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Ärztepräsident Reinhardt: „Einen ungesteuerten Zugang zum Gesundheitswesen können wir uns nicht mehr leisten“

Maggi

Administrator
Um es klarzustellen: Wir haben nichts gegen Investitionen in Medizinische Versorgungszentren. Wir haben auch nichts dagegen, dass mit einem Investment angemessene Gewinne gemacht werden. Wer anderes behauptet, redet Unsinn. Aber es darf nicht primär um die Rendite gehen. An erster Stelle muss immer der Versorgungsbedarf der Patientinnen und Patienten stehen, schließlich handelt es sich um Beitragsgelder der Versicherten.

Wie wollen Sie die Gewinne begrenzen?

Nötig sind klare Regeln, die verhindern, dass Rosinenpickerei betrieben wird. Es darf nicht sein, dass nur noch die finanziell lukrativen Operationen angeboten werden, aber die Versicherten niemanden mehr für andere wichtige Diagnostiken und Therapien finden. Für die Versorgung sollte deshalb prinzipiell nur zugelassen werden, wer das gesamte Spektrum seines Faches anbietet.

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MSN

An 10-20€ Zuzahlung, wenn man sich eine Zweitmeinung einholt, sollte es kaum scheitern. Ich persönlich finde es aber, wie es jetzt ist, auch ok. Immer Leitlinienkonform zu sein kann auch schädlich und falsch sein, da gerade dort Pharmahersteller ihre eigenen Impulse zu setzen versuchen und gute preiswerte Therapieoptionen häufig gegenüber neuartigen Blockbustermedikamenten untergehen, was eben viel Geld den Herstellern einbringt, aber man effektiv mehrere unabhängige Leitlinien und medizinische Forschung fördern müsste.
Wenn man alles bündelt, muss man erstmal die richtigen Leitlinien haben und da können Therapien komplex sein und aus Wirkstoffkombinationen bestehen, was für die Pharma kein direkter Forschungsauftrag ist, die ihre neuen oder aufgefrischten Wirkstoffe einzeln vermarkten möchte.

Leitlinien müssen auch variabel und individuelle Offenheit für neue Forschungsergebnisse und Best-Praktice-Modellen haben und davon ist man meiner Meinung noch zu weit entfernt, da man diese Aufgabe der Leitlinien und Massenbehandlung dann an die Medikamentehersteller dirrigieren würde die die Finanziellen und Forschungsresourcen zum Eigenzweck/Profitmaximierung aufbringen, was eben in der Natur der Sache liegt.

Finanzielle Anreize müssten also besser gesetzt werden und mehr staatlich unabhängige Forschung und Möglichkeiten für Paxis- und Patientenahe Forschung entstehen, wenn man etwa wie Medikamentehersteller auch breiter angelegte Studien und Vergleiche anstellen kann, wozu diese finanziellen Ressourcen auch bereitgestellt sein müssen, die ansonsten dort versickern, wo man bereits Übergewinne ohne echte Leistung erzielt. .
 
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