wochen aripiprazol und hat starkes muskelzucken. Akineton half schnell.
Mein sohn spürte aber noch keine positive wirkung auf seine psychose vo aripiprazol. Aber nach akineton fühlte er sich gut, einfach mal gut
 
Klingt als ob dein Sohn einen krampfanfall hatte. Nein ich musste das nie einnehmen und nehme Abilify seit 7 Jahren.
Ich hatte auch Akineton in der Klinik damals, aufgrund von Nebenwirkungen durch Haldol.

@Ute ist dein Sohn in der Klinik oder welche Dosierung hat er? Bei höheren Neuroleptika-Dosierungen treten zwangsläufig auch Nebenwirkungen auf und die kann man mit Akineton reduzieren. Am ersten Tag oder zu Beginn der Einnahme wirkt es euphorisierend, wobei das nachlässt, also das ist im Grunde nur bei hohen Dosierungen oder echte Unverträglichkeiten gut, die auch so vorkommen können.
5-30 mg ist der Dosisbereich vom Aripiprazol. 5-15 mg ist so der Normdosisbereich, wobei Aripiprazol selbst unter 5 mg noch akut wirksam sein kann. Ganz zu Beginn der Erkrankung wird man häufig überdosiert und dann später zur Entlassung bei der Klinik wird das etwas weniger und dann wird es auch erträglich. Aripiprazol ist an sich sehr gut verträglich, kann bei höherer Dosis etwas zur Akathisie (Sitzunruhe) neigen.
Kann sein, dass man ganz am Anfang der Erkrankung mehr braucht, damit der Kopf erstmal wieder freier wird. Akineton setzt man dann später bei Verringerung der Dosierungen oder Umstellung normal wieder ab, sind ja häufig keine Dauermedikamente.

Seit wann ist dein Sohn erkrankt und wie viele Rückfälle hatte er schon?

Später, wenn er auf einer kleinen Aripiprazol-Dosis eingestellt ist, dann wäre die Medikamente-Orientierung auf längere Sicht eine gute Möglichkeit, da ansonsten viele ihre Medikamente absetzen und schwere Rückfälle vorkommen. Das wäre ein Mittelweg für später, wie es auch mit sehr wenig Antipsychotika funktionieren kann. Kann dich dann später da auch genauer informieren was zu tun wäre.

Am Anfang der Erkrankung beim Ausbruch ist alles extrem wirr und unsortiert, da kann es sein das man kurzzeitig auch hohe Dosierungen braucht, später geht es immer mehr um Verträglichkeit und niedrige Dosierungen, wobei Aripiprazol eines der am besten verträglichsten Antipsychotika ist. Kann also bei einer Dosisreduktion dann nach Stabilisierung schon besser werden, wobei ich von Absetzversuchen abrate, da man dann nach einem Jahr wieder in der Klinik sein kann und sich die Situation dann tendenziell auch verschlimmern kann.
Die Empfehlung von mir ist ein Mittelweg, ich nehme das schon 10 Jahre und brauche vielleicht 40 Tabletten der Antipsychotika im Jahr statt täglich. Das SNDRI Antidepressivum Bupropion machte das bei mir möglich, wobei man da mehrere Dinge beachten sollte.


Er immt erst 3 wochen aripiprazol und hat starkes muskelzucken. Akineton half schnell.
Mein sohn spürte aber noch keine positive wirkung auf seine psychose vo aripiprazol. Aber nach akineton fühlte er sich gut, einfach mal gut
Ok und vorher hatte er noch gar nichts oder welches Medikament?
Vielleicht kann er auch auf Cariprazin (Reagila) wechseln, was womöglich besser ist und trotzdem ein moderner verträglicher Partialagonist wie Aripiprazol.
Welche Symptome hat er und wie sind die Symptome von der Ausprägung, hört er Stimmen oder sind es eher Wahnzustände ganz ohne Stimmen?

Zuckungen kann Aripiprazol womöglich machen, das habe ich schon mal bei jemanden anderen erlebt.
Wichtig wäre erstmal die Dosis und vielleicht ist er einfach nur überdosiert, da auch paradoxe Nebenwirkungen auftreten können.
 
Hallo ich bin noch mit allem überfordert, seid ca. 4 Monaten weiss ich das etwas nicht stimmte ich glaube es ging schon länger nur keiner hat es bemerkt.
Er vertraue keinem mehr, er wird überall beobachtet, es wird gegen ihn ermittelt, zivilpolizei verfolgt ihn,das erklärte er und in mir brach etwas zusammen, es war ein schock
 
Zu Akineton kann ich ehrlich gesagt nichts beitragen. Allerdings fällt mir Ute auf, die sich verständlicherweise von der Psychose ihres Sohnes stark gefordert fühlt. Ich möchte dir mitgeben, dass es auch wichtig ist, deine eigenen Bedürfnisse nicht dauerhaft zu vernachlässigen. Ich empfehle dir auch das Buch Aufopfern ist keine Lösung, welches meiner Mutter geholfen hat. Auf jeden Fall wünsche ich euch beiden alles gute.
 
Danke euch allen,
ich bekomme die gedanken grad nicht aus meinem kopf.... aber es ist so... ich leide mit....
 
Wenn er schon akineton haben muss, ist Abilify das falsche Medikament für ihn. Vorallem wenn es nach 2 Wochen nicht wirkt. Abilify ist schwächer als die meisten Antipsychotika. Bei schwerer Psychose braucht er ein anderes oder zusätzliches Medikament. Ich kann Olanzapin empfehlen, ist stärker und schnell wirksam.
 
Folgendes basiert auf dem, was ich gehört habe, und soll @Orangejuice bestätigen: Aripiprazol verursacht ab 15 mg oft Akathisie und ist generell nicht so potent. Wie es mit der Verbesserung Brexpiprazol oder Cariprazin da aussieht, weiß ich nicht. Ich hatte unter Cariprazin 4,5 mg keine motorischen Störungen, aber das ist ja individuell.
 
Naja wenn der Arzt nur mit Abilify behandelt und es nicht anspricht macht er einen Fehler. Aus erfahrung weiß ich dass man mit entscheiden muss oder den Ärzten auf die Füße treten muss.
 
Hallo Ute, ich kann dich schon verstehen,
mir ging es anfangs auch so.
Man geht zum Arzt und muss vertrauen.
Dass man ein Mitspracherecht hat, bzw dass es Alternativen gibt, das lernt man erst mit der Zeit.
Man hofft natürlich, dass das 1. Medikament das Richtige ist und es dem Kind schnell besser geht.
 

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